SeereisenMagazin Logo klein 347 65TOPNEWS · AUSGABE 6/2018hr

18604 Anzeige SE Tours Top News01112018

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18604 World Explorer 2 Rendering Quark ExpeditionsEs ist nun geplant, dass die WORLD EXPLORER die erste Kreuzfahrt für nicko cruises am 2. Mai 2019 in Porto starten wird.
Animation: Quark Expeditions, Seattle

Expeditionskreuzer WORLD EXPLORER kommt erst im Frühjahr 2019 in Fahrt
Mystic Cruises bestellt zwei weitere baugleiche Expeditions-Kreuzfahrtschiffe
Mystic Cruises hat bei der portugiesischen West Sea Yard in Viana do Castelo zwei weitere Expeditions-Kreuzfahrtschiffe vom Typ der im Bau befindlichen WORLD EXPLORER bestellt, die 2021 und 2022 in Fahrt gehen sollen. Zwischenzeitlich wurde jetzt mitgeteilt, dass die WORLD EXPLORER, die eigentlich ab November zunächst für Quark Expeditions in der Antarktis fahren sollte, nun erst ab dem Frühjahr abgeliefert wird.
Die beiden jetzt bestellten Neubauten zum Preis von jeweils 60 Millionen Euro mit einer Vermessung von 9.300 BRZ sind baugleich zu dem derzeit im Bau befindlichen Typschiff WORLD EXPLORER. Unklar ist derzeit aber, für wen die jetzt bestellten Schiffe in Fahrt kommen werden, direkt bei Mystic Cruises oder bei dem deutschen Veranstalter nicko cruises. nicko ruises hat die WORLD EXPLORER erstmals für die Sommersaison 2019 unter Vertrag und vermarktet das Schiff im deutschsprachigen Markt. Auf den insgesamt 150 Chartertagen werden dann in fünf Fahrtgebieten 24 Länder und 16 unterschiedliche Routen mit einem deutschsprachigen Programm bereist. Die Fahrgebiete reichen von Transatlantik-Routen von bzw. nach Brasilien über Westeuropa und das Mittelmeer bis hinauf ins Baltikum und Nordland. Dabei werden insgesamt neun Kreuzfahrten in der Sommersaison die Ein- und/oder Ausschiffung in den deutschen Häfen Hamburg oder Kiel haben.
Die WORLD EXPLORER bietet Platz für bis zu 176 Passagiere in 86 Kabinen in verschiedenen Kategorien. Dabei gibt es nicht nur Suiten, sondern auch 3-er Kabinen. Die größte Suite ist die Owners-Suite mit 33 Quadratmetern und einem 10 Quadratmeter großen Balkon. Die kleinste Suite, die Veranda Suite, hat 20 Quadratmeter und einen 5 Quadratmeter großen Balkon. Auch im Activity-Bereich kann sich die 126 Meter lange WORLD EXPLORER sehen lassen. Die Zodiac-Fahrten sind bereits im Reisepreis inklusive, weitere Aktivitäten wie Zelten in der Antarktis, Kajak fahren und Standup Paddling wird gegen Gebühr angeboten.
Der Neubau verfügt über Eisklasse 1B und Polarklasse C, was insbesondere für die Reisen nach Island und Grönland optimale Sicherheitsreserven garantiert. Rolls-Royce hat für den Neubau zwei Bergen-Hauptmotoren des Typs C25:33L8P sowie einen Hilfsmotor des Typs C25:33L6P geliefert. Diese sind an das Niederspannung-Stromversorgungssystem SAVeCUBE angeschlossen, welches erlaubt, die Motoren mit variablen Geschwindigkeiten zu betreiben und damit die Effizienz zu erhöhen. Rolls-Royce liefert außerdem ein Automation- und Kontrollsystem sowie das komplette Promas-Propulsionssystem mit zwei CPP-Propellern.
Die vom italienischen Architekten Giuseppe Tringali entworfene WORLD EXPLORER entsteht auf der portugiesischen WestSea Yard, einem Unternehmen der Martifer Group, unter der Baunummer C010. Bei der Bestellung wurde seinerzeit von der Reederei kommuniziert, dass die WORLD EXPLORER erst das erste von mehreren Schiffen dieser Baureihe sein wird, und in den nächsten Jahren bis zu zehn dieser Schiffe in Dienst gehen könnten. In den ersten beiden Jahren wurde die WORLD EXPLORER jeweils für die Wintersaison an dem renommierten US-Veranstalter Quark Expeditions, Seattle, für Antarktis-Kreuzfahrten verchartert. In den Sommermonaten steht das Schiff in Charter von nicko cruises.
Wie aber die Werft mitteilte, verzögert sich die Ablieferung aus nicht näher genannten Gründen. Diese Zeit wird nun auch genutzt, um ein zusätzliches Hybrid-Power-Management-System an Bord der WORLD EXPLORER zu installierten, das zu Energieeinsparungen und eine Verbesserung der Luftqualität führen wird. Durch die verspätete Ablieferung wurde nun von Quark Expeditions das gesamte Reiseprogramm in der Antarktis für diesen Winter abgesagt. Für die nächste Antarktissaison 2019/20 ist die WORLD EXPLORER aber erneut an Quark Expeditions verchartert. Somit ist nun geplant, dass die WORLD EXPLORER die erste Passagierfahrt für nicko cruises am 2. Mai 2019 in Porto starten wird.
Mystic Invest ist eine Beteiligungsholding, deren Portfolio mehr als ein Dutzend Unternehmen und Marken mit Aktivitäten in verschiedenen Bereichen umfasst: Immobilien, Hubschrauber-Rundflüge, Busreisen, Museen, Themenparks, Landwirtschaft, Luxushotels, Resorts und Luxusflusskreuzfahrten. Die erfolgreichste Mystic-Marke ist DouroAzul, Portugals größter Veranstalter von Flusskreuzfahrten, der 2014 bei den World Travel Awards zum führenden Anbieter auf diesem Gebiet in Europa gewählt wurde. Die vor 25 Jahren gegründete DouroAzul wird von dem bekannten Flusskreuzfahrtmanager und Unternehmer Mario Ferreira geleitet, der alleiniger Eigentümer der Gesellschaft und von Mystic Invest ist. Die Mystic Invest beschäftigt derzeit weltweit mehr als 500 Mitarbeiter.
Die nicko cruises ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter für Flusskreuzfahrten in Europa und verfügt über eine ebenso moderne wie komfortable Flotte aus 25 unterschiedlichen Flussschiffen. Nach der Insolvenz von nicko tours im Sommer 2015 konnte dieses Unternehmen im November 2015 erfolgreich an die portugiesische Flusskreuzfahrt- und Reiseveranstalterholding Mystic Invest veräußert werden. Als neugegründete deutsche Tochtergesellschaft wird es nun als nicko cruises geführt und beschäftigt in Stuttgart 80 Mitarbeiter. www.nicko-cruises.de · Christian Eckardt

 

18604 THOMSON SPIRIT P1010851Die MARELLA SPIRIT als THOMSON SPIRIT im Jahr 2014. Foto: Thomson Cruises, Christoph Podloucky, Sammlung Christian Eckardt

Schlechte Zeiten für ältere Kreuzfahrtschiffe – MARELLA SPIRIT landet im Alteisen
Heutige Kreuzfahrtbranche verlangt vor allem Balkonkabinen
Schon wieder wurde jetzt ein rund 35 Jahre altes Kreuzfahrtschiff zum Verschrotten verkauft, das noch bis vor ein paar Tagen erfolgreich am britischen Chartermarkt eingesetzt wurde. Nun endet die Geschichte der MARELLA SPIRIT in den nächsten Tagen auf dem indischen Schiffsfriedhof in Alang. Das Problem bei Schiffen aus dieser Bauzeit ist, dass sie sich zwar technisch und auch in den öffentlichen Bereichen in einem einwandfreien Zustand befinden, aber nur über eine sehr geringe Anzahl an Balkonkabinen verfügen – und danach fragt der Kreuzfahrtkunde zusehends. In absehbarer Zukunft werden somit unausweichlich noch mehrere bekannte Kreuzfahrtschiffe aus den 80er Jahren den Weg in Richtung Alteisen gehen.
Konnten Reeder bis vor ein paar Jahren ohne Probleme noch ältere Kreuzfahrtschiffe oder selbst noch umgebaute Fährschiffe, mit nur 8 Quadratmeter großen Kabinen, zum Teil noch mit Doppelstockbetten ausgestattet, auf dem boomenden Markt an den Kunden bringen, gelten derartige Schiffe, ohne große Unterhaltungsmöglichkeiten, aber vor allem ohne Balkonkabinen als fast unverkäuflich. Allein in diesem Jahr wurden schon zwei noch relativ junge und technisch intakte Schiffe aus den frühen 80er Jahren, die 1986 in Schweden erbaute HENNA und die 1982 in Frankreich erbaute OCEAN GALA an Abbrecher verkauft, da sich kein Reeder mehr fand, der die klassischen Kreuzfahrtschiffe, ohne entsprechende Außenkabinen mit Balkonen, noch unter Vertrag nehmen wollte. Jetzt traf es überraschenderweise die 1983 im französischen St. Nazaire erbaute MARELLA SPIRIT der griechischen Louis Cruise Line. Diese war noch bis zum 30. Oktober 2018 an den britischen Veranstalter Marella Cruises verchartert, der das Schiff noch bis zum Schluss zu sehr guten Preisraten angeboten hat. Nach Abschluss der letzten 7-Nächte Kreuzfahrt am 28. Oktober in Barcelona wurde das Schiff anschließend an die griechischen Eigner übergeben, die den Cruiser zunächst nach Piräus verholten. Dort wurde nun bekannt, dass das 214 Meter lange Schiff, schon umbenannt in MARE S, in den nächsten Tagen Kurs auf Alang in Indien zum Verschrotten nehmen wird.
Gebaut wurde die MARELLA SPIRIT unter dem Namen NIEUW AMSTERDAM für die Holland America Line als seinerzeit erstes Kreuzfahrtschiff bei Chantiers de l’Atlantique im französischen St. Nazaire, ein Jahr später folgte das Schwesterschiff, die NOORDAM. Die NIEUW AMSTERDAM verkehrte damals in den Wintermonaten meist in der Karibik und in den Sommermonaten vor Kanada und Alaska, später folgten weltweite Kreuzfahrten. Die ehemalige NOORDAM vekehrt derzeit immer noch für Marella Cruises als MARELLA CELEBRATION.
Im Jahr 1999 erfolgte ein Verkauf der NIEUW AMSTERDAM an die Reederei American Classic Cruises, die das Schiff als PATRIOT unter amerikanischer Flagge für Fahrten rund um Hawaii einsetzte. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sank die Buchungslage rapide, so dass die Reederei schon im Oktober 2001 Insolvenz anmelden musste. Das Schiff wurde dann im Frühjahr 2002 zunächst an Louis Cruise Line verchartert und in SPIRIT umbenannt. Nach einer umfangreichen Werftzeit konnte Louis Cruise den Cruiser mit einer Vermessung von 33.930 BRZ und 627 Kabinen, davon nur 19 Balkonkabinen im Frühjahr 2003 an die britische Reederei Thomson Cruises, heute Marella Cruises, weiterverchartern, für die es bis zuletzt verkehrte. Unter dem Namen THOMSON SPIRIT und seit Frühjahr 2018 als MARELLA SPIRIT verkehrte das Schiff in den Sommermonaten für ein englischsprachiges Publikum im Mittelmeer, in den Wintermonaten war es meist aufgelegt. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotchi wurde es zusammen mit zwei weiteren Kreuzfahrern als Hotelschiff verchartert.
Die griechische Louis Cruise verfügt mit dem Verkauf der MARELLA SPIRIT nun nur noch über die CELESTYAL OLYMPIA (Baujahr 1982) und die seit 1980 in Fahrt befindliche, aber mehrfach umgebaute CELESTYAL CRYSTAL, nachdem man im Sommer schon den 50 Jahre alten Veteran LOUIS AURA zum Abbruch verkauft hat und das zwischen 2016 und 2017 eingesetzte Charterschiff CELESTYAL NEFELI, an den Eigner zurückgegeben hat.
Marella Cruises gehört zu dem 1965 gegründetem britischem Touristikunternehmen Thomson Holidays. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der TUI Group und ist bereits seit 1973 – mit Unterbrechungen – in der Kreuzfahrtbranche aktiv. Kreuzfahrten auf diesen Schiffen sind aus Deutschland nicht buchbar. Die TUI Group verfügt aktuell über die drei im Hochseekreuzfahrtgeschäft tätigen Tochtergesellschaften TUI Cruises und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten für den deutschsprachigen Markt sowie Marella Cruises mit einer aktuellen Flotte von insgesamt 15 Kreuzfahrtschiffen. Im Oktober 2017 erfolgte ein so genanntes Rebranding, also ein Namenswechsel der ehemaligen Thomson Cruises, dem drittgrößten Kreuzfahrtanbieter in Großbritannien, in Marella Cruises. Diese Umbenennung erfolgte im Zuge der Markenmigration von Thomson zu TUI. Christian Eckardt

 

18604 Costa Atlantica 3 06092010 C EckardtDas erste dieser Schiffe, die COSTA ATLANTICA mit einer Kapazität für 2.210 Passagiere soll bis Ende 2019 auf die neue chinesische Kreuzfahrtgesellschaft übertragen werden. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Carnival Corporation startet Kreuzfahrt-Joint-Venture in China
Chinesische Werft fertigt erstmals Kreuzfahrtschiffe für den heimischen Markt
Die amerikanische Carnival Corporation & plc, das weltweit größte Freizeit- und Reiseunternehmen, startet ein Kreuzfahrt-Joint-Venture mit der China State Shipbuilding Corporation (CSSC) unter dem Namen CSSC Carnival Cruise Shipping Limited. Die neue Kreuzfahrtgesellschaft mit Sitz in China plant, von Ende 2019 an eine eigene Flotte für chinesische Kreuzfahrtgäste zu betreiben. Im Jahr 2015 wurde CSSC Carnival Cruise Shipping Limited bereits angekündigt, an der die Carnival Corporation eine Minderheitsbeteiligung hält, mit dem Ziel, die erste Multi-Ship-Kreuzfahrtmarke in China einzuführen, die speziell für den chinesischen Kreuzfahrtmarkt bestimmt ist. Als größtes Kreuzfahrtunternehmen der Welt mit über 100 Schiffen in der Flotte und 22 Aufträgen für Neubauten bis 2025, wird die Carnival Corporation hierbei ihre umfassende Branchenexpertise nutzen, um die Kontrolle und Unterstützung des Schiffbaus vor Ort zu gewährleisten, teilte das Unternehmen mit.
Teil dieses Joint Venture ist eine Kaufvereinbarung von zwei bestehenden Schiffen der zur Carnival Corporation gehörenden italienischen Costa Gruppe. Das erste dieser Schiffe, die COSTA ATLANTICA mit einer Kapazität für 2.210 Passagiere soll bis Ende 2019 auf die neue chinesische Kreuzfahrtgesellschaft übertragen werden. Das Schwesterschiff, die COSTA MEDITERRANEA, folgt zu einem späteren Zeitpunkt, der noch bekannt gegeben wird.
Darüber hinaus hat die CSSC Carnival Cruise Shipping Limited, zwei neue Kreuzfahrtschiffe bestellt, die in China für den chinesischen Kreuzfahrtmarkt gebaut werden. Die beiden neuen Kreuzfahrtschiffe werden von Shanghai Waigaoqiao Shipbuilding Co. Ltd. (SWS) gebaut, einer führenden chinesischen Werft in Shanghai. Die Auslieferung des ersten Cruisers ist 2023 geplant. Zudem wurde eine Option für vier weitere Schiffe vereinbart, um ggf. der wachsenden Nachfrage der chinesischen Verbraucher gerecht zu werden.
CSSC, Chinas größter Schiffbauer, und der führende globale Schiffbauer, die italienische Fincantieri S.p.A., haben zudem ein separates Joint Venture gegründet, um eine Technologielizenz für die Schiffsmodelle zu garantieren und SWS während des gesamten Schiffbauprozesses technisch und projektbezogen zu unterstützen. Die beiden neuen Schiffe werden dabei speziell auf den Geschmack der chinesischen Reisenden zugeschnitten.
Die genannten Vereinbarungen wurden während einer Feierstunde auf der China International Import Expo (CIIE) in Shanghai unterzeichnet. Hierbei erklärte Arnold Donald, CEO der Carnival Corporation: „Die offizielle Gründung des Kreuzfahrt-Joint-Ventures in China ist ein wichtiger Meilenstein in der strategischen Entwicklung einer starken und nachhaltigen Kreuzfahrtindustrie in China. Zusammen mit unseren Partnern freuen wir uns darüber, dass wir es geschafft haben, eine neue Kreuzfahrtgesellschaft in China zu gründen. Basis der Flotte sind sowohl bestehende Schiffe als auch neue in China speziell für chinesische Reisende gebaute Kreuzfahrtschiffe.”
„Das neue Kreuzfahrt-Joint-Venture ergänzt unsere bestehende Marktpräsenz und stärkt unser Engagement, China beim Aufbau eines ganzheitlichen Kreuzfahrtsystems zu unterstützen und zu einem führenden globalen Kreuzfahrtmarkt zu werden”, fügte Michael Thamm, Group CEO, Costa Group und Carnival Asia hinzu. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit CSSC und darauf, die Nachfrage nach Kreuzfahrten gemeinsam weiter zu steigern. Zusammen möchten wir den Bekanntheitsgrad von Kreuzfahrten als einer ganz besonderen Form von Urlaub mit außergewöhnlichem Erlebniswert fördern.”
„Es ist eine strategische Entscheidung für CSSC, in die Partnerschaft mit Carnival Corporation und Fincantieri in die Kreuzfahrtindustrie einzusteigen”, sagte Lei Fanpei, Chairman von CSSC. „Durch die Partnerschaft mit führenden internationalen Unternehmen werden wir eine vollständige Industrie und Lieferkette aufbauen können, einschließlich des Designs, des Baus und des Betriebs von Kreuzfahrtschiffen. Gemeinsam können wir die Umweltstandards der Branche verbessern und ein System schaffen, das das nachhaltige Wachstum der Kreuzfahrtindustrie fördert. Unsere Zusammenarbeit wird weiterhin von der chinesischen Regierung sowohl auf zentraler als auch auf lokaler Ebene sehr unterstützt. Wir wollen unsere Win-Win-Partnerschaft von heute an fortsetzen, um die Auslieferung des ersten großen Kreuzfahrtschiffes, das bis 2023 in China gebaut wird, zu gewährleisten.”
Giuseppe Bono, CEO von Fincantieri, sagte: „Diese Leistung mit unseren strategischen Partnern bei Carnival Corporation und CSSC stellt die harte Arbeit, Entschlossenheit und Vision unserer Teams dar, die Kreuzfahrtindustrie zum Wohle der chinesischen Reisenden weiter zu entwickeln und das enorme Potenzial des Marktes zu nutzen.” Bono fügte hinzu: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Wir möchten unser gemeinsames Fachwissen und unsere Führungsrolle im Kreuzfahrtsektor einbringen, um Chinas Ziel zu unterstützen, seine Kapazitäten im Kreuzfahrtschiffbau auszubauen und zu einem der führenden Anbieter zu werden.”
Die beiden Schwesterschiffe COSTA ATLANTICA und COSTA MEDITERRANEA mit einer Vermessung von 85.619 BRZ wurden im Jahr 2000 bzw. 2003 von der finnischen Kvaerner-Masa-Yards-Werft in Turku (heute Meyer Turku) abgeliefert. Die beiden 292,5 Meter langen und 32,2 Meter breiten Schiffe verfügen derzeit auf den 12 Passagierdecks über eine Kapazität für rund 2.210 Passagieren in insgesamt 1.057 Kabinen, davon 660 Außenkabinen mit Balkon. Vor acht Jahren machte die COSTA ATLANTICA auch in deutschen Häfen fest, in der vergangen Sommersaison 2018 setzte Costa das Schwesterschiff COSTA MEDITERRANEA für Fahren zu den Metropolen in der südlichen Nordsee und im Ärmelkanal mit Abfahrten von Hamburg und Bremerhaven aus ein.
Wie bereits im Juni 2018 von Costa angekündigt, wird auch die Costa Gruppe zwei neue Kreuzfahrtschiffe in den Dienst stellen, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurden – die COSTA VENEZIA wird im Frühjahr 2019 in Fahrt kommen und das noch namenlose Schwesterschiff im Herbst 2020.
Als großer, unterdurchschnittlich entwickelter Kreuzfahrtmarkt mit anhaltend langfristig positiven Prognosen für das Wachstum stellt China eine bedeutende Gelegenheit für die Kreuzfahrtindustrie dar, das Bewusstsein, die Aufmerksamkeit und die Nachfrage nach Kreuzfahrten in den kommenden Jahren zu erhöhen. Im vergangen Jahr hat die chinesische Kreuzfahrtindustrie etwa 2,5 Millionen Kreuzfahrtpassagiere bedient, das entspricht weniger als zwei Prozent der chinesischen Auslandsreisenden. Da die Branche in der Region weiter wächst und sich entwickelt, wird von Fachleuten erwartet, dass China letztendlich der größte Kreuzfahrtmarkt der Welt wird.
Die Carnival Corporation & plc ist das weltweit größte Freizeit- und Reise-Unternehmen und gehört zu den profitabelsten und finanzstärksten in der Kreuzfahrt- und Urlaubsindustrie mit einem Portfolio von 10 dynamischen Marken, darunter neun der weltweit führenden Kreuzfahrtgesellschaften. Das Portfolio umfasst Carnival Cruise Line, Princess Cruises, Holland America Line, Seabourn, P&O Cruises (Australia), Costa Cruises, AIDA Cruises, P&O Cruises (UK) und Cunard sowie Fathom, die Marke des Unternehmens für sozial engagierte Kreuzfahrer. Zusammen betreiben die Kreuzfahrtgesellschaften des Konzerns 103 Schiffe mit 234.000 Unterbetten in über 700 Häfen auf der ganzen Welt, wobei 22 neue Schiffe zwischen 2018 und 2025 in den Dienst gestellt werden sollen. Christian Eckardt

 

18604 VASCO DA GAMA Foto TransOceanDie VASCO DA GAMA zeichnet sich durch ein hervorragendes Passagier-Raumverhältnis aus – mit viel Platz für Erholung und Entschleunigung an Bord. Foto: TransOcean, Offenbach

Doppelpackbesichtigung der VASCO DA GAMA und ASTOR
Großer Besichtigungstag am 1. Juli 2019 für Reisebüro-Expedienten
Am 1. Juli 2019 liegen die ASTOR und das neueste Mitglied der TransOcean-Flotte, die VASCO DA GAMA, zeitgleich an der Columbuskaje in Bremerhaven. Aus diesem Anlass veranstaltet TransOcean Kreuzfahrten einen großen Besichtigungstag für Expedienten auf beiden Schiffen.
Ab 11 Uhr startet die Schiffsbesichtigung auf der VASCO DA GAMA mit einem Begrüßungsempfang und anschließender Schiffsführung. Nach dem Mittagessen auf dem Schiff können sich die Expedienten ab 14 Uhr einen Eindruck von der ASTOR verschaffen (bis etwa 15.30 Uhr).
Ab Sommer 2019 wird die VASCO DA GAMA die Flotte von TransOcean verstärken und zusammen mit der ASTOR als zweites deutschsprachiges Schiff in der Sommersaison unterwegs sein. Die VASCO DA GAMA verfügt nach einem Multi-Millionen-Dollar-Umbau im Jahr 2015 über ein elegantes Ambiente, eine Vielzahl an Lounges, Bars und Restaurants mit unterschiedlicher Atmosphäre und einen umfangreich ausgestatteten Wellness-Bereich. 149 Balkonkabinen und -suiten ermöglichen ungestörte Ausblicke bei erfrischender Meeresbrise. Darüber hinaus zeichnet sich die VASCO DA GAMA durch ein hervorragendes Passagier-Raumverhältnis aus – mit viel Platz für Erholung und Entschleunigung an Bord.
Auch bei der ASTOR gibt es Neuigkeiten: Sie fährt wieder ganzjährig mit deutscher Bordsprache für TransOcean und lädt im Winter 2019/2020 zur großen Weltumrundung ein. Darüber hinaus sind zusätzliche Reisen mit der ASTOR ins Programm gekommen, zum Beispiel auf den Spuren der Polarlichter im Herbst 2019.
Anmeldungen für den großen Besichtigungstag sind per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich, die Anzahl der Teilnehmer ist limitiert. Es können nur Anmeldungen mit allen erforderlichen Angaben bestätigt werden, dafür benötigt TransOcean die vollständigen Vornamen, die Nachnamen, das Geburtsdatum und die Nummer des Personalausweises von jedem Teilnehmer. Die Besichtigung ist ausschließlich für Expedienten und kostenlos, inklusive Mittagessen und Getränke. Ihren Voucher mit genauen Details erhalten die gebuchten Expedienten circa eine Woche vor dem Termin.
TransOcean Kreuzfahrten ist ein Markenname der South Quay Travel & Leisure Ltd und Teil der CMV Holdings London Ltd. Die Marke präsentiert klassische Kreuzfahrten mit den Schiffen ASTOR, VASCO DA GAMA, COLUMBUS und MAGELLAN. Ausgefeilte Routen mit maximalen Liegezeiten und spannenden Passagen, eine Küche auf höchstem Niveau und der herzliche, zuvorkommende Service sind die traditionelle Basis der Unternehmens-Philosophie. Auf den insgesamt sieben weitläufigen Decks der stilvollen ASTOR können bis zu 570 Passagiere in 289 Kabinen schönste Küsten und ferne Länder erkunden. Deutsch als Bordsprache und die überschaubare Größe sind die Pluspunkte der ASTOR. Mit deutscher Bordsprache in der Sommersaison punktet auch MS VASCO DA GAMA, die über 630 Kabinen für 1 150 Passagiere und ein ausgezeichnetes Passagier-/Raumverhältnis verfügt. MS COLUMBUS und MS MAGELLAN (beide Bordsprache Englisch) mit 1 400 bzw. 1 250 Passagieren ergänzen das Angebot einer sehr serviceorientierten und zugleich hoch komfortablen Art des Reisens auf dem Wasser mit Routen zwischen zwei und 123 Tagen. Christian Eckardt

18604 ASTOR vor Cape Town 2017 Foto CMV EssexDie ASTOR vor dem Tafelberg von Cape Town (Kapstadt), Südafrika. Foto: CMV, Essex

 

18604 Crystal Serenity 5 1 05112018 C EckardtIn der portugiesischen Hauptstadt Lissabon startet am Wochenende (10.11.) die Transatlantik-Reise der CRYSTAL SYMPHONY nach Fort Lauderdale in Florida. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Luxuskreuzfahrtschiff CRYSTAL SERENITY beendet Umbau auf der Lloyd Werft
Das Luxuskreuzfahrtschiff CRYSTAL SERENITY der amerikanischen Reederei Crystal Cruises hat zum Wochenanfang, genau nach Zeitplan, das Kaiserdock II der Bremerhavener Lloyd Werft nach einem rund dreiwöchigen Umbau mit Kurs auf Lissabon wieder verlassen. In der portugiesischen Hauptstadt startet am Wochenende (10.11.) dann die Transatlantik-Reise nach Fort Lauderdale in Florida.
Bei dem jetzt erfolgten Großumbau handelte es sich um den bereits zweiten konzerninternen Auftrag der beiden zur Genting-Gruppe gehörenden Unternehmen Lloyd Werft und Crystal Cruises. Im vergangenen Jahr hatte die Lloyd Werft umfangreiche Arbeiten auf der CRYSTAL SYMPHONY ausgeführt. Wie schon bei der CRYSTAL SYMPHONY wurde auch hier der mehrere Millionen Euro teure Auftrag wieder aufgeteilt: Den Innenausbau führte Crystal Cruises mit seinen direkt beauftragten Partnerfirmen durch. Die Lloyd Werft war für die schiffbaulichen Tätigkeiten und die gesamte logistische Abwicklung verantwortlich.
Das 250 Meter lange schwimmende Luxushotel mit 13 Decks und bis zu 655 Crewmitgliedern wurde 2003 in Frankreich bei Chantiers de l’Atlantique gebaut. Für die Gäste stehen ausschließlich Außenkabinen, größtenteils mit Balkon zur Verfügung. Neben den regulären Wartungs- und Klassearbeiten für den Schiffsbetrieb erhielt das Kreuzfahrtschiff, das bislang über eine Kapazität für 1070 Passagiere verfügte, unter anderen neuen Kabinen. Dabei wurden einige kleinere Kabinen auf Deck 10 in luxuriöse „Seabreeze Penthouse Suiten mit Veranda” inklusive Butler-Service umgebaut. Insgesamt entstanden so 38 neue Suiten mit einer Größe zwischen 37 und 50 Quadratmetern. Durch den Umbau sinkt die Passagierkapazität auf nun 980 Personen.
Weiterhin wurden auch die drei bestehenden Restaurants umgestaltet. In dem neu eingerichteten Hauptrestaurant, dem Waterside-Restaurant, wurde die Kapazität leicht auf 500 Gäste erhöht. Außerdem wurden die Bars neu gestaltet, und der Stardust Club erhält neue Bodenbeläge und Sitzgelegenheiten.
Wie der zuständige Projektleiter der Lloyd Werft, Sven May mitteilte, konnten alle Arbeiten wieder termingenau abgeschlossen werden. Für dieses Jahr stehen keine weiteren Überholungen von Kreuzfahrtschiffen mehr im Dockbelegungsplan der Lloyd Werft, so dass die Mitarbeiter in das Yachtneubauprojekt SOLARIS eingebunden sind. www.crystalcruises.com · Christian Eckardt

 

18604 Halunder Jet 1 04112018 C EckardtInsgesamt verkehrte der 56,4 Meter lange und 14 Meter breite Katamaran HALUNDER JET 175-mal in der Saison 2018 zwischen Hamburg, Wedel und Cuxhaven zur Insel Helgoland. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Erfolgreiche Helgoland-Saison für neuen HALUNDER JET mit 97.000 Fahrgästen
Erstmals Fahrten nach Helgoland zum Jahreswechsel geplant
Der neue Passagierkatamaran HALUNDER JET der zur FRS-Gruppe, Flensburg, gehörenden FRS-Helgoline hat am vergangen Sonntag (4.11.) eine überaus erfolgreiche Saison mit fast 100.000 Fahrgästen beendet, erklärte jetzt die Geschäftsführerin Birte Dettmers zur Saisonabschlussfahrt an Bord des 680 Passagiere fassenden Katamarans den mitreisenden Medienvertretern. „Wir hatten seit der Inbetriebnahme des neuen Katamarans Ende April insgesamt 97.000 Fahrgäste. Das bedeutet eine Auslastung von durchschnittlich 81 Prozent. Für uns ist dies das beste Ergebnis, das wir auf der Strecke zwischen Hamburg und Helgoland je hatten. Unser Neubau schließt nicht nur an den Erfolg des Vorgängers an, er übertrifft ihn bei Weitem”, so Dettmers.
Insgesamt verkehrte der 56,4 Meter lange und 14 Meter breite Katamaran 175-mal in dieser Saison zwischen Hamburg, Wedel und Cuxhaven zur Insel Helgoland, wobei es nur im September und Oktober zu witterungsbedingten Fahrplanausfällen kam. Nun wird der Katamaran zunächst ins Winterquartier in den Hafen Havneby auf der dänischen Insel Rømø überführt, wo zunächst kleinere Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Doch durch den Erfolg des neuen HALUNDER JET wurde die Reederei kurzfristig ermutigt, den Service auszubauen und erstmalig eine Katamaranverbindung nach Helgoland im Winter durchzuführen. Vom 27. Dezember bis zum 6. Januar schickt die Reederei das neue, bis zu 38 Knoten schnelle Premiumprodukt erneut auf die Reise zur einzigen Hochseeinsel Deutschlands. Damit werden nicht nur den Übernachtungsgästen, sondern auch den Tagestouristen mehr Flexibilität und unvergessliche Attraktionen geboten. „Gerade in dieser Zeit werden auf Helgoland die Kegelrobben geboren. Ein wunderbares Naturschauspiel, das aus gebührendem Abstand gut beobachtet werden kann”, so Dettmers. Helgoland lohnt sich zu jeder Jahreszeit und ist besonders über Silvester sehr beliebt. „Gemeinsam mit der Insel planen wir tolle Pakete, die sich auch sehr gut als besonderes Weihnachtsgeschenk eignen.” Diese neuen Fahrten sind zunächst als Versuch geplant, ein Ausbau im nächsten Jahr wird dann noch angestrebt.
Nach Abschluss des 10-tägigen Wintereinsatzes kehrt der HALUNDER JET dann wieder zurück ins Winterquartier in Havneby. Im März geht es dann vor Beginn der Saison 2019 in das Trockendock bei Blohm + Voss in Hamburg. In der Vergangenheit nutzte die Reederei für den alten HALUNDER JET die Dockanlagen bei der Bredo Dry Docks in Bremerhaven. Aufgrund der Größe des neuen Passagierkatamarans steht in Bremerhaven nun keine überdachte Dockkapazität zur Verfügung, führte Dettmers weiter aus.
Die neue Saison 2019 beginnt im kommenden Jahr bereits ab dem 23. März 2019. „Normalerweise starten wir erst ab Ostern, wenn auch die Schulferien anfangen. Dieses Mal wollen wir unseren Passagieren aber die Möglichkeit geben, möglichst früh in den Genuss des Helgoland Katamarans zu kommen“, erklärt Dettmers. Die Saison dauert dann im kommenden Jahr bis zum 10. November.
Auch Deutschlands einzige Hochseeinsel profitiert von dem neuen und deutlich größeren HALUNDER JET. „Der Katamaran erschließt ein sehr wichtiges Marktsegment für uns Hoteliers hier auf Helgoland. Wir begrüßen es sehr, dass die FRS Helgoline die Saison ausweitet”, so Hotelier Detlev Rickmers.
Auch plant man bei der FRS Helgoline weitere Themenkreuzfahrten mit dem von der Austal-Werft zum Jahresanfang gelieferten Katamaran. Neben den beliebten Ausfahrten von Helgoland zu dem Offshore-Windpark Meerwind Süd|Ost wird auch die neue Reihe „Musik Cruise by FRS Helgoline” fortgeführt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer zweiten Auflage”, so Dettmers. Das Konzert mit Johannes Oerding im Juni dieses Jahres war ein riesiger Erfolg und war binnen weniger Minuten ausverkauft, so dass man aus diesem Format ein jährlich wiederkehrendes Event für die Insel entwickeln möchte.
Rund 17 Millionen Euro investierte die FRS in den neuen HALUNDER JET. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der technischen Ausstattung für verbesserten Reisekomfort. Der vollständig aus Aluminium gefertigte Katamaran verfügt unter anderem über ein hochmodernes Motion Damping System (MDS), das die Schiffsbewegungen auf ein Minimum reduziert. Der Katamaran verfügt über insgesamt vier MTU-Hauptmaschinen vom Typ 16V4000M63L mit einer Leistung von jeweils 12.182 PS (8.960 kW), die für den Antrieb der vier KaMeWa-Waterjets verantwortlich sind. Diese fördern pro Minute 15 Kubikmeter Wasser und sorgen so für den notwendigen Schub des Katamarans, der mit einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 35 Knoten (65 km/h) verkehrt.
Der neue Helgoland Katamaran bietet bis zu 680 Passagieren in drei Sitzkategorien Platz und erhöht somit die tägliche Kapazität auf der Linie im Vergleich zu seinem Vorgänger, der nunmehr erfolgreich als CLIPPER V für die FRS-Tochter Clipper Navigation, Seattle, zwischen den Kanadischen Häfen Vancouver und Victoria pendelt, um 17 Prozent. „Besonders begeistert sind die Fahrgäste von den außerordentlich großzügig gestalteten Freidecks”, so Dettmers. Zahlreiche Sitzgelegenheiten unter freiem Himmel laden auf zwei Ebenen, dem Brücken- und dem Oberdeck, zum Verweilen ein. Mit 228 Quadratmeter bieten die Freideckflächen sechsmal so viel Platz wie auf dem alten HALUNDER JET. Insbesondere vom Brückendeck können die Besucher die 360-Grad-Sicht in vollen Zügen genießen.
Die Nachfrage nach Fahrten mit dem HALUNDER JET und damit des Schnellfährenverkehrs von Hamburg und Cuxhaven nach Helgoland wächst und ist damit auch ein Wachstumsmotor des Helgolandverkehrs. Mit diesem Premiumprodukt setzt die FRS neue Standards nicht nur im Inselverkehr von und nach Helgoland, sondern auch im maritimen Ausflugsangebot für Einheimische und Urlauber aus der Metropolregion Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Mit dieser Investitionsentscheidung baut die seit 1984 im Helgolandverkehr tätige FRS-Gruppe ihre Marktposition weiter aus. Der Einsatz von FRS-Schnellschiffen seit Ende der 90er Jahre hat dem Helgolandverkehr nicht nur eine zusätzliche Nachfrage beschert, sondern ist heute eine tragende Säule der Inselanbindung.
Die international tätige FRS-Gruppe, Flensburg, mit rund 2000 Beschäftigten betreibt heute 64 Schiffe weltweit. Damit befördert sie auf ihren nationalen und internationalen Fährlinien jährlich insgesamt 7,9 Millionen Passagiere und 2,1 Millionen Fahrzeuge. Heute gehören zum Portfolio der in Norddeutschland beheimateten FRS Gruppe 24 Tochterunternehmen mit Sitz in Europa, Nordafrika, Nordamerika und dem Nahen Osten. www.helgoline.de · Christian Eckardt

 

18604 Celebrity Edge Foto Chantiers de AtlantiqueAm 6. November 2018 wird die CELEBRITY EDGE ihre erste transatlantische Reise zu ihrem Heimatdock T25 im Hafen Everglades in Fort Lauderdale, Florida, antreten. Foto: Chantiers de I’Atlantique

 

Celebrity Cruises erhält CELEBRITY EDGE
Neue Schiffsklasse in Frankreich abgeliefert und Kiellegung für Schwesterschiff CELEBRITY APEX gefeiert
Nach der mehr als vier Jahre dauernden Planung und 23 Monaten Bauzeit, hat die Premium-Kreuzfahrtlinie Celebrity Cruises nun offiziell die CELEBRITY EDGE als neue innovative Schiffsklasse mit neuem Branchenmaßstab in Empfang genommen. Die feierliche Auslieferungszeremonie fand in der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique (vormals STX France) in Saint-Nazaire statt. Die CELEBRITY EDGE ist dabei das erste Schiff dieser neuen Edge-Klasse und beginnt ihre Reise ab Dezember 2018 in der Karibik, ab Mai 2019 ist der Neubau dann im Mittelmeer unterwegs.
An der feierlichen Übergabe am 1. November in der Werft Chantiers de l’Atlantique nahmen unter anderem Richard D. Fain, Präsident und CEO von Royal Caribbean Cruises Ltd., sowie Lisa Lutoff-Perlo, Präsident und CEO von Celebrity Cruises, zusammen mit dem Celebrity Team und Laurent Castaing, General Manager von Chantiers de l’Atlantique, teil. Zusammen begrüßten sie 1.377 Besatzungsmitglieder an Bord, die insgesamt 72 verschiedene Nationalitäten repräsentieren.
„Die CELEBRITY EDGE entstand aus dem Wunsch, das Reiseerlebnis an Bord neu zu gestalten. Für die langjährige Partnerschaft und die geplante Auslieferung bedanke ich mich beim Team von Chantiers de l’Atlantique”, sagt Fain.
Lutoff-Perlo ergänzt: „Heute ist ein besonderer Tag für uns alle, den wir seit über vier Jahren mit Spannung erwarten. Das Ergebnis kann sich mit vielen besonderen Details und Raffinessen wirklich sehen lassen, als Beleg der visionären Designer sowie unserem Celebrity-Team, die unsere neue Schiffsgeneration erst zum Leben erweckt haben.”
„Dank des Vertrauens, das uns Celebrity Cruises entgegengebracht hat, und der außergewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen unseren Teams, sind wir stolz darauf, eines der innovativsten Kreuzfahrtschiffe aller Zeiten entworfen und gebaut zu haben”, fügt Castaing hinzu.
Nach Unterzeichnung und offizieller Übergabe der CELEBRITY EDGE gingen die Teilnehmer anschließend zur Kiellegung des Schwesterschiffes CELEBRITY APEX, die ebenfalls in der Werft Chantiers de l'Atlantique stattfand. Dabei wurde ein 762-Tonnen schwerer Block ins Baudock gehoben und traditionell eine Glücksmünze unter den Kiel gelegt.
Am 6. November 2018 wird die CELEBRITY EDGE ihre erste transatlantische Reise zu ihrem Heimatdock T25 im Hafen Everglades in Fort Lauderdale, Florida, antreten. Die CELEBRITY EDGE verbringt ihr erstes Jahr abwechselnd mit siebentägigen Kreuzfahrtrouten in der Ost- bzw. Westkaribik. Ihr Debüt in der westlichen Karibik startet am 9. Dezember 2018, gefolgt von ihrer ersten Ostkaribikreise am 16. Dezember 2018. Ab Frühling 2019 überquert die CELEBRITY EDGE erneut den Atlantik, um Gäste zu Mittelmeerreisen mit Aufenthalten von sieben bis zu elf Nächten an Bord zu nehmen.
Eine Besonderheit an Bord der CELEBRITY EDGE ist der Rooftop Garden. Er lädt die Gäste zum Verweilen ein. Am Abend wird hier Musik gespielt, tagsüber können sich hier Paare beim Picknick und unter freiem Himmel Filme anschauen. Der Garten wurde vom berühmten Architekten Tom Wright entwickelt und soll täglich von einem ansässigen Gartenbauer gepflegt werden.
Ein weiteres Highlight ist der einzigartige „Magic Carpet”, eine Neuheit in der Branche, der von Celebrity als „erster Zauberteppich der Welt” bezeichnet wird. Je nach Deck verwandelt sich dieser XXL-Aufzug – der sich an der Außenseite des Schiffes befindet mit der Größe eines Tennisplatzes – in eine andere Location. Auf Deck 16 ist der Magic Carpet ein ultimatives Spezialitätenrestaurant mit einem besonderen „Dinner on the Edge” für 90 Gäste, auf Deck 14 wird der Magic Carpet zum Open-Air-Ausbau des Haupt-Poolbereichs, auf Deck 5 dient er als Sitzplatzerweiterung der dort untergebrachten Restaurants und unten auf Deck 2 kann der Magic Carpet als Einschiffungsstation umfunktioniert werden.
Das Schwesterschiff, die CELEBRITY APEX wird von der Bauwerft im Jahr 2020 abgeliefert, darüber hinaus werden 2021 und 2022 zwei weitere Kreuzfahrtschiffe der Edge-Serie an Celebrity Cruises ausgeliefert.
Celebrity Cruises ikonisches „X” ist das Zeichen des modernen Luxus, mit zeitgenössischem Design und warm gestalteten Räumlichkeiten. Gäste genießen erstaunlichen Service und kulinarische Erlebnisse, die Gestaltung der Veranstaltungsorte ist dabei genauso wichtig, wie die Küche selbst. Celebrity Cruises’ zwölf Schiffe besuchen alle sieben Kontinente und bieten besondere Kreuzfahrterfahrungen in Alaska und Kanada. www.celebritycruises.de · Christian Eckardt

 

18504 AIDAnova 6 09102018 C EckardtDie AIDAnova ist das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff und das erste zu 100 Prozent mit LNG betriebene Kreuzfahrtschiff weltweit. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Meyer Werft liefert AIDAnova später ab
Vorpremierenreisen fallen aus – Ablieferung nicht vor dem 2. Dezember
Erstmals in der jüngsten Geschichte der Meyer Werft kommt es zu einer verspäteten Ablieferung eines Kreuzfahrtschiffes. Wie das Papenburger Familienunternehmen mitteilte, kann die Terminplanung bei dem mit Flüssigerdgas betriebenen Kreuzfahrtschiff AIDAnova nicht eingehalten werden. Als Grund werden Verzögerungen bei dem aktuellen Ausbaustatus genannt. Auch der geplante Start zur ersten längeren See-Erprobung am 26. Oktober verzögert sich.
Erst vor ein paar Tagen hat es auf dem Neubau im niederländischen Eemshaven gebrannt, dabei ist in zwei Kabinen ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte. Menschen waren dabei nicht zu Schaden gekommen, allerdings musste das Schiff vorübergehend evakuiert werden. Die niederländische Polizei hat die Ermittungen aufgenommen, ob es sich dabei möglicherweise um Brandstiftung handeln könnte. Dies sei aber nicht der einzige Grund für die jetzt angekündigte Verspätung, wie die Werft erklärte.
Die AIDAnova ist das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff und das erste zu 100% mit LNG betriebene Kreuzfahrtschiff weltweit. Dieser Prototyp ist ein sehr komplexes, innovatives Schiff mit einer Vielzahl an technischen Neuentwicklungen. Die erstmalige Inbetriebnahme, Erprobung und Indienststellung ist auch für die Meyer Werft eine große Herausforderung, die beteiligten Firmen und die Reederei. Es gilt, alle Systeme umfassend zu testen und einen reibungslosen Betrieb für die Reederei sicherzustellen. Die Reederei lege größten Wert darauf, dass bei Ablieferung alle Systeme ohne Beanstandungen funktionierten. „Wir bedauern diese Terminänderung sehr”, erklärte Werft-Geschäftsführer Tim Meyer.
Ein neuer Zeitplan wurde nicht genannt, soll in den kommenden Tagen zwischen Werft und AIDA Cruises noch genau abgestimmt werden. Nach der derzeitigen Planung soll die offizielle Jungfernfahrt am 2. Dezember von Hamburg aus aber wie geplant stattfinden. Allerdings musste die Reederei bereits alle geplanten Vorpremierenreisen im Zeitraum vom 15. November bis 2. Dezember absagen.
Seit der Emsüberführung Anfang Oktober liegt die AIDAnova zur Ausrüstung im niederländischen Eemshaven, wo erst vor wenigen Tagen, in Vorbereitung auf die geplante Probefahrt, die erste erfolgreiche Betankung mit Flüssigerdgas erfolgte. Hierbei kam das Tankschiff CARDISSA zum Einsatz, dass die drei LNG-Spezialtanks mit insgesamt rund 3.500 Kubikmetern Flüssigerdgas füllte. Die 119 Meter lange, in Südkorea erbaut CARDISSA des Mineralölkonzerns Shell, wird für die Versorgung von LNG-Schiffen in Nordeuropa eingesetzt und brachte das auf minus 162 Grad gekühlte Flüssigerdgas vom LNG Gate-Terminal aus Rotterdam.
Zwei der LNG-Tanks haben jeweils eine Länge von knapp 35 Metern, einen Durchmesser von 8 Metern und ein Fassungsvolumen von je 1.550 Kubikmetern. Ein dritter, kleinerer Tank mit einem Durchmesser von 5 Metern ist 28 Meter lang und hat ein Fassungsvolumen von etwa 520 Kubikmetern. Mit einer Tankfüllung Flüssigerdgas kann die AIDAnova bis zu zwei Wochen fahren
Mit der 337 Meter langen AIDAnova, mit einer Vermessung von 183.900 BRZ, geht das weltweit erste Kreuzfahrtschiff auf große Fahrt, das mit emissionsarmem Flüssiggas (LNG) betrieben werden kann, im Hafen und auf See. Die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden werden nahezu vollständig vermieden. Der Ausstoß von Stickoxiden und die CO2-Emissionen verringern sich nachhaltig.
Zu den Highlights an Bord des bis zu 6.600 Passagiere und 2.500 Crew-Mitglieder fassenden Schiffes einer völlig neuen AIDA Generation zählen neue Kulinarik- und Entertainmentangebote wie beispielsweise das Time Machine Restaurant, eine Street Food Meile zum Schlemmen oder das erste schwimmende TV Studio. Das beliebte Theatrium, der Aktivbereich Four Elements mit Klettergarten und Wasserrutschen sowie der Beach Club zum Entspannen sind an Bord der AIDAnova natürlich ebenfalls zu finden. Außerdem an Bord: ein rund 3.500 Quadratmeter großer Wellnessbereich, Outdoor-Fitnessstudio, eine Penthouse Suite über zwei Decks, Singlekabinen, 17 Restaurants und 17 Bars. Die Baukosten liegen bei geschätzt 950 Millionen $.
Bis 2023 folgen zwei weitere AIDA Schiffe dieser neuen Generation, die ebenfalls auf der Meyer Werft in Papenburg gefertigt werden. Weitere Informationen und Filme zum LNG-Betrieb und dem Umweltengagement von AIDA Cruises sind im aktuellen AIDA Nachhaltigkeitsbericht auf www.aida.de/aidacares zu finden. Christian Eckardt