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Schnäppchen: Rund um Westeuropa mit MS BERLIN
von Bremerhaven nach Nizza mit teils unbekannten kleinen Häfen.
Reisezeit vom 16. bis 30. September 2018.
Reisepreis nur 2.399 € für 2 Personen (statt 4.798 €) in Kabinen-Kategorie KG2,
inklusiv Bahn- oder Busanreise nach Bremerhaven und Flug Nizza-Deutschland.

Hier finden Sie diese Kreuzfahrt im Internet
Anfragen an die Redaktion unter Telefon 087 09-5 22 95 75

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18404 Norwegian Joy 6 27042017 C EckardtDie NORWEGIAN JOY, die seit dem letzten Jahr auf dem chinesischen Markt verkehrt, wird ab dem Sommer 2019 in Alaska verkehren. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Dämpfer für den chinesischen Kreuzfahrtmarkt:
NORWEGIAN JOY verlässt China in Richtung Alaska
Norwegian Cruise Line kündigt weitere Routenanpassungen an

Die amerikanische Kreuzfahrtreederei Norwegian Cruise Line (Miami) kündigte jetzt weitreichende Routenänderungen für Sommer 2019 und Winter 2019/2020 an, um der globalen Nachfrage nach beliebten Destinationen gerecht zu werden. So wird die von der Papenburger Meyer Werft erbaute, 333,46 Meter lange und 41,4 Meter breite NORWEGIAN JOY, die seit dem letzten Jahr auf dem chinesischen Markt verkehrt, ab dem Sommer 2019 zusammen mit dem Schwesterschiff NORWEGIAN BLISS und der NORWEGIAN JEWEL saisonal in Alaska segeln. Dafür wird das Schiff, das seinerzeit speziell für die Wünsche der chinesischen Kunden eingerichtet wurde, für etwa 50 Millionen US-Dollar analog zur NORWEGIAN BLISS umgebaut. Ab April 2019 bietet die NORWEGIAN JOY ab Seattle dann eine Vielzahl an Routen in Alaska mit Stopps in Juneau, Ketchikan, Skagway, Holkham Ba und Icy Strait Point sowie Victoria in Kanada an. Nach ihrer ersten Saison in Alaska wird die NORWEGIAN JOY im Winter 2019/2020 ab Los Angeles entlang der mexikanischen Riviera und durch den Panamakanal kreuzen.
„Ich freue mich sehr, unsere Präsenz in der Region weiter auszubauen, denn die große Nachfrage der NORWEGIAN BLISS als erfolgreichstes Schiff unserer 51-jährigen Geschichte hat gezeigt, wie beliebt die Kreuzfahrten ab Seattle nach Alaska sind”, erklärt Andy Stuart, President und Chief Executive Officer Norwegian Cruise Line.
Weiterhin werden im Sommer 2019 die Aktivitäten in Europa mit einem sechsten Schiff erweitert. Die NORWEGIAN PEARL, die bisher in Alaska kreuzte, wird neue Reiserouten von Amsterdam aus anbieten. Neben der guten Hafeninfrastruktur, der Nähe zur Innenstadt sowie der Beliebtheit der Destination spricht auch die gute Fluganbindung für Amsterdam, dem drittgrößten und am schnellsten wachsenden Flughafen Europas, teilte die Reederei jetzt mit. Weitere Mittelmeerabfahrten sind von Rom (Civitavecchia), Barcelona und Venedig möglich.
„Ein sechstes Schiff in Europa zeigt die Bedeutung der Region für uns als globale Reederei”, so Kevin Bubolz, Managing Director Norwegian Cruise Line Europa. „Mit Amsterdam haben wir uns für einen Heimathafen entschieden, der sowohl für internationale Gäste als auch für Kreuzfahrer aus Nordrhein-Westfalen und dem Fokusmarkt Benelux attraktiv ist.”
Erst am 27. April 2017 wurde das 167.725 BRZ große Kreuzfahrtschiff NORWEGIAN JOY mit der Baunummer S 694 an der Bremerhavener Columbuskaje nach nur 18-monatiger Bauzeit an die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert. Seinerzeit erklärte David Herrera, President der Norwegian Cruise Line Holdings China, dass die Reederei es kaum erwarten könne, das Schiff mit chinesischen Gästen zu füllen. Offensichtlich ist aber der Zuspruch in China doch nicht so groß wie erwartet, so dass man nach nur einem Jahr Einsatz das Schiff aus dem chinesischen Fahrtgebiet abzieht. Als Ersatz kommt die wesentlich kleinere NORWEGIAN SPIRIT dort ab Sommer 2020 saisonal zum Einsatz.
Der oftmals prognostizierte Kreuzfahrtboom in China scheint damit wohl nicht so erfolgreich zu sein, wie von einigen Reedereien erhofft. Schon vor einigen Monaten hatte die amerikanische Princess Cruises angekündigt, die MAJESTIC PRINCESS von China nach Australien zu verlegen.
Bei der 3.850 Passagiere fassenden NORWEGIAN JOY aus der Baureihe der „Breakaway-Plus-Klasse” handelte es sich bereits um das zwölfte Schiff, das die Papenburger Werft für Norwegian Cruise Line gebaut hat, wobei dieses das erste ist, das exklusiv für chinesische Passagiere entworfen wurde. Die rund 900 Millionen US-Dollar teure NORWEGIAN JOY bietet bislang nicht nur modernste Gastronomie, die besonders auf das chinesische Publikum ausgerichtet wurde. Daher werden u.a. Woks zur frischen Zubereitung der Speisen verwendet. In dem größten Einkaufszentrum der NCL Flotte finden die asiatischen Gäste bislang eine große Auswahl von außergewöhnlichen Duty-Free-Shops bis hin zu Geschäften mit weltbekannten Luxusmarken. Das innovative Design und der maßgeschneiderte Komfort an Bord sollte den chinesischen Gästen ein „First Class at Sea”-Erlebnis vermitteln. Zudem stehen viele aufregende Unterhaltungsangebote zur Verfügung: Neben einem großem Spielcasino auch die erste große Kartbahn auf dem Oberdeck eines Kreuzfahrtschiffes, eine Open Air Laser-Tag-Arena und interaktive Videowände im Galaxy Pavilion. Im Bereich der sonst auf den westlichen Schiffen üblichen Pooldecks wurde auf der NORWEGIAN JOY eine parkähnliche Erholungszone mit einer Kunstrasenfläche angelegt, auf der Yoga und Thai Chi-Übungen stattfinden. Dieser Bereich wird dann wohl demnächst mit umgestaltet. www.ncl.de · Christian Eckardt 

 

18404 SUPERSTAR LIBRA 2 Foto Star CruisesKreuzfahrtschiff SUPERSTAR LIBRA wird Wohnschiff bei MV Werften in Wismar
Das 30 Jahre alte Kreuzfahrtschiff SUPERSTAR LIBRA der zu Genting Hong Kong gehörenden Reederei Star Cruises nimmt nach einem 13jährigen Einsatz in asiatischen Gewässern Kurs auf die Hansestadt Wismar. Wie die ebenfalls zur Genting-Gruppe gehörenden MV Werften mitteilten, wird das 216 Meter lange Schiff mit einer Vermessung von 42.276 BRZ im August in Wismar erwartet, um dort für einen nicht näher genannten Zeitraum als Wohnschiff für Zulieferer genutzt zu werden. Derzeit befindet sich das 1988 in Finnland als SEAWARD erbaute Schiff im Roten Meer und wird in den nächsten Tagen den Suezkanal passieren. Nach der Ankunft in Wismar, vermutlich Mitte August, wird der Cruiser zunächst in der Dockhalle der MV Werften überholt, bevor es an der Werftpier festmachen wird. Das aktuelle Bau- und Investitionsprogramm der Werftengruppe mit den 342 Meter langen Kreuzfahrtschiffen der „Global-Klasse” führt zu einer rapiden Aufstockung der Beschäftigtenzahlen und darüber hinaus zu nachhaltigen Aufträgen und Wertschöpfung bei externen Partnern. Gerade am Standort Wismar wird die Zahl eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf rund 1.500 ansteigen, dazu kommen einige Hunderte durch die beauftragten Zulieferbetriebe und Partner. Somit kann mit dem Einsatz der SUPERSTAR LIBRA die über eine Kapazität von 700 Kabinen für über 1.400 Passagiere verfügt, Wohnraum für diese Mitarbeiter gedeckt werden.
Peter Fetten, CEO von MV Werften, dazu: „Es ist eine clevere Idee, die SUPERSTAR LIBRA jetzt für uns als Wohnschiff einzusetzen. Die Unterbringungssituation ist so viel entspannter und die Wege sind deutlich kürzer.” Zudem wird in der zweiten Jahreshälfte das Richtfest für die MV Werften-Beherbergungsstätte am Alten Holzhafen in Wismar gefeiert. Hier werden über 100 Kabinen aus der eigenen MV Werften Fertigmodule GmbH installiert und ab 2019 ebenso zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten.
Der Bürgermeister der Hansestadt Wismar Thomas Beyer sagte: „Bezüglich der Infrastruktur arbeiten wir eng mit den Verantwortlichen der Werft zusammen. Es ist gut und richtig, dass die Werft auch für die Wohnbelange der zeitweilig Beschäftigten Verantwortung übernimmt. Gleiches gilt z. B. für die Freizeitangebote der Menschen, die auf Zeit in Wismar leben und ich bin mir sicher, dass die Werft sich auch hierfür engagieren wird. Wir werden sie gerne darin unterstützen.” Christian Eckardt

18404 Louis Aura 2 29052014 C EckardtUmbenannt in AEGEAN unter der Flagge Palaus verlies am 21. Juni 2018 eines der dienstältesten Kreuzfahrtschiffe den griechischen Hafen Piräus zur seiner letzten Fahrt in Richtung Abwrackwerft in Indien. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Kreuzfahrtpionier „Made in Germany” auf dem Weg zur Abwrackwerft
Fast 50 Jahre nach der Indienststellung landet die AEGEAN auf dem indischen Strand

Vor ein paar Tagen trat das Kreuzfahrtschiff AEGEAN (15.781 BRZ) seine letzte Reise von Griechenland nach Indien an, wo es vor der Küste des Schiffsfriedhofes von Alang mittlerweile eingetroffen ist. Hier wird der Kreuzfahrtklassiker demnächst an den Strand gesetzt und in seine Einzelteile zerlegt. Hinter dem mittlerweile fast 50 Jahre altem Schiff, das zuletzt bis zu 850 Passagiere in 414 Kabinen unterbringen konnte, verbirgt sich die ehemalige STARWARD die von der Seebeckwerft in Bremerhaven für die damals noch junge Norwegian Caribbean Lines (NCL), der heutigen Norwegian Cruise Line, erbaut wurde. Mit diesem 160 Meter langen und 22,8 Meter breiten Schiff fing das eigentliche noch heute boomende Kreuzfahrtgeschäft an. Zuvor kamen für Kreuzfahrten in der Karibik meist nur umgebaute ehemalige Passagierschiffe oder Frachtschiffe zum Einsatz, die aber für derartige Reisen oft nicht geeignet waren.
Den Bauauftrag für die STARWARD erhielt im Jahr 1967 die Bremerhavener Seebeckwerft unter der Baunummer 935 für die Klosters Rederi, Oslo, sowie für ein baugleiches Schwesterschiff, die SKYWARD, die ein Jahr später in Fahrt kommen sollte. Die STARWARD wurde noch mit einem Autodeck für bis zu 220 PKW konzipiert, da das Schiff in der Nebensaison auch als Fährschiff nach Jamaica eingesetzt werden sollte. Durch den sich schnell einstellenden Erfolg der STARWARD wurde aber noch während der Bauphase des Schwesterschiffes SKYWARD auf den Einbau eines Autodecks verzichtet.
Um die knappe Zeit für die Fertigstellung der STARWARD von nur 12 Monaten zu erreichen, führte die Werft den bis dahin meist nur im Tankerbau üblichen Großsektionsbau ein. Daher mussten von der Werft neuartige Wege in Konstruktion, Planung und Ausrüstung beschritten werden. So entstand der Rumpf zunächst in zwei Hälften, d. h. im Baudock und auf der Helling, während das Heck als Großbauteil in der Halle vorgefertigt wurde. Große Einbauteile, wie z. B. die kompletten Bäder der Passagierkabinen, wurden in Serienfertigung in den Betriebsstätten vorgefertigt, um dann als fertige Einheiten bereits auf der Helling bzw. im Baudock an Bord installiert zu werden.
Am 27. April 1968 wurde die 89 Meter lange Hinterschiffssektion zu Wasser gelassen und am 4. Mai 1968 in das Baudock eingeschwommen. Nach nur einer weiteren Woche war die Hecksektion verschweißt und bereits am 20. Mai konnte die Heckklappe das erste Mal geöffnet werden. Dadurch konnte Material und Ausrüstungsteile bequem an Bord gebracht werden. Schon am 21. Juni konnte der Neubau im Baudock dann aufschwimmen. Die Übergabe an die damals zur Kloster Rederi AS gehörenden Norwegian Caribbean Lines erfolgte am 29. November 1968 und kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember 1968 nahm die STARWARD den Kreuzfahrtdienst ab Miami auf.
Gründer der Norwegian Caribbean Lines im Jahr 1966 waren übrigens der 1929 geborene norwegische Reeder Knut Ulstein Kloster mit seiner Klosters Rederi und der israelische Geschäftsmann Ted Arison, um von Miami reine Karibikkreuzfahrten aus anzubieten. Dabei ist Kloster quasi durch Zufall in das amerikanische Kreuzfahrtgeschäft mit der kleinen Kreuzfahrtfähre SUNWARD eingestiegen. Ursprünglich wollte er mit der SUNWARD eine Fährverbindung zwischen dem Süden Englands nach Gibraltar und dem Süden Spaniens aufnehmen, doch die Route war nicht von Erfolg gekrönt, so dass man bereits nach mehreren Monaten den Dienst mit der SUNWARD wieder einstellte. Fast zeitgleich hatte Ted Arison gerade einen Dienst zwischen Miami und mehreren karibischen Häfen mit einem gecharterten Schiff von einer Reederei übernommen, die kurze Zeit später aber für bankrott erklärt wurde. Somit hatte Arison eine Route, aber kein Schiff. Kloster und Arison schlossen sich zusammen und gründeten Norwegian Caribbean Lines, in denen Kloster das Schiff zur Verfügung stellte und Arison sich um die Buchung der Passagiere kümmerte.
Ab dem 16. Dezember 1966 ging die kleine SUNWARD dann erstmals von Miami auf eine Karibik-Kreuzfahrt, die von vielen der Beginn des großen karibischen Kreuzfahrtgeschäfts genannt wird. Der Erfolg dieses Schiffes auf den neu eingeführten Karibikkreuzfahrten stellte sich bei den Amerikanern sofort ein, so dass in der Folge bereits im Jahr 1967 die beiden Schwesterschiffe STARWARD und die SKYWARD in Deutschland bestellt wurden.
Nach Meinungsverschiedenheiten mit Knut Kloster schied Ted Arison im Jahr 1971 aus dem Unternehmen NCL aus und stellte ein Jahr später mit der MARDI GRAS das erste Schiff seiner neu gegründeten Carnival Cruise Lines in Dienst. Heute ist die Carnival Corporation mit mehreren Tochterunternehmen das weltweit größte Kreuzfahrtunternehmen, dessen Vorstandsvorsitzende heute Micky Arison ist, der Sohn von Ted Arison.
Die STARWARD war noch bis zuletzt mit der Original 16-Zylinder MAN-Hauptmaschine mit einer Gesamtleistung von 12.792 kW ausgerüstet und verkehrte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Knoten immerhin 27 Jahre in der Karibik für NCL, die später in Norwegian Cruise Line umbenannt wurde.
Zwischenzeitlich erfolgten immer wieder erhebliche Umbauten, vor allem im Innern des Schiffes, so wurde schon Anfang der 70er Jahre das nie genutzte Autodeck entfernt und in dem Bereich wurden Kabinen eingebaut. Außerdem erhielt das Schiff im Rahmen eines umfangreichen Umbaus am Heck aus Stabilitätsgründen einen so genannten „Ducktail”. Im Jahr 1995 erfolgte ein Verkauf an die europäische Festival-Reederei als BOLERO. Nach dem Konkurs von Festival Cruises im Jahr 2004 kam das Schiff dann als ORIENT QUEEN in Fahrt und wurde zeitweise im Mittelmeer auch von deutschen Reiseveranstaltern eingechartert. Im Juli 2006 erschien die ORIENT QUEEN in den weltweiten Schlagzeilen, wurden doch an Bord des Schiffes amerikanische Staatsbürger aus dem Libanon evakuiert, nachdem es zwischen Israel und dem Libanon zu Unruhen gekommen war. Seit dem Jahr 2006 war die griechische Louis Cruise Line Eigner des Schiffes und verkehrte vornehmlich für Reisen im östlichen Mittelmeer. Im Herbst 2013 erfolgte die Umbenennung in LOUIS AURA und im Sommer 2015 und 2016 zeigte sich der Klassiker in Charter für einen französischen Kreuzfahrtveranstalter sogar noch in nordeuropäischen Gewässern.
Im letzten Jahr verkehrte der Cruiser dann letztmalig mit zahlenden Gästen unter dem Namen AEGEAN QUEEN für den türkischen Veranstalter Estur im Rahmen von Ägäis-Kurzkreuzfahrten ab/bis Çeşme. Seit dem Herbst 2017 lag das Schiff dann in der Nähe von Piräus in Griechenland auf und im Juni 2018 wurde der Verkauf zum Abbruch durch die Reederei verkündet. Umbenannt in AEGEAN unter der Flagge Palaus verlies am 21. Juni 2018 eines der dienstältesten Kreuzfahrtschiffe den griechischen Hafen zur seiner letzten Fahrt in Richtung Abwrackwerft in Indien.
Das ein Jahr jüngere Schwesterschiff SKYWARD ist aber immer noch in Fahrt, jedoch schon seit 27 Jahren und mehreren Umbauen als Kasinoschiff. Bis vor einigen Monaten unter dem Namen LEISURE WORLD vor Singapur, mittlerweile wird es von der malaysischen Hafenstadt Penang eingesetzt. An Bord befinden sich für die Glücksspieler neben 38 Roulette- und Poker-Spieltischen auch 200 „Einarmige Banditen”. Christian Eckardt

 

18404 AC AIDAnova AIDA Open Air KulisseNach der Ablieferung der AIDAnova mit ihren insgesamt 2.500 Kabinen für bis zu 6.600 Gäste im November in Bremerhaven und einigen Vorpremierenreisen in Nordeuropa startet die AIDAnova dann im Dezember in ihre Premierensaison mit Reisen rund um die Kanaren. Foto: AIDA Cruises, Rostock

Tauffamilie für AIDAnova gesucht

In einer gemeinsamen Aktion suchen AIDA Cruises und Bild am Sonntag eine Familie als Taufpate für das neue AIDA-Schiff AIDAnova. Echte AIDA-Fans, aber auch Familien, die schon lange von einem Urlaub auf dem Meer träumen, sind dazu aufgerufen, sich zu bewerben. 
Am 31. August 2018 wird das neue Schiff der AIDA Flotte mit einer fulminanten Inszenierung auf dem Gelände der Meyer Werft in Papenburg getauft. Das AIDA Open Air mit spektakulärer Taufshow und einem Livekonzert von Star-DJ David Guetta ist eines der größten Events im Norden.
Bewerben können sich Familien bestehend aus zwei bis maximal fünf Personen. Die Tauffamilie gewinnt neben der Rolle als Taufpate eine siebentägige Reise auf der AIDAnova. Der Bewerbungszeitraum startet am Sonntag, den 15.07.2018, und endet am Sonntag, den 22.07.2018 um 23.59 Uhr. Alle Details zur Teilnahme sind in der Bild am Sonntag und unter https://on.bild.de/Tauffamilie zu finden. Eine Jury entscheidet, welche Familie der glückliche Gewinner ist und die AIDAnova am 31. August 2018 taufen wird.
Die AIDAnova wird ein echtes Familienparadies. Während die Kids im Klettergarten die Baumwipfel erklimmen und auf den Riesenwasserrutschen über drei Decks um die Wette rutschen können, genießen die Eltern im benachbarten Beach Club das Karibik-Feeling unter Palmen. Für viel Spaß sorgen auch der Wasserspielplatz und die große Minigolflandschaft. Im Familienrestaurant Fuego mit Kinder-Buffet und Baby Bistro kommt die ganze Familie zusammen. Für den Landgang bietet AIDA familienfreundliche Ausflüge und sogar Ausflüge für Teens an und die Verandakabinen Deluxe bieten erstmals extra viel Platz für Familien.
Nach der Ablieferung der AIDAnova mit ihren insgesamt 2.500 Kabinen für bis zu 6.600 Gäste im November in Bremerhaven und einigen Vorpremierenreisen in Nordeuropa startet die AIDAnova dann im Dezember in ihre Premierensaison mit Reisen rund um die Kanaren.
Die AIDAnova ist das weltweit erste Kreuzfahrschiff, das komplett mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. Die neue Schiffsgeneration vereint innovatives Design mit modernster Technik für noch mehr Komfort an Bord. Erfolgreich eingeführte Features der bestehenden Flotte wurden weiterentwickelt. Fantastische Erlebniswelten, wie das Theatrium, das Brauhaus, der Beach Club oder das Four Elements, aber auch ganz neue Angebote bieten eine grenzenlose Vielfalt für den Urlaub auf See. www.aida.de · Christian Eckardt

 

18404 Mein Schiff 6 Ablieferung Foto Meyer TurkuBeide Schiffe werden bei der Fincantieri-Werft im italienischen Monfalcone gefertigt, die Indienststellung ist für 2024 und 2026 geplant.
Foto: Meyer Weft, Turku

 

Flottenerweiterung bei TUI Cruises um zwei LNG-Neubauten aus Italien
Fincantieri wird erstmalig zwei „Wohlfühlschiffe” in 2024 und 2026 abliefern

Die TUI Group und Royal Caribbean Cruises führen den Expansionskurs für das gemeinsame Joint Venture TUI Cruises fort. Die Aufsichtsgremien beider Unternehmen haben beschlossen, den Bau für zwei Schiffsneubauten in Auftrag zu geben – und dabei erstmalig bei der italienischen Fincantieri-Werft und nicht bei der Meyer Group, wie bei den bisherigen Neubauten. Der Vertrag wurde am 12. Juli 2018 vorbehaltlich der Finanzierung geschlossen. Alle Vertragspartner haben über die finanziellen Details Stillschweigen vereinbart.
Die beiden Schiffe werden bei der Fincantieri-Werft im italienischen Monfalcone gefertigt, die Indienststellung ist für 2024 und 2026 geplant. Damit wächst die Flotte von TUI Cruises bis 2026 auf neun Schiffe, so dass die bereits heute starke und dynamische Position im deutschen Kreuzfahrtmarkt deutlich ausgebaut wird.
Die beiden baugleichen Kreuzfahrtschiffe haben eine Vermessung von 161.000 BRZ und werden deutlich größer werden, als die bisherigen Mein-Schiff-Neubauten, die von der Meyer Werft im finnischen Turku geliefert wurden, die über eine Vermessung zwischen 98.500 und 111.500 BRZ für maximal rund 3.000 Passagiere verfügen. Für Fincantieri sind es die größten Schiffe, die jemals in Italien gebaut wurden. Zuletzt hatte TUI Cruises im Februar diesen Jahres für rund 500 Millionen Euro bei Meyer Turku die MEIN SCHIFF 7 bestellt, die 2023 abgeliefert wird. Im März 2019 kommt zunächst die neue MEIN SCHIFF 2 als 7. Schiff der Wohlfühlflotte hinzu.
„Mit der neuen Schiffsklasse erfüllen wir die Wünsche unserer Gäste und schaffen Angebote, die auch neue Kreuzfahrtgäste für einen Urlaub bei uns an Bord begeistern werden. Dabei bleibt das Passagier-Raum-Verhältnis wie bei den anderen Schiffen der Flotte bewährt großzügig”, so Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. „Weitere Details zu den Schiffen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.” Giuseppe Bono, CEO von Fincantieri fügt hinzu: „Wir bei Fincantieri haben erneut bewiesen, dass wir dem Markt größte Zuverlässigkeit und Innovationsfähigkeit bieten. Das sind Säulen der Produkte Made in Italy, die Fincantieri im weltweiten Schiffbauszenario auszeichnen. Mit dem Projekt nehmen wir TUI Cruises als neue und herausragende Marke in unser Kundenportfolio. Darüber hinaus ist es eine herausragende technologische Referenz für unsere Produkte.”

Auch TUI wechselt nun zum emissionsarmen Flüssigerdgas

TUI Cruises verfügt bereits heute über eine der modernsten Kreuzfahrtflotten weltweit: Alle bisherigen Schiffsneubauten zeichnen sich durch ihre Energie-Effizienz aus und verbrauchen rund 30 Prozent weniger Treibstoff als Schiffe vergleichbarer Größe. Bislang spielte das Thema LNG bei den Neubauten bei TUI Cruises keine Rolle, da man voll auf das bisherige System aus einem kombinierten Abgasnachbehandlungssystem, bestehend aus einem Abgaswäscher („Scrubber”) und Katalysatoren setzte. Dieses System verringert die Schwefelemissionen um bis zu 99 Prozent, die Stickoxidemissionen um bis zu 75 Prozent und den Partikelausstoß um bis zu 60 Prozent. „Die Entscheidung, die beiden weiteren, zur Indienststellung 2024 und 2026 geplanten Schiffsneubauten der Flotte mit dem emissionsarmen Flüssigerdgas zu betreiben, ist eine konsequente Weiterführung unserer Umweltstrategie”, erklärt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. www.tuicruises.com · Christian Eckardt

 

18404 NCL LeonardoClass Rendering NCLMit der heutigen Ankündigung hat Norwegian Cruise Line Holdings sieben Schiffe für Norwegian Cruise Line und eines für Regent Seven Seas Cruises bis 2027 bestellt. Animation: NCL, Wiesbaden

Zwei weitere Schiffe der Leonardo-Klasse für Norwegian Cruise Line

Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. hat die bereits angekündigte Option für das fünfte und sechste Schiff der so genannten Leonardo-Klasse bei der italienischen Fincantieri-Werft als Festbestellung gezogen. Die beiden Schiffe werden in den Jahren 2026 und 2027 ausgeliefert. Mit 140.000 GT und Platz für rund 3.300 Gäste handelt es sich um eine Schiffsklasse der nächsten Generation bei NCL. Der Preis für die beiden je 300 m langen Neubauten liegt zusammen bei 1,6 Milliarden €. Die Optionen waren bei Vertragsabschluss für die ersten vier Neubauten mit der Fincantieri-Werft im Februar 2017 vereinbart worden.
„Dieser Auftrag erweitert unser Neubauprogramm und unseren starken Wachstumskurs bis weit in die Zukunft”, so Frank Del Rio, Präsident und Chief Executive Officer von Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. „Die sechs Schiffe der Leonardo-Klasse werden es uns ermöglichen, unsere Einsatzgebiete in bestehenden und neuen Destinationen auszubauen und unseren Gästen neue Erfahrungen zu bieten.”
Die neue Schiffsklasse baut auf dem sehr erfolgreichen auf Freiheit und Flexibilität abzielenden Angebot der Schiffe der Breakaway Plus-Klasse auf und wird über eine Vielzahl innovativer Designelemente verfügen. Ein wichtiges Thema beim Design des Prototyps ist die Energieeffizienz mit dem Ziel, den Kraftstoffverbrauch zu optimieren und die Umweltbelastung zu reduzieren. Mit 140.000 Bruttoregistertonnen und Platz für rund 3.300 Gäste werden die Schiffe etwas kleiner ausfallen als die bisherigen Neubauten und bieten somit eine Vielzahl an weltweiten Einsatzmöglichkeiten. Details zu den zahlreichen innovativen und erstmalig auf einem Kreuzfahrtschiff angebotenen Bordeinrichtungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
„Nach der Breakaway Plus-Klasse, der bisher erfolgreichsten Klasse in der Geschichte unseres Unternehmens, wird die mit Spannung erwartete Leonardo-Klasse das zukünftige Wachstum mit innovativen Angeboten weiter vorantreiben, die sowohl für neue Gäste als auch Stammkunden gleichermaßen attraktiv sein werden”, so Andy Stuart, President und Chief Executive Officer von Norwegian Cruise Line.
Mit der heutigen Ankündigung hat Norwegian Cruise Line Holdings sieben Schiffe für Norwegian Cruise Line und eines für Regent Seven Seas Cruises bis 2027 bestellt. Das Unternehmen wird das neueste Schiff, die NORWEGIAN ENCORE, im Herbst 2019 von der Meyer Werft in Papenburg übernehmen. Es ist dann der vorerst letzte Neubau von der Meyer Werft, wo im Januar der Brennstart erfolgt ist. Die NORWEGIAN ENCORE ist das insgesamt 17. Schiff der Flotte und das vierte und letzte Schiff der Breakaway-Plus-Klasse. Mit einer Größe von etwa 167.800 BRZ wird das Schiff Platz für rund 4.000 Gäste bieten.
Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. ist ein führendes globales Kreuzfahrtunternehmen, das die Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises betreibt. Diese Marken verfügen gemeinsam über 26 Schiffe mit rund 54.400 unteren Betten und laufen mehr als 450 Destinationen weltweit an. www.ncl.com · Christian Eckardt

 

18404 Oriana PundO Cruises SouthamptonDie ORIANA ist 260 Metern lang und verfügt über 914 Kabinen, davon 434 Außenkabinen bzw. Suiten für maximal 1.976 Passagiere und ist somit heute eines der kleineren Kreuzfahrtschiffe. Foto: P&O Cruises, Southampton

 

P&O Cruises trennt sich 2019 von der ORIANA
Meyer Werft liefert zwei Neubauten für britische Reederei

Wie die britische Kreuzfahrtreederei P&O Cruises mitteilte, wird das auch in Deutschland sehr bekannte Kreuzfahrtschiff ORIANA im August 2019 die Reederei verlassen. Im Laufe der Jahre habe das Schiff sich die Treue ihrer Passagiere erarbeitet und viele hätten wertvolle Erinnerungen an die ORIANA, erklärte die Reederei in einem Beitrag bei Facebook, mit dem die Nachricht verkündigt wurde.
Gäste, die aktuell auf Reisen mit dem Schiff gebucht sind, die nach August 2019 stattfinden sollen, werden von der Reederei kontaktiert und umgebucht. Bislang machte P&O Cruises noch keine konkreten Angaben, was mit der ORIANA im Spätsommer passieren wird. In den sozialen Netzwerken kursierte das Gerücht, dass das Schiff an einen chinesischen Interessenten veräußert wird, hierzu gab es aber bislang von der Reederei keine Stellungnahme.
Mit der ORIANA lieferte die Meyer Werft in Papenburg das seinerzeit modernste Kreuzfahrtschiff ab, das im April 1995 von Queen Elizabeth persönlich in Southampton getauft wurde. Die in den letzten Jahren mehrfach auf deutschen Werften umgebaute ORIANA ist 260 Metern lang und verfügt über 914 Kabinen, davon 434 Außenkabinen bzw. Suiten für maximal 1.976 Passagiere und ist somit heute eines der kleineren Kreuzfahrtschiffe.
Zwischenzeitlich hat die amerikanische Muttergesellschaft von P&O Cruises, die Carnival Corp. die Meyer Werft mit dem Bau von zwei neuen Kreuzfahrtschiffen beauftragt. Das erste Schiff mit dem Namen IONA soll im Frühjahr 2020 abgeliefert werden, das zweite Schiff folgt im Frühjahr 2022. Die Maschinenraummodule für diese Schiffe liefert die Neptun Werft in Rostock. Die neuen Schiffe werden ein Volumen von über 180.000 BRZ und eine Kapazität von jeweils 5.200 Passagieren haben und damit die größten Passagierschiffe auf dem britischen Markt sein. Im Rahmen des Green Cruising-Konzepts gehören sie zu den ersten Kreuzfahrtschiffen, die zu 100 Prozent mit LNG betrieben werden können und dadurch besonders umweltfreundlich sind. www.pocruises.com · Christian Eckardt

 

18404 Projektzeichnung Costa Smeralda 3 04072018 Foto Meyer TurkuProjekt-Animation der COSTA SMERALDA. Animation: Meyer Werft, Turku

 

Kiellegung für COSTA SMERALDA auf der Meyer Turku Yard
Ab 2019 fährt erstes Costa-Schiff mit LNG über die Meere

Auf der Meyer Turku Yard in Finnland erfolgte die offizielle Kiellegung für die OSTA SMERALDA mit der Baunummer 1394 für die italienische Costa Crociere. Die 337 Meter lange und 42 Meter breite COSTA SMERALDA wird nach der Ablieferung 2019 als erstes mit LNG betriebenes Kreuzfahrtschiff bei Costa für den internationalen Markt in Dienst gestellt.
Während der Zeremonie wurden neun Gedenkmünzen unterhalb des Kiels des Schiffes gelegt. Sie sollen den Besatzungsmitgliedern und Passagieren bei zukünftigen Reisen Glück bringen. Diese symbolische Zeremonie, an der die Geschäftsleitung von Costa Crociere und der Meyer Turku Werft teilnahmen, ist eine alte Schiffsbautradition. Elisabetta Moraci, eine 28-jährige Italienerin aus Messina, 2. Offizier an Bord der Costa Flotte, diente dabei als Patin bei der Veranstaltung.
Die COSTA SMERALDA wird 2019 das erste mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Kreuzfahrtschiff sein, das für Gäste in der ganzen Welt vermarktet wird, insbesondere in Europa und Italien. Die vier MAK Dual-Fuel-Motoren vom Typ 16V M46DF werden später dafür sorgen, dass die COSTA SMERALDA im Hafen und auf See vollständig mit LNG betrieben werden kann. Mit dieser Maßnahme wird nach Informationen von Costa ein ökologischer Durchbruch zur Verbesserung der Luftqualität erreicht, da durch den Einsatz von Flüssigerdgas die Emission von Feinstaub und Schwefeloxiden in Häfen und auf See fast vollständig vermieden wird. Ebenso reduziert LNG signifikant den Ausstoß von Stickoxiden und CO2. Flüssigerdgas ist zur Zeit eines der saubersten fossilen Treibstoffe. Mit der Entwicklung neuer Schiffe sowie der Verbesserung der Flotte setzt Costa Crociere seine Strategie fort, Gastfreundlichkeit, Umweltverantwortung und nachhaltiges Wachstum zu kombinieren.
„Die traditionelle Münzzeremonie begehen wir mit großer Freude”, erklärte Neil Palomba, Präsident von Costa Crociere. „Der Betrieb der COSTA SMERALDA mit LNG ist eine bedeutende Innovation für den internationalen Markt sowie ein technologischer Durchbruch. Damit setzen wir einen Standard für die gesamte Branche. Die Costa Gruppe – zu der auch AIDA Cruises gehört – ist Marktführer in Europa und Asien: Wir machen den nachhaltigen Tourismus weiterhin zu einem Schlüsselelement dieser Marktführerschaft. Unsere Strategie kontinuierlicher Innovation und Verbesserung wird der Entwicklung von LNG als alternative Kraftstofftechnologie der Kreuzfahrtbranche einen entscheidenden Schub verleihen.”
Die Costa Gruppe ist nach eigenen Angaben, zusammen mit ihren Schwestermarken innerhalb des globalen Portfolios des amerikanischen Kreuzfahrtkonzerns Carnival Corporation, Branchenführer bei der Förderung und Entwicklung nachhaltiger und umweltfreundlicher Lösungen. Neben der Verwendung von Flüssigerdgas für Kreuzfahrtschiffe sind die globalen Kreuzfahrtmarken der Costa Gruppe und der Carnival Corporation Branchenführer bei der Entwicklung von Abgasreinigungssystemen (EGCS) für Kreuzfahrtschiffe. Als umwelttechnischer Durchbruch gilt die Installation von EGCS auf etwa 60 Prozent der Schiffe der Flotte der Costa Gruppe und der Carnival Corporation. Der Einsatz von LNG und EGCS wird eine wichtige Rolle spielen, um die Auswirkungen der marinen Aktivitäten der Costa Gruppe weiter zu verbessern.
„Die Münzzeremonie markiert den Beginn der Rumpfmontage. Für Schiffbauer ist das eine sehr spannende Zeit, denn von nun an lassen unsere Design- und Stahlbauarbeiten mehr und mehr ein echtes Schiff erkennen. Wir freuen uns sehr, dass Costa Crociere uns mit dem Bau und Design dieses hochentwickelten LNG-betriebenen Schiffes beauftragt hat. Die einzigartige architektonische Gestaltung des Schiffes ist Ausdruck des Geistes von Costa. Jetzt setzen wir unsere Entwürfe und Pläne in die Tat um”, sagte Jan Meyer, CEO von Meyer Turku.
Neil Palomba ergänzt: „Die COSTA SMERALDA und ihr Schwesterschiff, das 2021 erwartet wird, werden nicht nur durch fortschrittliche Treibstofftechnologien und die Reduzierung der Umweltauswirkungen Vorreiter sein, auch die an Bord angebotenen Dienstleistungen sowie ihr Design setzen neue Maßstäbe. Damit sind die Schiffe Gradmesser für unser Markenversprechen, internationalen Gästen von Costa Kreuzfahrten ‚Italy’s Finest’ als großes Differenzierungsmerkmal und Markenzeichen an Bord zu bieten. Dank der COSTA SMERALDA entstehen neue Möglichkeiten, zukünftige und bestehende Gäste für ein Kreuzfahrterlebnis auf einem Schiff der neuen Generation zu begrüßen und ihnen ein unvergessliches Urlaubserlebnis zu ermöglichen”.
Innerhalb der Costa Gruppe sind derzeit 26 Schiffe in Betrieb, was 74.000 Betten entspricht. Sieben neue Schiffe werden zwischen 2018 und 2023 in Dienst gestellt, darunter zwei für Costa Crociere, zwei für Costa Asia und drei für AIDA Cruises mit einer Gesamtinvestition von über sechs Milliarden Euro. Sobald diese sieben neuen Schiffe in Dienst gestellt sind, wird sich die Kapazität der Costa Gruppe, die auf den Schiffen und den Büros rund 27.000 Mitarbeiter beschäftigt, um mehr als 50 Prozent erhöhen. Damit wird Costa der steigenden Kundennachfrage nach Kreuzfahrten in den nächsten Jahren gerecht.
Mit einer Bruttotonnage von über 180.000 Tonnen und mehr als 2.600 Kabinen für maximal 6.500 Passagiere wird die COSTA SMERALDA im Oktober 2019 in Dienst gestellt. Die Ablieferung des noch namenlosen Schwesterschiffes mit der Baunummer 1395 wird im Jahr 2021 erwartet. Bei diesen Schiffen handelt es sich um bauartähnliche Schiffe aus der so genannten „Helios-Klasse” wie das Typschiff dieser Serie, der derzeit in Papenburg im Bau befindlichen AIDAnova, die in diesem Herbst ausgeliefert wird. Jedoch werden sich die Costa-Schiffe von der Aufteilung und der Innenausstattung zu den AIDA-Schiffen unterscheiden. So zeichnet sich für die Gestaltung der Innenräume der COSTA SMERALDA der Stardesigner Adam Tihany verantwortlich
Im Dock der Meyer Werft in Turku befindet sich bereits ein rund 100 Meter langes vorgefertigtes Maschinenraumelement, das von dem Schwesterunternehmen, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde gefertigt wurde und in der letzten Woche nach Finnland überführt wurde. Der Bau der Maschinenraummodule bei der Neptun Werft, die auch für die Stammwerft in Papenburg produziert, ist dabei ein Teil der Konzernstrategie, bei der die Synergien der einzelnen drei Werften der Meyer-Gruppe genutzt werden sollen.
Von Hamburg wird die COSTA SMERALDA am 20. Oktober 2019 im Rahmen einer 15-tägigen Jungfernfahrt nach Savona aufbrechen. Die Route umfasst zweitägige Zwischenstopps in einigen der schönsten, kulturell und historisch reichsten Städte Europas wie Lissabon, Barcelona und Marseille.
Die Taufzeremonie erfolgt am 3. November 2019 in Savona. Die anschließende sechstägige Eröffnungskreuzfahrt startet am 4. November 2019 von Savona und bringt Reisende nach Barcelona, Marseille und Civitavecchia (Rom). Den Winter über verkehrt die COSTA SMERALDA bis April 2020 im Mittelmeer. https://www.costakreuzfahrten.de · Christian Eckardt

 

18404 AMERA Animation Phoenix ReisenSo wird die AMERA von Phoenix Reisen einmal aussehen. Animation: Phoenix Reisen, Bonn

 

Phoenix Reisen erwirbt PRINSENDAM von Holland America Line

Der deutsche Kreuzfahrtveranstalter Phoenix Reisen in Bonn hat das nunmehr 30 Jahre alte Kreuzfahrtschiff PRINSENDAM von der Reederei Holland America Line (HAL) erworben, der Verkauf wurde bereits vollzogen. Jedoch wurde mit der Reederei eine vorübergehende Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung getroffen. Wie das Tochterunternehmen der amerikanischen Carnival Corp. mitteilte, wird das Schiff noch in Charter für die nächsten zwölf Monate verkehren. Dadurch wird gewährleistet, dass das Schiff mit einer Vermessung von 37.983 BRZ die geplanten und gebuchten Reisen bis Mitte 2019 noch durchführen kann. Ab dem 1.9.2019 werden die geplanten Reisen dann von den HAL-Flottenmitgliedern ROTTERDAM, VOLENDAM und VEENDAM übernommen.
Die Übernahme des Schiffes mit dem zukünftigen Namen AMERA erfolgt im Juli nächsten Jahres. Nach einer mehrwöchigen Werftzeit bei einer noch nicht näher genannten Werft, soll der Neuzugang noch im August 2019 auf Reisen gehen.
Wie Phoenix jetzt mitteilte, passt das Hochseekreuzfahrtschiff mit klassischem Promenadendeck, großzügigen Außen- und Innenbereichen sowie vielen Balkonkabinen perfekt in die Phoenix Flotte. Benjamin Krumpen, Geschäftsführer von Phoenix Reisen, erklärte hierzu: „Wir schwärmen schon eine Weile für die PRINSENDAM und sind sehr froh, dass wir dieses wunderbare Schiff zukünftig im typischen Phoenix-Design auf dem deutschsprachigen Markt präsentieren können.”
Weitere Informationen zu der AMERA und den Reisen ab 2019 werden in Kürze von Phoenix Reisen, die in den vergangen Jahren schon mehrfach mit dem Schiff in Verbindung gebracht wurden, veröffentlicht.
Die heutige PRINSENDAM wurde 1988 als ROYAL VIKING SUN für Royal Viking Line von der finnischen Wärtsilä Werft abgeliefert. Von 1994 bis 1998 verkehrte es für die britische Cunard Line und anschließend für drei Jahre die Seabourn Cruise Line als SEABOURN SUN. In dieser Zeit machte das Schiff schon einmal bei der Lloyd Werft in Bremerhaven für einen umfangreichen Umbau fest. Im Jahr 2002 wurde das Schiff dann zur HAL-Flotte übertragen. Die 204 Meter lange und 28,9 Meter breite PRINSENDAM verfügt über eine Kapazität für 835 Passagiere, vornehmlich in Außenkabinen. www.phoenixreisen.com · Christian Eckardt

 

18404 seabourn ovation Foto FincantieriDie nun bestellten eisverstärkten Neubauten – als Erste die SEABOURN OVATION – werden 170 Meter lang sein und in den 132 Suiten Platz für bis zu 264 Passagiere bieten. Foto: Fincantieri, Italien

 

Seabourn Cruise Line bestellt zwei neue Expeditionsschiffe

Der amerikanische Kreuzfahrtmarktführer Carnival Corporation baut seine Luxusmarke Seabourn Cruise Line weiter aus. Zur Ablieferung Juni 2021 und Mai 2022 wurden zwei reine Expeditionsschiffe der Ultra-Luxusklasse bestellt. Dieses Segment ist relativ neu, da bislang nur saisonal Antarktisreisen von Seabourn mit der 450 Passagiere fassenden SEABOURN QUEST angeboten wurden. Die nun bestellten eisverstärkten Neubauten werden 170 Meter lang sein und in den 132 Suiten Platz für bis zu 264 Passagiere bieten. Gebaut werden die Schiffe gemeinsam von der italienischen Werft T. Mariotti und der niederländischen Damen-Werftengruppe, die hierfür eine Partnerschaft unter dem Namen „Mariotti Damen” eingehen.
Die beiden Seabourn-Neubauten mit einer Vermessung von 23.000 BRZ sollen sowohl in der Antarktis als auch in der Arktis zum Einsatz kommen, aber auch in wärmeren Expeditionsgebieten. Die Schiffe sollen ein neues Design für Luxus-Expeditionen erhalten, wobei der Gast aber nicht auf die vielen hochwertigen Features verzichten muss, die er auf den insgesamt fünf Schiffen bei Seabourn gewohnt ist. Zur Ausstattung der Schiffe gehören neben 24 Zodiacs auch zwei U-Boote. Geplant ist, dass der erste Neubau in der Sommersaison in der Arktis verkehrt und im Winter 2021/22 in der Antarktis. Details zum Design und der Ausstattung der Neubauten werden im Laufe des Jahres von der Carnival-Tochter mitgeteilt, ebenso wie die Routenübersicht und die Buchbarkeit.
Seabourn Cruise Line wurde Ende der 80-er Jahre von dem norwegischen und noch heute in der Kreuzfahrtbranche tätigen Industriellen Atle Brynestad gegründet. 1988 begann der reguläre Kreuzfahrtbetrieb mit dem ersten Schiff, der SEABOURN PRIDE, ein Jahr später folgte mit der SEABOURN SPIRIT schon das Schwesterschiff – gebaut wurden die beiden Schiffe auf der Schichau Seebeckwerft in Bremerhaven. Später stieß dann noch die baugleiche SEABOURN LEGEND zur Flotte von Seabourn hinzu. Mit einer jeweiligen Kapazität von maximal 208 Passagieren setzte das Unternehmen mit seinen relativ kleinen Schiffen bereits in seinen Anfangsjahren auf eine im Branchenvergleich überschaubare Gästeanzahl, ein sehr großzügiges Raumverhältnis, einen persönlichen Service und eine hochwertige Ausstattung – Merkmale, die sich die Seabourn Cruise Line bis heute bewahrt hat und die ihr im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche Auszeichnungen eingebracht haben.
Nach einer Fusion mit der britischen Cunard Line Ltd. im Jahr 1998 kam das Unternehmen zur späteren Carnival Corporation, wurde dann aber als eigenständige Konzerntochter für exklusive Luxuskreuzfahrten dort stetig weiter ausgebaut. Zwischen 2009 und 2011 liefen die baugleichen Schwesterschiffe SEABOURN ODYSSEY, SEABOURN SOJOURN und SEABOURN QUEST bei der T. Mariotti-Werft in Genua, Italien, vom Stapel. Diese junge Generation von eleganten Mega-Yachten setzte zu dem Zeitpunkt nie gekannte Maßstäbe im Luxus-Segment der Kreuzfahrten. Schon 2016 wurde die Flotte um die SEABOURN ENCORE erweitert und das zweite Schwesterschiff, die SEABOURN OVATION kam in diesem Frühjahr in Fahrt. Im Zuge dieser Modernisierung wurden die älteren, damals in Bremerhaven gebauten kleineren Schiffe zwischenzeitlich an die Reederei Windstar Cruises verkauft. https://de.seabourn.com · Christian Eckardt

 

18404 Adler Cat 30062018 Hoernum C EckardtNach den derzeitigen Planungen nimmt der Katamaran ADLER CAT jeden Samstag und Sonntag um 9.00 Uhr morgens vom Anleger Alte Liebe in Cuxhaven Kurs auf den Hafen Hörnum. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Traumstart für neue Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Sylt
ADLER CAT sorgt für schnelle und direkte Urlaubsanreise zur nordfriesischen Insel

Einen Traumstart gab es am vergangen Samstag (30.6.) in Cuxhaven für den Passagierkatamaran ADLER CAT der Fahrgastreederei Adler Schiffe: Voll ausgebucht mit 222 Passagieren startete der Katamaran bei Kaiserwetter und nur leichtem Wellengang pünktlich zur ersten Fahrt nach Hörnum auf Sylt. Damit bietet die Reederei nun an zwei Tagen der Woche, jeweils am Samstag und Sonntag eine echte Alternative zur Bahn- und Autoanreise von der Hafenstadt an der Elbemündung zur nordfriesischen Insel Sylt. Der Katamaran benötigt für die Strecke nur 2 ½ Stunden, ist damit für Besucher aus Niedersachsen deutlich schneller und stressfreier zu erreichen als eine Autoanreise über die staugeplagte Autobahn A7 über Hamburg.
Auch Reedereichef Sven Paulsen, der in Westerland auf Sylt ansässigen Reederei Adler-Schiffe, begrüßte auf der Premierenfahrt die ersten Fahrgäste am Anleger an der Alten Liebe in Cuxhaven persönlich. „Aufgrund der derzeitig vorherrschenden Problematik der Urlaubsanreise zur Insel Sylt ist die neue Fährverbindung eine echte Alternative für Niedersachsen, um schnell und auf direktem Weg die Insel zu erreichen”. So nahmen nicht nur Urlaubsgäste aus Cuxhaven an der Fahrt teil, sondern auch Tagesgäste aus dem Raum Lüneburg oder Bremen, die zum Teil sogar ihre Fahrräder mit an Bord brachten. Zu den Tagesgästen waren auch insgesamt 60 Gäste an Bord, die die bequeme Anreiste mit dem Katamaran für ihre Urlaubsanreise nutzten.
Nach den derzeitigen Planungen nimmt der Katamaran jeden Samstag und Sonntag um 9.00 Uhr morgens vom Anleger Alte Liebe in Cuxhaven Kurs auf den Hafen Hörnum. Die Fahrt dauert zwischen zweieinviertel und zweieinhalb Stunden. Auf dem klimatisierten Unter- und Oberdeck stehen den Gästen bequeme Stuhlreihen zur Verfügung. In einem Kiosk auf dem Unterdeck können kleinere Speisen und Snacks sowie Getränke erworben werden. Weiterhin kann von den Gästen während der Überfahrt, witterungsabhängig, das offene Achterdeck betreten werden, wo auch noch 30 weitere Sitzplätze zur Verfügung stehen. Nach einem rund fünfstündigen Aufenthalt auf der beliebten Nordseeinsel legt die ADLER CAT dann am späten Nachmittag um 16:45 Uhr in Hörnum wieder ab und ist etwa gegen 19 Uhr in Cuxhaven. Wie Sven Paulsen erklärte, gibt es die Option, bei einer entsprechenden Nachfrage, den Fahrplan auf eine weitere Abfahrt mitten in der Woche auszuweiten. Zunächst wird man erst einmal die Situation beobachten. Planmäßig soll der Katamaran auf dieser Strecke bis zum 28.10.2018 zum Einsatz kommen.
Im vergangen Winter hat die Gesellschaft German Fast Ferries aus Husum den 30 Meter langen und 10,6 Meter breiten Katamaran RENØY in Norwegen erworben. Dieser wurde 1999 von der Oma Båtbyggeri in Norwegen an die Finnmark Fylkesrederi og Ruteselskap in Hammerfest abgeliefert. An dem Unternehmen German Fast Ferries sind neben Jannes Piepgras auch Sven Paulsen beteiligt, die den Katamaran wiederum an die Reederei Adler Schiffe verchartert haben. Schon längere Zeit hatte German Fast Ferries nach einer gebrauchten Schnellfähre Ausschau gehalten, was sich aber aufgrund verschiedener nautischer Vorgaben als nicht ganz einfach darstellte. So durfte das Schiff beispielsweise für das Befahren in den Prielen im nordfriesischen Wattenmeer über keinen größeren Tiefgang als 1,5 Meter verfügen.
Vor dem Einsatz der ADLER CAT unter deutscher Flagge wurde der Katamaran in diesem Frühjahr noch umfangreich umgebaut, um dadurch unter anderem die Passagierkapazität von 182 auf 224 zu erhöhen. Dies erfolgte vor allem durch den Umbau des unteren Passagierdecks, auf dem zuvor sogar bis zu drei PKW in Nordnorwegen transportiert wurden. Angetrieben von vier MTU-Dieselmotoren vom Typ 12V2000M70 mit einer Gesamtleistung von 3.152 kW, die auf zwei Propeller wirken, erreicht der aus Aluminium gefertigte Katamaran eine Geschwindigkeit von bis zu 34 Knoten, die Reisegeschwindigkeit liegt bei 30 Knoten.
Derzeit wird der Katamaran in der Woche über Nordfriesland mit Hauptzielhafen Helgoland eingesetzt, weiterhin erfolgt einmal die Woche eine Abfahrt von der ostfriesischen Insel Norderney nach Helgoland. Bei der Buchung einer Fahrt auf dem ADLER CAT haben die Gäste die Möglichkeit, Ihren Wunschplatz direkt auszuwählen. Das Hin- und Rückfahrticket zur Urlaubsanreise auf dem Hauptdeck ist für Erwachsene ab 69 €, Kinder ab 42 € (4-14 Jahre) und Familien 180 € (2 Erwachsene & maximal 3 Kinder) erhältlich. Die Tickets auf dem Oberdeck sind geringfügig teurer. Wer sieben Tage Urlaub auf der Insel macht, kann zudem das Wochenticket der Sylter Verkehrsgesellschaft dazu buchen, so ist die uneingeschränkte Mobilität auf Sylt auch während des Aufenthaltes gegeben.
Das Familienunternehmen Adler-Schiffe wurde 1950 gegründet und wird in der 2. Familiengeneration von Sven Paulsen geleitet. Die Flotte besteht derzeit aus 25 unterschiedlichen Fähr- und Fahrgastschiffen, darunter der historische Raddampfer FREYA oder das beliebte Partyschiff KOI, die an der Nord- und Ostseeküste, sowie in der Binnenschifffahrt auf Elbe, Eider und Nord-Ostsee-Kanal zu Ausflugsfahrten im Einsatz sind. www.adler-schiffe.de/cuxhaven · Christian Eckardt

 

18404 Spirit of Discovery MG 3772Die SPIRIT OF DISCOVERY ist das erste von zwei Schiffen für den erfolgreichen englischen Seereiseanbieter Saga Cruises.
Foto: Meyer Werft, Papenburg

SPIRIT OF DISCOVERY bei der Meyer Werft auf Kiel gelegt
Schiffskörpermontage im Baudock I der Werft gestartet

Am 28. Juni erfolgte die Kiellegung des ersten neuen Schiffes für die britische Reederei SAGA Cruises auf der Meyer Werft in Papenburg. Der erste Block der SPIRIT OF DISCOVERY wiegt 320 Tonnen und ist 5,5 Meter hoch, 23,5 lang und 20 Meter breit. Das erste Schiff dieser Klasse wird im Sommer 2019 abgeliefert.
Lance Batchelor, Group Chief Executive Officerder SAGA Group, der britische Botschafter in Berlin Sir Sebastian Wood und Meyer Werft Geschäftsführer Tim Meyer legten gemeinsam den „Glückscent” unter den ersten Block. Mit dem Absenken des Blocks auf die Pallungen im Dock beginnt nun die Schiffskörpermontage. Gleichzeitig wird das Baudock I der Werft damit wieder für komplette Neubauten genutzt. Somit werden im Jahr 2019 und 2020 statt zwei Schiffe nun sogar drei Kreuzfahrtschiffe fertiggestellt. „Dies bedeutet eine große Herausforderung für uns. Dafür suchen wir stetig weiter Verstärkung von Spezialisten”, so Tim Meyer.
Die SPIRIT OF DISCOVERY ist das erste von zwei Schiffen für den erfolgreichen englischen Seereiseanbieter Saga Cruises. Die Schiffe haben eine Länge über alles von 236 Metern, eine Breite von 31,2 Metern und eine Vermessung von 58.250 BRZ. Es können 999 Passagiere untergebracht werden. Ein weiterer Neubau folgt im Sommer 2020. Die neuen Schiffe erhalten ein völlig neues Design, das auf dem englischen Markt zugeschnitten ist und so in jedem Hafen unverwechselbar sein wird. Sie werden hinsichtlich des Innendesigns und auch im Hinblick auf die Technik neue Maßstäbe setzen.www.meyerwerft.de · Christian Eckardt