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19204 PhoenixReisen MSViola AnimationDie 1995 erbaute MS VIOLA ist 96,3 Meter lang, 11,4 Meter breit und 8,87 Meter hoch. Animation: Phoenix Reisen, Bonn

 

Neues Herzensprojekt von Phoenix Reisen auf dem Fluss
Flusskreuzer MS VIOLA mit 34 rollstuhlgerechten Kabinen ermöglicht neue Dimensionen
Seit vielen Jahren hat Johannes Zurnieden, Gründer des Bonner Kreuzfahrtveranstalters Phoenix Reisen, gemeinsam mit seinem Team darüber nachgedacht, wie man Gästen die Mitreise ermöglichen kann, für die es aufgrund ihrer körperlichen Konstitution nicht ganz so einfach ist, auf Reisen zu gehen. Nun ist dies endlich, in enger Zusammenarbeit mit langjährigen und kompetenten Partnern, gelungen, denn ab Mai dieses Jahres wird das Flusskreuzfahrtschiff VIOLA auf dem Rhein kreuzen.
Dabei ist die VIOLA ein ganz besonderes Schiff für ganz besondere Gäste. 34 rollstuhlgerechte Kabinen bieten bedarfsgerechten Komfort wie z.B. extra breite Türen, höhenverstellbare Betten, unterfahrbare Waschbecken und befahrbare Duschen. Für mitreisende Begleitpassagiere stehen eigene Kabinen zur Verfügung. Das Schiff – barrierefrei und behindertengerecht – wurde in den letzten Monaten komplett saniert. Neben den besonderen Ausstattungsmerkmalen sorgen Annehmlichkeiten wie Restaurant, Panoramasalon, Friseur, Sonnendeck und nicht zuletzt die Crew für die typische Phoenix-Atmosphäre.
Das 1995 erbaute Flussschiff ist 96,3 Meter lang, 11,4 Meter breit und 8,87 Meter hoch und verkehrte zuletzt unter dem Namen J. HENRY DUNANT für das niederländische Rote Kreuz auf Reisen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen.
Phoenix Reisen fiel es leicht, für dieses Projekt die renommierte Reederei Rivertech als auch den langjährigen Partner sea chefs zu gewinnen. Für Johan Rijfers, Reeder mit über 30-jähriger Erfahrung, und die Verantwortlichen von sea chefs, die für die hervorragende Hotel- und Küchenleistung an Bord von Phoenix-Schiffen verantwortlich zeichnen, war es nahezu eine Ehrensache die Umsetzung zu unterstützen.
Mit dem Malteser Hilfsdienst und Runa Reisen hat Phoenix Reisen weitere kompetente und professionelle Erfahrung, Wissen und Unterstützung ins Boot geholt. Der Malteser Hilfsdienst ist einer der größten karitativen Dienstleister Deutschlands, der ehrenamtlich medizinisches Personal an Bord der VIOLA einsetzen wird. Runa Reisen ist der Spezialist unter den barrierefreien Reiseveranstaltern und steht unterstützend zur Seite.
Informationen zu Reisen auf der VIOLA sowie allen Hochsee-, Flusskreuzfahrten und weiteren Reiseangeboten von Phoenix Reisen finden Interessierte im Internet auf www.PhoenixReisen.com · Christian Eckardt

 

19204 Spectrum of the Seas PIDie SPECTRUM OF THE SEAS, wird voraussichtlich erst am Dienstag, den 19. März 2019 die Ausrüstungspier der Werft verlassen und auf der Ems zunächst nach Eemshaven (Niederlande) überführt. Foto: Meyer Werft, Papenburg

SPECTRUM OF THE SEAS wird nicht vor Dienstag die Meyer Werft verlassen
Das neueste Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft, die SPECTRUM OF THE SEAS, wird voraussichtlich erst am Dienstag, den 19. März 2019 die Ausrüstungspier der Werft verlassen und auf der Ems zunächst nach Eemshaven (Niederlande) überführt.
Zuerst ging man bei der Werft von einem Start an diesem Wochenende aus, doch der immer wieder auffrischende Wind aus Westen mit zum Teil stürmischen Böen machte eine Terminänderung notwendig. Noch in der letzten Woche hatte der Niedersächsische Landebetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Betreiber des Emssperrwerkes den Zeitraum für die Emspassage zwischen den 15. bis 17. März 2019 eingegrenzt.
Die Ankunft der SPECTRUM OF THE SEAS in Eemshaven ist nach der derzeitigen Planung am Donnerstag, 21 März, vorgesehen. Nach ersten technischen und nautischen Erprobungen wird das Schiff Ende März in Bremerhaven zur Ausrüstung an der Columbuskaje erwartet, wo auch um den 11. April die offizielle Übergabe an die Reederei Royal Caribbean erfolgen soll.
Das 169.300 BRZ große Kreuzfahrtschiff bietet Platz für 4.284 Passagiere. Wie die drei Schwesterschiffe aus der so genanten „Quantum-Klasse”, verfügt auch dieser jüngste Neubau über die gläserne Aussichtskuppel North Star, den Surfsimulator Flow Rider sowie den Skydiving-Simulator Rip Cord. Neu ist ein Bungee-Trampolin am Heck des Schiffes, auf dem die Passagiere ein Virtual-Reality-Headset tragen, um in unterschiedliche Erlebniswelten einzutauchen. Das Schiff ist für den asiatischen Kreuzfahrtmarkt bestimmt und soll am 18. April seine erste Fahrt mit Gästen von Barcelona nach Dubai unternehmen. In den asiatischen Gewässern sind dann Kurz-Kreuzfahrten zwischen China und Japan vom Basishafen Shanghai vorgesehen.
Nach Auskunft der Meyer Werft wird die 347 Meter lange und 41 Meter breite SPECTRUM OF THE SEAS die Emsüberführung wieder rückwärts mit Unterstützung von zwei Schleppern durchführen, da sich in den vergangen Jahren gezeigt hat, dass sich diese Art der Überführung aufgrund der besseren Manövrierfähigkeit bewährt hat.

Für die Emspassage gilt folgender Zeitplan, die Meyer Werft weist aber darauf hin, dass sich der Zeitplan entsprechend der Wetter- und Tidebedingungen kurzfristig verschieben kann:

Dienstag, 19. März 2019
ca. 18:00 Uhr Ab Werft – Leinen los
ca. 18:30 Uhr Schiff in Warteposition (Papenburg)
ca. 19:00 Uhr Passieren der Dockschleuse (Papenburg)

Mittwoch, 20. März 2019
ca. 01:30 Uhr Passieren der Weener Brücke (Weener)
ca. 06:00 Uhr Passieren der Jann-Berghaus-Brücke (Leer)
ca. 10:15 Uhr Ankunft Emssperrwerk (Gandersum)
ca. 11:45 Uhr Passieren Emssperrwerk
ca. 13:15 Uhr Passieren Emden

Die Überführung des Schiffes wird erneut vom Team der Lotsenbrüderschaft Emden durchgeführt. Die Emslotsen haben auch in den Vorjahren die Schiffe der Meyer Werft überführt. Das gesamte Überführungsteam trainierte dieses Manöver am computergesteuerten Simulator in Wageningen (Niederlande), um so noch besser vorbereitet zu sein.
Aktuell arbeitet die Meyer Werft an zwei weiteren Kreuzfahrtschiffen, die noch in diesem Jahr abgeliefert werden: Im Baudock I ist der Bau der SPIRIT OF DISCOVERY für die britische Reederei Saga Cruises bereits in der Endphase, für Mai ist das Ausdocken vorgesehen, im Baudock II entsteht der aktuell letzte Neubau für die Reederei Norwegian Cruise Line, die NORWEGIAN ENCORE, die im Herbst 2019 fertig gestellt wird.
Das aktuelle Auftragsvolumen der Werft besteht für den Standort Papenburg aus 12 Kreuzfahrtschiffen und reicht bis Ende 2023. Es ist damit der größte Auftragsbestand, den die Meyer Werft je hatte.
Das Ablegen des Schiffes im Papenburger Hafen und das Passieren der Dockschleuse können über unsere Webcam unter www.meyerwerft.de mit verfolgt werden. Christian Eckardt

 

19204 Seabourn Venture Rendering SeabournBei den neuen Schiffen, die auf der italienischen Werft T. Mariotti in Genua gebaut werden, handelt es sich um ein brandneues, innovatives Design, das speziell für den ultra-luxuriösen Expeditionsreisenden entwickelt wurde. Animation: Seabourn Cruise Line, Seattle

Erstes Expeditionsschiff von Seabourn erhält den Namen SEABOURN VENTURE
Die exklusive, zum amerikanischen Carnival-Konzern gehörende Kreuzfahrtreederei Seabourn hat den Namen des ersten Expeditionsschiffes bekannt gegeben: Unter dem Namen „Seabourn Venture“ wird der Neubau ab 2021 auf Expeditionsreisen gehen. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte zollt Seabourn mit diesem Namen seinem erfolgreichen Expeditionsprogramm Tribut, denn bereits 2013 bot die Luxuskreuzfahrtreederei in der Antarktis die ersten Expeditionen an. Deren Erfolg zog weltweit ähnliche Angebote, wie von Experten begleitete Zodiac- und Kajaktouren sowie Wanderungen, unter dem Titel Ventures by Seabourn nach sich.
„Der Name SEABOURN VENTURE ist ein aufregender Schritt auf dem Weg zu noch umfassenderen Reisen, die speziell für Expeditionsreisende konzipiert wurden”, sagte Richard Meadows, Präsident von Seabourn. „Zusammen mit dem Team von 26 Experten, die die Expeditionserfahrung zum Leben erwecken werden, werden wir atemberaubende Erlebnisse schaffen, die den Reisenden mit Sicherheit ein Leben lang in Erinnerung bleiben.”
Die 170 Meter lange SEABOURN VENTURE mit einer Vermessung von 23.000 BRZ soll im Juni 2021 ausgeliefert werden und in der ersten Saison in der Arktis verkehren. Ein zweites, noch zu benennendes Schwesterschiff folgt im Mai 2022. Bei den neuen Schiffen, die auf der italienischen Werft T. Mariotti in Genua gebaut werden, handelt es sich um ein brandneues, innovatives Design, das speziell für den ultra-luxuriösen Expeditionsreisenden entwickelt wurde. Die Mariotti-Werft hat in den vergangen Jahren schon drei Neubauten für Seabourn geliefert.
Die neue SEABOURN VENTURE mit einem PC6 Polar Class Standard wird über 132 Oceanfront Veranda Suiten für maximal 264 Passagiere verfügen. Mitgeführt werden unter anderen zwei U-Boote für Ausflüge in die Unterwasserwelt, sowie 24 Zodiacs und Kajaks für Expeditionen, die direkt am Schiff beginnen.
Gebaut werden die Schiffe in Kooperation zwischen der italienischen Werft T. Mariotti und der niederländischen Damen-Werftengruppe. Für das Projekt gingen die Schiffbauer bereits im letzten Sommer eine Partnerschaft unter dem Namen Mariotti Damen ein.
Die Kreuzfahrtreederei Seabourn wurde Ende der 1980er-Jahre von einem Konsortium um den norwegischen Industriellen Atle Brynestad gegründet. 1988 begann der reguläre Kreuzfahrtbetrieb mit dem ersten Schiff, der auf der damaligen Seebeck-Werft in Bremerhaven erbauten SEABOURN PRIDE. Nach einer Fusion mit der britischen Cunard Line im Jahr 1998 kam das Unternehmen zur späteren Carnival Corporation und wurde als eigenständige Konzerntochter für exklusive Luxuskreuzfahrten ausgebaut. www.seabourn.com · Christian Eckardt

 

19204 BERLIN 1 02062017 C EckardtIm Sommer 2019 unternimmt die BERLIN die Nordlandfahrten vom Columbus Cruise Center in Bremerhaven, allein in diesem Jahr für sechs Abfahrten. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

FTI Cruises feiert im nächsten Jahr 40 Jahre Kreuzfahrtschiff BERLIN
Jubiläumsreise im Juli 2020 mit ehemaliger Chefstewardess Beatrix
Die seit dem Jahr 2011 im Kreuzfahrtgeschäft tätige FTI Cruises, einer Tochter des deutschen Touristikunternehmens FTI Group GmbH mit Sitz in München, bietet im nächsten Jahr zum 40. Geburtstag des derzeit einzigen eingesetzten Kreuzfahrtschiffes einige Sonderreisen mit dem bis zu 420 Passagiere fassenden Klassiker an. Neben Krimikreuzfahrten, Schlagerkreuzfahrten mit Patrick Lindner oder Stefan Mross wird die BERLIN auch eine Erlebniskreuzfahrt zur „Sail 2020” in Bremerhaven unternehmen, mit mehr als 250 Schiffen aus 20 Nationen eines der größten Windjammer-Festivals der Welt. Die Jubiläumskreuzfahrt im Juli 2020 führt die BERLIN von Bremerhaven in die Nord- und Ostsee. An Bord hält FTI Cruises viele Überraschungen für die Gäste bereit, denn es geht auch zurück in die Vergangenheit, denn es darf natürlich auf dieser Reise auch nicht die erfolgreiche Zeit als ZDF-Traumschiff nicht fehlen, für das es immerhin 12 Jahre eingesetzt war. So wird zum Beispiel Christa Mühl, Autorin von zwei Traumschifffolgen, die Passagiere in die Geheimnisse des Drehens auf der BERLIN einweihen und viele Anekdoten darüber berichten. Natürlich wäre die BERLIN nicht komplett, wenn nicht Heide Keller, die langjährige Chefstewardess Beatrix mit auf Tour gehen würde.
Die seinerzeit für die Reederei Deilmann auf der Werft HDW in Kiel entstandene, heute knapp 140 Meter lange BERLIN, die zwischen 1986 und 1998 als Kulisse für die ZDF-Fernsehserie „Das Traumschiff” diente, ist in den letzten Jahren mehrfach umgebaut worden und verfügt heute über zwei Restaurants: Einen Dining-Room und ein Verandah-Restaurant mit Innen- und Außenbereich. Zudem über eine gemütliche Yachtclub-Bar, die Sirocco-Lounge und die neue BERLIN-Lounge am Sonnendeck. Zur Ausstattung auf dem deutschsprachigen Schiff gehört ebenso ein kleiner Außenpool. Dazu gibt es Fitnessgeräte, einen Saunabereich und eine Bibliothek.
In den vergangen Jahrzehnten führte die im Vergleich zu den heutigen Megacruisern doch recht überschaubare BERLIN verschiedene Namen für unterschiedliche Eigentümer. So verkehrte das ursprünglich 122 Meter lange Kreuzfahrtschiff von 1982 bis 1985 in Charter der Blue Funnel Cruises als PRINCESS MASHURI unter der Flagge Singapurs. Ende 1986 wurde der Cruiser auf der Rendsburger Nobiskrug-Werft um 16,8 Meter auf 139,3 Meter verlängert. Durch diesen Umbau vergrößerte sich die Kapazität des Schiffes, sodass fortan statt der bisherigen 330 Passagiere nun 420 Gäste in 210 Kabinen Platz fanden.
Ende 2004 endete der Einsatz des Schiffes für die Peter Deilmann Reederei und es folgte eine mehrmonatige beschäftigungslose Aufliegezeit in Genua. Später erwarb der britische Kreuzfahrtanbieter Saga Cruises das Schiff, vercharterte es aber schon wieder im nächsten Jahr für eine Saison bei dem russischen Anbieter Metropolis Tur, der es als „Orange Melody“ ORANGE MELODY unter der Flagge der Bahamas für Kreuzfahrten rund um Europa einsetzte. Nach einem weiteren Umbau, bei dem die Kapazität des Schiffes durch die Umgestaltung mehrerer Doppelkabinen zu Einzelkabinen von 420 Passagieren auf 352 gesenkt wurde, verkehrte es als SPIRIT OF ADVENTURE rund um die Welt. Im August 2011 erwarb dann die FTI Group das Schiff und schickte es ab Mai 2012 zunächst unter dem Namen FTI BERLIN auf große Fahrt – seit März 2014 ist das Schiff, jetzt wieder mit einer Kapazität von rund 420 Passagieren, wieder unter dem ursprünglichen Namen BERLIN im Einsatz.
In den Sommermonaten unternimmt die BERLIN die Nordlandfahrten vom Columbus Cruise Center in Bremerhaven, allein in diesem Jahr für sechs Abfahrten, verkehrt aber auch immer wieder in Vollcharter für französische und belgische Reiseveranstalter. Aufgrund der geringen Schiffsgröße werden zeitweise auch Abfertigungen an der Bremerhavener Seebäderkaje durchgeführt.
Auch wenn sich die BERLIN in einem technisch guten Zustand befindet und es genügend Freunde des Klassikers gibt, sucht FTI Cruises aufgrund steigender Auslastung und einem gut laufendem Chartergeschäft mit der BERLIN bereits seit über einem Jahr nach einem zweiten Schiff, hat aber bislang noch nicht das richtige Schiffsmodell gefunden. Dabei sollte das weitere Schiff über eine größere Passagierkapazität als die der BERLIN verfügen, zudem wird auch nach einem Cruiser mit einer entsprechenden Anzahl an Balkonkabinen gesucht, über die die BERLIN nicht verfügt. http://www.fti-cruises.com · Christian Eckardt

 

19204 CLia 07032019 Pojer Fiebig Notheggger C EckardtV.l.n.r: Karl J. Pojer, Chairman des Leadership Council von CLIA Deutschland, Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und Vizepräsident der IG River Cruise, Alexander Nothegger. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Hochsee-Kreuzfahrtmarkt 2018 wächst – wenn auch etwas schwächer – auf 2,26 Millionen Gäste
Deutscher Flusskreuzmarkt wächst auf das Rekordergebnis von fast 500.000 Gästen
Der deutsche Hochsee-Kreuzfahrtmarkt setzt seinen nachhaltigen Wachstumskurs erfolgreich fort. Eine erwartete Gesamtzahl von 2,26 Millionen Gästen aus dem deutschen Quellmarkt machte laut Schätzungen der Cruise Lines International Association (CLIA) im vergangenen Jahr Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff. Das entspräche einem Wachstum von 3,5 Prozent. Damit wächst der deutsche Hochsee-Kreuzfahrtmarkt weiterhin, wenn auch etwas schwächer, so betrug die Wachstumsrate im letzten Jahr noch 8,4 Prozent.
Für 2019 rechnet der Verband mit weiterem Wachstum, das aufgrund der neu in Dienst gestellten Schiffe und der damit verbundenen Kapazitäten den Passagierzuwachs im vergangenen Jahr übertreffen werde.
CLIA Deutschland und der Deutsche Reiseverband (DRV) präsentierten die Schätzungen heute, 10.03.2019, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Die endgültigen Ergebnisse zum Hochsee-Kreuzfahrtmarkt Deutschland 2018 wird CLIA im April 2019 veröffentlichen.
Norbert Fiebig, Präsident des DRV, sagt: „Die Bundesbürger sind im vergangenen Jahr so viel gereist und haben so viel für ihren Urlaub ausgegeben wie noch nie. 2018 war für die Reisewirtschaft ein überaus erfolgreiches Jahr. Der Umsatz im Veranstaltermarkt beläuft sich auf 36,1 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kreuzfahrten werden nach wie vor nachgefragt und sind einer der Wachstumstreiber im Markt. Insgesamt verstärkt sich der Trend, dass deutsche Urlauber auf die Sicherheit der organisierten Reise setzen. 2018 war ein absolutes Pauschalreisejahr – eine Entwicklung, die auch von der wachsenden Kreuzfahrt getragen ist.” Neue Schiffe, die in den Markt gestellt werden, und die zunehmende Vielfalt der Angebote treiben auch für den Reisebürovertrieb das Wachstum weiter, erklärte Fiebig weiter. „Der Umsatz wächst und der stationäre Vertrieb hält daran den Löwenanteil: 13 Prozent der Umsätze im Reisebüro gehen auf das Konto der Kreuzfahrt”. Die Reisebüros agierten als „kompetente Lotsen durch das immer vielfältiger werdende Angebot der Kreuzfahrt”, so Fiebig. Bei der Aufgabe die zusätzlichen Kapazitäten auf den Schiffen zu füllen, komme den Reisebüros darüber hinaus eine zentrale Rolle zu, so der Verbandschef. Reisebüros seien der Ort, an dem Kunden fachkundig für einen Urlaub auf dem Wasser und das passende Schiff begeistert würden.
„Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Jahr 2018. Mehr und mehr Deutsche entscheiden sich für einen Urlaub auf hoher See. Die Zahlen zeigen, dass die Kreuzfahrtbranche die Wünsche ihrer Kunden erkannt und konsequent in passende Angebote umgesetzt hat. Bei den meisten Kreuzfahrtgästen bleibt es nicht bei einer Kreuzfahrt, viele von ihnen verbringen weitere Urlaube auf hoher See”, sagte Karl J. Pojer, Chairman des Leadership Council von CLIA Deutschland. „Insgesamt 18 Hochseekreuzfahrtschiffe haben die Reedereien 2018 in Dienst gestellt und damit neue Kapazitäten mit mehr als 34.000 Betten. Und auch 2019 sollen 25 Schiffe mit rund 43.000 Betten auf den Markt kommen. Das stimmt uns für das Wachstum in diesem Jahr weiterhin sehr optimistisch.”
Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland, sagt: „2018 war für die Kreuzfahrtbranche nicht nur wegen des Marktwachstums ein erfreuliches Jahr. Auch im Bereich Nachhaltigkeit haben wir gleich mehrere wichtige Meilensteine erreicht. So konnte das erste Kreuzfahrtschiff in Betrieb genommen werden, das ausschließlich mit Flüssiggas (LNG) fährt (AIDAnova). 25 weitere Schiffe mit LNG-Antrieb sind bereits bestellt und werden bis 2027 ausgeliefert. Der Anteil an alternativen Treibstoffen in der Branche nimmt beständig zu. Mit Maßnahmen wie diesen wollen die Reedereien den Anteil ihres CO2-Ausstoßes über die gesamte Flotte bis 2030 um 40 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2008 senken. Auch diese freiwillige Selbstverpflichtung ist ein wichtiger Meilenstein für die Branche.”

19204 Statistik CLIA


Erstmals mehr als 20 Millionen Übernachtungen
Die Reiselänge beträgt nach aktuellen Schätzungen der CLIA im Jahr 2018 im Durchschnitt neun Tage. Das entspricht einem erwarteten Anstieg von etwa 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die deutschen Kreuzfahrturlauber hätten damit erstmals die 20-Millionen-Nächte-Marke überschritten. Das entspräche einem Anstieg um 3,8 Prozent bzw. 750.000 Übernachtungen. Das Durchschnittsalter der deutschen Passagiere ist nach Hochrechnungen der CLIA leicht gesunken – auf 49 Jahre.

Zukunftsweisende Initiativen reduzieren Umweltbelastungen nachhaltig
„Die Kreuzfahrtbranche hat das Ziel, ihren Beitrag zum maritimen Umweltschutz weiter auszubauen. Die CLIA-Mitgliedsreedereien sind bereit, ihren Beitrag zur Lösung branchenrelevanter Themen zu leisten”, erläutert Helge Grammerstorf. „Die Branche nimmt eine Führungsrolle ein, indem sie sich verpflichtet, den Anteil der Emissionen über die weltweite Flotte hinweg zu reduzieren. Dieses ist der erste Schritt, das ambitionierte Ziel der internationalen Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) für eine CO2-freie Schifffahrt zum Ende dieses Jahrhunderts zu erreichen.”
Die Reedereien ergreifen verschiedene zukunftsweisende Initiativen, mit denen sie ihren ökologischen Fußabdruck verringern. So steigt die Anzahl der Schiffe, die mit Abgasnachbehandlungssystemen ausgerüstet sind, stetig. Bereits 111 von 253 Schiffen verfügen über Abgasnachbehandlungssysteme. 12 Schiffe werden aktuell nachgerüstet, die Nachrüstung weiterer 30 Schiffe ist geplant. Bei den Schiffsneubauten, die bis zum Jahr 2027 planmäßig fertiggestellt werden, wird jedes dritte Kreuzfahrtschiff, 25 an der Zahl, mit Flüssiggas (LNG) angetrieben werden können. Spezielle Rumpfbeschichtungen und reibungsvermindernden Luftblasenteppiche unter dem Schiffsrumpf ebenso wie die Reiseroutenplanung und, wo möglich, auch die Versorgung mit Landstrom tragen zusätzlich zur Effizienz der Schiffe und zur Reduzierung von Emissionen bei.

Deutlich stärker bergauf
als im Hochseebereich ging es im vergangenen Jahr bei den Flussreisen, trotz diverser Reiseausfälle durch den trockenen Sommer 2018. So berichtete der Vizepräsident der IG River Cruise, Alexander Nothegger von einem Passagierplus von 5,5 Prozent auf fast 500.000 Gäste, und einer Steigerung der Umsätze um 18 Prozent auf über 591 Millionen Euro.
Der durchschnittliche Reisepreis sei um 126 auf 1.191 Euro gestiegen, erklärte Nothegger. Begünstigt werde die Entwicklung durch einen Trend zu höherpreisigen und Luxusreisen sowie eine minimale Erhöhung der durchschnittlichen Reisedauer. Auch mit der Verjüngung der Gästestruktur geht es in dem Segment voran. Zwar seien die 66- bis 75-Jährigen nach wie vor die Kernzielgruppe der Flusskreuzfahrt, allerdings habe zugleich der Anteil der 41- bis 55-Jährigen von 11,8 auf 18,3 Prozent zugenommen. Christian Eckardt

 

19204 Ostseekai Kiel Foto Stephen Gergs Port of KielIn unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel am Ostseekai, Norwegenkai und Schwedenkai über drei moderne Terminals für Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Foto: Stephen Gergs für Port of Kiel

Kiel erwartet in diesem Jahr mehr als 2,2 Millionen Passagiere
Wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Seetourismus in Schleswig-Holstein
Die wirtschaftliche Bedeutung des Seetourismus steigt in Schleswig-Holstein weiter an. In diesem Jahr werden allein im Kieler Hafen mehr als 2,2 Millionen Reisende erwartet, davon erstmals mehr als 600.000 Kreuzfahrtpassagiere und 1,6 Millionen Fährgäste wie der Port of Kiel auf der Leitmesse der weltweiten Reisebranche, der ITB, in Berlin mitteilte.
Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des Port of Kiel erklärte hierzu: „Wir registrieren ein stetig steigendes Interesse an Kreuzfahrten in Nordeuropa. Mit unserem Auftritt auf der ITB unterstreichen wir unsere Position als führender Start- und Zielhafen für Kreuzfahrten an der deutschen Ostseeküste.” Im vergangenen Jahr generierten Passagiere in Kiel Umsätze in Höhe von gut 68 Millionen Euro. Die Konsumausgaben der Fährpassagiere des Hafens belaufen sich auf mehr als 53 Millionen Euro. Dazu kommen weitere 15 Millionen Euro durch Kreuzfahrer und Crew. Davon entfielen wiederum etwa 10 Millionen Euro auf Hotelausgaben durch Passagiere, die vor oder nach ihrer Seereise in Schleswig-Holstein übernachten. Im vergangenen Jahr wurde Kiel insgesamt 169mal von 34 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen mit einer Gesamttonnage von über 11,5 Mio. BRZ (plus 15,3 %) angelaufen. Über die Terminalanlagen gingen 598.000 Kreuzfahrtpassagiere (plus 16,5 %) an oder von Bord.
Dirk Claus: „In diesem Jahr werden wir die Ergebnisse im Bereich Kreuzfahrt erneut übertreffen. Highlights der Saison sind die neue MEIN SCHIFF 2, die AIDAprima und die MSC MERAVIGLIA in Kiel.” Bis dato sind für das Jahr 2019 in Kiel 179 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen gemeldet. Die Gesamttonnage steigt erstmals auf über 15 Millionen BRZ bei einer erwarteten Passagierzahl von 620.000 Reisenden. Häufigste Gäste sind die Schiffe der Reedereien AIDA/Costa, TUI Cruises und MSC, wobei AIDA und TUI Cruises den Hafen mit jeweils vier Schiffen anlaufen. Größtes Schiff der Saison ist die MSC MERAVIGLIA (171.600 BRZ), die über 5.700 Passagierbetten verfügt. Neu in Kiel sind zudem die NIEUW STATENDAM, der jüngste Neubau der Holland America Line, sowie die AIDAprima, die als erstes Kreuzfahrtschiff während der Hafenliegezeit mit umweltfreundlichem LNG versorgt werden kann. Die Saison beginnt regulär am 31. März mit einem Anlauf der VIKING SKY und endet Mitte Oktober. Im Januar befand sich allerdings bereits die neue MEIN SCHIFF 2 in Kiel, die am 22. Januar am Ostseekai von der Meyer Turku Werft an die Reederei TUI Cruises übergeben wurde. Zahlenmäßiger Höhepunkt der Kieler Kreuzfahrtsaison ist am 17. August, wenn mit der AIDAprima, der AIDAluna, der VASCO DA GAMA und der MSC MERAVIGLIA gleich vier Hochseekreuzfahrtschiffe zusätzlich zu den großen Skandinavien-Fähren im Hafen liegen. Binnen weniger Stunden werden dann knapp 30.000 Passagiere aus- und eingeschifft.
In unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel am Ostseekai, Norwegenkai und Schwedenkai über drei moderne Terminals für Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Dazu werden Schiffe am Kreuzfahrtliegeplatz Nr. 1 im Ostuferhafen angenommen. Der Port of Kiel baut seine Hafenanlagen dabei kontinuierlich aus und wird noch in der diesjährigen Saison ein zweites Terminalgebäude am Ostseekai in Betrieb nehmen. Dirk Claus: „Am Ostseekai verfügt dann jeder Liegeplatz über ein eigenes modernes Abfertigungsgebäude. Wir bieten damit optimalen Service für Passagiere und passen unsere Kapazitäten den wachsenden Schiffsgrößen an.” In den Terminalneubau investiert der Kieler Seehafen derzeit 9 Millionen Euro. Bekannt als Ausgangspunkt für Kreuzfahrten zu den Metropolen der Ostsee und entlang der norwegischen Fjorde hat sich der Hafen auch als Tor nach Norddeutschland einen guten Namen gemacht. Internationale Gäste, die Kiel während laufender Kreuzfahrten oder mit den Fähren aus Skandinavien ansteuern, unternehmen Tagesausflüge in ganz Schleswig-Holstein sowie nach Hamburg. Im Fährverkehr ist Kiel im täglichen Liniendienst mit der norwegischen Hauptstadt Oslo (Color Line), Göteborg (Stena Line) und Klaipeda (DFDS) verbunden. Christian Eckardt

 

19204 ITB Kreuzfahrtpodium 1 07032019 C. EckardtTeilnehmer des Kreuzfahrtpodiums, vlnr: Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz, Hafensenator Martin Günthner, Christian Verhounig, TransOcean Kreuzfahrten, Dr. Jörg Rudolph, Costa Kreuzfahrten, Gesine Müller von TUI Cruises,
Hans-Jörg Kunze, Pressesprecher von AIDA Cruises, Michael Schulze, Schiffsreisen Direkter von Phoenix Reisen. Podiumsleiter war John Will. 
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Positive Entwicklung am Kreuzfahrt-Terminal Bremerhaven hält an
Gleich zwei Schiffstaufen und eine Neubauausrüstung an der Columbuskaje in diesem Jahr
Rund 2,3 Millionen deutsche Gäste haben im letzten Jahr eine Kreuzfahrt gemacht, so viele wie nie zuvor, so die aktuelle Meldung der aus der neuen Kreuzfahrtanalyse des Branchenverbandes Clia Deutschland und des Deutschen Reiseverbandes, die jetzt auf der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin vorgestellt wurde.
Auch das Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven profitiert erheblich von diesem Boom, denn in diesem Jahr wird eine Rekordabfertigung durch das Columbus Cruise Center (CCCB) erwartet. 260.000 Fahrgäste sollen bei 115 Anläufen an der Columbuskaje in diesem Jahr an/von Bord gehen. Damit vervierfachen sich die Passagierzahlen in Bremerhaven innerhalb von vier Jahren, denn im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei 66.000 Gästen. Kein deutsches Kreuzfahrt-Terminal wächst so schnell wie das Bremerhavener Columbus Cruise Center. Für 2020 sind bereits jetzt 127 Anläufe angekündigt, so dass die neue Rekordmarke von 300.000 Kreuzfahrtgästen erreicht werden könnte, erklärte jetzt Oberbürgermeister Melf Grantz auf der ITB in Berlin. „Ein Erfolg, der sich in der Seestadt in der Hotellerie, Gastronomie und unseren hervorragenden touristischen Einrichtungen positiv widerspiegelt”, so Grantz. Sonderlob gab es von Bremerhavens Oberbürgermeister für den Terminalbetreiber: „Das enorme Wachstum freut uns sehr. Parallel dazu müssen wir die hohen Qualitätsansprüche der Reedereien und Passagiere erfüllen. Dieses ist dem Team des Columbus Cruise Center hervorragend gelungen.”
Doch was ist das Besondere an Bremerhaven, dem viertgrößten Kreuzfahrthafen Deutschlands nach Warnemünde, Kiel und Hamburg, und was sind die Wünsche der Reedereien an das Terminal, diese Fragen wurden jetzt auf einem Kreuzfahrtpodium den Vertretern der größten Kreuzfahrtreedereien gestellt, die zuvor alle ein großes Lob an eines der modernsten Terminals in Europa aussprachen.
Neben Phoenix Reisen mit insgesamt 50 Anläufen, TUI Cruises mit 21 Abfahrten, TransOcean mit 17 und Costa Kreuzfahrten mit 15 Anläufen konnte in diesem Jahr auch Hans-Jörg Kunze, Pressesprecher von AIDA Cruises auf dem Podium begrüßt werden, ist doch in diesem Jahr das erste Kussmundschiff der Flotte, die AIDAcara von Deutschlands Marktführer gleich drei Mal zu Gast. Bislang machten die Schiffe von AIDA einen Bogen um die Seestadt. Dabei war die AIDAcara, schon einmal in Bremerhaven, im Juni 1996 im Rahmen ihrer Jungfernreise legte das Schiff an der Columbuskaje an. In diesem Jahr startet die AIDAcara von der Unterweser zu Grönlandreisen und kommt auch im nächsten Jahr wieder. Der Kreuzfahrtveranstalter TransOcean, ein Unternehmen der britischen CMV-Gruppe, und mit historischen Wurzeln aus der Hansestadt Bremen, nutzt das Terminal für einen ganz besonderen Anlass, einer Schiffstaufe. Der jüngste Neuzugang des Unternehmens mit dann sechs Schiffen, die VASCO DA GAMA, die derzeit noch auf einer Werft in Asien umgebaut wird, soll am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019 in Bremerhaven getauft werden. Dabei handelt es sich um die erste Taufe eines Kreuzfahrtschiffes an der Unterweser nach mehr als 23 Jahren. Dort wurde zuletzt die GRIPSHOLM von Caterina Valente getauft, übrigens damals für Transocean Tours, dem Vorgängerunternehmen. Details zur Taufe nannte TransOcean-Geschäftsführer Christian Verhounig noch nicht, doch wird in enger Abstimmung mit Erlebnis-Bremerhaven die Taufe auf der Außenweser, vermutlich direkt vor der Seebäderkaje, ausgerichtet. Auch der größte Kunde am Kreuzfahrtterminal, Phoenix Reisen, erhält ein weiteres, fünftes Schiff für seine Flotte und wird die Taufe der AMERA, die derzeit noch als PRINSENDAM verkehrt, am Columbus Cruise Center am 16. August 2019 durchführen. Michael Schulze, Schiffsreisen Direkter von Phoenix erklärte, dass zuvor im Sommer ein umfangreicher Umbau des Schiffes für rund 15 Millionen Euro erfolgt, wobei neben den Kabinen auch die gesamte Technik des Schiffes überholt wird. Möglicherweise erfolgen diese Arbeiten auf der Bremerhavener Lloyd Werft, entschieden hierzu ist noch nichts, es liegen wohl auch noch weitere Angebote nordeuropäischer Werften vor. Die Auftragsvergabe soll spätestens im April verfolgen.

Ausrüstungsschiff der Meyer Werft kommt im März nach Bremerhaven
Gerade diese Möglichkeiten eines maritimen Netzwerkes aus Zulieferbetrieben und Werften und einer guten Infrastruktur machen den Standort Bremerhaven für die Reeder sehr interessant, so dass neben der regulären Schiffsabfertigung das Terminal auch für Sonderprojekte genutzt werden kann. So wird in diesem Frühjahr, nach einer Pause von zwei Jahren, wieder ein Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft an der Columbuskaje ausgerüstet wird. Nach der geplanten Ems-Überführung der neuen SPECTRUM OF THE SEAS, (168.666 BRZ) um den 16. März, wird das Schiff nach einer ersten Einstellungsfahrt an der Columbuskaje in Bremerhaven erwartet. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Hier wird das Schiff vollständig mit dem für den Hotelbetrieb notwendigen Materialien ausgestattet. Zudem geht die neue Crew hier an Bord, die in Bremerhaven, im Vergleich zum bisherigen niederländischen Ausrüstungshafen Eemshaven, vor allem von den städtischen Möglichkeiten während ihrer Freizeit profitiert. Die abschließende offizielle Übergabe des 347 Meter langen Kreuzfahrtschiffes von der Meyer Werft an die amerikanische Reederei Royal Caribbean ist für den 11. April an der Columbuskaje geplant.
Hans-Jörg Kunze von AIDA Cruises betonte nochmals, dass am 12. Dezember in Bremerhaven Geschichte geschrieben wurde, denn an dem Tag hat die Rostocker Reederei den ersten weltweit LNG-Kreuzfahrtneubau, die AIDAnova, von der Meyer Werft offiziell übernommen und seit diesem Tag fährt das Schiff zu 100 Prozent nur mit dem sauberen Flüssigerdgas. Startpunkt war die Columbuskaje in Bremerhaven.
Kreuzfahrt und Umweltschutz sind sehr wichtige Aspekte, dem sind sich die Reedereien bewusst sind und setzten schon heute auf die vorhandenen technischen Möglichkeiten, beispielsweise in der Abgasreinigung. So kommen neben LNG wie bei AIDA Cruises Scrubber zum Einsatz oder es wird statt herkömmlichen Diesels das wesentlich teurere, aber auch saubere Marine-Gas-Oil verwendet. Doch der Einsatz fossiler Brennstoffe wird in ein paar Jahren zu einem Problem führen, wenn die Reedereien weiterhin Reisen in die norwegischen Fjorde unternehmen wollen, eines der beliebtesten Ziele der Deutschen in den Sommermonaten, von denen die meisten auch an der Unterweser beginnen. Norwegen plant bis zum Jahr 2026 die Sperrung von mehreren UNESCO-Fjorden für Schiffe mit Abgasen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Zum Welterbe in Norwegen gehören acht UNESCO-Welterbestätten, darunter auch der äußerst beliebte Geirangerfjord. Hier sind relativ kurzfristig große technische Herausforderungen zu bewältigen, wenn die Reedereien den Gästen weiterhin Fahrten in die Fjord-Regionen anbieten wollen. So wird beispielsweise AIDA verschiedene Varianten, sei es Brennstoffzellen oder auch Batterielösungen testen, da sich auch die Frage stellt, wieviel Platz benötige ich für die Batterien an Bord und wie groß ist die Reichweite für Schiffe im Batteriebetrieb.
Für das Bremerhavener Terminal wünschen sich alle Kreuzfahrtveranstalter eine zügige Umsetzung der vom Bremer Senat bereits beschlossenen Sanierung der Columbuskaje und die weitere Öffnung des Terminals in Richtung Innenstadt. Knapp 80 Millionen Euro wird es zunächst kosten, um die inzwischen 90 Jahre alte Kaje für den Kreuzfahrtbetrieb dauerhaft sicherzustellen. Nach Abschluss aller Planungen durch die Hafengesellschaft Bremenports soll voraussichtlich 2021 mit dem Bau begonnen werden, und das bei laufendem Kreuzfahrtbetrieb. Dabei soll auf einer Länge von rund 800 Meter eine neue Spundwand, rund 20 Meter vor der alten Kaje in den Boden gesetzt werden.
Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen erklärte hierzu: „Das Land Bremen wird den Kreuzfahrtstandort Bremerhaven nicht nur im Rahmen der Tourismus-Strategie „maritimes Erlebnis” stärken, sondern mit weiteren Investitionen die Zukunftsfähigkeit sichern. Ein starkes Terminal sichert starke Zahlen mit positiven Effekten für den gesamten Wirtschaftsraum.”
Ein ganz wichtiges Projekt ist die mangelhafte Verkehrsanbindung mit der Deutschen Bahn, Stichwort fehlende ICE-Anbindung Bremerhavens. Dieses Projekt haben die Reeder der örtlichen Politik als Arbeitsauftrag mit auf den Weg gebeben.

 

19204 ITB 3 07032019 C. EckardtHermann Schünemann vom Schünemann-Verlag, Bremen, Bremerhavens OB Melf Grantz und Dr. Ralf Meyer vom Referat für Wirtschaft. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen


Neues Kreuzfahrtmagazin „Kurs Bremerhaven”
Mit Beginn der Kreuzfahrt-Saison veröffentlicht die Seestadt Bremerhaven erneut ein eigenes Kreuzfahrt-Magazin „Kurs Bremerhaven”, das auf der ITB von OB Melf Grantz, Dr. Ralf Meyer vom Referat für Wirtschaft und Hermann Schünemann vom Schünemann-Verlag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Neben der Vorstellung der Reedereien steht hier auch die Verbindung der an- und abreisenden Passagiere mit den touristischen Einrichtungen der Stadt im Vordergrund: Von den Havenwelten mit dem Klimahaus, Auswandererhaus oder Schifffahrtsmuseum bis zum Schaufenster Fischereihafen. Erhältlich ist das Magazin bei der Erlebnis-Bremerhaven, bei den örtlichen Hotels aber auch im Kiosk am Kreuzfahrtterminal. Christian Eckardt

 

19204 3er Hanseatic Eisflotte Rendering Hapag Lloyd CruisesAls erstes von drei baugleichen Schiffen soll die 138 Meter lange HANSEATIC nature (15.540 BRZ) in diesem Frühjahr in Fahrt kommen. Animation: Hapag-Lloyd Cruises, Hamburg

Kreuzfahrtneubau HANSEATIC nature wird verspätet abgeliefert
Taufe in Hamburg wurde von Hapag-Lloyd Cruises abgesagt
Schon wieder wird ein Kreuzfahrtschiff nicht termingerecht fertiggestellt: Nachdem die Meyer Werft im Herbst 2018 den Neubau AIDAnova mit einigen Wochen Verspätung ausgeliefert hat, trifft es nun eine weitere deutsche Kreuzfahrtreederei. Wie Hapag-Lloyd Cruises mitteilte, wird sich die geplante Schiffsübernahme der neuen HANSEATIC nature voraussichtlich verzögern, da die norwegische Vard-Werft die termingerechte Fertigstellung des Schiffes in der von der Reederei gewünschten und vertraglich vereinbarten Qualität nicht gewährleisten kann. Details zu den Gründen der verspäteten Ablieferung nannte die Reederei bislang nicht. Somit fehlt Hapag-Lloyd Cruise die planerische Sicherheit für die Ausrichtung eines am 12. April in Hamburg geplanten Taufevents, dass somit nun abgesagt wurde.
Die HANSEATIC nature, das erste von drei neuen Expeditionsschiffen von Hapag-Lloyd Cruises, soll nun aber auf jeden Fall am 13. April 2019 zu ihrer 13tägigen Jungfernfahrt von Hamburg nach Lissabon aufbrechen. Mit der Absage des Taufevents am Tag zuvor, legt die Reederei nun den Fokus auf die Realisierung der Jungfernfahrt, wobei auch dieser Zeitplan nach Mitteilung der Reederei eine Herausforderung darstellen wird. Schon kürzlich wurde eine für Anfang April geplante Präsentation des Schiffes für Reisebüroexpedienten und Journalisten abgesagt.
Daher bietet das Unternehmen den Gästen der Jungfernfahrt die Möglichkeit, von dieser Reise kostenfrei zurückzutreten. Zusätzlich zur kompletten Rückerstattung werden 50 Prozent des Seereisepreises auf eine neue Buchung angerechnet. Dies ist ab sofort gültig für alle aktuellen Kreuzfahrten der Hapag-Lloyd Cruises Flotte bis September 2021. Reisebüros erhalten weiterhin die Provision für die ursprüngliche Buchung.
Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Cruises: „Wir bedauern die notwendige Absage der Taufe und die entstehenden Unsicherheiten für unsere Gäste natürlich sehr. Wir legen jedoch seit jeher bei unseren Schiffen die höchsten Qualitätsstandards zu Grunde. Sowohl wir als auch unsere Gäste erwarten ein Schiff, das neue Maßstäbe setzt. Um dies zu gewährleisten sehen wir uns gezwungen, den zeitlichen Rahmen, den die Werft für die Finalisierung des Schiffes benötigt, zu erweitern und unseren gesamten Fokus und alle Anstrengungen auf die Indienststellung des Schiffes zu richten.”
Als erstes von drei baugleichen Schiffen soll die 138 Meter lange HANSEATIC nature (15.540 BRZ) in diesem Frühjahr in Fahrt kommen. Beim Bau des neuen Passagierschiffes, der im Mai 2017 auf der rumänischen Werft in Tulcea begonnen hat, ist der Name Programm, denn die Natur wird nicht nur beim Erlebnis während der Expeditionen in die Antarktis großgeschrieben. Auch die modernste Umwelttechnik und Ausstattung des Schiffes dient dem Schutz der Natur. Ein SCR-Katalysator für einen verringerten Ausstoß von Stickoxid, E-Zodiacs mit Elektromotoren, PROMAS Ruder mit Spezialpropeller für einen niedrigeren Emissionsausstoß und ein optimierter Rumpf, um den Gesamtverbrauch zu senken.
Ein begehbares Vorschiff und die neuartige Observation-Lounge bieten den 230 Gästen (199 bei Antarktis-Expeditionen) zusammen mit den gläsernen Balkons einen hohen Komfort.
Auf Spezialschiffe dieser Art hat sich die zum italienischen Fincantieri-Konzern gehörende Vard-Werft in Norwegen spezialisiert, die den Bau der drei Expeditionsschiffe übernimmt. Der Schiffskörper entstand dabei im rumänischen Tulcea, anschließend erfolgte die Überführung zum Innenausbau des Schiffes im norwegischen Ålesund. www.hl-cruises.de  · Christian Eckardt

 

19204 AIDAnova Feb 2019 C Eckardt 2204Drei Meyer-Bauten aus 32 Jahren Kreuzfahrtgeschichte am Kreuzfahrtterminal an der Muelle Santa Catalina auf Gran Canaria. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

Familientreffen der Meyer-Kreuzfahrtschiffe auf Gran Canaria
Derzeit bereist der jüngste Neubau der Papenburger Meyer Werft, die LNG-betriebene AIDAnova auf siebentägigen Rundreisen die Atlantik-Insel Madeira und vier Inseln auf den Kanaren. Jeweils samstags ist am Kreuzfahrtterminal auf Las Palmas de Gran Canaria Wechseltag für die Passagiere, aber derzeit auch für zwei weitere Meyer Schiffe, die den Winter über im Inselgebiet der Kanaren verkehren. Denn neben der neuen AIDAnova (Baunummer S 696) liegen am Kreuzfahrtterminal auch die MARELLA DREAM (Baunummer S 610) von der britischen TUI Tochter Marella Cruises und die ZENITH (Baunummer S 620) von der spanischen Reederei Pullmantur.
Gerade beim Zusammentreffen der AIDAnova mit der MARELLA DREAM sieht man deutlich den Quantensprung in den mittlerweile erfolgreichen Aktivitäten der Meyer Werft im Kreuzfahrtschiffbau in den letzten 32 Jahren. Die MARELLA DREAM war ein ganz besonderes Kreuzfahrtschiff für die Meyer Werft, war es nicht nur das erste, das in Papenburg unter dem Namen HOMERIC entstand, sondern auch das einzige, das jemals zur Bauwerft in den vergangen 32 Jahren zurückkehrte.
Die mit 47.000 BRZ vermessene HOMERIC wurde 1986 nach nur zweijähriger Bauzeit an die Reederei Home Lines Inc., Panama, abgeliefert. Seinerzeit verfügte die Werft noch über kein überdachtes Baudock, so dass der 204 Meter lange Schiffsrumpf auf einem Querhelgen gefertigt wurde – somit war es auch das einzige Kreuzfahrtschiff, das mittels Stapellauf bei der Meyer Werft zu Wasser gelassen wurde. Auch ein weiterer Aspekt ist erwähnenswert, lief doch niemals zuvor ein Schiff dieser Größe quer vom Stapel. Am 28. September 1985 herrschte rund um das Werftgelände Volksfeststimmung. Kaum einer wollte sich das Jahrhundertereignis entgehen lassen, als die HOMERIC erfolgreich in das Hafenbecken rauschte. In den kommenden Monaten wurde dann auf der Werft mit Hochdruck an dem Projekt gearbeitet, so dass schon Ende Dezember 1985 die ersten Erprobungsfahrten in die Nordsee starten. Am 5. Mai 1986 verließ die HOMERIC die Bauwerft mit Kurs auf New York.
Mit der HOMERIC gelang der Meyer Werft der erfolgreiche Einstieg in den schwierigen und technisch anspruchsvollen Kreuzfahrtschiffbau. Doch schon nach vier Jahren sah man das Kreuzfahrtschiff erneut in Papenburg. Denn die HOMERIC wurde 1988 von der Holland America Line übernommen und in WESTERDAM umbenannt und der neue Eigener lies das Schiff von Herbst 1989 bis Frühjahr 1990 auf der Meyer Werft umbauen, aber auch um 40 Meter auf mehr als 240 Meter verlängern. Nie zuvor wurde ein Kreuzfahrtschiff dieser Größe in diesem Umfang vergrößert – damals eine enorme Herausforderung für die Meyer Werft, heute eine gängige Praxis auf den weltweiten Werften.
Zu den wichtigsten Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen zählten seinerzeit zusätzliche Passagier- und Mannschaftskabinen. Außerdem wurde das Schiff mit einer zweistöckigen Show-Lounge ausgestattet, die mehr als 700 Personen Platz bietet. Auch die gastronomischen und sportlichen Angebote an Bord wurden erweitert. So gibt es einen Pool-Bereich auf dem Sonnendeck mit Magrodome, einem fahrbaren Glasdach. So können die Gäste auch bei Fahrten in kältere Regionen den Badespaß ungetrübt genießen. In warmen Regionen relaxen die bis zu 1.700 Passagiere bei geöffnetem Dach unter freiem Himmel.
In den vergangenen Jahrzehnten wechselte das noch heute sehr elegante Schiff dann mehrfach die Eigentümer, verkehrte zeitweise als COSTA EUROPA und als THOMSON DREAM. Aktuell wird es für die britische TUI Tochter Marella Cruises betrieben, die Namensänderung in MARELLA DREAM erfolgte im Jahr 2017.
Weiterhin verkehrt in den Gewässern der Kanaren in diesem Winter auch die ZENITH des spanischen Veranstalters Pulmantur Cruises und komplettiert das Meyer-Familientreffen am Kreuzfahrtterminal an der Muelle Santa Catalina. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Meyer Bau, und zwar um das vierte Kreuzfahrtschiff in der Geschichte der Werft. Dieses wurde in dem zur damaligen Zeit weltweit größten überdachten Baudock der Werft erbaut, das nach einer Verlängerung 1990 heute 370 Meter lang ist. Die 208 Meter lange ZENITH wurde im Jahr 1992 an die Reederei Celebrity Cruises abgeliefert. Mit einer Passagierkapazität von 1.700 Personen galt das Schiff mit einer Vermessung von 47.300 BRZ seinerzeit, zusammen mit dem ein Jahr zuvor abgelieferten Schwesterschiff, der HORIZON, als die größten jemals in Deutschland gebauten Passagierschiffe. Heute übernimmt diesen Titel die AIDAnova, die über eine Vermessung von 184.000 BRZ verfügt und rund 6.600 Passagiere befördern kann. Christian Eckardt

 

19204 MSC Bellissima Main Ceremony Sophia Loren Foto MSC CruisesAm 2. März fand im britischen Southampton die Taufe des neuen MSC-Kreuzfahrtschiffes MSC BELLISSIMA durch die Taufpatin Sophia Loren statt. Foto: MSC Cruises, Genf

Taufe der MSC BELLISSIMA in Southampton
MSC erhält bis 2027 noch weitere 13 Neubauten
Drei Tage nach der Ablieferung im französischen St. Nazaire an die Reederei MSC Cruises mit Sitz in der Schweiz, fand am 2. März im britischen Southampton die Taufe des neuen Kreuzfahrtschiffes MSC BELLISSIMA durch die Taufpatin Sophia Loren statt. Aufgrund des starken Windes konnte die Zeremonie nicht wie geplant in einem Zelt an der Pier vor dem Schiff stattfinden, sondern musste aus Sicherheitsgründen bei laufender Veranstaltung in das Innere des Schiffes, auf die rund 100 Meter lange Galleria Bellissima verlegt werden. Bereits am 4. März startete dann die Jungfernfahrt des Schiffes, die im italienischen Genua enden wird, dem neuen Heimathafen. Die MSC BELLISSIMA mit einer Vermessung von 171.598 BRZ wird ihre erste Saison im Mittelmeer verbringen, bevor sie im November für wöchentliche Reisen ab Dubai in die Emirate übersetzt. Nach der Wintersaison nimmt die MSC BELLISSIMA im Frühling 2020 ihre Fahrten in Asien auf.
Die MSC BELLISSIMA ist das zweite Schiff der Meraviglia-Klasse, das auf der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique erbaut wurde. Als „Allwetterschiff” bietet sie, wie auch ihr Schwesterschiff, die MSC MERAVIGLIA, großzügige Außen- und Innenbereiche. Mit einer Länge von 315 Metern und einer Breite von 43 Metern ist das Kreuzfahrtschiff so konzipiert, dass es die meisten Kreuzfahrthäfen der Welt anlaufen kann.
Während der feierlichen Übergabezeremonie der MSC BELLISSIMA auf der Bauwerft in St. Nazaire erklärte Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises: „Die heutige Übergabe der MSC BELLISSIMA markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte unserer Partnerschaft mit Chantiers de l’Atlantique. Gemeinsam haben wir bereits 14 hochmoderne Kreuzfahrtschiffe zum Leben erweckt und damit den Weg für die erste Wachstumsphase unseres Unternehmens geebnet. Es werden in den nächsten Jahren noch viele weitere folgen, die unsere Präsenz im Markt weiter ausbauen. Die Eleganz und Schönheit der MSC BELLISSIMA und ihr Fokus auf neueste Technologien verdeutlichen unser ungebrochenes Streben nach Innovation.”
Laurent Castaing, General Manager von Chantiers de l’Atlantique, fügte hinzu: „Dieses außergewöhnliche neue Schiff ist ein weiterer Beweis für die Qualität der Partnerschaft mit MSC Cruises, die wir in den letzten zwanzig Jahren aufgebaut haben. Mit jedem neuen Schiff bringen wir unser Know-how und unsere Innovationskraft ein, um das Vertrauen unserer Kunden in uns zu stärken: Das ist für beide Unternehmen gleichermaßen eine Erfolgsgeschichte.”
Wie zuvor andere Schiffe der MSC Flotte, setzt auch die MSC BELLISSIMA neue Maßstäbe im Bereich Design und Konstruktion. MSC Cruises hat es sich um Ziel gesetzt, die Auswirkungen der Kreuzfahrt auf die Umwelt zu reduzieren, daher wurde auch die MSC BELLISSIMA mit einigen der modernsten Umwelttechnologien ausgestattet: Dazu zählen unter anderem ein innovatives Abgasreinigungssystem (EGCS), eine fortschrittliche Abwasseraufbereitungsanlage, Prozesse, um den Ölaustritt aus Maschinenräumen zu verhindern, Ballastwasser-Aufbereitungsanlagen sowie verschiedene Energiesparmaßnahmen wie etwa LED-Beleuchtung oder Wärmerückgewinnung.

ZOE – das neue Crew-Mitglied der MSC Bellissima
Auch die MSC BELLISSIMA verfügt über modernste, Gäste-zentrierte Technologien. Sie ist das erste MSC Schiff, auf dem ZOE – der weltweit erste digitale Sprachassistent für die Kreuzfahrt – zum Einsatz kommt. Dieser Sprachdienst wird als neues Feature von MSC for Me in jeder Kabine verfügbar sein und kann an Bord Hunderte von Fragen über die Kreuzfahrt beantworten.
Die maximal 5.686 Passagier, für die 2.217 Kabinen auf den 19 Passagierdecks zur Verfügung stehen, können aus zwölf unterschiedlichen, internationalen Restaurants und 20 Bars wählen. Auch für exklusives Entertainment ist gesorgt: Zwei brandneue Cirque du Soleil at Sea Shows, die exklusiv für die MSC BELLISSIMA entwickelt wurden, warten auf ihre Gäste – oder sie relaxen im Grand Canyon Aquapark, einem Paradies für Familien.
Die Galleria Bellissima, eine 96 Meter lange Promenade unter dem längsten LED-Himmel auf See (80 Meter) ist das Herzstück des Schiffes. Sie lädt zu einem Bummel ein, bei dem besondere Spezialitätenrestaurants, kleine Boutiquen und aufregende LED-Shows entdeckt werden können. Abends erwacht die Galleria Bellissima mit Partys und Entertainment zum Leben.
Mit der Übergabe ist die MSC BELLISSIMA das vierte Schiff, das MSC Cruises innerhalb von zwei Jahren in Dienst stellt. Im Rahmen des einzigartigen Investitionsprogramms sollen bis 2027 noch 13 weitere Neubauten folgen. Darunter auch die vier LNG-Schiffe der 330 Meter langen „World Class”, die Platz für nahezu 7.000 Gäste bieten und ebenfalls bei Chantiers de l’Atlantique produziert werden, sowie vier Schiffe der deutlich kleineren Luxus-Klasse, die bei Fincantieri in Italien entstehen. www.msc-kreuzfahrten.de/de · Christian Eckardt

 

19204 OCEAN EXPLORER 00454Nach der geplanten Ablieferung im Jahr 2021 wird Vantage Cruise Line das vierte Schiff unter dem Namen OCEAN EXPLORER für Fahrten in Ostasien, Mittelmeer und Skandinavien einchartern. Animation: Sunstone Ships, Miami

Sunstone bestellt viertes Expeditionsschiff mit X-Bow-Rumpfdesign
Einsatz ab 2021 für Vantage Cruise Line geplant
Die amerikanische Reederei Sunstone Ships mit Sitz in Miami löst eine weitere Option für den Bau eines vierten Expeditionskreuzfahrtschiffes aus der so genannten Infinity-Klasse ein, wobei es noch Optionen für sechs weitere mögliche Neubauten dieses Schiffstyps gibt. Nach der geplanten Ablieferung im Jahr 2021 wird Vantage Cruise Line das vierte Schiff unter dem Namen OCEAN EXPLORER für Fahrten in Ostasien, Mittelmeer und Skandinavien einchartern. Sunstone Ships führt selbst keine Kreuzfahrten durch, sondern verchartert die Schiffe an Reiseveranstalter.
Auch das vierte Schiff dieser Klasse wir auf der China Merchants Heavy Industry (CMHI) nach den Plänen von Ultein Design & Solutions gefertigt, die diese Schiffsklasse im CX103-Design hat. Die 104,3 Meter langen und 18,4 Meter breiten Schiffe verfügen je nach Ausführung über eine Passagierkapazität zwischen 130 und 200 bei 85 bis 115 Crewmitgliedern. Die Neubauten werden nach dem Polar Code 6, Kategorie B, gebaut und erhalten ein dynamisches Positionierungssystem und so genannten Stillstandsstabilisatoren.
Das Ulstein-Design für die neuen Sunstone-Expeditionscruiser zeichnet sich gerade durch den markanten X-Bow aus. Ulstein ist vor allem aus dem Bau von Offshore-Fahrzeugen bekannt, für die das patentierte X-Bow für Einsätze unter rauen Bedingungen entwickelt wurde, von denen inzwischen weit mehr als 100 Schiffe in Fahrt sind. Die Expeditionskreuzfahrtschiffe sind den Angaben zufolge die ersten ihrer Art, bei denen das Ulstein X-Bow Rumpfdesign umgesetzt wurde. Der Bug führt zu reduzierten Schiffsbewegungen, vor allem dass das Schiff in den Wellen nicht so hoch aufsteigt und in das Wellental zurückfällt. Dies führt somit zu mehr Komfort für die Passagiere. Weiterhin wird weniger Kraftstoff verbraucht, was die Kosten sowie die Emissionen reduziert.
Als erstes Expeditionsschiff dieser neuen Serie soll zum Ende des Jahres die GREG MORTIMER für den australischen Reiseveranstalter Aurora Expeditions in Fahrt kommen. Auf Deck 5 wird es zwei ausfahrbare Beobachtungsplattformen geben. Die Jungfernfahrt in die Antarktis beginnt am 31. Oktober 2019 in Ushuaia/Argentinien.
Das erste Schwesterschiff, die OCEAN DISCOVERER folgt im Jahr 2020 ebenfalls für Aurora Expeditions. Das dritte Schiff, die OCEAN VICTORY geht im Jahr 2021 an die amerikanische Victory Cruise Line und der jetzt bestellte Neubau im Jahr 2021 als OCEAN EXPLORER an die amerikanische Vantage Cruise Line. Christian Eckardt

 

19204 Fanafjord Foto LMG MarinNoch im März soll das 130 Meter lange Fährschiff FANAFJORD nach Cuxhaven überführt werden und dann noch in diesem Frühjahr unter deutscher Flagge und dem neuen Namen ElbeExpress den Fährdienst aufnehmen. Foto: LMG Marin, Bergen

 

Fährschiff ElbeExpress nimmt im April den Betrieb auf
Die Ende 2018 neu gegründete Elbferry GmbH hat für die geplante Wiederaufnahme des Fährverkehrs an der Elbmündung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel einen Kaufvertrag für das norwegische LNG-Fährschiff FANAFJORD abgeschlossen. Noch im März soll das 130 Meter lange Fährschiff nach Cuxhaven überführt werden und dann noch in diesem Frühjahr unter deutscher Flagge und dem neuen Namen ElbeExpress den Fährdienst aufnehmen. Aktuell sucht das Unternehmen unter anderem nautisches Personal für das Fährschiff, das laut Fahrplan täglich verkehren wird. Die erste Abfahrt ab Brunsbüttel ist jeweils morgens um 5:00 Uhr, vom Anleger am Steubenhöft in Cuxhaven um 6:30 Uhr. Die Überfahrtszeit soll eine Stunde dauern, so dass alle drei Stunden je Richtung eine Abfahrt erfolgt. Der letzte Betreiber ElbLink hatte 2017 den Fährverkehr über die Elbe eingestellt. Die beiden dort zuletzt verkehrenden Schiffe konnten mittlerweile vom bisherigen Eigner nach Kanada verkauft werden, wo sie schon wieder im Einsatz sind.
Hinter der Elbferry GmbH stehen Heinrich Ahlers und Ulrich Kalthoff, die als geschäftsführende Gesellschafter jeweils zehn Prozent der Anteile halten, und die Green Cruises GmbH, die mit 80 Prozent an der Firma beteiligt ist. Der 68-jährige Mitgesellschafter Heinrich Ahlers war viele Jahre als ehemaliger Cuxport-Chef in der Cuxhavener Hafenwirtschaft aktiv. Anschließend wechselte der ausgewiesene Fachmann der maritimen Wirtschaft als Geschäftsführer zur Buss Group GmbH nach Hamburg. In dieser Zeit setzte der die neuen Umschlagterminalanlagen für die Buss Group in Stade und Eemshaven um.
„Die positiven Nachrichten über die Wiederaufnahme der Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel stimmen mich froh und glücklich. Ich freue mich sehr darüber, was viele Akteure mit Ausdauer und Ehrgeiz umgesetzt haben und dass unsere Stadt und unsere Region mit der Verbindung nach Schleswig-Holstein wieder an Attraktivität gewinnen”, bewertet der hafenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Uwe Santjer die Meldung der Elbeferry GmbH.
Das neue Fährschiff verfügt über eine Kapazität für 18 Lkw und 212 Personenwagen auf den zwei Frachtdecks und kann bis zu 590 Passagiere transportieren. Die 2006 auf der Aker Yardy Norway für die Reederei Fjord 1 erbaute Doppelend-Fähre ist eines von fünf LNG betriebenen Schiffen BERGENSFJORD, MASTRAFJORD, RAUNEFJORD und STAVANGERFJORD), die vom norwegischen Schiffsarchitektenbüro LMG Marin entworfen wurden. Die zuletzt zwischen Halhjem und Sandvikvåg südlich von Bergen betriebene FANAFJORD wird demnächst durch einen Neubau ersetzt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 21 Knoten.
Der Antrieb des Fährschiffes erfolgt gaselektrisch über vier Schottel-Propellergondeln, jeweils zwei zu beiden Seiten des Schiffes. Für die Stromerzeugung für die jeweils 2.750 kW starken Elektromotoren der Propellergondeln verfügt das Schiff über vier Generatorsätze von Bergen Engines, die von zwei Zwölfzylinder-Gasmotoren von Bergen Marine mit einer Leistung von jeweils 2.650 kW und zwei Bergen Marine Sechzehnzylinder-Gasmotoren mit einer Leistung von je 3.530 kW angetrieben werden. Für die Lagerung des Flüssigerdgases stehen zwei, jeweils 113 Kubikmeter fassende Tanks zur Verfügung. Nach Auskunft von Heinrich Ahlers erfolgt die Betankung mit Flüssigerdgas drei bis viermal die Woche, in den Nachtstunden in Brunsbüttel, wobei die Kapazität pro Tankladung rund 25 Kubikmeter beträgt.
Zuletzt gab es noch unter den Beteiligten eine rege Diskussion aufgrund der neuen Geschwindigkeitsbeschränkung von 15 Knoten auf der Elbe und die dadurch in Frage stehende Rentabilität der geplanten Fährverbindung. Die Elbeferry GmbH mit Sitz in Brunsbüttel kann in Abstimmung mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) zunächst während einer Testphase mit der vollen Geschwindigkeit verkehren, um einen gerade für die Speditionen verlässlichen Drei-Stunden-Fahrtplan anzubieten. Angestrebt wird jedoch eine langfristige Ausnahmegenehmigung. Christian Eckardt

 

19104 Superstar LIBRA 3 05082018 C EckardtAb dem Sommer 2019 sollen die ersten Arbeiter in die Superstar LIBRA einziehen, die beim Bau des größten in Deutschland produzierten Kreuzfahrtschiffes aus der so genannten „Global-Class” tätig sind. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Möglicher Wohnschiff-Verkauf hat sich zerschlagen
Superstar LIBRA soll bei den MV Werften in Wismar verbleiben
Ende August 2018 traf das 30 Jahre alte Kreuzfahrtschiff Superstar LIBRA in Wismar ein, wo es zum Wohnschiff für rund 1.400 Werftarbeiter und Zulieferer der MV Werften umgebaut werden sollte. Doch in den letzten Wochen mehrten sich in Wismar die Gerüchte, dass das Kreuzfahrtschiff, das genauso wie die MV Werften zum Genting-Konzern gehört, wohl wieder als Kreuzfahrtschiff verkauft werden soll.
Noch im Dezember erklärte ein Sprecher von MV Werften, dass es derzeit auf dem Weltmarkt eine große Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffskapazitäten gibt, so dass es auch Interessenten für die 216 Meter lange Superstar LIBRA gäbe, wobei ein möglicher Verkauf von diversen Variablen abhängt. Sollte ein Verkauf zustande kommen, würde sich die Werft nach Alternativen umschauen, so der Werftsprecher. Nach verschiedenen Medieninformationen kam der Verkauf der Superstar LIBRA nun aber doch nicht zustande. Eine Stellungnahme seitens der MV Werften gibt es hierzu nicht, der Werftsprecher war in den letzten Tagen nicht zu erreichen.
Nun sieht es also so aus, dass die über 700 Kabinen verfügende Superstar LIBRA, die sich derzeit für den geplanten Umbau zum Wohnschiff im Baudock der MV Werften in Wismar befindet, doch in der Hansestadt als Wohnschiff verbleibt. Ab dem Sommer 2019 sollen die ersten Arbeiter einziehen, die beim Bau des größten in Deutschland produzierten Kreuzfahrtschiffes aus der so genannten „Global-Class” tätig sind. Der Baubeginn des ersten noch namenlosen Schiffes erfolgte im März 2018 auf den MV Werften in Rostock-Warnemünde. Dort entsteht derzeit das Mittschiff des zukünftig 342 Meter langen Neubaus und soll nach derzeitigen Planungen Ende September nach Wismar überführt werden. Bei einer Größe von rund 205.000 BRZ bietet der Megaliner – bei Doppelbelegung – zukünftig über 5.000 Passagieren in 2.500 Kabinen Platz. Die Kabinen sind speziell für asiatische Familien ausgelegt. Sie bieten Schlafplätze für zwei, drei oder vier Personen mit geteilten (zwei) Badezimmern und gestatten so einen größeren preislichen Spielraum für den asiatischen Markt.
Das aktuelle Bau- und Investitionsprogramm der Werftengruppe führt zu einer rapiden Aufstockung der Beschäftigtenzahlen und darüber hinaus zu nachhaltigen Aufträgen und Wertschöpfung bei externen Partnern in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade am Standort Wismar wird die Zahl eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf rund 1.500 ansteigen.
Peter Fetten, CEO von MV Werften, erklärte zur Vorhaltung der Superstar LIBRA als Hotelschiff im letzten Sommer: „Es ist eine clevere Idee, die Superstar LIBRA jetzt für uns als Wohnschiff einzusetzen. Die Unterbringungssituation ist so viel entspannter und die Wege sind deutlich kürzer.” Und der Bürgermeister der Hansestadt Wismar, Thomas Beyer, erklärte im August 2018: „Bezüglich der Infrastruktur arbeiten wir eng mit den Verantwortlichen der Werft zusammen. Es ist gut und richtig, dass die Werft auch für die Wohnbelange der zeitweilig Beschäftigten Verantwortung übernimmt. Gleiches gilt z. B. für die Freizeitangebote der Menschen, die auf Zeit in Wismar leben und ich bin mir sicher, dass die Werft sich auch hierfür engagieren wird. Wir werden sie gerne darin unterstützen.”
Nach der Ablieferung von der Wärtsilä-Werft im finnischen Turku – der heutigen Meyer Turku Yard – unter der Baunummer 1294 im Jahr 1988 verkehrte das Kreuzfahrtschiff nach der Taufe am 26. Mai 1988 in New York zunächst als SEAWARD und später als NORWEGIAN SEA für die Norwegian Cruise Line, vornehmlich in der Karibik. Im Jahr 2005 wechselte das Schiff unter dem Namen Superstar LIBRA an Star Cruises und führte erstmals Kreuzfahrten von Mumbai nach Goa durch. Bis zum 27. Juni 2018 erfolgten dann in Südostasien für Drei- und Vier-Nächte-Kreuzfahrten von Port Klang, Penang oder Phuket eingesetzt. Im Rahmen dieser Reisen wurde auch die zum Genting-Konzern gehörende Privatinsel MacLeod angesteuert, ehe sich das Kreuzfahrtschiff auf den Weg nach Wismar machte, wo es am 4. August 2018 eintraf. Christian Eckardt