SeereisenMagazin Logo klein 347 65TOPNEWS · AUSGABE 4/2019hr

Bilderstrecke zu den Umbaumaßnahmen der AMERA von Phoenix Reisen
Seit dem 2. Juli 2019 ist das neueste Hochseeschiff der Phoenix Reisen Flotte in der renommierten Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss. Dort sind über tausend Menschen damit beschäftigt, aus der ehemaligen PRINSENDAM bis Mitte August umfangreich umzubauen und in ein echtes Phoenix-Schiff mit dem Namen AMERA zu verwandeln. Am 16. August ist dann die Taufe an der Columbuskaje in Bremerhaven vorgesehen.
Neben den üblichen Werft- und Wartungsarbeiten im Bereich der Schiffstechnik, aber auch wie der Farb- und Teppichwechsel in allen öffentlichen Bereichen, werden alle Kabinen neu und viele Räumlichkeiten teilweise oder komplett umgestaltet. So erhalten das AMERA Restaurant auf Deck 7 (Promenaden-Deck) sowie die großen Bars auf Deck 7 und Deck 8 (Salon-Deck) ein vollkommen neues Aussehen. Auch das Restaurant, das zukünftig den Namen „Pichlers” trägt, erhält ein deutliches Phoenix-Upgrade und auf Deck 12 (Panorama-Deck) wird der Außenbereich so umgestaltet, dass zukünftig Golf gespielt werden kann. Christian Eckardt
Mit einer interessanten Bilderstrecke auf der Phoenix Reisen Internetseite kann man die Arbeiten verfolgen: https://www.phoenixreisen.com/magazin/kreuzfahrt-news/bilderstrecke-ms-amera-aktuelll-in-der-werft.html

 

19404 CARNIVAL VISTA auf dem DockschiffDas schwimmende Trockendock BOKA VANGUARD hat vor wenigen Tagen die 4.000 Passagiere fassende CARNIVAL VISTA in den Gewässern vor den Bahamas „huckepack” genommen. Foto: Carnival Cruise Line

 

Kreuzfahrtschiff CARNIVAL VISTA huckepack im Dockschiff BOKA VANGUARD
Spektakuläre Reparatur eines Kreuzfahrtriesen
Mit Hilfe des Halbtaucherschiffes BOKA VANGUARD werden in den kommenden Wochen die beiden ABB-Azipods des Kreuzfahrtschiffes CARNIVAL VISTA auf den Bahamas instandgesetzt. Bei den Azipods handelt es sich um die von Elektromotoren abgetriebenen Propeller des Schiffes, die in einer um 360 Grad drehbaren Gondel (englisch „pod”) unter dem Rumpf angebracht sind.
Eine im wahrsten Sinne des Wortes „tragende” Rolle spielt dabei die BOKA VANGUARD des niederländischen Unternehmens Boskalis. Das schwimmende Trockendock hat vor wenigen Tagen die 4.000 Passagiere fassende CARNIVAL VISTA in den Gewässern vor den Bahamas „huckepack” genommen. Dabei flutete die BOKA VANGUARD die Ballastwassertanks, um ihre „Ladefläche” unter Wasser abzusenken, auf der dann das über 300 Meter lange Kreuzfahrtschiff von Schleppern platziert wurde. Nach dem anschließenden Leerpumpen der Tanks hob sich die 323 Meter lange CARNIVAL VISTA mitsamt dem Schwimmdock wieder über die Wasseroberfläche. Die gesamte Aktion dauerte rund zwölf Stunden.
Danach steuerte die BOKA VANGUARD mit ihrer Fracht zur Grand Bahama Shipyard an, wo die Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Die außergewöhnliche Maßnahme war notwendig geworden, weil derzeit kein passendes Trockendock in der Region zur Verfügung steht. Durch den Unfall mit dem Schwimmdock bei der OASIS OF THE SEAS in diesem Frühjahr steht aber aktuell bei der Grand Bahama Shipyard in Freeport das größte Schwimmdock in der Region nicht zur Verfügung.
Die Planungen sehen vor, dass die CARNIVAL VISTA nach erfolgter Reparatur rechtzeitig den Hafen von Galveston (Houston, Texas) erreicht, um ab dem 27. Juli die ganzjährig durchgeführten, siebentägigen Karibikkreuzfahrten wieder aufzunehmen.
Die 2013 in Korea erbaute BOKA VANGUARD ist das weltweit größte Halbtaucherschiff. Es ist 275 Meter lang, hat eine Decksbreite von 70 Metern und eine Transportkapazität von 117.000 Tonnen.
Mit 26 Schiffen und jährlich 5,2 Millionen Passagieren ist Carnival Cruise Line eine der größten Kreuzfahrt-Reedereien weltweit. Jüngstes Flottenmitglied ist die CARNIVAL HORIZON (3.974 Passagiere), die im April 2018 ihre Jungfernfahrt absolvierte. Im Dezember 2019 wird mit der CARNIVAL PANORAMA ein weiterer Neubau der Vista-Klasse zur Flotte stoßen, bevor im August 2020 mit der von der Meyer Werft im finnischen Turku abgelieferten MARDI GRAS das bislang größte (5.200 Gäste) sowie das erste mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Schiff in Dienst gestellt wird. 2022 soll ein weiterer LNG-Kreuzer folgen. Christian Eckardt
Ein Video der BOKA VANGUARD-Aktion steht unter diesem Link zur Verfügung: http://www.vimeo.com/boskalis/loadingvista

 

19404 Zenith 18122013 Punta del Este C EckardtDie ZENITH, fotografiert von Christian Eckardt in Punta del Este in Uruguay. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Meyer-Cruiser ZENITH wechselt Anfang 2020 an die japanische „Peace Boat”
Die spanische Kreuzfahrtreederei Pullmantur Cruises nimmt Anfang 2020 das dann 28 Jahre alte Kreuzfahrtschiff ZENITH außer Dienst. Dieses wurde an die japanische Organisation Peace Boat verkauft, die es zukünftig als PEASE BOAT II betreiben wird. Die ersten Reisen mit dem neuen Schiff sollen schon im April 2020 beginnen, wobei Peace Boat mit diesem Schiff insbesondere in den asiatischen Gewässern noch mehr Menschen erreichen möchte.
Bei der in den 1980er-Jahre gegründeten japanischen Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) wird den internationalen Gästen an Bord ein umfassendes und friedenspädagogisches Dialog- und Bildungsprogramm in Form von Workshops und Präsentationen angeboten. Dazu werden vorwiegend Häfen in ehemaligen und aktuellen Konfliktregionen angesteuert. Derzeit betreibt die Organisation, die schon mehr als 100 Weltreisen organisiert hat, bereits die 1982 als TROPICALE erbaute OCEAN DREAM, die im Jahr 2012 zur Flotte stieß. Mit der ZENITH kommt bei Peace Boat nun ein zehn Jahre jüngeres Schiff und mit einer deutlich höheren Passagierkapazität von bis zu 1.800 Gästen zum Einsatz.
„Wir freuen uns, die Peace Boat Cruise-Familie mit der ZENITH zu erweitern und freuen uns darauf, mehr Menschen zu begrüßen, um die einzigartigen Peace Boat-Kreuzfahrten mit ihrer Mischung aus lebenslangem Lernen, internationalen Freundschaftsaktivitäten und Tourismus zu erleben”, sagte Yoshioka Tatsuya, Mitbegründer und Direktor von Peace Boat.
Bereits seit einigen Jahren plant Peace Boat einen Neubau, der unter dem Namen ECOSHIP geführt wird und der über die fortschrittlichste Umwelttechnik verfügen soll. Hierzu wurde im Jahr 2017 mit der finnischen Werft Arctech Helsinki Shipyard eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ursprünglich sollte das rund 60.000 BRZ große Schiff schon im Jahr 2020 in Fahrt kommen, jedoch gibt es derzeit keine Informationen von Peace Boat über die aktuellen Planungen zu dem Projekt.
Die 208 Meter lange ZENITH mit einer Vermessung von 47.300 BRZ wurde 1992 auf der Papenburger Meyer Werft für Celebrity Cruises gebaut, das damalige Tochterunternehmen der griechischen Reederei Chandris. Schon zwei Jahre zuvor lieferte die Meyer Werft das Schwesterschiff HORIZON. Die HORIZON und ZENITH waren seinerzeit die ersten Neubauten für die neue Kreuzfahrtmarke Celebrity Cruises und Anfang der 90er Jahre die größten jemals in Deutschland gebauten Passagierschiffe. Auf den 12 Passagierdecks stehen 700 Kabinen, davon 541 Außenkabinen für inzwischen rund 1.800 Passagiere zur Verfügung. Die ZENITH wurde im Jahr 1999 umfassend renoviert. Zu dieser Zeit gehörte Celebrity Cruises bereits zur amerikanischen Royal Caribbean Cruises. Das Schiff kam zu der Zeit meist in der Karibik zum Einsatz. 2007 wurde das Schiff an die spanische Pullmantur Cruises, ebenfalls ein Tochterunternehmen von Royal Caribbean, übertragen, wo auch das Schwesterschiff HORIZON verkehrt. Zwischen 2014 und 2017 erfolgte ein Einsatz der ZENITH bei der französischen Schwesterreederei Croisieres de France, bis das Unternehmen wieder aufgelöst wurde. Christian Eckardt

 

19404 Torsten von Haaren uebergibt die Plakette der Stadt Bremerhaven an den Kapitaen von AIDAcara Manuel PannzekBremerhavens neuer Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren übergibt die Plakette der Stadt Bremerhaven an den Kapitän von AIDAcara Manuel Pannzek. Foto: AIDA Cruises, Rostock

 

AIDA Cruises nimmt vierten deutschen Kreuzfahrthafen ins Sommerprogramm auf
AIDAcara kehrt 23 Jahre nach der Jungfernreise an die Bremerhavener-Columbuskaje zurück
23 Jahre nach dem Erstanlauf der AIDAcara von AIDA Cruises in Bremerhaven machte am vergangenen Samstag das erste Schiff aus der Kussmund-Flotte erneut an der Bremerhavener Columbuskaje fest. Rund 1.300 Gäste verließen nach einer Ostseereise das 1996 in Finnland erbaute 193 Meter lange Kreuzfahrtschiff. Anschließend begrüßte Kapitän Manuel Pannzek zahlreiche Vertreter aus Politik, Hafenwirtschaft und Tourismus an Bord zur traditionellen Plakettenübergabe, die von Bremerhavens neuem Stadtverordnetenvorsteher, Herrn Torsten von Haaren, durchgeführt wurde.
Mit Bremerhaven hat AIDA Cruises neben den Häfen Hamburg, Kiel und Warnemünde einen weiteren deutschen Abfahrtshafen im Programm. Im Juli und August nimmt die AIDAcara ab Bremerhaven Kurs auf eine dreiwöchige Kreuzfahrt nach Island und Grönland. Im Rahmen des AIDA Selection Programms erleben die Gäste an Bord der AIDAcara eine Reise voller Highlights wie die Prinz-Christian-Sund Passage (Grönland), die Diskobucht (Grönland) oder den Besuch der isländischen Hauptstadt Reykjavik.
Am 14. September 2019 verabschiedet sich die AIDAcara für diese Saison aus Bremerhaven und nimmt Kurs in Richtung Mittelmeer. Die 15-tägige Kreuzfahrt nach Mallorca führt dann entlang der europäischen Westküste mit Stopps in London, Lissabon und Menorca. Den Winter verbringt die AIDAcara auf den Kanarischen Inseln, den Azoren und Kapverden.
Auch im kommenden Sommer wird die AIDAcara viermal zu Gast in Bremerhaven sein. Zwischen Juli und August sticht das Kreuzfahrtschiff zu zwei 21-tägigen Reisen und einer 22-tägigen Reise nach Island und Grönland in See. Am 12. September 2020 nimmt die AIDAcara wieder Kurs auf das Mittelmeer.
Das Entdeckerprogramm AIDA Selection ist nach Reedereiangaben ideal für weltoffene Entdecker, die Land und Leute auf besonders intensive und einzigartige Weise erleben möchten. Außergewöhnliche Routen, lange Landaufenthalte, persönliche Atmosphäre und landestypische Kultur machen die AIDA Selection Reisen aus. Ab Dezember 2019 erweitert AIDA Cruises die Flotte um ein weiteres Selection Schiff. Mit der AIDAmira haben die Gäste zum ersten Mal die Möglichkeit, die Naturwunder im südlichen Afrika zu erleben. Alle Informationen zu den AIDA Selection Reisen sind auf www.aidaselection.de zu finden.
Die Geschichte der heutigen AIDAcara ist mittlerweile schon über 25 Jahre alt, denn im Jahr 1993 übernahmen die beiden Hamburger Kaufleute Nikolaus W. Schües und Horst Rahe die gerade privatisierte Deutsche Seereederei (DSR), die ehemalige Staatsreederei der DDR. Die beiden planten für den deutschen Markt ein neues Kreuzfahrtkonzept nach amerikanischem Vorbild in eher ungezwungener Atmosphäre. Am 26. August 1994 wurde der Bau des damaligen „Clubschiffes” bei der finnischen Werft Kværner Masa Yards (heutige Meyer Turku Oy) unter der Baunummer 1337 in Turku beauftragt. Das Schiff wurde nach der Ablieferung am 7. Juni 1996 von Christiane Herzog, der Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, in Warnemünde auf den Namen AIDA getauft. Der Name wurde in Anlehnung an die Passagierschiffe der Deutschen Seereederei gewählt, die alle einen Namen mit dem Buchstaben „A” am Anfang und Ende trugen. Erstmals zierte damals auch die charakteristische Lackierung mit „Kussmund”, Augen und Lidschatten durch den Grafiker Feliks Büttner das Kreuzfahrtschiff – heute sind dreizehn dieser kunstvoll gestalteten Schiffe auf den Meeren dieser Welt unterwegs und geben der AIDA-Flotte ihr charakteristisches Aussehen. Start der Jungfernreise in Richtung Mallorca war der 11. Juni 1996, und das an der Columbuskaje in Bremerhaven.
Damals war die AIDA mit diesen bunten Außenbordwänden noch ein absoluter Vorreiter, doch mittlerweile haben die meisten Kreuzfahrtgesellschaften nachgezogen und die Bordwand ihrer Schiffe mit bunten Motiven oder Gemälden verziert. Während der ersten Jahre war die AIDA noch als Clubschiff unterwegs – statt eines Kreuzfahrtdirektors fuhr deshalb auch ein Clubdirektor mit, auf dem Schiff wurde sich geduzt und die öffentlichen Räume waren erstmals auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff mit knallbunten Stoffen und Teppichen ausgelegt. Angesprochen wurde mit diesem Konzept also eine deutlich jüngere Zielgruppe als auf den klassischen Kreuzfahrtschiffen, vor allem aber sollten sich auch Familien mit kleinen Kindern willkommen und gut aufgehoben fühlen. An Bord gab es damals hauptsächlich nur Büffetrestaurants mit offenen Tischzeiten und einer lockeren Kleiderordnung statt fester Tischzeiten an einem festgelegten Platz. www.aida.de · Christian Eckardt

 

19404 Hamburg 11072019 C EckardtDie ROALD AMUNDSEN von Hurtigruten am 11. Juli 2019 im Hamburger Hafen. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Weltweit erstes Hybrid-Kreuzfahrtschiff ROALD AMUNDSEN stellt sich in Hamburg vor · Taufe in der Antarktis mit Eis statt Champagner
Das weltweit erste hybridbetriebene Expeditionsschiff ROALD AMUNDSEN der norwegischen Reederei Hurtigruten stellte sich im Rahmen der Jungfernreise für einen Passagierwechsel in Hamburg vor. Mehrmals musste die Ablieferung der ROALD AMUNDSEN von der norwegischen Kleven Werft in Ulsteinvik in den vergangenen Monaten abgesagt werden, doch nun konnte das Expeditionskreuzfahrtschiff endlich Fahrt aufnehmen. Nach der Ablieferung am 29. Juni startete die Jungfernreise am 3. Juli im norwegischen Tromsö, die nun in Hamburg endete.
Das Besondere an dem 140 Meter langen und bis zu 530 Passagiere fassendem Schiff, das als Expeditionskreuzfahrtschiff für den Einsatz unter anderem in polaren Gewässern konzipiert ist (Polarklasse 6), ist vor allem die Hybridtechnologie. In Kombination mit optimierten Rumpflinien und einer effektiven Nutzung des Batteriestroms soll somit nach Unternehmensangaben der Treibstoffverbrauch und somit die CO2-Emissionen um bis zu 20 Prozent reduziert werden, wobei das Schiff nur mit dem sehr schadstoffarmen MGO (Marine-Gas-Oil) betrieben wird. Im Maschinenraum stehen insgesamt vier Bergen B33:45-Hauptmaschinen von Rolls-Royce mit einer Leistung von jeweils 3.600 kW, die die notwendige Energie für die zwei Azipull-Antriebstuster am Heck mit einer Leistung von 3.250 kW liefern. Zudem verfügt das Schiff über zwei Bugstrahlruder mit einer Leistung von jeweils 1.550 kW.
In den beiden Batterieräumen auf Deck 1 sind derzeit zwei Schränke mit Li-Ionenakkus des kanadischen Herstellers Corvus Energy aufgestellt, insgesamt stehen derzeit 1,5 MW zur Verfügung. Hier ist noch viel Platz für eine weitere Nachrüstung der Batteriekapazität auf bis zu 6 MW vorhanden. Aufgrund der aktuell schnellen Entwicklung in der Akku-Technik will Hurtigruten weitere Akkus daher erst in einem zweiten Schritt nachrüsten, um nicht die zwei Batterie-Räume mit Akkus einer früheren und damit weniger leistungsfähigen Generation auszustatten.
Grundsätzlich kann das Schiff mit den derzeitigen eingebauten Li-Ionenbatterien bis zu 30 Minuten komplett im Batteriemodus fahren, das kürzlich auch schon einmal getestet wurde, wie Kapitän Kai Albrigtsen erklärte, doch wird die Batterieleistung derzeit nur zum Peak Shaving genutzt oder aber um Lastspitzen auszugleichen. Dadurch kann somit ein Generator, der sonst im Stand-By-Modus mitlaufen würde, ausgeschaltet werden. Ein Power-Managementsystem steuert die Nutzung der Batterie- und Motornutzung automatisch. Die Aufladung der Batterien erfolgt immer bei einer optimalen Drehzahl der Generatoren. Damit gehört das Schiff zu den derzeit umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffen weltweit. Zwei Schwesterschiffe wird die Kleven Werft, die sich mehrheitlich im Eigentum von Hurtigruten befindet, noch abliefern. Für die FRIDTJOF NANSEN plant man das Frühjahr 2020, ein Jahr später soll dann das dritte, noch namenlose Schiff folgen.
Benannt wurde das Hybrid-Schiff nach dem Polarhelden Roald Amundsen. Er leitete die erste Expedition durch die Nordwestpassage, die erste Expedition zum Südpol und die erste Expedition, die nachweislich den Nordpol erreicht hat. Die norwegische Reederei ehrt das Vermächtnis dieses Polarforschers durch die Benennung des Schiffes mit seinem Namen.
Das Schiff ist im Inneren im modernen skandinavischen Design mit hellen Erdfarben gestaltet. Ausgestattet mit einem hochmodernen Science Center, großen Aussichtsplattformen, einem Infinity-Pool, einer Panoramasauna, einem Wellnesscenter, drei Restaurants, Bars, einer Explorer Lounge und Suiten mit privaten Whirlpools im Freien bietet die ROALD AMUNDSEN eine entspannte und legere Atmosphäre für die Gäste. Neben der grünen Technologie an Bord ist es das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das frei von Einweg-Kunststoff ist.
Zunächst bricht das Schiff zu Expeditions-Seereisen entlang der norwegischen Küste, nach Spitzbergen und Grönland auf, bevor es als erstes Hybridschiff eine Durchquerung der legendären Nordwestpassage unternimmt – auf den Spuren und in Erinnerung an die berühmte Expedition des Namensgebers Roald Amundsen. Nach den Expeditions-Seereisen entlang der Westküste Nord- und Südamerikas in Gegenden, die größere Kreuzfahrtschiffe nicht erreichen können, wird die ROALD AMUNDSEN für eine komplette Antarktis-Saison 2019/2020 in den äußersten Süden reisen.
Dort findet im Herbst dann auch die Taufe des Schiffes statt. Doch statt mit einer Flasche Champagner soll das Schiff mit einem Brocken Eis getauft werden. Keine Angaben machte die Reederei bislang zu dem Namen der Taufpatin. Dabei soll die Taufe-Zeremonie mit dem Eisbrocken auf den Namensgeber, den Polarforscher Roald Amundsen, zurückgehen. 1917 soll Roald Amundsen sein Schiff MAUD mit Eis, statt Champagner getauft haben. Ihm zu Ehren will Hurtigruten diese Zeremonie für das neue Schiff wieder aufgreifen. Amundsen hatte mit seinen Expeditionen als erster die Nordwestpassage durchquert, den Südpol erreicht und die erste Expedition geleitet, die nachweislich den Nordpol erreichte. www.hurtigruten.de · Christian Eckardt

 

19404 Muensterland 1 Eemshaven 30072016 C EckardtDas Fährschiff MÜNSTERLAND der AG EMS wird im nächsten Jahr in Delfzijl auf LNG-Technik umgebaut. 
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Drittes Schiff in der AG EMS-Unternehmensgruppe erhält LNG-Technik
Fährschiff MÜSTERLAND wird in Delfzijl umgebaut
Nun wurde es von der Reederei Aktien-Gesellschaft EMS aus Emden offiziell verkündet: Das Fährschiff MÜNSTERLAND wird im nächsten Jahr bei der niederländischen Schiffswerft Koninklijke Niestern Sander BV in Delfzijl, die zur Wagenborg-Gruppe gehört, auf LNG-Technik umgebaut. AG EMS-Vorstand Dr. Bernhard Brons betonte: „Als First Mover wollen wir mit der zweiten Umrüstung innerhalb unserer Borkum-Flotte ein weiteres Zeichen für nachhaltige Umweltfreundlichkeit im deutschen Seeverkehr setzen.” Damit wird die MÜNSTERLAND, nach dem Fahrgastschiff HEGOLAND und dem Fährschiff OSTFRIESLAND das insgesamt dritte LNG-Schiff in der AG EMS Gruppe.
Das Unternehmen setzt dabei erneut auf Liquefied Natural Gas (LNG) und ein innovatives Konzept, welches bereits bei dem 13-Millionen Euro teuren Umbauprojekt der OSTFRIESLAND vor vier Jahren bei BVT in Bremerhaven zum Tragen kam: Während das Schiff noch im Borkumverkehr unterwegs ist, wird auf der Werft bereits das neue Achterschiff mit der neuen Flüssiggas-Technik gebaut, damit die Ausfallzeit der Borkumfähre auf ein Minimum beschränkt. Wietse Holmann, Geschäftsführer der Koninklijke Niestern Sander BV verriet: „Es waren lange Verhandlungen, aber letztlich haben wir durch faire und offene Gespräche ein gutes Ergebnis erzielt.” Das Auftragsvolumen für die Umrüstung beträgt 17,5 Mio. €. Anders als bei den ersten beiden Projekten habe der Bund erstmals eine Förderung für die LNG-Umrüstung zugesagt. Die Fördermittel werden aus der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie zur Verfügung gestellt. Staatssekretär Enak Ferlemann erklärte dazu: „Mit der Übergabe des ersten Förderbescheides geben wir den Startschuss für die Aus- und Umrüstung von Seeschiffen auf einen umweltfreundlichen Antrieb. Damit unterstützen wir die Reeder, die Emissionen in der Schifffahrt zu reduzieren. Gleichzeitig wird mit unserer Förderung der Umstieg auf einen schadstoffärmeren Kraftstoff beschleunigt.”
Das neue leicht angepasste Maschinenkonzept basiert auf einem Diesel-Gas-Elektrischen (Dual Fuel) Antrieb mit 360° drehbaren elektrischen Pods. Letzteres sind zwei Propelleranlagen, die für ein Höchstmaß an Manövrierfähigkeit sorgen und durch die Maschine mit Energie versorgt werden. „Wir haben mit dem Betrieb der OSTFRIESLAND viele Erfahrungen sammeln können, so dass wir nun mit optimierter Version erneut Maßstäbe im Bereich der Umweltfreundlichkeit setzen”, erklärt Claus Hirsch, Technischer Inspektor der AG EMS. Durch den Umbau werden Reduktionen im Bereich des Kohlendioxid-Ausstoßes von 20% erreicht und Stick- und Schwefeloxide werden sogar um 90% und mehr reduziert; Feinstaub wird sogar fast zu 100% vermieden.
Das neue Achterschiff wird durch den erhöhten Platzbedarf für LNG-Brennstoff und Antriebsanlage um 15 Meter länger. Dadurch gewinnt man Platz für weitere 15 PKW sowie zwei neue Salonbereiche und ein größeres Sonnendeck. Brons ergänzt: „Hier wird man künftig den Anforderungen der Gäste noch besser gerecht werden können. Neue und modernisierte Salons, ein neues Gastronomiekonzept, ein Familienbereich, zwei Raucherloungen sowie ein Lift für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bringen mehr Komfort.” Und dieses kommt nicht nur den Urlaubsgästen zugute, sondern dient auch der weiteren Attraktivierung des Angebotes mit dem Bahn-Partner Arriva. Betriebsleiter Rolf Bouwman von der Borkumlijn verrät hierzu: „Wir konnten bereits im ersten Jahr der Inbetriebnahme des Gleisanschlusses sehr gute Beförderungszahlungen von Groningen nach Borkum und umgekehrt verzeichnen.”
Der Baubeginn des neuen Achterschiffes erfolgt in Kürze. Zunächst gilt es aber einige Bestellungen der Großkomponenten auszulösen, denn die Spezialanfertigungen im Bereich Maschine und LNG-Tank haben lange Lieferzeiten. Nach derzeitiger Planung soll am 1. September 2020 die MÜNSTERLAND aus der Fahrt genommen werden. Kurz darauf folgt dann die sogenannte „Hochzeit” von neuem Achterschiff und vorhandenem Vorschiff. „Wir gehen von einer Indienststellung zum 28. Februar 2021 aus”, erklärt Brons.
Die MÜNSTERLAND wurde 1985 auf der Jansen Werft in Leer gebaut. Das derzeit noch 78 Meter lange und 12 Meter breite Fährschiff ist mit einer Bruttoraumzahl von 1.860 BRZ vermessen und kann 75 PKW und bis zu 1.200 Passagiere im Fährverkehr von Emden bzw. vom niederländischen Eemshaven nach Borkum befördern. Christian Eckardt

 

19404 21220074 RENAULT shipper partner Animation NEOLINEBereits Ende des Jahres ist der Baustart des Segel-Car-Carrier vorgesehen und Ende 2021 ist der Betriebsstart geplant.
Animation: Neoline

Unternehmensgruppe Neopolia soll RoRo-Segler für Renault produzieren
Die ersten beiden 136 Meter langen Segel-Car-Carrier für den Autobauer Renault und seine Partner werden bei der Unternehmensgruppe Neopolia in Saint-Nazaire gebaut. Wie das Start-up Neoline, Partner von Renault, nun mitteilte, hat man sich, nach Abschluss der Ausschreibung, an der im letzten Jahr 15 Werften beteiligt waren, für den Bau der innovativen Großsegler bei Neopolia entschieden. Hierzu wird nun eine Absichtserklärung für den Bau unterzeichnet. Bereits Ende des Jahres ist der Baustart vorgesehen und Ende 2021 ist der Betriebsstart geplant. Die Kosten werden auf jeweils 35 Millionen Euro pro Schiff geschätzt.
Ein erster Linienbetrieb soll dann gleich nach der Ablieferung 2021 starten und dabei die an der Loire-Mündung liegende Hafenstadt Saint-Nazaire mit der amerikanischen Ostküste sowie dem französischen Überseegebiet Saint-Pierre und Miquelon vor Kanada verbinden.
Neopolia ist eine Unternehmensgruppe von inzwischen mehr als 235 regionalen Unternehmen, davon ein Großteil, die auch als Zulieferbetriebe in der angrenzenden Großwerft Chantiers de l’Atlantique tätig sind. Neopolia hat sich in der maritimen Wirtschaft in den vergangen Jahren einen Namen bei dem Bau von drei besonders flachen Flusskreuzfahrtschiffen für die Elbe und die Loire gemacht, die über einen innovativen Schaufelradantrieb verfügen.
Der Autohersteller Renault, der heute schon rund 60% der Teile und Fahrzeuge der Gruppe auf dem Seeweg transportiert, will die CO2-Emissionen im Zeitraum 2021 bis 2022 insgesamt um 25 Prozent zu senken. Die neue Lieferkette allein sorgt für eine sechsprozentige Reduktion. Der Entwurf des Lastenseglers von Neoline verspricht eine CO2-Reduktion von bis zu 90 Prozent gegenüber einem Schiff gleicher Kapazität.
Geplant ist, dass der Lastensegler im Rahmen eines Dreijahresvertrages in Frankreich hergestellte Renaults – darunter das Kangoo-Modell wie auch Nutzfahrzeuge – auf die französischen Inseln vor Kanada transportiert. Bisher wurde diese Strecke über Halifax abgewickelt. Nun ist geplant, Saint-Pierre in etwa zwanzig Tagen als Teil einer Route über Bilbao, Charleston und Baltimore zu bedienen. Dabei sollen die Schiffe mit einer Geschwindigkeit von 11 Knoten den Atlantik in rund 13 Tagen überqueren. Bei einem konventionellen Antriebs-System werden acht Tage veranschlagt.
Um die 4.150 Quadratmeter große Segelfläche zu bedienen, werden bis zu 14 Besatzungsmitglieder benötigt und wird auch Platz für bis zu 12 Passagiere bieten. Das Projekt basiert dabei auf bestehenden Technologien aus der Segelschifffahrt wie einem unter Brücken kippbaren Duplex-Rigg, aber auch Vorrichtungen zur Verminderung der Abdrift. Zusätzlich wird der Segler mit einem Diesel-Elektrischen Motor mit einer Leistung von 4000 kW ausgerüstet. Im hinteren Teil verfügt das Schiff über einen Laderaum mit einer Höhe von 9,80 Metern. Hier können auch Container mit einer theoretischen Kapazität von 286 TEU befördert werden, aber auch Sondertransporte und High & Heay Ladung. Dies könnten beispielsweise Großmotoren, Industriegeräte, große Trucks oder Kälteanlagen sein. Neoline verhandelt schon mit weiteren Nutzern, um die Ladungskapazität auszuschöpfen. „Wir haben genügend Fracht identifiziert, um unsere Rentabilität zu sichern”, erklärte kürzlich der zuständige Neoline-Projektleiter Zanuttini.
Die Renault-Gruppe, die seit 1898 Automobile herstellt, ist heute ein internationales Unternehmen mit einer Präsenz in 134 Ländern und einem Absatz von 3,76 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2017. Die fünf Marken sind Renault, Dacia, Renault Samsung Motors, Alpine und LADA. Fast 60 Prozent der Teile und Fahrzeuge der Renault-Gruppe werden heute auf dem Seeweg transportiert. Christian Eckardt

 

19404 PRINSENDAM vor Cuxhaven DSCF2049 Foto Phillip RademannDie PRINSENDAM am 2. Juli vor Cuxhaven auf der Fahrt nach Hamburg. Foto: Philipp Rademann, z.Zt. Cuxhaven

 

Aus der PRINSENDAM wird in Hamburg die AMERA
Am 1. Juli 2019 hat die Kreuzfahrtreederei Holland America Lines, ein Tochterunternehmen der amerikanischen Carnival Corp., das Kreuzfahrtfahrtschiff PRINSENDAM an den deutschen Seereisenveranstalter Phoenix Reisen, Bonn, übergeben. Nach der Taufe an der Columbuskaje in Bremerhaven am 16. August wird der 835 Passagiere fassende Cruiser als fünftes Seeschiff unter dem Namen AMERA in die Flotte von Phoenix integriert.
Zuvor wird das Schiff aber noch nach den Wünschen von Phoenix hergerichtet. So erreichte die 204 Meter lange und 32,3 Meter breite PRINSENDAM am 2 Juli die Werft Blohm + Voss in Hamburg. Im Schwimmdock 11 der Werft erhält das Schiff unter anderem ein neues, auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtetes Outfit. So entfällt beispielsweise das bisherige Kasino. Die Restaurants, Bars und Lounges werden komplett neu konzipiert. Zudem erhält das Schiff den typischen weißen Phoenix-Anstrich.
Das Kreuzfahrtschiff (39.051 BRZ) wurde 1988 in Finnland als ROYAL VIKING SUN für die damalige norwegische Reederei Royal Viking Line gebaut. Von 1994 bis 1998 verkehrte es für die britische Cunard Line und anschließend für drei Jahre bei Seabourn Cruise Line als SEABOURN SUN. In dieser Zeit machte das Schiff schon einmal bei der Lloyd Werft in Bremerhaven für einen umfangreichen Umbau fest. Im Jahr 2002 wurde das Schiff auf die HAL-Flotte übertragen. www.phoenixreisen.com · Cristian Eckardt

 

19404 Boka Vanguard dient als Schwimmdock fuer Carnival Vista 00507 mSDie 2013 in Korea erbaute BOKA VANGUARD ist das weltweit größte Halbtaucherschiff. Es ist 275 Meter lang, hat eine Decksbreite von 70 Metern und eine Transportkapazität von 117.000 Tonnen. Animation: Carnival Cruise Lines

 

Halbtaucher BOKA VANGUARD dient als Schwimmdock für CARNIVAL VISTA
Aktuell hat das 4.000 Passagiere fassende Kreuzfahrschiff CARNIVAL VISTA der Carnival Cruise Lines, das sich auf einer Reise im Golf von Mexiko befindet, Antriebsprobleme mit den Azipodgondeln und muss daher außerplanmäßig in die Werft. Durch den Unfall mit dem Schwimmdock bei der OASIS OF THE SEAS im April steht aber aktuell bei der Grand Bahama Shipyard in Freeport das größte Schwimmdock in der Region nicht zur Verfügung. Somit bot die niederländische Reederei Royal Boskalis Westminster an, das weltgrößte Halbtauchertransportschiff BOKA VANGUARD als Schwimmdock zu nutzen und das Kreuzfahrtschiff zu einer nicht näher genannten Werft für die Reparaturarbeiten zu überführen.
Die BOKA VANGUARD soll dabei zwischen dem 12. und 14 Juli den 323 Meter langen Cruiser an Deck nehmen. Dazu wird sich das Spezialschiff absenken und unter der CARNIVAL VISTA positioniert und anschließend wieder mit dem Schiff auftauchen. Anschließend wird die CARNIVAL VISTA zu einer Werft überführt. Für die Reparaturarbeiten an den Azipod soll der Cruiser aber auf der BOKA VANGUARD verbleiben. Nach derzeitiger Planung wurden bislang drei 7-Nächte-Reisen der CARNIVAL VISTA abgesagt, die aber ab Ende Juli wieder für die nächsten Kreuzfahrten zur Verfügung stehen soll.
Die 2013 in Korea erbaute BOKA VANGUARD ist das weltweit größte Halbtaucherschiff. Es ist 275 Meter lang, hat eine Decksbreite von 70 Metern und eine Transportkapazität von 117.000 Tonnen. Christian Eckardt

 

19404 Luftbild Meyer Turku Foto Meyer TurkuDie Werft Meyer Turku Oy ist mit einer Fläche von 144 Hektar eine der größten in Europa. Foto: Meyer Tuku Oy, Turku-Perno / Finnland

 

Royal Caribbean bestellt drittes Schiff der Icon-Klasse bei Meyer Turku
Reederei bestellt neues Schiff mit Flüssigerdgas-Antrieb
Royal Caribbean Cruises Ltd. lässt, vorbehaltlich der abschließenden Finanzierung beim Schiffbauer Meyer Turku ein drittes Schiff der so genannten Icon-Klasse zur Lieferung im Jahr 2025 bauen. Der Cruiser wird die beiden fest bestellten Schwesterschiffe – die in den Jahren 2022 beziehungsweise 2024 geliefert werden – in der Flotte von Royal Caribbean International ergänzen. Royal Caribbean Cruises gilt nach eigenen Angaben als Branchenführer für Innovation, saubere Technologie und bahnbrechendes Schiffsdesign.
„Wir freuen uns, die neueste Erweiterung unserer Icon-Klassen Flotte bekannt zu geben, die unser Engagement für saubere Energietechnologien auf See bekräftigt”, sagt Richard Fain, Chairman und CEO, Royal Caribbean Cruises Ltd. „Wir haben eine Klasse von Schiffen entwickelt, die mit flüssigem Erdgas (LNG) betrieben werden und die neuesten, umweltfreundlichen Anwendungen nutzen. Wir glauben, dass innovativer Schiffbau unseren CO2-Fußabdruck verringern und die Energieeffizienz steigern kann, um zu einer saubereren Zukunft beizutragen.”
„Wir sind Royal Caribbean sehr dankbar für ihr Vertrauen in das Icon-Schiffsdesign und unsere Fähigkeit, ein so außergewöhnliches Schiff noch vor der Auslieferung der ersten Icon zu bauen”, sagte Jan Meyer, CEO von Meyer Turku.
„Dies sind aufregende Zeiten für Royal Caribbean. Mit Meyer Turku haben wir einen tollen Partner an unserer Seite, der jetzt drei Schiffe einer außergewöhnlichen Schiffsklasse zum Leben erweckt", so Michael Bayley, Präsident und CEO, Royal Caribbean International. „Die Ergänzung eines dritten Auftrags ist ein Beweis für unser Vertrauen in das innovative Design und die energieeffiziente Technologie und Technik, die die Icon-Klasse zweifellos auszeichnet."
Im Jahr 2016 hatte Meyer Turku die Aufträge für zwei LNG-Kreuzfahrtschiffe der Icon-Klasse erhalten, wobei es bislang noch sehr wenig Details zu den genauen Abmessungen und der Ausstattung der Icon-Klasse-Schiffe gibt. Auch finden sich derzeit keine Projektzeichnungen zu der neuen Schiffsklasse. Die beiden rund 200.000 BRZ vermessenen Neubauten mit Platz für rund 5.000 Passagiere sollen zur Stromversorgung an Bord mit der umweltfreundlichen Brennstoffzellentechnologie ausgestattet werden. Brennstoffzellen erzeugen in einer elektrochemischen Reaktion elektrische Energie, wobei die Brennstoffzelle selber kein Energiespeicher, sondern nur ein Wandler ist. Schon seit vielen Jahren kommen Brennstoffzellen in der Luft- und Raumfahrt aber auch in der Autoindustrie zum Einsatz, in der Schifffahrt noch vergleichsweise wenig.
Die Schiffe der neuen „Icon-Klasse” sind zwar etwas kleiner als die Schiffe der so genannten „Oasis-Klasse”, aber dennoch deutlich größer als die aus der „Quantum-Klassse”, die auf der Meyer Werft in Papenburg entstanden.
Erstmals werden jedoch von Royal Caribbean Tests mit der Brennstoffzellen-Technik in der Kreuzfahrtindustrie eingeführt. Diese Tests sollen in absehbarer Zeit auf einem der drei Schiffe der so genannten „Oasis-Klasse”, den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt, erfolgen. Aufgrund der Erfahrungen, die man während der Tests erhält, will man dieses Projekt dann auch auf den zukünftigen Neubauten einführen. Christian Eckardt

 

19304 20150911 PS94 Arktis 077 MHoppmann mit copyright 002Der 1982 abgelieferte Forschungseisbrecher POLARSTERN ist das wichtigste Werkzeug der deutschen Polarforschung.

 

Lloyd Werft erwartet POLARSTERN für 70. Dockung
Bei der Bremerhavener Lloyd Werft wird Ende Juni ein Dauergast erwartet, das deutsche Polarforschungsschiff POLARSTERN des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Dabei handelt es sich um die mittlerweile 70. Dockung bei dem traditionsreichen Werftunternehmen an der Unterweser. „Kein anderes Schiff wurde häufiger bei uns gedockt und gewartet, wie die POLARSTERN, die erstmals am 22. Dezember 1982 das Trockendock der Werft ansteuerte”, erklärte Lloyd Werft Geschäftsführer Rüdiger Pallentin. Vom 29. Juni bis zum 10. August bleibt die 118 Meter lange, 25 Meter breite und 11,5 Meter tiefgehende POLARSTERN bei der Werft, wobei das Schiff in der Zeit vom 4. Juli bis zum 2. August für Arbeiten am Unterwasserschiff auf den Pallungen des Kaiserdocks II trockengestellt wird. Aufgrund des großen Tiefgangs des Forschungsschiffes stehen nur wenige Dockanlagen für die POLARSTERN zur Verfügung, hierzu gehören aber die beiden großen Trockendocks der Lloyd Werft.
Während dieser 70. Werftliegezeit erfolgt an der POLARSTERN unter anderem die Demontage und die Überholung der Flossen-Stabilisatoren. Notwendige Wartungsarbeiten am Propeller, Ruder, der Stevenrohrabdichtung und dem Bugstrahler werden durchgeführt und die Aufbauten erhalten einen neuen Farbanstrich. Weiterhin erfolgen während der Dockung Stahlarbeiten im Bereich des Schornsteinzwischendecks, der Aufbau des Bug-Krans, die Installation einer neuen Tankheizung sowie die Errichtung einer neuen Lagerplattform für Ersatzteile im Heli Hangar. Im Innenbereich des Forschungsschiffes werden zudem 20 Bäder in den Kabinen erneuert.
In Vorbereitung auf die anstehende Forschungsreise des MOSAiC-Projektes, eine der spektakulärsten Arktisexpeditionen überhaupt, erfolgen diverse Schutzmaßnahmen für die Überwinterung der POLARSTERN im arktischen Eis.
Der 1982 abgelieferte Forschungseisbrecher POLARSTERN ist das wichtigste Werkzeug der deutschen Polarforschung.
Bis heute ist die POLARSTERN eines der leistungsfähigsten Polarforschungsschiffe weltweit und kann sogar in der Packeiszone arbeiten und mit seinem doppelwandigen Stahlrumpf bis zu 1,5 Meter dickes Eis brechen. Die notwendige Energie hierfür liefern vier KHD-Hauptmaschinen mit einer Maschinenleistung mit insgesamt 14.120 kW. Außerdem ist die POLARSTERN für Arbeiten bei Temperaturen von bis zu -50 Grad Celsius vorgesehen und kann sogar im Eis der Polarmeere überwintern. Ohne die POLARSTERN wäre auch die Forschung an den Stationen des Alfred-Wegener-Instituts nicht möglich, die zum Beispiel die antarktische, ganzjährig besetzte Neumayer-Station III mit Lebensmitteln oder auch Material zur Instandhaltung versorgt.
Eine regelmäßige Wartung des Polarforschungsschiffes, gerade durch die Eisfahrt ist zwingend notwendig, da dieser vor allem den Schiffskörper beansprucht. So werden die Schiffspropeller durch Eiskontakt belastet, dies gilt auch für die Ruderanlage. Im Überwasserbereich beeinflussen starke Minustemperaturen den Betrieb aller Winden und Kräne. Die letzte große Generalüberholung erfolgte von 1999 bis 2001, in dieser Zeit wurde das Schiff technisch auf den damals neuesten Stand gebracht.
Ein Nachfolger für die mittlerweile 37 Jahre alte POLARSTERN ist in Planung. Auch im Hause der Lloyd Werft laufen seit geraumer Zeit die Vorplanungen für den möglichen Neubau der POLARSTERN II, mit der Entscheidung über die Auftragsvergabe wird noch in diesem Jahr gerechnet. Christian Eckardt

 

19304 Gorch Fock 27062019 C Eckardt 79 002Zwei Schlepper überführten die Hülle der GORCH FOCK 43 Kilometer weseraufwärts nach Berne zur Fassmer Werft. 
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

GORCH FOCK wird zur Fassmer-Werft überführt
Dreieinhalb Jahre nach der letzten Fahrt hat das Segelschulschiff GORCH FOCK seine erste Reise absolviert, jedoch ohne eigenen Antrieb und auch nur als leere Stahlhülle. Zwei Schlepper der Reederei URAG überführten den Segler 43 Kilometer weseraufwärts vom Islandkai in Bremerhaven nach Berne zur Fassmer Werft, wo der Schleppzug am Abend eintraf. Der mit einem grün-oliven Grundierungsanstrich versehene Rumpf ist derzeit nicht viel mehr als eine leere Stahlhülle, denn Masten und Aufbauten fehlen noch. Diese sind auf dem Gelände von German Ship Repair (GSR) eingelagert. In den letzten Jahren lag der Segler im Auftrag der Elsflether Werft in einem Schwimmdock bei der Bremerhavener Bredo-Werft.
Wie es im Detail mit dem Segler, der zur seemännischen Ausbildung von Offiziersanwärtern genutzt wird, nun weiter geht, steht noch nicht fest. Axel Birk, Vorstand der Elsflether Werft, sagte: „Es geht wie geplant voran. Wir haben einen sicheren Liegeplatz für die GORCH FOCK festgelegt. Bis zur Auftragsvergabe in circa zwei Wochen beginnen wir mit vorbereitenden Arbeiten zum nächsten Docken. Parallel führen wir die Verhandlungen mit verschiedenen Lieferanten für die Dockung, die Gerüste und die Arbeiten zum Schiffsanstrich.”
Für die Stammbesatzung der GORCH FOCK wurde schon zuvor das Wohnschiff KNURRHAHN von der Bredo-Werft nach Berne zur Fassmer Werft überführt.
Anfang der Woche wurde vom Bundesverteidigungsministerium die Fortführung der Bauarbeiten an dem mittlerweile 61 Jahre alten Segelschulschiff der Deutschen Marine bei der Elsflether Werft beschlossen. Als Ablieferungstermin zur Erprobung der Dreimastbark ist der Herbst 2020 vorgesehen. Gemäß einer vereinbarten Open-Book-Struktur hat die Marine dabei Einblick in alle Details der Kalkulation und der Terminplanung. Die Gesamtkosten sollen 135 Millionen Euro nicht übersteigen. Christian Eckardt