SeereisenMagazin Logo klein 347 65TOPNEWS · AUSGABE 5/2019hr

19504 Spectrum of the Seas 5 27032019 C EckardtIn diesem Jahr legte im März die 347 Meter lange SPECTRUM OF THE SEAS für Ausrüstungsarbeiten am CCCB an.
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Erfolgreiche Saison am Columbus Cruise Center Bremerhaven geht zu Ende
Mit dem letzten regulären Anlauf des Kreuzfahrtschiffes ARTANIA von Phoenix Reisen ging am 9. Oktober ein ausgesprochen erfolgreiches und spannendes Kreuzfahrtjahr am Columbus Cruise Center Bremerhaven (CCCB) zu Ende, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.
In der vergangenen Saison konnten somit 120 Kreuzfahrtschiffe am Columbus Cruise Center Bremerhaven mit rund 250.000 Gästen begrüßt werden, nachdem bereits die beiden vergangen Jahre für das CCCB Rekordjahre waren. So wurden im Jahr 2017 170.000 Passagiere und in der Saison 2018 rund 240.000 Passagiere an der Columbuskaje gezählt. Für das nächste Jahr erwartet das Team dort ein ähnliches Passagiervolumen.
Gleich drei Mal machte die neue MEIN SCHIFF 2 von TUI Cruises in der Zeit vom 27. Januar bis 3. Februar in Bremerhaven fest. Denn TUI Cruises stellte ihr neuestes Flottenmitglied vor der offiziellen Taufe am 9. Februar in Lissabon für zwei Kurztrips mit Passagieren auf die Nordsee vor. Der 315 Meter lange Neuzugang machte sich dann am 3. Februar auf den Weg in Richtung Portugal, wo die Taufe des Schiffes erfolgte. Da die neue MEIN SCHIFF 2 die Premierensaison zunächst im Mittelmeer und dann in der Karibik verbringen wird, war dies für lange Zeit die letzte Gelegenheit, den als „Designer-Schiff” vermarkteten Cruiseliner in Bremerhaven zu sehen.
Das erste Kreuzfahrtschiff der Sommersaison in diesem Jahr war dann am 4. Mai die COSTA MEDITERRANEA, die insgesamt 15mal in Bremerhaven festmachte.
Das traditionelle gemeinsame Treffen der Schiffe der Phoenix Flotte ist und bleibt ein Highlight am Columbus Cruise Center Bremerhaven: In diesem Jahr trafen sich alle vier Schiffe am 4. August an der Unterweser. Dabei sorgten die AMADEA, ALBATROS, ARTANIA und DEUTSCHLAND für ein großartiges maritimes Ereignis am Terminal, das lange in Erinnerung bleiben wird. Aufgrund der zu erwartenden Umbaumaßnahmen an der Columbuskaje wird es dieses Ereignis in den nächsten Jahren zunächst einmal so nicht wieder geben.
Gefeiert wurden in dieser Saison nach vielen Jahren auch wieder zwei Schiffstaufen an der Columbuskaje. Mitten auf der Weser erhielt am Pfingstsonntag das 220 Meter lange Kreuzfahrtschiff VASCO DA GAMA von TransOcean ganz offiziell seinen neuen Namen. Viele interessierte Zuschauer konnten vom Willy-Brandt-Platz aus per Übertragung auf großen LED-Monitoren der Taufparty mit Feuerwerk und Live-Musik zuschauen und verfolgen, wie die Sektflasche an der Bordwand zerschellte. Als Taufpatin fungierte die deutsche Sängerin Annett Louisan.
Rund zwei Monate später wurde dann die neue AMERA von Phoenix Reisen am 16. August 2019 direkt auf der Pier des CCCB getauft. Taufpatin war Petra Kaiser, eine langjährige Mitarbeiterin des Reiseveranstalters aus Bonn, der noch heute die meisten Anläufe in Bremerhaven pro Jahr verzeichnen kann. Die eher kleine und familiäre Tauffeier wurde mit Freunden und Gästen des Unternehmens sowie den Premierengästen der AMERA gefeiert, die dann von Bremerhaven zur Premierenreise startete.
Die BERLIN von FTI Cruises machte dieses Jahr gleich drei Mal an der Seebäderkaje statt an der Columbuskaje fest. Ein Highlight für alle Beteiligten und viele Schaulustige, denn diese wurde in mitten der Bremerhavener Innenstadt vom CCCB-Team abgefertigt. Dies erfolgte sehr professionell und unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards und alles lief erfolgreich ab. Für die Übernahme von rund 50 Tonnen Proviant und der Gepäckstücke stand auf der Kaje ein Autokran bereit.
Auch ein neuer Kunde wurde in Bremerhaven erwartet, denn 23 Jahre nach dem Erstanlauf, kehrte die AIDAcara von Deutschlands größter Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises aus Rostock, an die Unterweser zurück und absolvierte von hier drei Grönlandkreuzfahrten. Auch im nächsten Jahr wird die AIDAcara wieder Kurs auf die Seestadt nehmen.
Zudem sorgen immer wieder die Ausrüstungsschiffe der Meyer Werft für viel Arbeit auf dem Terminal. In diesem Jahr lag zunächst im März die 347 Meter lange SPECTRUM OF THE SEAS für Ausrüstungsarbeiten am CCCB. Dabei wurde das Schiff vollständig mit allen für den Hotelbetrieb notwendigen Materialien ausgestattet. Am Freitag, 18. Oktober wird nun für ähnliche Arbeiten der Meyer-Neubau NORWEGIAN ENCORE in Bremerhaven erwartet, der hier bis zur offiziellen Übergabe Ende Oktober verbleibt. Am 31.Oktober wird es dann noch einmal richtig voll im Terminal, wenn mehr als 2.000 geladene Gäste, Reisebüroexpedienten und Medienvertreter in Bremerhaven für eine 2-Nächte-Reise nach Southampton an Bord der NORWEGIAN ENCORE gehen.
Für das nächste Jahr gibt es nach den bisherigen Informationen bei den bislang gemeldeten Schiffsanläufen nur eine Änderung, denn die italienische Reederei Costa wird im nächsten Jahr die wesentlich größere COSTA FORTUNA mit einer Passagierkapazität für 3.470 Gäste einsetzen. Erstmalig wird das 272 Meter lange Schiff am 21. Mai 2020 an der Unterweser erwartet. Christian Eckardt

 

19504 AIDAcosma 15102019 C Eckardt 239Mit der Kiellegung der AIDAcosma setzt AIDA Cruises seinen Kurs „Green Cruising” fort und leistet damit nach eigenen Angaben einen weiteren Beitrag zur Senkung von Emissionen in der Kreuzschifffahrt. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

AIDA-Neubau erhält den Namen AIDAcosma
LNG-Schiff fährt ab 2021 ab Kiel nach Norwegen und in die Ostsee
Auf der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde erfolgt für den größten deutschen Kreuzfahrtanbieter AIDA Cruises aus Rostock ein Heimspiel, wurde in der Schiffbauhalle der zur Meyer Gruppe gehörenden Werft der erste rund 30 Meter lange und 42 Meter breiter Baublock für das zweite LNG-Kreuzfahrtschiff aus der so genannten „Helios-Klasse” auf Kiel gelegt. Die beiden Auszubildenden Charleen Hoffmann (AIDA Cruises) und Kenny Schaft (Meyer Werft) legten die traditionelle Glücksmünze unter den ersten von insgesamt 90 Blöcken für den Neubau, der zukünftig den Namen AIDAcosma tragen wird. Anschließend senkte sich der Stahlblock, mit einer Licht- und Rauchinszenierung, auf die Pallungen ab. Die Kreuzfahrtschiffe der Helios-Klasse sind 337 Meter lang und 42 Meter breit, verfügen über etwa 2.600 Kabinen und sind mit rund 183.900 BRZ vermessen. Neu auf diesem Schiff im Vergleich zur Schwester AIDAnova wird ein Funpark am Heck des Schiffes mit Kinderpool, einer Doppelwasserrutsche und der Water Slide. Auf dem Sportaußendeck gibt es erstmals eine Boulder-Wand (Kletterwand). Der bisherige Kletterpark am Heck entfällt, dafür erstreckt sich das Pooldeck über die gesamte Schiffsbreite. Das i-Tüpfelchen wird ein atemberaubender Infinity Pool. Kulinarisch werden die Gäste in 17 Restaurants und 23 Bars verwöhnt.
An der Kiellegungszeremonie nahmen viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil, unter anderem auch Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er hob in seinem Grußwort die Bedeutung des maritimen Standorts an der Warnow hervor und würdigte das hohe Engagement von AIDA Cruises.
Wie Felix Eichhorn, Präsident von AIDA Cruises erklärte, wurden zwar schon insgesamt fünf Schiffstaufen für AIDA in Warnemünde durchgeführt, aber eine Kiellegung für einen AIDA-Neubau erfolgte dort, quasi direkt vor der Haustür der Firmenzentrale, erstmalig in der 23-jährigen Geschichte des Unternehmens. „Mit AIDAcosma setzen wir unser nachhaltiges Wachstum konsequent fort. Die Kiellegung unseres zweiten LNG-Kreuzfahrtschiffes hier in Rostock ist gleichzeitig auch Ausdruck der Wirtschafts- und Innovationskraft unseres Unternehmens in Rostock und ganz Norddeutschland”, so Eichhorn. 2018 trug AIDA Cruises allein mit mehr als 1,6 Milliarden Euro zum Wirtschaftswachstum in Norddeutschland bei. Rund 160 Millionen Euro betrug die Wirtschaftsleistung allein am Standort Rostock (ohne Schiffbau), so die Ergebnisse einer Studie von Deloitte & Touche in Zusammenarbeit mit den Universitäten Hamburg und Genua. „AIDA steht für rund 8.200 direkte und indirekte Arbeitsplätze bei unseren Zulieferern hier im Norden. Mit unseren Investitionen in die Entwicklung und Nutzung nachhaltiger Technologien geben wir wichtige Impulse für Forschungs- und Wissenschaftscluster in ganz Deutschland”, so Felix Eichhorn weiter.
Mit der Kiellegung der AIDAcosma setzt AIDA Cruises seinen Kurs „Green Cruising” fort und leistet damit nach eigenen Angaben einen weiteren Beitrag zur Senkung von Emissionen in der Kreuzschifffahrt. Ab dem Jahr 2023 wird dann das dritte LNG-Kreuzfahrtschiff von AIDA Cruises „Made in Germany” auf Reisen gehen.
Das umweltfreundliche Antriebskonzept mit Flüssigerdgas hat sich auf der AIDAnova bewährt, wie Felix Eichhorn erklärte. Dem Konzept liegen rund 10 Jahre gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit seitens der Reederei und der Werft zugrunde und das Konzept wird stetig weiterentwickelt. Eichhorn betonte, dass LNG dabei nur ein Zwischenschritt im Rahmen der weiteren Entwicklung von alternativen Antriebstechnologien darstellt. Erst kürzlich teilte AIDA Cruises mit, dass auf der AIDAnova im Rahmen eines Forschungsprojektes Brennstoffzellen im Rahmen eines dezentralen Energienetzwerkes und eines hybriden Energiesystems getestet werden, bislang einmalig auf einem Kreuzfahrtschiff.
Die AIDAcosma wird nach der Ablieferung in ihrer Premierensaison im Sommer 2021 von Mai bis Oktober von Kiel aus Reisen zu den norwegischen Fjordlandschaften und in die Ostsee anbieten. Je nach Reisetermin bleibt die AIDAcosma bei den Ostseereisen in St. Petersburg, Tallinn oder Helsinki über Nacht. Wer sich seinen Platz am liebsten gleich sichern möchte, kann sich ab sofort für eine Reise vormerken lassen. Der offizielle Buchungsstart ist am 21. November 2019.
„Die Kiellegung eines Hochsee-Kreuzfahrtschiffes auf der Neptun Werft ist ein Beleg für die Zuverlässigkeit und Qualität unserer Schiffbauer sowie für den Stellenwert unserer Werft innerhalb der Meyer Gruppe”, betonte Neptun-Geschäftsführer Manfred Ossevorth. Das Schiffbauunternehmen fertigt für die auf der Meyer Werft in Papenburg und im finnischen Turku entstehenden Kreuzfahrtschiffe die vollständig ausgerüsteten Maschinenraum-Module, die sogenannten Floating Engine Room Units (FERU).
Die Werften der Meyer Gruppe sind weltweit die ersten Schiffbauunternehmen, die die anspruchsvolle LNG-Technologie für Kreuzfahrtschiffe realisieren. Dabei kommt gerade der Neptun Werft die langjährige Erfahrung aus dem Gastanker-Bau recht. So werden dort neben den Maschinenraum-Modulen auch die drei LNG-Tanks vollständig produziert. Zwei der Tanks haben jeweils eine Länge von knapp 35 Metern, einen Durchmesser von 8 Metern und ein Fassungsvolumen von je 1.550 Kubikmetern. Ein dritter, kleinerer Tank mit einem Durchmesser von 5 Metern ist 28 Meter lang und hat ein Fassungsvolumen von 520 Kubikmetern.
„Mit dieser erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Werften und mit unseren Lieferanten ist es uns gelungen, mit dem LNG-Antrieb umweltfreundliche Pionierarbeit zu leisten”, so Tim Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft.
Ein weiterer Vorteil des Standortes der Neptun Werft ist das direkt angrenzte Areal des Rostocker Motorenherstellers Caterpillar, der die vier Dual-Fuel-Antriebsaggregate zuliefert. Bislang wurden auf der Neptun Werft schon zwölf komplett ausgerüstete Maschinenraummodule gefertigt, neben dem Modul für die AIDAcosma befindet sich aktuell auch ein Modul für das Kreuzfahrtschiff COSTA TOSCANA im Bau, dass bei Meyer Turku für die Reederei Costa Crociere entsteht.
Aktuell verfügen die Werften der Meyer Gruppe über 18 Bauaufträge für Hochseekreuzfahrtschiffe, 14 davon werden mit einem LNG-Antrieb ausgerüstet. Dazu kommen für die Neptun Werft, die derzeit allein mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt, in den nächsten Jahren noch eine Vielzahl an Flusskreuzfahrtschiffen für den langjährigen Kunden Viking River Cruises. Allein aktuell befinden sich auf der Werft zwei Schiffe in der Ausrüstungsphase und zwei im Rohbau. www.aida.de · Christian Eckardt

 

19504 Cunard New Ship Solo Animation Cunard LineAm 11. Oktober fiel auf der italienischen Fincantieri Werft in Castellammare di Stabia der Startschuss für den Bau des 249. Schiffes der britischen Cunard-Kreuzfahrtreederei. Animation: Cunard Line

 

Stahlzuschnitt für neuestes Kreuzfahrtschiff der Cunard-Reederei
Offizieller Name steht noch nicht fest – QUEEN ANNE wird hoch gehandelt
Am 11. Oktober fiel auf der italienischen Fincantieri Werft in Castellammare di Stabia der Startschuss für den Bau des 249. Schiffes der britischen Cunard-Kreuzfahrtreederei. Ein ganz besonderer Meilenstein in der 179 Jahre langen Firmengeschichte des Unternehmens. Aus dem ersten Stück Stahl wird eine beeindruckende Skulptur entworfen, die an Bord des neuen Schiffs ausgestellt wird.
Das bisher noch namenlose 322,5 Meter lange Schiff, welches der weltweit stetig wachsenden Nachfrage nach luxuriösen Kreuzfahrten nachkommen soll, wird dann nach der QUEEN MARY 2 das zweitgrößte der Cunard-Flotte sein und wird mit einer Vielfalt von einzigartigen und aufregenden Angeboten an Bord die Linie luxuriöser Kreuzfahrterlebnisse weiterführen.
Die erste Sektion des Schiffes befindet sich nun auf der italienischen Fincantieri Werft im Bau, die auch schon die beiden Cunard-Schiffe QUEEN VICTORIA (2007) und QUEEN ELIZABETH (2010) produzierte, die auch immer wieder regelmäßig deutsche Kreuzfahrthäfen anlaufen. Cunards neues Schiff soll im Sommer 2022 in Dienst gestellt, der allgemeine Buchungsstart ist für nächstes Jahr vorgesehen.
Mit einer Tonnage von 113.000 BRZ liegt dieser Neubau von der Größe zwar hinter der QUEEN MARY 2 (BRZ 149.215), jedoch wird das Schiff mit einer Kapazität für rund 3.000 Passagiere rund 300 Passagiere mehr als die QUEEN MARY 2 aufnehmen können. Der Name des Neubaus wurde von Cunard bislang noch nicht bekanntgegeben, es liegt aber in der Tradition der Reederei, dass es ein Queen-Name wird. So wird in Fachkreisen derzeit der Name QUEEN ANNE hoch gehandelt.
Die Zeremonie des ersten Stahlschnittes für die Baunummer 6274 markiert den Baubeginn und gilt als wichtiger Moment in der Bauphase des neuen Cunard Schiffes, welche mit der Ablieferung in Monfalcone, Gorizia, Italien im Jahr 2022 endet.
Simon Palethorpe, Präsident von Cunard, sagte zu diesem Anlass: „Nach jahrelanger Planung, freuen wir uns, dass endlich der Bau unseres neuesten Schiffes beginnt. Der 249. Cunarder wird unser vierter Luxusliner des 21. Jahrhunderts sein. Das neue Schiff wird die besondere Cunard Atmosphäre mit aufregenden neuen Konzepten und Plänen verbinden und wird unseren Gästen eine einzigartig luxuriöse Reiseerfahrung bieten.”
Gilberto Tobaldi, Leiter der Fincantieri Werft in Castellammare fügt hinzu, „Wir sind sehr stolz darauf mit dem Bau des neuesten Schiffes, Teil des nächsten Kapitels der Cunard Firmengeschichte sein zu dürfen und freuen uns darauf, in den nächsten Monaten mit Cunard und Carnival UK zusammenzuarbeiten.”
Cunard nutzte den Anlass außerdem, um den Fertigungsbeginn einer einzigartigen Skulptur anzukündigen, die von Meisterhand aus dem ersten Stück des Stahlschnittes für das neue Schiff gefertigt wird. Erschaffen wird sie von dem gefeierten Bildhauer Sam Shendi. Später wird die Skulptur an Bord des Schiffes ausgestellt, damit Cunard Gäste aus aller Welt sie bestaunen können. Shendi ist ein aus Ägypten stammender, britischer Bildhauer und benutzt zum Erschaffen seiner bildenden Kunst moderne industrielle Materialien wie Stahl, rostfreien Stahl, Aluminium und Glasfasern. Shendi erklärte: „Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit Cunard und die einzigartige Chance, eine Skulptur aus dem ersten Stahlschnitt ihres neuen Schiffes erschaffen zu dürfen. Es wäre wohl für jeden Künstler aufregend, Teil einer so langen Firmengeschichte sein zu dürfen und zu wissen, dass seine Kunst die Welt bereisen und Gäste aus aller Welt verbinden wird.”

Ein erstklassiges Team aus erfahrenen Designern arbeitet in Zusammenarbeit mit Fincantieri daran, ein einmaliges Erlebnis an Bord zu erschaffen. Angeführt vom weltberühmten Designer Adam D. Tihany, besteht das preisgekrönte Design Team aus Simon Rawlings (David Collins Studio), Terry McGillicuddy (Richmond International) und Sybille de Margerie (Sybille de Margerie Paris). Jeder von ihnen bringt Erfahrungen aus verschiedenen Weltklasse Hotels und Resorts mit. Ziel ist es, einen neuen Standard für das Cunard Erlebnis an Bord zu erschaffen. www.cunard.com · Christian Eckardt

 

19504 HANSEATIC inspiration Foto Kai Swillus Images for Hapag Lloy CruisesFür die Zeremonie wurde die HANSEATIC inspiration zur Bühne: elf Hochleistungsbeamer projizierten eine 12-minütige multimediale Show auf die Außenseite des Schiffes. Foto: Kai Swillus, Images for Hapag-Lloyd Cruises

 

Laura Dekker tauft HANSEATIC inspiration im Hamburger Hafen
Die HANSEATIC inspiration, das zweite von drei neuen Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Cruises, wurde am Abend des 11. Oktober 2019 im Hamburger Hafen getauft. Taufpatin Laura Dekker, die weltweit jüngste Einhand-Weltumseglerin, löste den Mechanismus für die traditionelle Champagnerflasche von einem eigens dafür zu Wasser gelassenen Ponton aus. Die rund 230 geladenen Gäste erlebten die Taufe von der Elbe aus. Für die Zeremonie wurde die HANSEATIC inspiration zur Bühne: elf Hochleistungsbeamer projizierten eine 12-minütige multimediale Show auf die Außenseite des Schiffes, die die Gäste mit auf eine virtuelle Reise durch die Zielgebiete der Expeditionsreisen nahm. Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar moderierte den Abend. Die neue Expeditionsklasse, bestehend aus HANSEATIC nature, HANSEATIC inspiration und HANSEATIC spirit, ist eine Investition des Mutterkonzerns TUI Group.
Um 21:30 Uhr befinden sich alle Gäste von Hapag-Lloyd Cruises auf dem Wasser. Allerdings nicht mehr auf der HANSEATIC inspiration, sondern auf Schlauchbooten oder Barkassen. Die Elbe und das Schiff bilden an diesem Abend die außergewöhnliche Bühne für eine Taufe ganz im Zeichen der Expeditionskreuzfahrt.
So erlebten die Gäste die multimediale Show, die sie mit auf eine virtuelle Reise in die entlegensten Winkel der Welt nahm: Aus der Hektik der Großstadt ging es virtuell in die Arktis, Antarktis oder den Amazonas. Eislandschaften, Wale, Pinguine, grüne Dschungeloasen, bunte Vögel sowie viele weitere Landschaften und Tiere wurden auf die Außenseite des Schiffes projiziert und ließen bei den Gästen echtes Entdeckergefühl aufkommen.
Das 140 Meter breite und 22 Meter hohe, sogenannte 3D-Mapping, das eigens für die Veranstaltung konzipiert und programmiert wurde, wurde von elf Hochleistungsbeamern durch den dunklen Hamburger Abendhimmel von der südlichen Elbseite aus auf die Außenseite des Schiffes projiziert. Musikalisch untermalt wurde die Taufe von der deutschen Popkünstlerin und zweifachen Echogewinnerin Oonagh sowie dem norwegischen Musiker Terje Isungset, bekannt für seine einzigartigen Instrumente aus Eis.
„Mit der heutigen Taufzeremonie haben wir unseren Gästen einen Vorgeschmack auf die Expeditionsreisen gegeben, die sie ab sofort mit der HANSEATIC inspiration erleben können. Unser zweites Schiff der neuen Expeditionsklasse ist ein weiterer Meilenstein unserer Firmengeschichte. Wir positionieren uns mit den drei neuen Schiffen im exklusiven Expeditionssegment, und zwar – so hat es die HANSEATIC nature bereits vorgemacht – im Fünf-Sterne-Bereich”, sagte Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Cruises.
„Das war für mich eine ganz besondere Erfahrung, die HANSEATIC inspiration vor dieser wunderschönen Kulisse des nächtlichen Hamburger Hafens zu taufen. Ich bin mir sicher, dass die inspiration ihrem Namen alle Ehre machen und ihre Gäste auf viele inspirierende Reisen mitnehmen wird, die ihnen die Wunder der Natur nahebringen”, so Laura Dekker.
Am Samstag, 12. Oktober legte Kapitän Ulf Wolter mit seiner Crew in Hamburg ab und trifft am Montag, 14. Oktober in Antwerpen ein. Dort startet am gleichen Tag die Jungfernreise der HANSEATIC inspiration. Die 15-tägige Route führt das 139 Meter lange und 22 Meter breite Schiff mit Stopps unter anderem in La Coruna, Lissabon, Casablanca und Madeira bis nach Teneriffa. Die HANSEATIC inspiration bietet eine Servicequalität auf 5-Sterne-Niveau. Rund 175 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die maximal 230 Gäste – auf Antarktisreisen und Spitzbergenumrundungen sind es nur 199. Das Schiff ist mit modernsten Technologien und Umwelttechnologien ausgestattet. Ab Juli 2020 verzichtet die gesamte Flotte von Hapag-Lloyd Cruises auf allen Routen auf Schweröl und fährt ausschließlich mit dem schadstoffarmen Treibstoff Marine Gasöl.
Der Bau der neuen Expeditionsklasse mit drei baugleichen Schiffen wird durch eine Investition des Mutterkonzerns TUI Group finanziert. Die gesamte Hapag-Lloyd Cruises Flotte ist somit Eigentum von Hapag-Lloyd Cruises und der TUI Group. Die Investition unterstreicht die Strategie der weltweit tätigen TUI Group, bei der das Kreuzfahrtgeschäft einen Schwerpunkt bildet. Der Konzern investiert in sein Kreuzfahrtportfolio und erweitert, modernisiert und verjüngt die Flotte. Weitere Neubauten innerhalb der gesamten Flotte folgen in den kommenden Jahren. https://www.hl-cruises.de · Christian Eckardt

 

19504 AIDAnova 3 Fuerteventura 21022019 C Eckardt 1117Die AIDAnova vor der Kanaren-Insel Fuertuventura. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Forschung an Brennstoffzellen geht weiter
2021 erster Praxistest an Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAnova
Das Forschungsprojekt Pa-X-ell2 zur Forschung der Brennstoffzellen geht mit einem Konsortium aus acht Projektpartnern in die nächste Phase: Ziel der beteiligten Unternehmen ist die Untersuchung und Entwicklung eines dezentralen Energienetzwerkes und eines hybriden Energiesystems mit einer neuen Generation von Brennstoffzellen für den Einsatz auf Hochsee-Passagierschiffen. Das erste Projekttreffen fand nun auf der Meyer Werft in Papenburg statt.
Zum Projektkonsortium von Pa-X-ell2 gehören seit Oktober 2019 die Meyer Werft, die Fr. Lürssen Werft, Freudenberg Sealing Technologies, DNV GL, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, AIDA Cruises vertreten durch die Carnival Maritime GmbH, besecke automation und EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer. Die aktuelle Projektphase läuft bis Ende 2021 unter Federführung der Meyer Werft. Neben der Entwicklung der Brennstoffzellen soll auch das gesamte Energiesystem sowie dessen Integration an Bord untersucht werden. Auch die Entwicklung der Energienetze und des Energiemanagements sowie ökologische und ökonomische Analysen sind Teil des Projekts.
Bereits 2014 hat die Meyer Werft innerhalb des Vorgängerprojekts Pa-X-ell einen Brennstoffzellen-Demonstrator an Land in Betrieb genommen und seit 2016 einen ersten Test von Brennstoffzellen an Bord der Ostseefähre MARIELLA von Viking Line durchgeführt. In der neuen Projektphase sollen auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAnova die neuen Brennstoffzellen getestet werden. Die AIDAnova wird als erstes Kreuzfahrtschiff weltweit vollständig mit emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) betrieben und wurde Ende 2018 von der Meyer Werft an AIDA Cruises abgeliefert.
Die Brennstoffzelle bietet die Möglichkeit einer noch emissionsärmeren Energieerzeugung an Bord als dies mit LNG derzeit möglich ist. Sie arbeitet emissions-, geräusch- und vibrationsarm. Die Brennstoffzelle wird mit Wasserstoff betrieben, der aus Methanol reformiert wird. Dieses kann langfristig mit regenerativen Energien erzeugt und somit die Brennstoffzelle emissionsneutral betrieben werden. Methanol als Energieträger bietet zudem gute Eigenschaften in Bezug auf das Speichervolumen.
„Mit dem erstmaligen Einsatz von Brennstoffzellen an Bord eines Hochseekreuzfahrtschiffes erreichen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur emissionsneutralen Kreuzfahrt und zeigen konkrete Lösungen auf, wie wir unsere Klimaziele erreichen wollen”, sagt AIDA Präsident Felix Eichhorn.
2018 vollzog AIDA Cruises mit der Indienststellung der AIDAnova einen wegweisenden Technologiesprung. Für das umweltfreundliche Schiffsdesign des von der Meyer Werft gebauten LNG-Kreuzfahrtschiffes wurde AIDA Cruises mit dem Blauen Engel, dem Umweltzeichen der Bundesregierung, ausgezeichnet. Bis 2023 werden zwei weitere LNG-Schiffe von AIDA Cruises, gebaut auf den Meyer Werften in Rostock und Papenburg, auf Reisen gehen.
Auch in vielen anderen Bereichen geht AIDA Cruises voran und setzt auf weitere innovative Technologien. 2020 wird an Bord der AIDAperla das bisher weltweit größte Batteriespeichersystem in der Passagierschifffahrt mit einer Gesamtleistung von zehn Megawattstunden in Betrieb genommen. Im Rahmen seiner „Green Cruising Strategie” befasst sich AIDA Cruises außerdem mit der Erforschung von Möglichkeiten der klimaneutralen Gewinnung von Flüssiggas aus regenerativen Quellen.
Nach intensiven Erprobungen an Land sollen die Brennstoffzellen ab 2021 dann erstmals an Bord der AIDAnova im Realbetrieb getestet werden. Deshalb werden die Brennstoffzellen von Freudenberg Sealing Technologies auch auf deutlich höhere Haltbarkeit ausgelegt. Erste Tests haben gezeigt, dass eine Lebensdauer von mehr als 35.000 Betriebsstunden erreichbar ist. Das Forschungsprojekt Pa-X-ell2 ist wie das Projekt RiverCell2, das zur Erforschung von Brennstoffzellen an Bord von Flusskreuzfahrtschiffen durchgeführt wird, im Cluster e4ships eingebunden. Die Forschungsprojekte gehören zum Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und werden vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert. Christian Eckardt

 

19504 Costa Smeralda auf Probefahrt Foto Meyer TurkuDie COSTA SMERALDA, ein Schwesterschiff der AIDAnova verlies zum Wochenanfang die Werft für eine rund einwöchige Probefahrt in die Ostsee, die das Schiff bis nach Gotland führen wird. Foto: Meyer Turku Oy, Turku

 

LNG-Neubau von Meyer-Turku COSTA SMERALDA beginnt erste Probefahrten
Das Kreuzfahrtschiff COSTA SMERALDA, ein Schwesterschiff der AIDAnova, das derzeit auf der finnischen Werft von Meyer Turku entsteht, verlies zum Wochenanfang die Werft für eine rund einwöchige Probefahrt in die Ostsee, die das Schiff bis nach Gotland führen wird. Das mit Flüssigerdgas betriebene 337 Meter lange Kreuzfahrtschiff wird, wie bereits gemeldet, mit einigen Wochen Verspätung abgeliefert und Ende November in Savona getauft. Ursprünglich sollte das Schiff noch vor der Taufe am 3. November am 20. Oktober 2019 ihr Debüt in Deutschland geben. Dabei sollte das Flaggschiff der Reederei als erstes LNG-Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen einlaufen. Anschließend war eine 15-tägige Kreuzfahrt von Hamburg nach Savona vorgesehen.
Die erste Kreuzfahrt der COSTA SMERALDA wird nun erst am 30. November 2019 von Savona aus starten. Der Reiseverlauf, der für alle Kreuzfahrten bis April 2021 gilt, bleibt unverändert: eine Woche im westlichen Mittelmeer nach Savona (Samstag), Marseille (Sonntag), Barcelona (Montag), Palma de Mallorca (Dienstag), Civitavecchia (Donnerstag) und La Spezia (Freitag).
Wie das baugleiche Schwesterschiff COSTA TOSCANA, das im Jahr 2021 in Fahrt kommen wird, so wird auch die COSTA SMERALDA sowohl im Hafen als auch auf See mit LNG, dem weltweit saubersten fossilen Brennstoff, angetrieben, wodurch die Umweltbelastung minimiert wird.
Mit einer Bruttotonnage von über 180.000 und mehr als 2.600 Kabinen bietet dieses 337 Meter lange Schiff Platz für bis zu 6.500 Passagiere. Die COSTA SMERALDA wird zudem eine Hommage an das Beste Italiens sein. Alle ihre Decks und öffentlichen Bereiche sind nach ikonischen italienischen Orten benannt – und nach diesen entworfen. Das Food & Wine-Angebot an Bord wird die feinsten italienischen kulinarischen Traditionen in Zusammenarbeit mit renommierten Partnerlieferanten präsentieren. Das Schiff wird 11 verschiedene Restaurants (darunter eines, das speziell für Familienessen konzipiert ist), 19 Bars, einen Spa-Bereich mit 16 Behandlungsräumen, einen Wasserpark an Bord mit Wasserrutschen, 4 Pools und spezielle Räumlichkeiten haben, in der sich die Kinder treffen und neue Freunde in ihrem Alter finden können. Die COSTA SMERALDA wird auch ihr eigenes Museum haben: das CoDe – Costa Design Museum, das die Exzellenz des italienischen Designs vorstellt. www.costakreuzfahrten.de · Christian Eckardt

 

19504 Roald Amundsen 11072019 Hamburg C Eckardt 10Nachdem das moderne Kreuzfahrtschiff mit einem Hybrid-Antrieb erst kürzlich die Nordwestpassage durchquert hatte, wird ein Werftaufenthalt nun in Vancouver (Kanada) eingelegt. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Hurtigruten-Expeditionsschiff ROALD AMUNDSEN muss nochmals in die Werft
Aktuelle Werftzeit in Vancouver führt zur Absage eines Abschnitts entlang der südamerikanischen Küste
Das neue Expeditionsschiff von Hurtigruten, die erst im Sommer dieses Jahres in Fahrt gebrachte ROALD AMUNDSEN, muss überraschend einen außerplanmäßigen Werftaufenthalt einlegen. Nachdem das moderne Kreuzfahrtschiff mit einem Hybrid-Antrieb erst kürzlich die Nordwestpassage durchquert hatte, wird der Werftaufenthalt nun in Vancouver (Kanada) eingelegt. Über die Gründe des notwendigen Werftbesuches machte Hurtigruten bislang noch keine Angaben.
Betroffen von der aktuellen Reiseabsage ist auch eine buchbare 17-Tage-Reise, die am 10. Oktober in Puntarenas (Costa Rica) starten und in Valparaiso (Chile) enden sollte. Diese Reise wird aber erst ab dem 18. Oktober wieder planmäßig stattfinden.
Die ROALD AMUNDSEN, die sich erstmals im Juli im Hamburger Hafen der Öffentlichkeit vorstellte, ist das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das batteriebetrieben fahren kann. Durch den Hybridantrieb kann die CO2-Emissionen um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu anderen Schiffen gleicher Größe reduziert werden. Die neuartige Hybridtechnik an Bord der ROALD AMUNDSEN und dem im nächsten Jahr folgenden Schwesterschiff FRIDTJOF NANSEN, verfügt über Hochleistungsakkus des kanadisch-norwegischen Unternehmens Corvrus Energy, die die Leistungsspitzen der mit Marinediesel betriebenen Maschinen aufnehmen. Das so genannte „peak shaving” soll dabei, in Kombinationen mit optimierten Rumpflinien, Einsparungen von bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Antrieben bringen. Zwar wären rein technisch auch elektrische Fahrten mit dem Schiff möglich, die Energie hierfür würde aber nur bei kurzen Manövern von maximal 30 Minuten reichen.
Die von der norwegischen Kleven Werft erbaute ROALD AMUNDSEN ist speziell für Reisen in polare Gewässer entwickelt worden und verfügt über die Polarklasse 6. An Bord des 140 Meter langen Expeditionsschiffes finden maximal 530 Passagiere Platz. An Bord des Schiffes findet sich im Atrium unter anderem der derzeit größte LED-Bildschirm auf den Weltmeeren, der sich über sieben Decks auf einer Höhe von 17,5 Meter erstreckt.
Am 8. November wird das Schiff auf einer Antarktisreise von der Expeditionsexpertin Karin Strand getauft. Neben dem außergewöhnlichen Ort, an dem die Taufe stattfinden wird, gibt es eine weitere Besonderheit: Denn die bei Schiffstaufen traditionelle Champagnerflasche wird durch einen Eisblock ersetzt – dies auch zu Ehren des Namensvetters Roald Amundsen. Der Polarheld selbst erfand dieses Ritual, als er sein berühmtes Expeditionsschiff MAUD 1917 taufte, indem er einen Eisblock am Schiffsbug zerschellen ließ. Roald Amundsen leitete die erste Expedition durch die Nordwestpassage, die erste Expedition zum Südpol und die erste Expedition, die nachweislich den Nordpol erreicht hat. Er gilt daher als einer der größten Entdecker aller Zeiten. www.hurtigruten.de · Christian Eckardt

 

19504 Norwegian Encore 3 08102019 C EckardtDie NORWEGIAN ENCORE hat am frühen Dienstagmorgen nach einer ersten Probefahrt im Bereich der Deutschen Bucht an der Columbuskaje in Bremerhaven festgemacht. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Die NORWEGIAN ENCORE erreicht Ausrüstungshafen an der Wesermündung
Am Kreuzfahrtterminal findet Ende Oktober die offizielle Übergabe statt
Der aktuelle Neubau der Meyer Werft in Papenburg, die NORWEGIAN ENCORE, hat am frühen Dienstagmorgen nach einer ersten Probefahrt im Bereich der Deutschen Bucht an der Columbuskaje in Bremerhaven festgemacht. Hier bleibt der Kreuzfahrtriese aber zunächst nicht lange liegen, denn schon am morgigen Mittwoch gegen 19.00 Uhr legt das 333,4 Meter lange Schiff zur großen Werftprobefahrt mit einigen hundert Handwerkern der Meyer Werft und deren Zulieferbetriebe in Richtung Skagerrak ab. Von dieser Reise wird das Schiff am 15. Oktober in Bremerhaven zurückerwartet. Am Kreuzfahrtterminal findet dann bis zum Monatsende die finale Ausrüstung des Schiffes statt. Hier findet Ende Oktober auch die offizielle Übergabe des Schiffes an die Reederei Norwegian Cruise Line an.
Am 31. Oktober abends wird die NORWEGIAN ENCORE die Seestadt im Rahmen einer Vorstellungsfahrt für Reisebüromitarbeiter und Medienvertreter in Richtung Southampton verlassen. Vom britischen Hafen startet am 2. November die Transatlantiküberquerung nach New York. Sängerin und Talkmasterin Kelly Clarkson ist die Taufpatin der neuen NORWEGIAN ENCORE, die Taufe wird am 21. November 2019 in Miami erfolgen.
Für die Meyer Werft ist die NORWEGIAN ENCORE das 14. Kreuzfahrtschiff, aber derzeit auch das letzte Schiff für die Norwegian Cruise Line, deren Flotte damit auf insgesamt 17 Schiffe wächst. Nach Werftangaben ist die 333,46 Meter lange und 41,4 Meter breite NORWEGIAN ENCORE mit 169.145 BRZ vermessen und bietet Platz für 4004 Passagiere. Sie zählt zur so genannten Breakaway-plus-Klasse. Mit dem seit mittlerweile 20 Jahren praktizierten „Freestyle Cruising”-Konzept bietet die Reederei Schiffsurlaub auf höchstem Niveau, da es dem Gast alle Freiheiten ermöglicht, die er wünscht. Dieses Konzept wird von den Passagieren sehr gut angenommen. An Bord gibt es ein Theater, zahlreiche Bars und Restaurants, Sport-, Spaß- und Wellness-Angebote sowie ein Kasino. Außerdem verfügt der Neubau über eine Kartbahn und einen Freiluft-Laser-Tag-Parcours. Dabei soll es sich nach Angaben der Reederei um die größten ihrer Art auf einem Kreuzfahrtschiff handeln.
Auf der Meyer Werft in Papenburg gehen die Arbeiten unterdessen an aktuell drei Schiffen weiter: Im Baudock II der Werft wird bereits an der IONA für die britische Reederei P&O Cruises sowie an der ODYSSEY OF THE SEAS für Royal Caribbean International gearbeitet. Im kleineren Baudock I läuft der Bau der SPIRIT OF ADVENTURE für Saga Cruises aus Großbritannien, wobei alle drei Schiffe Im Jahr 2020 abgeliefert werden. Christian Eckardt

 

19504 AIDAprima Erstanlauf Warnemuende 1 Foto AIDA Cruises RostockAm 4. Oktober 2019 hat das Kreuzfahrtschiff AIDAprima der Rostocker Reederei AIDA Cruises um 9 Uhr erstmalig im Hafen
von Warnemünde festgemacht.
Foto: AIDA Cruises, Rostock

 

Premiere für AIDAprima in Warnemünde
Am 4. Oktober 2019 hat das Kreuzfahrtschiff AIDAprima der Rostocker Reederei AIDA Cruises um 9 Uhr erstmalig im Hafen von Warnemünde festgemacht. Damit präsentierte sich erstmals ein Schiff dieser Bauklasse bei einem Anlauf im Rostocker Hafen. Die in Japan erbaute AIDAprima wurde am 7. Mai 2016 von Emma Schweiger in Hamburg getauft.
An Bord sind derzeit rund 4.100 Gäste, die sich auf einer 7-tägigen Ostseereise befinden, die von Kiel nach Tallinn und Helsinki führte. Der Grund für den unplanmäßigen Aufenthalt in Warnemünde ist die derzeitige Wetterlage über der Ostsee mit Starkwinden, die am Donnerstag zur Schließung des schwedischen Hafens Nynäshamn bei Stockholm geführt haben. Dort war am 3. Oktober ein Anlauf der AIDAprima geplant. Um den Gästen eine attraktive Alternative anzubieten, änderte die AIDAprima ihren Kurs und fuhr Richtung Warnemünde weiter. Um 20 Uhr setzte das Schiff seine Reise fort und wird am 5. Oktober 2019 planmäßig in Kiel ankommen. Dort endet die Ostseereise.
Die AIDAprima verfügt über 1.647 Kabinen, ist 300 Meter lang, 37,60 Meter breit und ist ein Urlaubsparadies für die ganze Familie. An Bord befinden sich unter anderem eine Doppelwasserrutsche, ein Klettergarten und ein überdachter Beach Club mit Pool, dazu zwölf Restaurants, drei Snack-Bars und 14 Bars, ein 3.100 qm großer Wellnessbereich mit fünf Saunen sowie ein großzügiger Fitnessbereich.
Die Wintersaison wird die AIDAprima im Orient verbringen und ab Dubai einwöchige Reisen nach Abu Dhabi, Muscat und Bahrain anbieten. www.aida.de · Christian Eckardt

 

19504 N ENCORE Emspassage 433589340847858 C EckardtDie NORWEGIAN ENCORE hat bis zum Mittwochvormittag den schwierigsten Teil ihrer Reise auf dem Weg zur Nordsee geschafft. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Emsüberführung der NORWEGIAN ENCORE erfolgte bislang problemlos
Erstmalig begleitet Polizei die Überführung aufgrund erwarteter Proteste von Klimaaktivisten
Der jüngste Neubau der Papenburger Meyer Werft, das 334 Meter lange Kreuzfahrtschiff NORWEGIAN ENCORE hat bis zum Mittwochvormittag den schwierigsten Teil ihrer Reise auf dem Weg zur Nordsee gemeistert. Am Dienstagvormittag erreichte das Schiff das Emssperrwerk in Gandersum. Dort bleibt es bis zum Nachmittag in Warteposition liegen und wird um etwa 15 Uhr bei Hochwasser das Sperrwerk in Richtung Eemshaven passieren. Aufgrund des regnerischen Wetters und der späten Uhrzeit wurde diese Überführung von deutlich weniger Schaulustigen verfolgt als sonst üblich.
Erstmals wurde die Emspassage eines Kreuzfahrtschiffes, die größtenteils im strömenden Regen erfolgte, von einem Großaufgebot der Polizei begleitet, da man mögliche Proteste von Klimaaktivisten erwartete. Dies sei aber nicht eingetreten. Nachdem in der vergangenen Woche in der finnischen Hauptstadt Helsinki zwei Kreuzfahrtschiffe am Auslaufen gehindert wurden. Zudem wurde im Juni in Kiel ein Schiff von Klimaaktivisten blockiert. Einige neuralgische Punkte entlang der Ems, so an Brücken und Schleusen, wurden während dieser Überführung der NORWEGIAN ENCORE von der Polizei zusätzlich gesichert, zudem kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Auch hat das Sturmtief „Mortimer“, das noch am Montagvormittag über Norddeutschland fegte, führte zu keinen weiteren Änderungen am Überführungszeitplan, wie ein Sprecher der Meyer Werft erläuterte.
Nach der Passage des Emssperrwerkes stehen zunächst im Dollart erste Einstellungstests an, bevor das 333,4 Meter lange Schiff im niederländischen Eemshaven festmacht. Von hier aus geht es zu einer ersten Testfahrt in die Nordsee. Nach derzeitiger Planung soll die NORWEGIAN ENCORE dann am 8. Oktober an der Columbuskaje in Bremerhaven festmachen, wo die finale Ausrüstung des Neubaus stattfinden wird. Hier wird auch Ende Oktober die offizielle Übergabe des Schiffes an die Reederei Norwegian Cruise Line an.
Am 31. Oktober abends wird die NORWEGIAN ENCORE die Seestadt im Rahmen einer Vorstellungsfahrt für Reisebüromitarbeiter und Medienvertreter in Richtung Southampton verlassen. Vom britischen Hafen startet dann am 2. November die Transatlantiküberquerung nach New York. Sängerin und Talkmasterin Kelly Clarkson ist die Taufpatin der neuen NORWEGIAN ENCORE, die Taufe wird am 21. November 2019 in Miami erfolgen.
Für die Meyer Werft ist die NORWEGIAN ENCORE das 14. Kreuzfahrtschiff, aber derzeit auch das letzte Schiff für die Norwegian Cruise Line, deren Flotte damit insgesamt auf 17 Schiffe wächst. Nach Werftangaben ist die 333,46 Meter lange und 41,4 Meter breite NORWEGIAN ENCORE mit 169.145 BRZ vermessen und bietet Platz für 4004 Passagiere. Sie zählt zur so genannten Breakaway-plus-Klasse. Mit dem seit mittlerweile 20 Jahren praktizierten „Freestyle Cruising”-Konzept bietet die Reederei Schiffsurlaub auf höchstem Niveau, da es dem Gast alle Freiheiten ermöglicht, die er wünscht. Dieses Konzept wird von den Passagieren sehr gut angenommen. An Bord gibt es ein Theater, zahlreiche Bars und Restaurants, Sport-, Spaß- und Wellness-Angebote sowie ein Kasino. Außerdem verfügt der Neubau über eine Kartbahn und ein Freiluft-Laser-Tag-Parcours. Dabei soll es sich nach Angaben der Reederei um die größten ihrer Art auf einem Kreuzfahrtschiff handeln. www.ncl.de · Christian Eckardt

 

19504 Seute Deern 24092019 C Eckardt 8Die 100 Jahre alte SEUTE DEERN war Ende August nach einem Wassereinbruch auf den Grund des Hafenbeckens gesunken. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Wie geht es weiter mit der SEUTE DEERN?
Gutachter empfiehlt den Traditionssegler zu verschrotten
Der vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven beauftragte Gutachter Hans-Joachim Möller empfiehlt in einem ersten Gutachten, den Ende August im Alten Hafen gesunkenen hölzernen Segler, zu verschrotten statt zu sanieren. Doch zur Zukunft der 3-Mast-Bark äußert sich das Museum derzeit noch nicht. „Wir hoffen, dass eine schnelle und gute Lösung gefunden werden kann”, sagte jetzt der Sprecher vom DSM, Thomas Joppig. Doch ist die Diskussion nicht ganz einfach, da neben dem Museum auch die Stadt Bremerhaven, das Land Bremen und als Geldgeber einer möglichen Sanierung der Bund beteiligt sind.
Schon in einem aus dem Jahr 2017 stammenden Gutachten wurden schon schwerste Schäden auf dem Segler festgestellt. Wie Radio Bremen jetzt mitteilte, denen das Gutachten vorliegt, heißt es dort, dass der Zustand der SEUTE DEERN „deutlich schlechter als zunächst angenommen” sei. So sei die Beplankung in einem „sehr schlechten Zustand”. Es sei wegen Pilzbefalls fraglich, ob die Spanten, also die Rippen des Schiffs, überhaupt noch neue Bolzen aufnehmen können. Der Kiel sei in einem „kritischen Zustand”, stählerne Bodenplatten hätten nur noch einen „Bruchteil der ursprünglichen Plattenstärke”. Teile der inneren Konstruktion, etwa der ehemaligen Restaurantküche, halten die Gutachter für „statisch bedenklich”.
Die 100 Jahre alte SEUTE DEERN war Ende August nach einem Wassereinbruch auf den Grund des Hafenbeckens gesunken und schon am 22. September konnte der Segler wieder gehoben werden. Allerdings sind durch die Havarie die Schäden an der hölzernen Außenhaut des Schiffes eher größer geworden. Aktuell laufe nun acht Mal so viel Wasser ein wie vor der Havarie, sagte am Freitag ein Sprecher des Deutschen Schifffahrtsmuseums. In der Vergangenheit waren es bis zu 25 Kubikmeter, derzeit sind es bis zu 200 Kubikmeter pro Stunde. Aktuell schwimmt der Segler nur durch Hilfe der leistungsstarken Pumpen, die extra angemietet werden mussten. Jeder Tag, an dem der aktuelle Zustand anhält, kostet Geld, das dem DSM aber nicht zur Verfügung steht. Neben der Anmietung der Pumpen kommen die erhöhten Energiekosten und die Kosten durch die regelmäßige Überwachung durch die Techniker hinzu, erläuterte jetzt DSM-Sprecher Joppig. „Da dadurch erhebliche Beträge zusammenkommen, sind wir sehr daran interessiert, zu einer schnellen Entscheidungsfindung zu kommen”, so Joppig weiter.
Bremens Hafenstaatsrat Tim Cordßen bestätigte das Ergebnis des Gutachtens von Möller. Jedoch fordert nun das Wissenschaftsressort vor einer endgültigen Entscheidung über den 100 Jahre alten Segler eine zweite Expertise einzuholen. „Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, ist aus unserer Sicht ein zweites Gutachten erforderlich”, erklärte der Pressesprecher des Ressorts Wissenschaft und Häfen, Sebastian Rösener. Dieses Gutachten werde nun beauftragt und soll zeitnah vorliegen. Anschließend soll dann kurzfristig eine Entscheidung getroffen werden. Für die nächsten Tage bleibt nun zu hoffen, dass die Pumpen den Dienst nicht versagen und die eindringende Menge nicht deutlich mehr wird, als die nun aktuell rund 5.000 Kubikmeter täglich.
Bei einem möglichen Abwracken des Seglers dürften die vom Bund in Aussicht gestellten 17 Millionen Euro Förderung aber verloren sein. Das zweckgebundene Geld hätte zudem vom Land Bremen und zu einem geringen Teil von der Stadt Bremerhaven gegenfinanziert werden müssen.
Der Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) fordert indes schon jetzt eine schnelle Entscheidung über die Zukunft des maroden Museumsschiffes. Er könne sich eventuell auch einen Nachbau eines historischen Segelschiffs mit deutlichem Bezug zu Bremerhaven vorstellen, so Grantz. Wie solch ein Nachbau zu finanzieren sei, dazu machte der OB keine Angaben. Christian Eckardt

 

19504 Costa Mediterranea 1 02072018 C EckardtZur COSTA MEDITERRANEA, die noch in diesem Sommer in Nordeuropa im Einsatz war, ist bekannt, dass diese im Mai 2021 die Costa-Flotte verlassen wird. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Rekordergebnis für Carnival Corporation & plc im dritten Quartal
Fünf Schiffe werden die Carnival-Tochter Costa Cruises bis 2021 verlassen
Das Finanzergebnis der amerikanischen Carnival Corporation & plc in Miami für das dritte Quartal zeigt eine Umsatzsteigerung auf USD 6,5 Milliarden, verglichen mit USD 5,8 Milliarden im Vorjahresquartal. Der Reingewinn nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) erreichte USD 1,8 Milliarden, verglichen mit USD 1,7 Milliarden im Vorjahr.
Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, erwartet man für das Gesamtjahr 2019 einen bereinigten Gewinn pro Aktie in einer Bandbreite von USD 4,23 bis USD 4,27, was die jüngsten Preiserhöhungen bei den Treibstoffpreisen widerspiegelt, verglichen mit der Prognose vom Juni von USD 4,25 bis USD 4,35 und einem bereinigten Gewinn pro Aktie von USD 4,26 im Jahr 2018.

Costa wird sich von fünf Schiffen trennen
Um ein Kapazitätswachstum in Südeuropa zu verringern, werden laut Arnold Donald, CEO der Carnival Corporation, bis Mai 2021 fünf Schiffe von der Carnival-Tochtergesellschaft Costa Cruises die Flotte verlassen. Wie Donald erklärte, werden zwei in Europa stationierte Schiffe die Costa-Flotte im Jahr 2020 verlassen, ferner zwei Schiffe der Costa-Flotte in Asien im nächsten Jahr. Darüber hinaus wird die neue COSTA FIRENZE, die derzeit bei der italienischen Werft Fincantieri in Marghera entsteht, im September 2020 direkt in China eingesetzt und somit keine Vorstellungsfahrten, wie ursprünglich geplant, in Europa machen. Um welche Schiffe es sich bei der Ausmusterung dabei konkret handelt, erklärte Donald bislang noch nicht. Einzig zur COSTA MEDITERRANEA, die noch in diesem Sommer in Nordeuropa im Einsatz war und regelmäßig in Hamburg und Bremerhaven zum Passagierwechsel für die deutschen Gäste fest machte, erklärte Donald, dass diese im Mai 2021 die Costa-Flotte verlassen wird. Zunächst wechselt das Schiff im nächsten Jahr nach Asien und wird dort Reisen von Singapur nach Kambodscha, Malaysia und Thailand von der COSTA FORTUNA übernehmen. Die Kapazitäten von Costa in Südeuropa sollen durch die neue, modernere und effizientere COSTA SMERALDA sowie deren Schwester COSTA TOSCANA ersetzt werden, die derzeit bei Meyer Turku produziert werden und in diesem Herbst bzw. im nächsten Jahr in Fahrt kommen werden.
Es ist davon auszugehen, dass Costa die ausscheidenden Schiffe bei anderen Tochtergesellschaften des größten Kreuzfahrt-Konzerns einsetzen wird. So ist schon seit längerer Zeit geplant, dass die 2.210 Passagiere fassende COSTA ATLANTICA aus der Spirit-Klasse bereits zum Jahresende an das chinesische Joint-Venture mit der China State Shipbuilding Corp. wechseln wird. Gut möglich, dass dann auch im Jahr 2021 das Schwesterschiff aus der Spirit-Klasse, die COSTA MEDITERRANEA dort zum Einsatz kommt. Weiterhin wird ein kompletter Abzug der 1996 bei der Lloyd Werft erbauten COSTA VICTORIA aus Asien erwartet, die im nächsten Sommer wieder im Mittelmeer im Einsatz ist. Auch ein Verkauf von Schiffen kommt demnach infrage, aber wohl nicht an Mitbewerber, die in direkter Konkurrenz zu Carnival-Marken treten könnten. Christian Eckardt

 

19504 Funchal Lissabon 10032014 C EckardtDie Pläne der britischen Hotelgruppe Signatur Living, das portugiesische Kreuzfahrtschiff FUNCHAL in ein luxuriöses schwimmendes Hotel umzuwandeln, sind nach gut einem Jahr ins Stocken geraten. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Wie geht’s weiter mit dem schwimmenden Hotelprojekt auf der FUNCHAL?
Die Pläne der britischen Hotelgruppe Signatur Living, das portugiesische Kreuzfahrtschiff FUNCHAL in ein luxuriöses schwimmendes Hotel umzuwandeln, sind nach gut einem Jahr ins Stocken geraten. Denn die Hotelgruppe hat das für einen Preis von 3,9 Millionen Euro auf einer Auktion ersteigerte Kreuzfahrtschiff im letzten Dezember bislang erst einen Teilbetrag überwiesen, rund 2,8 Millionen Euro sollen noch fehlen, wie britische Medien berichten.
Das 2008 gegründete Unternehmen Signatur Living hatte noch im Frühjahr einen rund 5 Millionen Euro teuren Umbau des traditionsreichen 153 Meter langen Kreuzfahrtschiffes in ein hippes Disco-Partyboot mit 625 Betten angekündigt, das dann im „Zebra-Look” vor der Küste von Ibiza zum Einsatz kommen sollte.
Wie Signatur Living gegenüber britischen Medien erläuterte, stehen mehrere ursprüngliche Investoren für das Projekt nun nicht mehr zur Verfügung und man habe eine Verlängerung für die Restzahlung beantragt. Dies wird nun von dem Insolvenzverwalter geprüft. Sollte dieser der Zahlungsverlängerung nicht zustimmen, könnte das Kreuzfahrtschiff auch nochmals versteigert werden oder man geht noch einmal in Verhandlungen mit zwei weiteren Interessenten der damaligen Auktion, die seinerzeit den Mindestbetrag von 2,3 Millionen Euro für das nunmehr 58 Jahre alte Schiff, das derzeit über 244 Kabinen für 470 Passagiere verfügt, geboten haben. Darunter soll sich seinerzeit auch ein deutscher Interessent befunden haben.
Damit geht eine seit mehr als 10 Jahre andauernde ungewisse Geschichte des Schiffes in die nächste Runde. Im Jahr 2010 wurde das Schiff von dem Unternehmer Rui Alegre, dem ehemaligen Ehemann einer der wohlhabendsten Frauen Portugals, der Unternehmerin Paula Amorim, aufgekauft. Alegre hoffte, das Boot und drei weitere Kreuzfahrtschiffe die von der insolventen Reederei Classic International Cruises erworben wurden, dazu zählten die AZORES, LISBOA und die PORTO, nach einigen Umbauten unter der neuen Reederei Portuscales Cruises wieder erfolgreich in Fahrt zu bringen. Doch die Umbauten an den Kreuzfahrtoldtimern verschlangen nicht nur sehr viel Geld, sondern auch die Nachfrage nach solch alten, über 50 Jahre alten Schiffen war nicht mehr gegeben. Somit wurden, bis auf die 1948 erbaute AZORES, die heute noch als ASTORIA in Charter für CMV verkehrt, die LISBOA und die PORTO mittlerweile verschrottet. Die FUNCHAL liegt nunmehr seit 2015 beschäftigungslos in Lissabon auf.
Die FUNCHAL wurde 1961 auf der dänischen Helsingør Skibsværft og Maskinbyggeri für die portugiesische Gesellschaft Empressa Insula de Navagacao als Passagier- und Postschiff für den regelmäßigen Dienst zwischen Lissabon, den Azoren und Madeira erbaut. Vor rund 40 Jahren erfolgte dann ein Umbau zu einem vollwertigen Kreuzfahrtschiff und die bisherigen Dampfturbinen wurden durch Dieselaggregate ersetzt. Im Jahr 1987 wurde das 10.000-BRZ-Kreuzfahrtschiff mit einer Kapazität für rund 470 Passagiere in 244 Kabinen an die Warwick Shipping Company verkauft und lange an die schwedische Fritidskryys verchartert. Bis zum Herbst 2012 gehörte das Schiff dann der Arcalia Shipping und wurde von dessen Tochterunternehmen Classic International Cruises vermarktet. Christian Eckardt

 

19504 10 KS Portrait 05 Photo Ørjan Bertelsen HurtigrutenKarin Strand fungiert derzeit als Vice President Expeditions und betreut damit die renommierten Experten- und Expeditionsteams von Hurtigruten. Foto: KS Portrait 05 Photo Ørjan Bertelsen Hurtigruten, HH

 

Polar-Pionierin Karin Strand tauft ROALD AMUNDSEN in der Antarktis
Taufe mit einem Eisblock statt Champagner
Am 8. November 2019 wird während der ersten Reise von der neuen ROALD AMUNDSEN der norwegischen Kreuzfahrtreederei Hurtigruten zum weißen Kontinent die Taufe des Schiffes stattfinden. Damit wird die ROALD AMUNDSEN das erste Kreuzfahrtschiff sein, das in der Antarktis getauft wird.
„Es ist mir eine Ehre, die Patin des wohl innovativsten Schiffes zu sein, das seit Jahrzehnten auf den Meeren unterwegs ist. Seine grüne Technologie und innovativen Lösungen machen es möglich, unsere Ozeane nachhaltiger zu erkunden”, sagt Karin Strand, die Taufpatin der ROALD AMUNDSEN.
Genau wie das Schiff ist auch Karin Strand eine echte Polar-Pionierin. Die 48-jährige hat bereits mehr als 140 Expeditionen in die Antarktis unternommen. Karin Strand ist damit eine der erfahrensten Expeditionsexperten im Abenteuertourismus. Laut Hurtigruten CEO Daniel Skjeldam war die Wahl Karin Strands als Taufpatin des bahnbrechenden Expeditionsschiffes eine ganz natürliche Konsequenz.
„Wie der Polarheld Roald Amundsen ist unser Expeditionsschiff ROALD AMUNDSEN etwas Außergewöhnliches. Außergewöhnlich soll also auch unsere Taufpatin sein”, sagt Skjeldam. „Wir haben jemanden gesucht, der unsere Werte, unseren Entdeckergeist und die Besonderheit unseres Schiffes repräsentieren kann. Karin kann dies und noch viel mehr. Ihre Leidenschaft für die Erforschung der Ozeane und die faszinierenden Orte, die wir besuchen, kombiniert mit ihrem unermüdlichen Willen zur Innovation, machen sie zu einem echten Vorbild.”
Sich selbst beschreibt Karin Strand als jemanden, der „mit permanentem Polarfieber infiziert” wurde. Karin Strand fungiert derzeit als Vice President Expeditions und betreut damit die renommierten Experten- und Expeditionsteams von Hurtigruten. Aufgewachsen ist sie zwischen Fjorden und Gletschern in Jølster an Norwegens Westküste. Nach ihrem Jurastudium änderte Karin ihre Karrierepläne aufgrund ihrer Leidenschaft zum Reisen und zu den Ozeanen und heuerte als Expeditionsleiterin bei Hurtigruten an. Seitdem bereist sie ganzjährig die nördlichen und südlichen Polarregionen, von Grönland über Spitzbergen bis in die Antarktis sowohl beruflich als auch in ihrer Freizeit, dann am liebsten per Kajak.
Als Patin würdigt Karin nun die lange maritime Tradition der Namensgebung und Taufe des Schiffes. Neben dem außergewöhnlichen Ort, an dem die Taufe stattfinden wird, gibt es eine weitere Besonderheit: Denn die bei Schiffstaufen traditionelle Champagnerflasche wird durch einen Eisblock ersetzt – auch dies zu Ehren von Roald Amundsen. Der Polarheld selbst erfand dieses Ritual, als er sein berühmtes Expeditionsschiff MAUD 1917 taufte, indem er einen Eisblock am Schiffsbug zerschellen ließ. Roald Amundsen leitete die erste Expedition durch die Nordwestpassage, die erste Expedition zum Südpol und die erste Expedition, die nachweislich den Nordpol erreicht hat. Er gilt daher als einer der größten Entdecker aller Zeiten.
Das nach diesem Polarhelden benannte Hybridschiff ROALD AMUNDSEN schrieb bereits Schifffahrtsgeschichte, denn in diesem Monat durchquerte es als erstes hybridbetriebenes Schiff die berühmte Nordwestpassage – genau wie einst Roald Amundsen, der zwischen 1903 und 1906 von Grönland nach Alaska segelte. Die ROALD AMUNDSEN wurde entwickelt, um die spektakulärsten Gewässer der Erde zu erkunden und nutzt hierfür zukunftsweisende grüne Technologie. Die emissionsarmen Motoren werden durch Batteriepacks unterstützt, wodurch der CO2-Ausstoß um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu anderen Schiffen gleicher Größe reduziert wird. www.hurtigruten.de · Christian Eckardt

19504 Hamburg 11072019 C Eckardt 162Die ROALD AMUNDSEN schrieb bereits Schifffahrtsgeschichte, denn in diesem Monat durchquerte es als erstes hybridbetriebenes Schiff die berühmte Nordwestpassage. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

19504 Laura Dekker by Stephan Redel Hapag Lloyd CruisesLaura Dekker erklärte: „Mittlerweile habe ich mehr als 50.000 nautische Meilen gesegelt, und sammele weiter. 
Foto: Laura Dekker by Stephan Redel, Hapag-Lloyd Cruises, Hamburg

 

Weltumseglerin Laura Dekker ist Taufpatin der HANSEATIC inspiration
Die Taufe des Expeditionskreuzfahrtschiffes ist am 11. Oktober 2019 im Hamburger Hafen
Laura Dekker wird die HANSEATIC inspiration, das zweite der insgesamt drei neuen Expeditionsschiffe von Hapag-Lloyd Cruises taufen. Die außergewöhnliche Zeremonie findet am Freitag, 11. Oktober 2019 im Hamburger Hafen statt. Die leidenschaftliche Seglerin wurde bekannt durch ihre Solo-Weltumseglung von 2010 bis 2012. Moderiert wird die Taufveranstaltung durch Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar.
„Laura Dekker ist für uns die perfekte Taufpatin unseres neuen Expeditionsschiffes. Mit ihrer Begeisterung und ihrem Respekt für die Natur, ihrer Abenteuerlust und Freude an der See repräsentiert sie all das, wofür Expeditionsreisen stehen”, so Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Cruises. „Wir unterstützen voller Begeisterung die Laura Dekker World Sailing Foundation.”
Laura Dekker erklärte hierzu: „Mittlerweile habe ich mehr als 50.000 nautische Meilen gesegelt, und sammele weiter. Ich bin eine motivierende Rednerin, Autorin, Weltreisende, professionelle Yacht-Skipperin und verwirkliche immer noch meine Träume. Diesen Spirit möchte ich mit meinem Segelprojekt an junge Menschen weitergeben und sie motivieren und ermutigen.”
Hapag-Lloyd Cruises hat für die Taufe der HANSEATIC inspiration eine besondere Zeremonie vorbereitet, die sowohl auf dem Wasser als auch auf und am neuen Schiff stattfinden wird. Die geladenen Gäste gehen real und virtuell auf eine Expeditionsreise und werden die Taufzeremonie wasserseitig von Zodiacs aus live verfolgen. Für diejenigen, denen die Expeditionsschlauchboote zu abenteuerlich sind, stehen Barkassen bereit. Das Schiff wird dabei selbst zur Bühne.
Die in Norwegen auf der VARD-Werft erbaute HANSEATIC inspiration wird bereits am 5. Oktober am Anleger Hafen-City in Hamburg erwartet. Das Schiff bietet Servicequalität auf 5-Sterne-Niveau: rund 175 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die maximal 230 Gäste – auf Antarktisreisen und Spitzbergenumrundungen sind es nur 199. Das Schiff verfügt über die höchste Eisklasse für Passagierschiffe (PC6) und ist mit modernsten Technologien und Umwelttechnologien wie Landstrom und SCR Katalysator ausgestattet. Ab Juli 2020 fährt die gesamte Expeditionsflotte von Hapag-Lloyd Cruises weltweit auf allen Routen mit dem schadstoffarmen Treibstoff Marine Gasöl. www.hl-cruises.de · Christian Eckardt

 

19504 Bootsmann Jochen Boers Kapitaen Vincent Cofalka AIDAnova Blauer EngelBootsmann Jochen Boers und Kapitän Vincent Cofalka vor der AIDAnova mit dem Blauen Engel auf der Bordwand.
Foto: AIDA Cruises, Rostock

 

AIDAnova erhält Blauen Engel –
Umweltzeichen jetzt auf der Bordwand
AIDA Cruises, Rostock, ist mit dem Blauen Engel, dem Umweltzeichen der Bundesregierung, für das umweltfreundliche Schiffsdesign der AIDAnova ausgezeichnet worden. Am 19. und 26. September 2019 wurde im Hafen von Marseille das Logo des Blauen Engels auf die Bordwand der AIDAnova aufgetragen.
Dank der Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) wie an Bord der AIDAnova werden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu vollständig vermieden, der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2-Emissionen verringern sich nachhaltig. Auch in vielen anderen Bereichen geht AIDA Cruises mit Innovationen voran, um einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.
2023 werden bereits 94 Prozent aller AIDA Gäste auf Schiffen reisen, die vollständig mit emissionsarmem Flüssigerdgas oder, wo möglich, im Hafen mit grünem Landstrom betrieben werden können. Seit 2017 bezieht die AIDAsol grünen Landstrom in Hamburg-Altona. Bereits Ende 2020 werden zwölf von vierzehn AIDA Schiffen Landstrom aus regenerativen Energien nutzen können. Das Unternehmen steht bereit, an den für 2020 geplanten Landstromanlagen in Kiel und Rostock den Testbetrieb aufzunehmen.
Weiterhin wird die AIDAperla im Jahr 2020 als erstes Schiff mit einem Batteriespeichersystem vom maritimen Batteriehersteller Corvus aus Norwegen ausgestattet. Das 300 Meter lange Kreuzfahrtschiff erhält ein Batteriepack mit einer Gesamtleistung von 10 Megawattstunden. www.aida.de/aidacares · Christian Eckardt

 

19504 Norwegian Encore Foto Meyer Werft Ingrid Fiebak KremerDie NORWEGIAN ENCORE im Werfthafen der Meyer Werft in Papenburg. Foto: Meyer Werft Ingrid Fiebak-Kremer, Papenburg

 

Update: Meyer Werft teilt Termin der Emsüberführung der NORWEGIAN ENCORE mit
Das neue Kreuzfahrtschiff der amerikanischen Reederei Norwegian Cruise Line, die NORWEGIAN ENCORE, wird voraussichtlich am Montag, den 30. September 2019 Papenburg verlassen und auf der Ems nach Eemshaven (Niederlande) überführt. Die Ankunft in Eemshaven ist am Mittwochmorgen geplant. Später wird das Schiff für mehrere Tage die technische und nautische Erprobung auf der Nordsee absolvieren, bevor es Ende Oktober in Bremerhaven abgeliefert wird.
Die Passage der NORWEGIAN ENCORRE über die Ems wird mit Unterstützung des Emssperrwerkes erfolgen. Die Dauer der Passage wird möglichst kurz gehalten. Weitere Informationen zur Funktion und zum Betrieb des Sperrwerkes unter www.nlwkn.niedersachsen.de
Für die Emspassage gilt folgender Zeitplan, der sich entsprechend der Wetter- und Tidebedingungen kurzfristig verschieben kann:

Montag, 30. September
1. 18:30 Uhr Schiff in Warteposition (Papenburg)
2. 22:00 Uhr Passieren der Dockschleuse (Papenburg)

Dienstag, 1. Oktober
1. 03:30 Uhr Passieren der Weener-Brücke (Weener)
2. 05:45 Uhr Passieren der Jann-Berghaus-Brücke (Leer)
3. 09:30 Uhr Ankunft Emssperrwerk (Gandersum)
4. 15:00 Uhr Passieren Emssperrwerk
5. 16:30 Uhr Passieren Emden

Die Werft weist darauf hin, dass alle Angaben vorbehaltlich der Wind- und Wetterlage, der Wasserstände und somit ohne Gewähr sind. Zeitverschiebungen sind kurzfristig möglich!

 

NORWEGIAN ENCORE vor der Emsüberführung
Ausrüstung erfolgt bis Ende Oktober an Bremerhavener Columbuskaje
Der jüngste Neubau der Papenburger Meyer Werft, das Kreuzfahrtschiff NORWEGIAN ENCORE wird vermutlich an dem kommenden Wochenende (29.9.) die Emsüberführung in Richtung Nordsee vornehmen. Ein genauer Terminplan wurde von der Werft bislang noch nicht veröffentlicht. Nach einer ersten Einstellungs- und Testfahrt wird das Kreuzfahrtschiff anschließend an der Bremerhavener Columbuskaje zur finalen Ausrüstung durch die Meyer Werft erwartet. Dort wird dann auch Ende Oktober die offizielle Übergabe an die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line erfolgen. Wann genau das Schiff in Bremerhaven eintreffen wird, steht derzeit noch nicht genau fest, dies hängt vom Zeitpunkt der erfolgreichen Emsüberführung ab, wie der zuständige Thorsten Schulz von H. C. Roever Maritime Agency auf Anfrage mitteilte.
19504 Wohnbarge Kalmar Januar 2019 Foto C EckardtZur Unterbringung von Mitarbeitern der Meyer Werft und ihrer Zulieferbetriebe für die Zeit der Ausrüstung wurde jetzt schon am Schuppen F/G im Bremerhavener Überseehafen die gecharterte Wohnbarge KALMAR vertäut. Diese dient in den nächsten Wochen als schwimmendes Hotel für die Mitarbeiter, die mit der Ausrüstung und Fertigstellung des jüngsten Neubaus beauftragt sind. Die dem niederländischen Unternehmen Chevalier Floatels gehörende KALMAR verfügt über insgesamt 220 Kabinen auf drei Decks, größtenteils mit eigener Nasszelle, eine Restauration und Aufenthaltsräumen. Die 94 Meter lange und 26,2 Meter breite Wohnbarge wurde 1993 von der Neptun Industrie in Rostock gebaut. Sie wurde zunächst als schwimmende Unterkunft FLOATEL KALMAR mit einer Kapazität für 472 Personen für Grizzly Shipping fertiggestellt. Am 28. Februar 1995 wurde die Barge von der britischen Reederei Bibby erworben. Umbenannt in BIBBY KALMAR diente sie anschließend unter anderem als Flüchtlingsunterkunft. In den vergangen Jahren wurde die Wohnbarge mehrfach umgebaut und kam inzwischen bei verschiedenen Werften in Nordeuropa als schwimmende Unterkunft zum Einsatz.
Die NORWEGIAN ENCORE wird am 31. Oktober abends die Seestadt im Rahmen einer Vorstellungsfahrt für Reisebüromitarbeiter und Medienvertreter in Richtung Southampton verlassen. Vom britischen Hafen startet dann am 2. November die Transatlantiküberquerung nach New York. Sängerin und Talkmasterin Kelly Clarkson ist die Taufpatin der neuen NORWEGIAN ENCORE, die Taufe wird am 21. November 2019 in Miami erfolgen.
Für die Meyer Werft ist die NORWEGIAN ENCORE das 14. Kreuzfahrtschiff, aber derzeit auch das letzte Schiff für die Norwegian Cruise Line, deren Flotte damit insgesamt auf 17 Schiffe wächst. Nach Werftangaben ist die 333,46 Meter lange und 41,4 Meter breite NORWEGIAN ENCORE mit 169.145 BRZ vermessen und bietet Platz für 4004 Passagiere. Sie zählt zur so genannten Breakaway-plus-Klasse, die 2015 mit der NORWEGIAN ENCORE gestartet wurde. Ebenfalls dazu gehören NORWEGIAN JOY (2017) und die NORWEGIAN BLISS (2018). Mit dem seit mittlerweile 20 Jahren praktizierten „Freestyle Cruising”-Konzept bietet die Reederei Schiffsurlaub auf höchstem Niveau, da es dem Gast alle Freiheiten ermöglicht, die er wünscht. Dieses Konzept wird von den Passagieren sehr gut angenommen. www.ncl.com/de/de/ · Christian Eckardt

 

19504 Seute Deern 8 Bergung 22092019 C Eckardt 181Die SEUTE DEERN konnte an Sonntag, 22. September erfolgreich vom schlickigen Grund des Hafens geborgen werden. 
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Die SEUTE DEERN hat wieder Wasser unterm Kiel
Bergung gelingt am Sonntagnachmittag im zweiten Anlauf
Nachdem am Samstag (21.9.) ein erster Bergungsversuch an dem Traditionssegler SEUTE DEERN im Museumshafen in Bremerhaven gescheitert war, klappte die Bergung des Dreimasters am Sonntagnachmittag im zweiten Anlauf. Die SEUTE DEERN konnte erfolgreich vom schlickigen Grund des Hafens wieder geborgen werden. Hierfür war aber auch ein Einsatz von fünf leistungsfähigen Pumpen mit einer Gesamtleistung von 8.000 m³ pro Stunde notwendig, die dem Bergungsteam von BVT Chartering unter anderem vom THW aus Bremerhaven und Bremen zur Verfügung gestellt wurden. Durch diesen Pumpeneinsatz konnten die rund 1.900 Tonnen Wasser im Schiff entfernt werden und der 100 Jahre alte Segler stieg somit fast kontrolliert, langsam und gleichmäßig nach oben. Ein „Hochploppen” aus dem Hafenschlick, quasi wie ein Korken aus der Flasche, wie von den Bergungsleuten befürchtet wurde, konnte aber verhindert werden.
In den letzten Wochen wurden zuvor, zur Gewichtsreduzierung der Bark, alle losen Gegenstände von Bord entfernt, Masten, Rahen und Reste der Takelage und Leitungen entfernt. Zudem wurden zu beiden Seiten des Schiffes 20 große rote Hebesäcke mit Luft befüllt, die zur Stabilisierung des Schiffes beim Aufrichten dienten. Zuvor wurden von Tauchern an rund 40 beschädigten Stellen im Rumpf Metallplatten geschraubt, so dass bei der Bergung kein weiteres Wasser in das Schiff eindringen konnte.
Gegen 16 Uhr gab es dann am Sonntag die guten Nachrichten von Dr. Lars Müller vom Deutschen Schiffahrtsmuseum, in dessen Eigentum sich der Segler befindet: Die SEUTE DEERN konnte wieder vollständig aufgerichtet werden und das Schiff schwimmt wieder auf der ursprünglichen Wasserlinie. Begleitet wurde die Bergung am Sonntag von hunderten Schaulustigen, die bei strahlendem Sonnenschein das Geschehen live verfolgen wollten.
Nachdem am Sonntagmittag die Pumpen angeschmissen wurden, konnte bereits nach einer Stunde Dr. Lars Kröger, die frohe Nachricht übermitteln, dass sich durch den Einsatz der Pumpen das Schiff bewegt hat und schon einen Meter angehoben werden konnte. Am späten Nachmittag konnte die erfolgreiche Bergung dann von dem beauftragten Sachverständigen Hans-Joachim Möller von Möler Survey bestätigt werden.
Seit nunmehr zwei Wochen waren Bergungsspezialisten und Taucher damit beschäftigt, das maritime Wahrzeichen der Stadt Bremerhaven wieder vom Grund des Hafens zu bergen, in dass der Segler aus bisher immer noch nicht bekannten Gründen, vermutlich nach dem Ausfall von Lenzpumpen, in der Nacht zum 31. August versank.
Im Rahmen der Bergung konnte am Sonntag an der Backbord-Seite dann auch noch ein weiteres größeres Loch im Schiffsrumpf mit einer Abmessung von 40 Mal 10 Zentimeter entdeckt werden, über das am Tag zuvor noch größere Wassermengen wieder in den Schiffsrumpf eingedrungen sind, und somit der Bergungsversuch, mit einer geringeren Pumpenleistung, abgebrochen werden musste. Auch konnte nach der Bergung festgestellt werden, dass viele Dichtungen zwischen den einzelnen Planken auf der Steuerbordseite, die sogenannten Kalfatnähte defekt, sodass man im Inneren des Seglers sogar die Sonne sehen konnte.
Nachdem nun die SEUTE DEERN wieder aufgerichtet wurde, wird zunächst Bergungsleiter Möller mit seinen Mitarbeitern das Schiff noch genauer inspizieren, inwieweit noch weitere Löcher im Schiffsrumpf vorhanden sind, die noch abgedichtet werden müssen. Auch bleiben die bereitgestellten Pumpen in den nächsten Tagen noch weiter aktiv, bis Möller am Mittwoch dem DSM seinen Abschlussbericht vorlegen wird. Der Gutachter soll eine Empfehlung abgeben, ob das Schiff noch zu retten ist oder abgewrackt werden muss. Möller hatte schon zuvor Holzproben der Unterwasserbeplankung entnommen, diese werden derzeit noch in einem Labor auf einen möglichen Pilzbefall untersucht.
Eigentlich soll die Bark, die seit 50 Jahren in Bremerhaven liegt und vor der Havarie unter anderem auch sehr erfolgreich als Restaurant genutzt wurde, sowieso saniert werden. Hierfür hatten der Bund, das Bundesland Bremen und die Stadt Bremerhaven 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Für die Hebung musste kurzfristig von der Stadt Bremerhaven und dem Land Bremen eine weitere Million Euro aufgetrieben werden.
Sollte die SEUTE DEERN nach dieser Havarie nun doch noch zu retten sein, muss das Schiff zunächst recht zügig aus dem Alten Hafen geschleppt werden. Zunächst müsste unterhalb des hölzernen Rumpfes eine wasserdichte Folie gezogen werden. Wie Bergungsexperte Möller erläuterte, könnte man beispielsweise im Kaiserhafen I ein Schwimmdock platzieren, in das der Segler eingedockt werden kann. Zunächst müsste dort aber erst ein Stahlgerüst installiert werden, in dem der morsche Segler auch Halt findet. Dieses Stahlgerüst müsste nach Ansicht von Möller auch so hergerichtet werden, dass man es auch beispielsweise später durch selbstfahrende Schwerlastfahrzeuge, so genannte SPMT, für eine Sanierung, an Land absetzen könnte. Christian Eckardt

 

19504 Meyer Turku 30072019 c 589 Christian EckardtSchon im Sommer gab es von der Werft Meldungen über Manipulationen an den Brandmeldeanlagen auf der COSTA SMERALDA, es gab sogar die Berichte über Sabotage. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Ablieferung der COSTA SMERALDA verzögert sich
Meyer Turku liefert LNG-Flaggschiff von Costa erst im November ab
Das zukünftige Flaggschiff der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, die COSTA SMERALDA wird von der Werft Meyer Turku aufgrund von Bauverzögerungen erst später als geplant fertiggestellt. Nach aktueller Planung soll nun die erste Reise erst am 30. November in Savona starten. Ursprünglich war die Taufe bereits am 3. November in Savona geplant. Damit muss die Reederei die zuvor geplanten Reisen annullieren.
Konkrete Angaben machte die Reederei nicht, warum das mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiff bei Costa verspätet abgeliefert wird. Schon im Sommer gab es von der Werft Meldungen über Manipulationen an den Brandmeldeanlagen auf dem Schiff, es gab sogar die Berichte über Sabotage. Ob dieses mit zur Bauverzögerung führt, ist derzeit nicht bekannt.
Durch die verspätete Ablieferung muss Costa nun die ersten Kreuzfahrten des neuen Flaggschiffes und der zuvor geplanten Eröffnungsaktivitäten absagen. Die erste Kreuzfahrt der COSTA SMERALDA wird nun erst am 30. November 2019 von Savona aus starten. Ob das Schiff dann zuvor noch in Savona auch getauft wird, dazu machte die Reederei noch keine Angaben. Der Reiseverlauf, der für alle Kreuzfahrten bis April 2021 gilt, bleibt unverändert: eine Woche im westlichen Mittelmeer nach Savona (Samstag), Marseille (Sonntag), Barcelona (Montag), Palma de Mallorca (Dienstag), Civitavecchia (Donnerstag) und La Spezia (Freitag).
„Unsere Priorität ist es immer, unseren Gästen ein einzigartiges Urlaubserlebnis zu bieten, das ihre Erwartungen übertrifft. Leider braucht die Meyer Turku Werft mehr Zeit, um sicherzustellen, dass die COSTA SMERALDA genau dem entspricht. Das ist für uns absolut entscheidend. Gleichzeitig möchte ich unterstreichen, dass die COSTA SMERALDA ein völlig innovatives Projekt ist, sowohl in Bezug auf die Technologie als auch auf das Produkt. Insbesondere unsere Entscheidung für den Einsatz des emissionsarmen LNG-Antriebs, in den wir als erste Reederei investiert haben, zeigt den Anspruch Costas zu bahnbrechenden und verantwortungsbewussten Innovationen. Wir setzen damit ein Zeichen für die gesamte Kreuzfahrtindustrie. Wir bedauern diese Verspätung sehr und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die allen unseren Gästen entstehen, die bereits eine Kreuzfahrt auf der COSTA SMERALDA vor dem 30. November gebucht haben. Auf jeden Fall hoffen wir, dass wir sie an Bord unseres neuen Flaggschiffes begrüßen können. Wir haben bereits die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um ihnen alternative Abfahrtsdaten zu ermöglichen”, kommentierte Costa Crociere Präsident Neil Palomba die Nachricht über die verspätete Ablieferung.
Costa Crociere informiert schnellstmöglich alle Reisebüros und Gäste, die ursprünglich vor dem 30. November 2019 einen COSTA SMERALDA Urlaub gebucht haben. Wie ihr Schwesterschiff COSTA TOSCANA, das 2021 abgeliefert werden soll, wird die COSTA SMERALDA sowohl im Hafen als auch auf See mit LNG, dem weltweit saubersten brennenden fossilen Brennstoff, angetrieben, wodurch die Umweltbelastung minimiert wird. Die Einführung der LNG-Betankung ermöglicht die nahezu vollständige Beseitigung von Schwefeldioxidemissionen und Feinstaubpartikeln.
Mit einer Bruttotonnage von über 180.000 und mehr als 2.600 Kabinen bietet dieses 337 Meter lange Schiff Platz für bis zu 6.500 Passagiere. Die COSTA SMERALDA wird zudem eine Hommage an das Beste Italiens sein. Alle ihre Decks und öffentlichen Bereiche sind nach ikonischen italienischen Orten benannt – und nach diesen entworfen. Das Food & Wine-Angebot an Bord wird die feinsten italienischen kulinarischen Traditionen in Zusammenarbeit mit renommierten Partnerlieferanten präsentieren. Das Schiff wird 11 verschiedene Restaurants (darunter eines, das speziell für Familienessen konzipiert ist), 19 Bars, einen Spa-Bereich mit 16 Behandlungsräumen, einen Wasserpark an Bord mit Wasserrutschen, 4 Pools und spezielle Räumlichkeiten haben, in der sich die Kinder treffen und neue Freunde in ihrem Alter finden können. Die COSTA SMERALDA wird auch ihr eigenes Museum haben: das CoDe – Costa Design Museum, das die Exzellenz des italienischen Designs vorstellt.
Ursprünglich sollte das Schiff noch vor der Taufe am 3. November am 20. Oktober 2019 ihr Debüt in Deutschland geben. Dabei sollte das Flaggschiff der Reederei als erstes LNG-Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen einlaufen. Anschließend war eine 15-tägige Kreuzfahrt von Hamburg nach Savona vorgesehen. www.costakreuzfahrten.de · Christian Eckardt

 

19504 IMG 20190907 WA0011 wolf2Der Havarie-Schaden am Heck der Backbordseite der ASTOR ist erheblich.

ASTOR zieht sich erheblichen Schaden an Außenhaut zu
Passagierwechsel in Frankreich statt in Bremerhaven
Das Kreuzfahrtschiff ASTOR der britischen Reederei CMV, das derzeit für den deutschen Ableger TransOcean Kreuzfahrten verkehrt, hatte bereits am letzten Donnerstag bei einem missglückten Wendemanöver eine Kollision beim Anlegen in der französischen Stadt Nantes. Dabei entstand an der Backbordseite hinten am Heck ein rund zwei Meter über der Wasserlinie ein großes Loch.
Das Schiff durfte die Reise nicht fortsetzten und musste zur Reparatur nach St. Nazaire in das Hafenbecken. Die Reparaturarbeiten dauerten allerdings länger als geplant. Somit konnte die Fahrt in Richtung Bremerhaven zum Passagierwechsel nicht aufgenommen werden. Hier sollte die aktuelle Kreuzfahrt am Dienstag, 10.09. enden und am Abend wieder neu starten. TransOcean vollzog somit den Passagierwechsel in Saint Nazaire und charterte hierzu zwei Flugzeuge, um die aussteigenden Gäste aus Frankreich nach Bremen zu bringen. Die 450 Passagiere für die neue Kreuzfahrt wurden ebenfalls mit Charterflügen nach Nantes geflogen. Wann die nächste Reise, eine 18-Nächte-Keuzfahrt über Portugal und Teneriffa nach Marokko starten wird ist derzeit nicht bekannt. Derzeit liegt das 176 Meter lange,1987 in Kiel erbaute Kreuzfahrtschiff noch immer in Saint Nazaire. Christian Eckardt

 

19504 MVW Global2 BB 1Am Buzzer: Harry Glawe (Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommern), Tan Sri Lim Kok Thay (CEO und Vorstandsvorsitzender Genting Hong Kong), Peter Fetten (CEO MV Werften), Colin Au (Group President Genting Hong Kong). Mit im Bild ist Projektmanager Rainer Schott (MV Werften, ganz links). Foto: MV Werften, Wismar

 

MV Werften beginnt Bau des zweiten Kreuzfahrtschiffes der Global Class
Genting Hong Kong-Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay gab am 10. September höchstpersönlich das Startsignal für den ersten Brennschnitt. Die 342 Meter lange und 208.000 BRZ große GLOBAL 2 wird zu den größten und technologisch fortschrittlichsten Kreuzfahrtschiffen der Welt gehören.
Fast exakt ein Jahr nach der Kiellegung des Flaggschiffes der Global Class startete bei MV Werften in Rostock-Warnemünde die Fertigung des zweiten Schiffes der Serie. Genting Hong Kong-Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay löste mittels Knopfdruck den ersten Brennschnitt für das 342 Meter lange, 46 Meter breite und 208.000 BRZ große Schiff aus.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere umfassenden Investitionen an den drei Standorten Früchte tragen und wir bereits heute den Brennstart eines weiteren technologisch fortschrittlichen Kreuzfahrtschiffes für unsere Reederei Dream Cruises feiern können”, so Tan Sri Lim. „GLOBAL 2 wird, auch dank künstlicher Intelligenz, unseren Gästen ein unvergessliches, modernes und hochkomfortables Reiseerlebnis bieten.”
GLOBAL 2 ist baugleich mit ihrem Schwesterschiff GLOBAL 1, die 2021 unter dem Namen GLOBAL DREAM in See stechen wird. Das neue Schiff mit der Baunummer 126 wird in geteilter Weise an allen drei Standorten von MV Werften produziert. So werden zum Beispiel bis zu 30 Großsektionen in Stralsund gefertigt. Die Endmontage findet in Wismar statt. Am dortigen Ausrüstungskai wird derzeit ein eigens dafür gekaufter, 125 Meter hoher Kran montiert. Die Kiellegung des Schiffes ist bereits für Dezember dieses Jahres, die Ablieferung für 2022 geplant.
MV Werften-CEO Peter Fetten sagte: „Der Bau dieser hoch technologisierten und anspruchsvollen Schiffe ist eine Herausforderung, vor allem aber eine riesige Chance für uns. Wir danken allen Kollegen und Partnern für ihre großartige Arbeit während der Design- und Konstruktionsphase und freuen uns, nun mit der Produktion zu starten.”
Wie schon ihr Schwesterschiff, ist auch GLOBAL 2 für den stark wachsenden asiatischen Markt konzipiert. Mit 2.500 Passagierkabinen für bis zu 9.500 Menschen sowie einer Crewstärke von 2.200 sind die GLOBAL DREAM und GLOBAL 2 die ersten Schiffe weltweit für über 10.000 Menschen an Bord – und damit die größten der Welt in Bezug auf die Passagierkapazität. Auch hinsichtlich der Bruttoraumzahl sind sie die größten Passagierschiffe, die jemals in Deutschland gebaut wurden. Mit ihrer hohen Ausstattung an modernster digitaler Technologie, etwa Gesichts- und Spracherkennung oder Klimaregelung und Stimmungsbeleuchtung via App, sind sie bestens auf die fortschrittlichen technischen Vorlieben des asiatischen Marktes ausgerichtet. Die Passagierkabinen sind zudem die geräumigsten der Branche: Mit 20 Quadratmetern sind sie rund 15 % größer als die Standardkabinen anderer Schiffe.
Die 2.503 Passagier- und die 836 Crewkabinen des Schiffes entstehen als komplett vorausgerüstete Module bei MV Werften Fertigmodule in Wismar. Insgesamt sind über 600 Firmen am Bau der GLOBAL 2 beteiligt. Über die Hälfte der Partnerunternehmen kommt aus Deutschland, ein Fünftel aus Mecklenburg-Vorpommern. www.mv-werften.com · Christian Eckardt

 

19504 AIDAperla Batteriesystem Foto AidaDie 300 Meter lange AIDAperla erhält ein Batteriepack mit einer Gesamtleistung von 10 Megawatt. Foto: AIDA Cruises, Rostock

 

AIDAperla erhält 2020 das bisher größte Batteriespeichersystem in der Passagierschifffahrt
Anlässlich der Eröffnung der ersten Produktionsstätte von Corvus Energy im norwegischen Bergen unterzeichneten AIDA Präsident Felix Eichhorn und der weltweit renommierteste Anbieter für maritime Batteriesysteme am 5. September 2019 die Vereinbarung zur Elektrifizierung des ersten Kreuzfahrtschiffes von AIDA Cruises.
AIDAperla wird 2020 als erstes Schiff mit Lithium-Ionen-Batterien von Corvus aus Norwegen ausgestattet. Das 300 Meter lange Kreuzfahrtschiff erhält ein Batteriepack mit einer Gesamtleistung von 10 Megawatt. Dies ist das bisher weltweit größte Batteriespeichersystem, mit dem ein Passagierschiff ausgestattet wird.
„Die Integration von innovativer Batterietechnologie in unsere Green Cruising Strategie ist ein weiterer wichtiger praktischer Schritt, den wir in Richtung eines emissionsneutralen Schiffsbetriebs gehen. Corvus Energy ist für uns ein wichtiger Partner bei der Elektrifizierung unserer Schiffe”, sagte AIDA Präsident Felix Eichhorn.
Die Aufladung der Batteriesysteme kann mit Landstrom und während des Seebetriebes (Peak Load Shaving) erfolgen. Neben dem reinen Batteriebetrieb können die Systeme außerdem über einen längeren Zeitraum, z.B. während der Hafenliegezeit oder bei verschiedensten Schiffsmanövern, zugeschaltet werden, um emissionsfreie Energie zur Verfügung zu stellen. Dank des Einsatzes dieser Technologie wird der Verbrauch von fossilem Treibstoff weiter gesenkt und die Effizienz des Schiffsbetriebes deutlich erhöht.
Es ist geplant, die Erkenntnisse aus diesem Pilotbetrieb auch in die Nutzung von Batteriesystemen an Bord weiterer Kreuzfahrtschiffe von AIDA und Costa einfließen zu lassen. Der Einsatz eines Batteriesystems auf einem AIDA-Schiff ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in Richtung einer emissionsneutralen Kreuzfahrt. Zuvor hatte AIDA Cruises bereits Ende 2018 mit der Indienststellung von AIDAnova, dem weltweit ersten Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit emissionsarmem Flüssiggas (LNG) betrieben wird, einen wegweisenden Technologiesprung vollzogen. Erst vor wenigen Tagen wurde AIDA Cruises mit dem Blauen Engel, dem Umweltzeichen der Bundesregierung, für das umweltfreundliche Schiffsdesign von AIDAnova ausgezeichnet. Bis 2023 werden zwei weitere LNG-Schiffe von AIDA auf Reisen gehen.
Auch in vielen anderen Bereichen geht AIDA Cruises voran. Bereits Ende 2020 werden 12 von 14 AIDA Schiffen, wo verfügbar, Landstrom beziehen können. Seit 2017 nutzt AIDAsol die Landstromanlage in Hamburg-Altona im regulären Betrieb.
Im Rahmen seiner „Green Cruising Strategie” befasst sich AIDA außerdem mit der Erforschung von Möglichkeiten der CO2-freien Gewinnung von Flüssiggas aus regenerativen Quellen (Projekt „Power to Gas”) oder dem Einsatz von Brennstoffzellen in der Kreuzschifffahrt. www.aida.de · Christian Eckardt

Alljährlicher Charterwechsel des Kreuzfahrtschiffes DEUTSCHLAND zur schwimmenden Universität WORLD ODYSSEY
Phoenix Reisen hat Chartervertag auf ehemaligen TV-Traumschiff noch bis mindestens 2025
An der Bremerhavener Columbuskaje erfolgt derzeit wieder der regelmäßige Charterwechsel des ehemaligen TV-Traumschiffs DEUTSCHLAND zur schwimmenden Universität WORLD ODYSSEY. Im Rahmen des Wechsels werden dabei nicht nur der Schiffsname und die Schornsteinmarke geändert, sondern es werden auch Teile des Inventars, das sich zum Beispiel im Eigentum von Phoenix befindet, von Bord genommen und im Bremerhavener Überseehafen bis zum nächsten Frühjahr eingelagert. Regelmäßig, seit Herbst 2015 ist das Kreuzfahrtschiff, das in den Sommermonaten in Charter für Phoenix Reisen aus Bonn verkehrt, im Winterhalbjahr für den US-Veranstalter Semester at Sea mit bis zu 600 Studenten weltweit unterwegs. Der aktuelle Chartervertrag mit Semester as Sea für das Schiff läuft noch bis mindestens 2027. Bei Phoenix Reisen läuft der Chartervertrag mit der Eignerreederei Delos Cruise, die das Schiff im Januar 2018 erwarb, noch bis mindestens 2025. Gemanagt wird das Schiff von dem renommierten Unternehmen V.Ships.
Am kommenden Samstagnachmittag (7. September) nimmt das Schiff dann von Bremerhaven Kurs auf Amsterdam, wo am 9. September die erste 106 Tage dauernde Reise als schwimmende Universität in Richtung Ostsee startet. Anschließend nimmt die WORLD ODYSSEY Kurs auf Afrika, Süd- und Mittelamerika und durch den Panamakanal bis nach San Diego in Kalifornien. Dort startet dann am 4. Januar eine ebenfalls 106 Tage dauernde, ostgehende Reise über Hawaii, Japan, Südafrika, die am 20. April 2020 in Amsterdam endet. Anschließend nimmt die schwimmende Universität dann wieder Kurs auf die Unterweser, wo der Charter- und gleichzeitig auch der Namenswechsel erfolgen wird. Die erste Reise im nächsten Jahr unter der Flagge von Phoenix Reisen beginnt für die DEUTSCHLAND am 22. April von der Bremerhavener Columbuskaje aus in Richtung Azoren. Christian Eckardt

 

19504 Seute Deern 4 Havarie 31082019 C Eckardt 7Am späten Freitagabend (30.08.) sackte der hölzerne Großsegler SEUTE DEERN nach erheblichen Wassereinbruch auf den Grund des Alten Hafens. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Museumsschiff SEUTE DEERN sackt nach Wassereinbruch auf den Hafengrund
Gutachter für mögliche Bergung des Großseglers beauftragt
Am späten Freitagabend (30.08.) sackte der hölzerne Großsegler SEUTE DEERN des Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven (DSM) nach erheblichen Wassereinbruch auf den Grund des Alten Hafens und geriet in Schieflage. Dabei ist die 100 Jahre alte SEUTE DEERN nach Erkenntnissen der Feuerwehr Bremerhaven um etwa zwei Meter abgesackt. Der Einsatzort rund um den Dreimaster wurde noch in der Nacht zum Samstag großräumig abgesperrt, da man zunächst von einem Umkippen des Schiffes ausging. Bei dem Absackten wurde auch die Gangway, die an Bord des Schiffes führt, abgerissen. Erste Untersuchungen zur Havarie haben bereits in der Nacht zu Sonnabend begonnen und mit ersten Zwischenergebnissen wird im Laufe dieser Woche gerechnet.
Nach ersten Ermittlungen sind die sechs fest installierten Lenzpumpen ausgefallen. Die Wasserpumpen halten schon seit langem den undichten hölzernen Rumpf des Dreimasters trocken. Warum alle sechs Pumpen am Freitagnachmittag ausfielen, ist derzeit noch unklar. In den folgenden Stunden drang so viel Wasser in das Schiff ein, dass dieses zunächst in Schräglage geriet und in der Nacht zu Sonnabend schließlich um zwei Meter auf den Grund des Museumshafens absackte. Der Bremerhavener Sachverständige Hans-Joachim Möller ist nun mit der Bewertung der aktuellen Sicherheitslage des Schiffes beauftragt worden. Zudem wird er einen Plan für das weitere Vorgehen für eine mögliche Bergung der Bark vorlegen.
Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin und Konrad Otten, Kaufmännischer Geschäftsführer des Deutschen Schifffahrtsmuseums / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM), verschafften sich bereits am späten Freitagabend einen ersten Eindruck von der Lage vor Ort. „Binnen weniger Monate haben uns die Ereignisse rund um die SEUTE DEERN in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt”, sagt Kleingärtner. „Wir waren schockiert über den Brand im Februar. Wir waren erleichtert als Bremen und Bremerhaven im Mai die Planungsmittel für die Sanierung des Schiffes bewilligt haben. Wir waren glücklich, als wir im Juni den 100. Geburtstag der SEUTE DEERN feiern konnten. Und nun sind wir abermals schockiert, dass das Wahrzeichen Bremerhavens innerhalb weniger Stunden erneut großen Schaden genommen hat.” Konrad Otten ergänzt: „Erneut sind wir der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und der Polizei für ihr besonnenes und umsichtiges Handeln zu großem Dank verpflichtet.” Für Prognosen, was dies für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen bedeutet, sei es jetzt noch zu früh. Zunächst müssten die Schadensursache sowie das Ausmaß der Schäden und ihre Folgen für die Statik des Schiffes untersucht werden.
Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz, der sich am Samstag von der Lage rund um das Schiff ein Bild machte erklärte: „Auch wenn die SEUTE DEERN schwer beschädigt ist, müssen wir das Schiff zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aufgeben.” Es komme nun darauf an, eine Bestandsaufnahme zu machen und dann zu entscheiden. „Die SEUTE DEERN ist seit langem ein Wahrzeichen Bremerhavens, dementsprechend müssen anstehende Entscheidungen mit großer Sorgfalt vorbereitet werden.” Als Bremerhavener sei er über die erneute Havarie des Schiffs sehr traurig, so der Oberbürgermeister.
Erst im Mai dieses Jahres waren für die anstehende und dringend notwendige Sanierung der SEUTE DEERN Planungsmittel in Höhe 1,4 Millionen Euro bewilligt worden – anteilig finanziert vom Bund, dem Land Bremen und der Stadt Bremerhaven.
Die SEUTE DEERN ist europaweit der einzige noch erhaltene, rein zivil genutzte hölzerne Großsegler und hat eine bewegte Geschichte. 1919 wurde der Segler als Viermastgaffelschoner ELIZABETH BANDI bei der Gulfport Shipbuilding Co. in Gulfport, unweit der Mississippimündung, mit einer Länge von 53,50 m, einer Breite von 11,30 m und einer Raumtiefe von 4,57 m bei einer Größe von 767 BRT fertiggestellt. Das Schiff war für die Holzfahrt bestimmt und führte am Bug zwei Pforten zur Einführung von Langhölzern in den Laderaum. Auf ihrer Jungfernfahrt, beladen mit Holz für Bahia, verschwand der Kapitän spurlos. Daraufhin verlies auch die Besatzung das Schiff und der Schoner trieb wie ein Geisterschiff vor der Atlantikinsel Saint Thomas.
Im späteren Verlauf verkehrt der Segler in Finnland als Holzsegler von finnischen Häfen nach England. 1938 erwarb die Hamburger Tankreederei das Schiff und ließ es auf der Werft Blohm & Voss zur Dreimastbark umbauen. Als Dreimastbark getakelt, umgetauft auf den Namen SEUTE DEERN, mit einem „süßen Mädchen” am Bug als Gallionsnfigur und am Heck die deutsche Flagge, startete sie ihre neue Karriere als frachtfahrendes Schulschiff für die Reederei Eßberger. Auf der Kieler Woche war die SEUTE DEERN nun ein Star unter den Windjammern. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde der Aktionsradius der Bark stark eingeschränkt; sie verkehrte ab 1941 nur noch im Küstenbereich bei Rügen auf dem Greifswalder Bodden. 1954 erfolgte ein Verkauf nach Holland und diente unter dem Namen PIETER KOERTS in ihrem neuen Heimathafen Delfzijl als Jugendherberge. Da sich die Stadt Delfzijl die notwendigen Reparaturkosten nicht leisten konnte wurde der Segler nach Deutschalnd verkauft, wobei sich unter anderem Helgoland, Cuxhaven, Hamburg und Bremen um den alten Segler bemühten. Bremen erhielt dann im Jahr 1966 den Zuschlag und gründete mit der Bark SEUTE DEERN die Stiftung „Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven”. An ihrem heutigen Liegeplatz im Alten Hafen in Bremerhaven legte die Bark bereits 1966 an. Im Jahr 1972 wurde sie dem Deutschen Schifffahrtsmuseum zu seiner Gründung von der Stadt Bremerhaven geschenkt. Seit 2005 steht der Dreimaster zusammen mit den anderen Museumsschiffen sowie den Gebäuden des Deutschen Schifffahrtsmuseums unter Denkmalschutz. Die aus Nadelholz gebaute Bark gilt als eines der beliebtesten Wahrzeichen Bremerhavens, mit dem sich viele Menschen besonders verbunden fühlen und ist heute der letzte große hölzerne Frachtsegler der Welt, der im Original erhalten geblieben ist. Christian Eckardt

 

19504 Global Class Wismar Foto MV WerftenDer 208.000 BRZ große Neubau erhält den Namen GLOBAL DREAM und soll Anfang 2021 in Fahrt kommen. Foto: MV Werften, Wismar

 

Global-Class-Neubau der MV-Werften erhält den Namen GLOBAL DREAM
Die Genting Cruise Lines, Muttergesellschaft der chinesischen Dream Cruises, gab während der Touristikmesse IBTM in Beijing den Namen des derzeit bei den MV Werften in Wismar und Warnemünde im Bau befindlichen Schiffes bekannt: Der 208.000 BRZ große Neubau erhält den Namen GLOBAL DREAM und soll Anfang 2021 in Fahrt kommen. Ein Schwesterschiff der GLOBAL DREAM soll Anfang 2022 in Dienst gestellt werden.
Auf der Veranstaltung wurde zudem eine bei den MV Werften produzierte Balkonschaukabine vorgestellt. Mit einer Fläche von 20 Quadratmetern werden die luxuriösen Kabinen der GLOBAL DREAM, ausgelegt für zwei Passagiere, die geräumigsten Kabinen der Branche sein und etwa 15% größer als die Standardkabinen der meisten anderen Kreuzfahrtschiffe. Mit zwei Badezimmern und einem ausziehbaren Schlafsofa bieten diese Kabinen aber Platz für bis zu vier Personen. Ein Sichtschutzvorhang kann geschlossen werden, um den Raum in separate Sitz- und Schlafbereiche zu unterteilen. Die GLOBAL DREAM, das größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff mit einer Standardkapazität von 4.700 Passagieren kann durch die Nutzung der Schlafsofas, vor allem in den Ferienzeiten bis zu 9.000 Passagiere aufnehmen.
„Die GLOBAL DREAM wird durch künstliche Intelligenz ein topaktuelles Kreuzfahrterlebnis bieten, das den Komfort und die Geschwindigkeit unserer Gäste an Bord maximiert”, sagte Kent Zhu Fu Ming, Präsident von Genting Cruise Lines. „Um das Neue mit dem Traditionellen in Einklang zu bringen, können unsere Gäste auch ein authentisches asiatisches Erlebnis und unsere herzliche asiatische Gastfreundschaft auf der GLOBAL DREAM genießen, die durch die über 50-jährige Erfahrung der Genting Group in der asiatischen Hotellerie entwickelt wurde.”
Die Technologie an Bord wird beispielsweise Bluetooth-Schlösser und ein neues intelligentes System umfassen, mit dem Fahrgäste verschiedene Funktionen wie die LED-Stimmungsbeleuchtung und die Klimaregelung über eine Smartphone-App, die Spracherkennung oder ein Touchscreen-Bedienfeld steuern können. Sensoren können auch Insassen in der Kabine erkennen, um die Beleuchtung und die Temperatur für eine bessere Energieeffizienz automatisch anzupassen. Dreifach belüftete Klimaanlagen sorgen für eine gleichmäßige Luftverteilung.
Das 342 Meter lange, über 46 Meter breite GLOBAL DREAM mit der Baunummer 125, für die am 11. September 2018 die feierliche Kiellegung in Rostock-Warnemünde erfolgte, entsteht in geteilter Bauweise an den MV-Werften-Standorten in Rostock und Wismar. In Rostock wird das 220 Meter lange Mittschiff gefertigt. Es soll noch in diesem Jahr nach Wismar verschifft werden, wo im überdachten Baudock die Bug- und Heck-Sektionen sowie die Aufbauten montiert werden. Dort werden auch die 2.500 Passagierkabinen eingebaut, die bei MV Werften Fertigmodule in Wismar produziert wurden. Insgesamt sind rund 600 Firmen am Bau der „Giganten aus MV” beteiligt.
Wo die finale Ausrüstung des Schiffes im nächsten Jahr stattfinden wird, ist bislang noch nicht entschieden. Hierzu äußert sich die Werft derzeit noch nicht. Eine Möglichkeit wäre, dass dies auch an der neuen Pier im westlichen Kaiserhafen III in Bremerhaven bei der ebenfalls zum Genting-Konzern gehörenden Lloyd Werft erfolgt. Rüdiger Pallentin, Geschäftsführer der Lloyd Werft teilte hierzu auf Anfrage mit, dass es hierzu bislang keine Absprachen mit der MV Werft in Wismar geben würde. Eine Reservierung der Pier wurde hierzu bislang noch nicht vorgenommen.
Die Schiffe der Global Class sind für den rasant wachsenden asiatischen Markt konzipiert. Sie werden von der Reederei Dream Cruises, die wie die MV Werften, ebenfalls zur Genting-Familie gehört und weltweite Kreuzfahrten anbietet, betrieben. Zu den Ausstattungen werden ein Themenpark, inklusive einer Achterbahn mit virtueller Realität, ein Multiplex-Kino, ein asiatischer Spa-Bereich ergänzend zu einem europäischen Spa, zahlreiche Shopping-Möglichkeiten sowie authentische asiatische als auch Fast-Food-Restaurants gehören. Christian Eckardt

 

19504 disney wish Artist DisneyDer in Auftrag gegebene Neubau DISNEY WISH wird ab Ende 2021 in See stechen.

 

Meyer-Neubau für Disney erhält den Namen DISNEY WISH
Auf einer öffentlichen Veranstaltung des weltweit größten Unterhaltungsunternehmens Disney im kalifornischen Anaheim wurde jetzt offiziell der Name für den ersten der drei Neubauten der so genannten „Triton-Klasse” mit der Baunummer S 705 bekannt gegeben, der bei der Meyer Werft in Papenburg beauftragt wurde. Dieser wird unter dem Namen DISNEY WISH ab Ende 2021 in See stechen.
Alle drei geplanten neuen Disney-Schiffe mit einer Vermessung von rund 140.000 BRZ werden mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben und werden über 1.250 Kabinen verfügen. Somit sind diese Schiffe leicht grösser als die bestehenden 340 Meter langen Schiffe DISNEY DREAM und DISNEY FANTASY sein, die Platz für 4.000 Passagiere bieten. Am Heck des Schiffs wird traditionell wieder ein Disney-Charakter zu sehen sein – bei der DISNEY WISH wird dies Rapunzel vom Film „Neu verföhnt” sein. Rapunzel steht für den Wunsch, die Welt zu entdecken und zu erleben. Das Atrium des Neubaus soll hell und groß sein, eines Disney-Schlosses nachempfunden.
Die Disney Cruise Line verkündete am 3. März 2016 seine Pläne zum Bau von zwei neuen Kreuzfahrtschiffen auf der Meyer Werft, im Juli 2017 gab die Reederei dann ihre Pläne zum Bau eines dritten Kreuzfahrtschiffes bekannt. Disney Cruise Line bietet Familien ein vollkommenes Kreuzfahrt-Erlebnis an, das die Disney-Magie mit dem Nervenkitzel verbindet, verschiedene Teile der Welt zu erkunden. Mit der von der Meyer Werft gelieferten DISNEY DREAM und DISNEY FANTASY in 2011 und 2012 führte Disney Cruises bereits verschiedene Neuerungen ein. Dazu gehören eine neuartige Wasserrutsche („AquaDuck”) sowie virtuelle Bullaugen („Magical Portholes”) in den Innenkabinen, durch die in Echtzeit das Meer, aber auch animierte Disney Charaktere erspäht werden können. Weitere Details zu den Neubauten machten die Werft bzw. die Reederei bislang noch nicht.
Weiterhin plant Disney Cruise Line eine weitere eigene Privatinsel auf den Bahamas mit dem Namen Lighthouse Point. Der Bau soll 2020 beginnen und die Eröffnung ist für 2023 vorgesehen. Christian Eckardt

 

19504 Nicht nur heisse Luft kommt aus den Schornsteinen der Kreuzfahrtschiffe Foto C Eckardt Nicht nur heiße Luft kommt aus den Schornsteinen der Kreuzfahrtschiffe. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

CLIA-Statement zum NABU-Kreuzfahrtranking 2019
Abgasreinigungssysteme sind bereits auf 129 Schiffen erfolgreich im Einsatz, Nachrüstung für 40 weitere Schiffe geplant
Der Kreuzfahrtverband CLIA nimmt anlässlich eines am 21. August veröffentlichten Kreuzfahrtrankings des NABU Stellung zu einigen Aussagen. Grundsätzlich verfolgen der NABU und CLIA dieselben Ziele, nämlich Emissionen zu reduzieren und die Umwelt zu schützen. Die Auffassungen hinsichtlich der entsprechenden technischen Verfahren und der möglichen Umsetzungsgeschwindigkeit unterscheiden sich jedoch. Die Unterstellung, die Kreuzfahrtbranche verweigere sich im Grunde geschlossen dem Klimaschutz, ist ungerechtfertigt mit Blick auf die Vorreiterrolle, die die Kreuzfahrtbranche im maritimen Umweltschutz einnimmt.
Einige Aussagen und Behauptungen des NABU müssen näher erläutert werden, da diese zu Fehlschlüssen und Missverständnissen führen könnten. Dabei geht es insbesondere um folgende fünf Aspekte:
Schweröl: Die Emissionen eines Kreuzfahrtschiffes hängen nicht allein vom eingesetzten Treibstoff ab. Der Einsatz von Schweröl ohne entsprechende Filter ist u.a. in der Nord- und Ostsee und den angrenzenden Häfen verboten. Kreuzfahrtschiffe, die Schweröl nutzen, müssen gleichzeitig gesetzlich anerkannte Technologien einsetzen (sogenannte Abgasreinigungssysteme), die die Schwefelemissionen auf das Niveau von schwefelarmem Dieselkraftstoff reduzieren.
Alternativ können die Schiffe andere Treibstoffe verwenden, wie Marinediesel oder Flüssiggas (LNG, liquefied natural gas). Beim Antrieb mit LNG entstehen keinerlei Schwefeloxide und Rußpartikel. Die Einhaltung dieser Vorgabe prüfen die zuständigen Behörden regelmäßig.
Ein strengeres, weltweites Schwefellimit wurde bereits beschlossen. Ab dem 1. Januar 2020 sind global verbindlich nur noch Treibstoffe zulässig, die maximal ein Siebtel des Schwefelgehalts von derzeit zulässigen Treibstoffen enthalten. In Nord- und Ostsee sowie den Häfen gilt bereits seit dem 1. Januar 2015 eine Höchstgrenze von 0,1 Prozent Schwefelanteil. Obwohl Kreuzfahrtschiffe weniger als ein Prozent der weltweiten Schifffahrtsflotte ausmachen, geht CLIA hier noch einen Schritt weiter und spricht sich für ein Mitführverbot von nicht zulässigen Treibstoffen für Schiffe aus. Dieser verschärfte Standard würde die zuständigen Behörden bei der Überprüfung der Einhaltung der neuen Regelungen zusätzlich unterstützen.
Abgasreinigungssysteme: Die Behauptung, das Gros der Kreuzfahrtschiffe nutze Schweröl und verzichte dabei auf den Einsatz von Abgastechnik, ist schlicht falsch: Nach Erhebungen der CLIA sind mit 129 Schiffen bereits knapp die Hälfte der aktuell etwa 268 Schiffe der weltweiten Flotte der CLIA-Mitglieder mit Abgasreinigungssystemen ausgestattet. Bei 40 weiteren ist die Nachrüstung solcher Systeme geplant oder es wurde schon damit begonnen. Die Behauptung, die Industrie verzichte auf den Einsatz von Abgastechnologie, entbehrt jeder Grundlage.
Mehrstufige Abgasreinigungssysteme reduzieren laut Angaben der Hersteller die Schwefelemissionen um 99 Prozent und Stickoxide um 95 Prozent, genauso wie Rußpartikel. Die Zahl der Schiffe mit Abgasnachbehandlungssystemen stieg beständig: 2017 waren es 99 Schiffe, mittlerweile sind 129 Schiffe damit ausgestattet.
Landstrom: Es ist schwer nachvollziehbar, dass in diesem Ranking ein Parameter bewertet wird, der in der Praxis nicht erfüllt werden kann. Der NABU beurteilte erstmals, ob Kreuzfahrtschiffe über einen Landstromanschluss verfügen und diesen auch nutzen, um während der Liegezeit im Hafen Strom aus erneuerbaren Quellen in ihr Bordnetz einzuspeisen.
Derzeit gibt es in Europa mit dem Hamburger Hafen und dem Hafen von Kristiansand (Norwegen) allerdings lediglich zwei Häfen, die entsprechend mit Landstromanlagen für Kreuzfahrtschiffe ausgerüstet sind. Aus welchen Quellen dieser Strom kommt, liegt außerhalb des Einflussbereichs der Kreuzfahrtindustrie. CLIA unterstützt die kontinuierliche Entwicklung einer kosteneffizienten Infrastruktur für sauberen Landstrom in Häfen, die von Kreuzfahrtschiffen angelaufen werden – vorausgesetzt, die Nettoauswirkungen bewirken eine Gesamtemissionsreduzierung im Vergleich zum Einsatz der Schiffsmotoren.
Willkürliche Punktevergabe: Ein wissenschaftlicher und nachvollziehbarer Ansatz ist beim NABU Kreuzfahrtranking nicht zu erkennen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass der NABU die Umwelttechnologien von Jahr zu Jahr unterschiedlich bewertet. So wird beispielsweise der Einsatz von Abgasreinigungsanlagen und anderen Umweltschutzmaßnahmen in diesem Ranking nur gewürdigt, wenn sie über die gesetzlich festgelegten Standards hinausgehen. Auch die Punktevergabe in der neuen Kategorie zur Klimabilanz ist nicht einheitlich. Während für die Nutzung von Segeln zwei Punkte vergeben werden, bringt die gleichzeitige Nutzung von Landstrom und einem Air Lubrication System auf demselben Schiff trotzdem insgesamt nur einen Punkt. Darüber hinaus werden keinerlei operative Maßnahmen berücksichtigt, welche die Emission von Treibhausgasen im Schiffsbetrieb reduzieren.
Hohes Engagement der Branche: Der Fortschritt zeigt, dass die Branche als Ganzes am Einsatz neuer Technologien arbeitet. Neben den Abgasreinigungssystemen kommen immer mehr Schiffe mit alternativen Antrieben auf den Markt. Weltweit hat die Kreuzfahrtindustrie bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar in neue Technologien und sauberere Kraftstoffe investiert, um die Luftemissionen der Schiffe deutlich zu reduzieren. Die zukunftsorientierte Branche hat mehr als 22 Milliarden US-Dollar für den Bau hochmoderner, mit LNG betriebener Kreuzfahrtschiffe bereitgestellt, die so noch geringere Emissionen und eine höhere Energieeffizienz erreichen werden. So wurde 2018 das erste Kreuzfahrtschiff weltweit in Dienst gestellt, das ausschließlich mit Flüssiggas betrieben wird. Noch in diesem Jahr folgt ein weiteres Schiff, 26 weitere Schiffe mit LNG-Antrieb sind weltweit bestellt. Die Reedereien investieren erheblich in neue Schiffe und Technologien: Mehr als jeder vierte Euro, den die Reedereien allein im Jahr 2017 in Europa ausgaben, entfielen auf den Schiffbau und die Instandhaltung der Kreuzfahrtschiffe. Das entspricht 5,63 Milliarden Euro. Die Forderung des NABU, die Ausstattung der gesamten Kreuzfahrtflotte mit Umwelttechnologien stärker voranzutreiben, wird bereits erfüllt.
Klima- und Umweltschutz bleibt für CLIA und ihre Mitglieder eine Daueraufgabe. Das zeigen die Investitionen in die Schiffsausstattung und der ständige Dialog mit internationalen Seeschifffahrtsorganisationen. Jedes Jahr verzeichnet die Kreuzfahrtbranche Fortschritte und wird damit auch in Zukunft Vorreiter im maritimen Umweltschutz bleiben.
Die Cruise Lines International Association (CLIA) ist die vereinte Stimme der internationalen Kreuzfahrtbranche. Als der weltweit größte Verband der Kreuzfahrtindustrie mit insgesamt 15 Niederlassungen ist CLIA in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australasien vertreten. CLIA unterstützt Regularien und Praktiken, die ein sicheres und intaktes Kreuzfahrtumfeld für jährlich mehr als 25 Millionen Passagiere fördern. Zudem fördert CLIA das Ansehen, die Attraktivität und die Erschwinglichkeit des Kreuzfahrterlebnisses. Zu den Mitgliedern zählen die weltweit angesehensten Fluss- und Hochsee-Kreuzfahrtlinien – darunter auch Anbieter von Spezial-Kreuzfahrten – sowie Reiseveranstalter, Zulieferer, Häfen und Hafenbehörden, Destinationen und zahlreiche weitere Geschäftspartner, die sich dem nachhaltigen Erfolg der Kreuzfahrtindustrie verschrieben haben.
Der NABU erfasste dieses Jahr in seinem Kreuzfahrtranking erstmalig auch Technologien zum Klimaschutz im Bereich der Antriebe und der Energieversorgung, die nun in einer gesonderten Kategorie ausgewiesen sind. Einzig zwei Segelschiffe sowie jene Schiffe, die über einen Landstromanschluss verfügen und über diesen ihren Energiebedarf während der Liegezeit im Hafen mit Strom aus erneuerbaren Quellen speisen, schneiden hier besser ab. Auch Hurtigruten setzt mit dem Hybridschiff ROALD AMUNDSEN neue Maßstäbe, die einen Effizienzgewinn des weiterhin dieselelektrischen Antriebs und damit eine CO2-Minderung ermöglichen.
Die Bewertung anhand der Luftschadstoffemissionen führt wie auch bereits im vergangenen Jahr die deutsche Reederei AIDA mit ihrem jüngsten Flottenzugang, der AIDAnova an. Der italienische Mutterkonzern von AIDA, Costa Crociere, konnte mit seinem ebenfalls flüssiggasbetriebenen Neuzugang COSTA SMERALDA gleichziehen. Auf dem dritten Platz landen drei Schiffe der Reederei Hapag-Lloyd: Die EUROPA 2, Sieger des Jahres 2013, sowie die beiden neuen Expeditionskreuzfahrtschiffe HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration. Weit abgeschlagen und seit jeher auf die letzten Plätze abonniert sind die Schiffe der Branchenriesen MSC und Royal Caribbean. Auch der deutsche Anbieter TUI Cruises rangiert mittlerweile nur noch auf dem 13. Platz. Christian Eckardt

Hier finden Sie eine komplette Übersicht des NABU der Schiffe für den europäischen Markt.
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/kreuzschifffahrt/26845.html

 

Neubauboom bei der italienischen Fincantieri-Werftengruppe
Um auch langfristig der immer stärkeren Nachfrage nach Kreuzfahrten entgegenzukommen, haben die weltweiten Kreuzfahrtanbieter insgesamt 110 Kreuzfahrtschiffe bis 2027 bei den Werften bestellt und hier sind die europäischen Werften noch führend.
Dabei hat die italienische Fincantieri-Gruppe, inklusive der Vard-Werftengruppe, mit insgesamt 49 Schiffen von 2019 bis 2027 den ersten Platz mit einem Gesamtvolumen bezogen auf die Vermessung von 4.347.060 BRZ eingenommen. Dazugezählt werden können auch noch die 11 Einheiten, die bis 2024 von der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique in St. Nazaire produziert werden, da die Traditionswerft seit 2018 zu 50% zu Fincantieri gehört.
Auf dem zweiten Platz der weltweiten Kreuzfahrtschmieden steht die Meyer Werft in Papenburg und dem Schwesterunternehmen im finnischen Turku. Das Familienunternehmen hat bis 2025 insgesamt Aufträge für 18 Kreuzfahrtschiffe.
Schon auf den dritten Platz, im Zusammenhang auf das Schiffsvolumen, kommen die zum Genting-Konzern gehörenden MV Werften mit den drei Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund, die derzeit über ein Auftragsbuch für fünf Schiffe bis 2022 mit einer Gesamtvermessung von 512.600 BRZ verfügt.
Als nächstes folgen dann schon zwei chinesische Werften. Die Shanghai Waigaoqiao soll zwischen 2023 und 2024 zwei Schiffe mit je 133.500 BRZ – in Partnerschaft mit dem britisch-amerikanischen Kreuzfahrtunternehmen Carnival und dem italienischen Schiffsbauer Fincantieri, produzieren. China Merchants Heavy wird insgesamt acht Expeditionsschiffe bis 2022 mit einem Gesamtvolumen von 85.000 BRZ abliefern.
Bis auf eine Ausnahme werden die übrigen 17 bestellten Hochseekreuzfahrtschiffe alle auf kleineren europäischen Werften gebaut.
Interessant ist die Ausrichtung auf die Antriebstechnologie der Aufträge, werden doch 22 Schiffe bis 2027 nach aktueller Planung mit dem umweltfreundlichen Flüssigerdgas (LNG) betrieben. Hierzu hat allein doch die Meyer Werft in Papenburg und Turku 14 LNG-Neubauten im Auftragsbuch, fünf wird Fincantieri bauen und zwei entstehen auf der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique. Christian Eckardt

 

19404 Hamburg Foto C EckardtAb September 2019 starten die Dreharbeiten an Bord der HAMBURG von Plantours Kreuzfahrten aus Bremen, auf einem der kleinsten Kreuzfahrtschiffe in Deutschland. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

ARD-Erfolgsformat „Verrückt nach Meer” mit neuem Schiff
Ab September 2019 starten die Dreharbeiten an Bord der HAMBURG von Plantours Kreuzfahrten
Das ARD-Erfolgsformat „Verrückt nach Meer” nimmt mit einem neuen Schiff Kurs auf 50 weitere Folgen. Ab September 2019 starten die Dreharbeiten an Bord der HAMBURG von Plantours Kreuzfahrten aus Bremen, auf einem der kleinsten Kreuzfahrtschiffe in Deutschland. Zu Drehbeginn nimmt die HAMBURG Kurs auf die nordamerikanischen Great Lakes, weitere Routen mit Dreharbeiten führen in die Karibik mit Kuba, nach Brasilien und in die Antarktis. Sendestart ist das Frühjahr 2020.
Im Auftrag der ARD produziert die erfahrene Kölner Produktionsfirma Fandango die neuen Folgen der ebenso unterhaltsamen wie informativen Reisedokumentation. Produzent Geronimo Beckers setzt mit der HAMBURG auf „eine Kombination aus enormer Routenvielfalt, außergewöhnlichen Destinationen und einer ebenso leidenschaftlichen wie professionellen Schiffsbesatzung.” „Wir wollen die Zuschauer – neben klassischen Reise-Attraktionen, wie zum Beispiel einem Besuch bei den legendären Niagara-Fällen – auch immer wieder auf unterhaltsame Abenteuer abseits des touristischen Mainstreams mitnehmen”, ergänzt Fandangos Head of Development, Daniel von Rosenberg.
Für den Bremer Veranstalter Plantours Kreuzfahrten startet der Drehbeginn pünktlich zum 30sten Firmengeburtstag. Geschäftsführer Oliver Steuber freut sich entsprechend: „Für das sehr besondere Routing der HAMBURG wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet, jetzt nehmen wir sogar Kurs auf deutsche Wohnzimmer. Wichtig für uns war von Beginn an, dass wir das echte Leben an Bord unseres Schiffes vor die Kameras bringen. Hier verfolgt die ARD gemeinsam mit der Produktionsfirma einen gelungenen Fahrplan. Und nicht zuletzt finden die Dreharbeiten in einem kleinen und sehr vertrauensvollen Rahmen statt, der sowohl unseren Gästen als auch unserer Mannschaft an Bord sehr entgegen kommt.”
Die ersten Folgen von „Verrückt nach Meer” mit der HAMBURG sollen ab Frühjahr 2020 in der ARD auf dem gewohnten Sendeplatz um 16.10 Uhr ausgestrahlt werden.
„Verrückt nach Meer” ist eine Doku-Serie der ARD, die seit 2009 zunächst nur auf der ALBATROS von Phoenix Reisen produziert wird und erstmals im Januar 2010 ausgestrahlt wurde. Dabei ist diese Doku-Serie eine Art reale Variante des ZDF-Dauerbrenners „Das Traumschiff” und begleitet die ALBATROS auf ihren Fahrten zu den schönsten Urlaubsgegenden der Welt. Dabei bekommen die Zuschauer zahlreiche Eindrücke von den täglichen Arbeitsabläufen der 350-köpfigen Crew um den norwegischen Kapitän Morten Hansen, welcher mit seiner charmanten Art stets gute Laune verbreitet. Die Kamera gewährt sowohl Einblicke in die Organisationsroutinen des Kreuzfahrtdirektors und der Küchenchefs, die sich um das seelische und leibliche Wohl der Passagiere kümmern, als auch in den Maschinenraum und die technischen Abläufe an Bord des Schiffes. Auf der anderen Seite werden auch Geschichten rund um die Passagiere erzählt und deren Erlebnisse auf dem Schiff in Bild und Ton festgehalten.
Für die Staffel 10 wird weiterhin an Bord der ALBATROS im Herbst 2019 und im August 2020 sowie auf der AMERA von Phoenix Reisen im Frühjahr 2020 gedreht. www.plantours-partner.de · Christian Eckardt