Fernreise   Ausgabe 1/2014 
hr

Wer durch Queensland reist, ist immer mit dem Pazifik verbunden. Die erste Station unserer Tour ist Mission Beach. Vom Strand des kleinen Ortes sieht man die Inseln Dunk, Bedarra und Bowen. Zum Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde, ist es von hier nur ein Katzensprung.
 Wer durch Queensland reist, ist immer mit dem Pazifik verbunden. Die erste Station unserer Tour ist Mission Beach. Vom Strand des kleinen Ortes sieht man die Inseln Dunk, Bedarra und Bowen. Zum Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde, ist es von hier nur ein Katzensprung.

   

Carsten Heinke

Queensland – den Pazifik stets im Auge

Oder: Kommt ein Känguru herein …

   

Während der Pazifik tiefblau am Horizont versinkt, breitet sich von vorn ein endlos breiter, grüner Flickenteppich aus. Unter dem Glasboden der Schwebebahngondel liegt australischer Regenwald. Mehr als 500 Kilometer zieht er sich an der Küste von Queensland entlang – fast parallel zum Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde.

Die Fahrt mit dem Skyrail Rainforest Cableway durch den Dschungel des Daintree-Nationalparks ist atemberaubend, die von Rangern geführten Wanderungen zwischendurch spannend und lehrreich. Doch all das ist nur ein Vorgeschmack. Das wahre Abenteuer wartet noch: der „Great Tropical Drive”, eine über 1.500 Kilometer lange Selbstfahrertour im Wohnmobil – quer durch den tropischen Nordosten Australiens, und immer schön auf der linken Fahrbahnseite.

Da steht es also, ein komplett eingerichtetes, 7,21 Meter langes, 3,25 Meter hohes „Motorhome” – mit Betten, Dusche und WC, Herd und Kühlschrank, Töpfen und Geschirr … Und alles, was man braucht, es vor- und rückwärts zu bewegen, ist „auf der falschen Seite”. Für rechtsgeeichte Kleinwagenfahrer eine echte Herausforderung. Doch die anfängliche Skepsis ist schon bald vergessen.  

Nachdem der „Camper” vom Hof des Autovermieters bugsiert ist, rollt er scheinbar von alleine. Nur was rumpelt so? „Wir sind zu weit links – da ist schon keine Straße mehr”, tönt es vom Beifahrersitz. In der Kurve knallt und rasselt es. Der Küchenschrank war nicht verriegelt.  

Die erste Kreuzung, der erste Kreisverkehr, das erste Überholmanöver (das auf den meist leeren Straßen auch fast das einzige bleibt). Mit der Kilometerzahl wächst die Routine. Die Natur – der Ozean, das weite, unbebaute Land wecken Gefühle von Freiheit und Abenteuerlust. Bei der Ankunft auf dem Campingplatz von Mission Beach sind die australischen Straßen um ein paar neue Helden reicher – das Rückwärtseinparken nicht mitgerechnet.

Inzwischen ist es dunkel, doch das mobile Heim steht – in der richtigen Lücke, korrekt verkabelt und verstöpselt und bereit für die wohlverdiente Gemütlichkeit mitten in der Wildnis. Die findet zunächst draußen statt. Peter, Timo und das Bier sind am Elektrogrill am Strand. Evelyn und Uschi schnippeln den Salat. Die andern testen, welcher Wein zum Essen passt. Wie schön, wenn Freunde Arbeit und Vergnügen teilen.

Meeresrauschen, Lagerfeuer, der Himmel voller Sterne. Sogar die Milchstraße ist deutlich zu erkennen. Ein Rascheln. Es ist etwas im Busche … Ein Wallaby. Laut Nachbarn wohnt es hier und mag Kartoffelschalen. Tatsächlich. Wie possierlich. Ob es den Menschen übelnimmt, dass sie einen Artverwandten zum Abendbrot verspeisten?

Bei vielen „Aussies” heute eher als minderwertig verpönt, stand das rote, fettarme Fleisch der sportlichen Hüpfer früher sowohl bei Ureinwohnern als auch bei den weißen Siedlern ganz oben auf dem Speisplan – bis Rinder und Schafe es von dort verdrängten. Mangels natürlicher Feinde vermehren sich einige der rund 60 Känguruarten sehr stark. Ihre gesetzlich streng geregelte Jagd soll vor allem landwirtschaftliche Schäden vermeiden. Das Fleisch der erlegten Tiere wird zu 80 Prozent exportiert, der Rest hauptsächlich zu Hundefutter verarbeitet.

Das „Große Känguru” wird das gewiss nicht stören, denn es lebt in der „Traumzeit”, dem Schöpfungsmythos der Aborigines. Die Camper begegnen ihm – oder besser seinem Geist – am anderen Tag im Tully River. Nach einer wunderbaren, vor lauter Aufregung viel zu kurzen Nacht im Wohnmobil und einem Festfrühstück direkt am Ozean treffen sie Caroline. Die junge Aborigine nimmt die fremden Weißen zu einem „Walkabout” auf ihrem „Traumpfad” mit.

Der ungewöhnliche Morgenspaziergang auf den Spuren ihrer Ahnen folgt dem Flusslauf. Alle wandern durch das Wasser, lauschen ihm, dem Wald und der kleinen Frau mit der schokoladenbraunen Haut. Sonderbare Geschichten von der Regenbogenschlange, die den Uluru und die Welt erschuf, und von dem Großen Känguru, das Mensch und Tieren ihre Sprachen schenkte, mischt sie mit Biologie und Kochrezepten, Handwerkstipps und Arzneimittelkunde.  

Wenige Tage später zeigt Roy im Regenwald von Mossmann Gorge, wie er aus Zweigen Hütten baut, aus Ästen Waffen und aus Lehm und Pflanzensäften Farben herstellt und damit Gesicht und Körper bemalt. „Für unser Volk ist die Natur Wohnort, Kirche, Apotheke, Bau- und Supermarkt”, sagt der Mann, dessen Vorfahren schon vor Jahrtausenden hier lebten.

Doch zunächst führt der Weg – an riesigen roten Termitenhügeln vorbei – in den Undara-Volcanic-Nationalpark mit 64 erloschenen Vulkanen. Riesige, bis zu 100 Kilometer lange Lavatunnel, viele von unzähligen Fledermäusen bewohnt, faszinieren mit ihrer von Naturgewalten geschaffenen Höhlenarchitektur und bezaubernden Mineralfarben.

Noch steiniger und wieder überirdisch präsentiert sich bei Mareeba der Granite Gorge Nature Park mitten im Busch der Atherton Tablelands. Meist glatt und rundlich, teils an Tiergestalten erinnernd, bieten die vulkanischen Felsen beste Klettermöglichkeiten, fantastische Aussichten und mit dem klaren Bach, der zwischen ihnen plätschert, eine hervorragende Badegelegenheit. Ein Ort der Stille, an dem keiner lang alleine ist. Denn kaum lässt man sich nieder, kommen neugierige Felskängurus und setzen sich dazu.

„Beeilt euch, wenn ihr Geoffrey treffen wollt. Er wird vielleicht nicht lange bleiben”, hat Margit Cianelli am Telefon gesagt. Also, auf geht’s zu Margit in die Lumbholtz Lodge. Vor 41 Jahren aus Schwaben ausgewandert, hat sich die gelernte Tierpflegerin seitdem in Queensland um den Schutz bedrohter Arten verdient gemacht.

Geoffrey sitzt auf dem Küchentisch und frisst Spaghetti. Als hätte er Angst, etwas abgeben zu müssen, ignoriert er die Ankömmlinge. Das ändert sich schnell, als sie ihm leckere Obststückchen anbieten. Der pelzige, etwas schrullig wirkende Geselle ist ein Baumkänguru, neun Jahre alt. Gefunden wurde er als Baby, nachdem er seine Mutter durch einen Autounfall verloren hatte. Wie viele andere verwaiste Tierkinder zog ihn Margit mit der Flasche auf, trug ihn in einem Stoffbeutel am Körper und gewöhnte ihn beizeiten an das Leben in der Wildnis.  

„Im Gegensatz zu anderen ehemaligen Zöglingen besucht mich Geoffrey regelmäßig. Ein- bis zweimal pro Woche steht er auf der Veranda und klopft an die Tür. Ich öffne ihm, er geht in die Küche und wartet, dass ich ihm zu fressen gebe. Wie früher will er dann herumgetragen werden, danach verschwindet er wieder in den Bäumen”, erzählt die Pflegemama, die auch derzeit vier Beuteltierbabies aufzieht, darunter ein Filander und ein Possum.

So toll es ist, in einem Wohnmobil zu schlafen – noch dazu im Regenwald – als Margit die Camper einlädt, in ihrem Haus zu übernachten, können sie nicht widerstehen. Wann kommt schon mal ein Kängurukind zum Gute-Nacht-Sagen ans Bett gehüpft?

Alle sind sich einig: Diese Reise steht unter einem guten Stern. Zusammen mit zigtausend anderen leuchtet er auf uns herab. Der „Große Wagen” fehlt, denn der scheint nur im Norden. Dafür stehen vier mittelgroße Wagen vor der Tür, bereit zu neuen Abenteuern.

Service-Informationen

Allgemeine Informationen zu Queensland gibt es bei Tourism Queensland, c/o Global Spot, Oberbrunner Straße 4, 81475 München, Telefon 0 89-7 59 69 88 69, germany@queensland.com sowie unter www.Queensland-Australia.eu/de in deutscher Sprache.

Anreise: Cathay Pacific fliegt täglich ab Frankfurt am Main via Hongkong nach Cairns. Ab 1.115 (Economy Class) bzw. 2.215 € (Premium Economy Class) inklusiv Steuern, Gebühren, Rail + Fly Zubringer und 30 Kilogramm Freigepäck. www.cathaypacific.com/de

Wohnmobil: Camper von Britz oder Maui sind über alle Reiseveranstalter buchbar (z. B. FTI, DerTour, Best of Travel Group, Boomerang Reisen). Ein Maui „Platinum Beach” mit 4 Betten kostet in der günstigen, für das tropische Queensland perfekten Reisezeit vom 1. Mai bis 30. Juni inklusiv unbegrenzter Kilometer, Basisversicherung und kompletter Ausstattung sowie Campingausrüstung ab 125 € (bei mindesten 21 Miettagen) bzw. ab 136 € (bei 5 bis 20 Miettagen). Britz kostet mitunter einiges weniger, allerdings lassen sich hier wegen der so genannten Flex-Raten keine genaueren Preisangaben machen. Je früher man bucht, desto günstiger der Preis – deshalb empfehlen sich solche Flex-Buchungen zwischen August und November.

Campingplätze: Kosten mit Strom- und Wasseranschluss umgerechnet rund 20 bis 25 € pro Stellplatz. Die „Big 4”-Plätze findet man überall im Land. Es sind die luxuriösesten unter den Camp Grounds. Sie bieten neben den üblichen Einrichtungen wie Duschen, Küche und Grillplätzen auch meistens einen Pool, freies WLAN, Mini-Supermarkt und Kinderspielplatz. Touristen sollten spätestens 18 Uhr einen Campingplatz angesteuert haben, da viele dann schließen. Außerdem wird es zu dieser Uhrzeit schnell dunkel. http://qld.big4.com.au  

Allgemeines für Selbstfahrer: In Australien wird LINKS gefahren, die Straßen sind in gutem Zustand und perfekt beschildert. Entlang der australischen Ostküste und im tropischen Norden Queenslands gibt es zahlreiche Campingplätze, Tankstellen und Supermärkte. Wer ins Outback reisen will, sollte sich vorab über die Entfernungen und Infrastruktur informieren. Die nächste Tankstelle ist im Outback nicht selten 300 Kilometer entfernt. Ein Liter Diesel kostet derzeit 1,57 AUD, also rund 1,10 €. www.Queensland-Australia.eu/de/selfdrive

Die App „Drive North Queensland” hilft mit zahlreichen praktischen Infos und gibt Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Veranstaltungen. Die Entfernungsanzeige der App hilft beim detaillierten Planen des Reiseverlaufs, die Positionsanzeige informiert über den genauen Aufenthaltsort. Mit Videos macht sie Lust auf Höhepunkte der einzelnen Strecken. Auskünfte über aktuelle Wetter- und Straßenbedingungen runden den Service ab. Die App für Smartphones und Tablet PCs steht kostenfrei im Google Play Store und im Apple App Store sowie unter www.DriveNorthQueensland.com.au zur Verfügung.

Übernachtungstipps ohne Wohnmobil: Viersternehotel in Cairns: „Pacific International”ab 72 € pro Person im Doppelzimmer (DerTour), „Lumholtz Lodge” (bei „Känguru-Margit”), Atherton Tablelands, ab 65 € pro Person im Doppelzimmer, www.lumholtzlodge.com.au, Fünfsterne-Resort im Regenwald: „Silky Oaks Lodge”, Mossman, ab 201 € pro Person im Doppelzimmer (Explorer), Viereinhalb-Sterne-Hotel am Pazifik: „Kewarra Beach Resort”, bei Cairns, ab 92 € pro Person im Doppelzimmer (DerTour).

Rundherum - Einmal um Australien

Die 36-tägige Reise der MS ASTOR von TransOcean Kreuzfahrten „Rundherum – Einmal um Australien” vom 28. Januar bis 4. März 2014 führt rund um Australien von Fremantle - Kangaroo Island - Adelaide - Hobart - Port Arthur - Melbourne - Eden - Sydney - Brisbane - Cairns - Darwin - Bali - Lombok - Komodo - Broome - zurück nach Fremantle. Reise-Details

 Die schönsten Streckenabschnitte unserer Wohnmobil-Tour führen an der Pazifikküste entlang. Da die anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Linksverkehr schnell überwunden sind, können wir die herrlichen Landschaften auch bei der Fahrt in vollen Zügen genießen.
 Die schönsten Streckenabschnitte unserer Wohnmobil-Tour führen an der Pazifikküste entlang. Da die anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Linksverkehr schnell überwunden sind, können wir die herrlichen Landschaften auch bei der Fahrt in vollen Zügen genießen.

 Nach dem ersten erfolgreichen Fahrtag noch eine letzte Herausforderung für uns ungeübte Wohnmobilisten: das Einparken in der Campingplatz-Lücke. Zum Glück
ist es hier nicht so eng.

Nach dem ersten erfolgreichen Fahrtag noch eine letzte Herausforderung für uns ungeübte Wohnmobilisten:

das Einparken in der Campingplatz-Lücke. Zum Glück

ist es hier nicht so eng.

Weiter geht die Fahrt durch die Atherton Tablelands. Mit der Kilometerzahl wächst die Routine. Die wilde, tropische Natur und das weite, unbebaute Land wecken Gefühle von Freiheit und Abenteuerlust.

Weiter geht die Fahrt durch die Atherton Tablelands. Mit der Kilometerzahl wächst die Routine. Die wilde, tropische Natur und das weite, unbebaute Land wecken Gefühle von Freiheit und Abenteuerlust.

Im Granite Gorge Nature Park liegt die Natur nicht nur direkt vor der Tür des Wohnwagens. Manchmal kommt sie sogar rein – etwa in Gestalt eines etwas verwirrten Truthahns, der nur kurz „Hallo” sagen möchte.

Im Granite Gorge Nature Park liegt die Natur nicht nur direkt vor der Tür des Wohnwagens. Manchmal kommt sie sogar rein – etwa in Gestalt eines etwas verwirrten Truthahns, der nur kurz „Hallo sagen möchte.

So interessant wir den Emu auch finden – ihn wollen wir lieber nur draußen begrüßen. Besonders Männchen der bis zu 45 Kilogramm schweren australischen Laufvögel können sehr unfreundlich werden.

So interessant wir den Emu auch finden – ihn wollen wir lieber nur draußen begrüßen. Besonders Männchen der bis zu 45 Kilogramm schweren australischen Laufvögel können sehr unfreundlich werden.  

 Ein parasitär lebender Baum „zapft” seinen Nachbarn an. Der überaus artenreiche tropische Regenwald, der sich über 500 Kilometer an der Küste Queenslands entlang zieht, ist immer für Überraschungen gut. Obwohl der Daintree-Nationalpark mit seiner rund 735 Quadratkilometer großen Fläche nur einen winzigen Teil des fünften Kontinents ausmacht ...

Ein parasitär lebender Baum „zapft seinen Nachbarn an. Der überaus artenreiche tropische Regenwald, der sich über 500 Kilometer an der Küste Queenslands entlang zieht, ist immer für Überraschungen gut. Obwohl

der Daintree-Nationalpark mit seiner rund 735 Quadratkilometer großen Fläche nur einen winzigen Teil des fünften Kontinents ausmacht ...

... leben hier fast ein Drittel aller australischen Säugetiere und etwa zwei Drittel aller in Australien beheimateten Fledermaus- und Schmetterlings-Spezies.

... leben hier fast ein Drittel aller australischen Säugetiere und etwa zwei Drittel aller in Australien beheimateten Fledermaus- und Schmetterlings-Spezies.

Der Dschungel des Barron-Gorge-Nationalparks. Ausblicke wie diesen genießen wir bei einer von Rangern geführten Wanderung zwischen zwei Stationen des Skyrail Rainforest Cableway.Der Dschungel des Barron-Gorge-Nationalparks. Ausblicke wie diesen genießen wir bei einer von Rangern geführten Wanderung zwischen zwei Stationen des Skyrail Rainforest Cableway.

 

Mit der Seilbahn über den Regenwald: Durch den Glasboden der Kabinen des Skyrail Rainforest Cableway sieht die tropische Landschaft wie ein grüner Flickenteppich aus.Mit der Seilbahn über den Regenwald: Durch den Glasboden der Kabinen des Skyrail Rainforest Cableway sieht die tropische Landschaft wie ein grüner Flickenteppich aus.

 Mein persönliches Highlight der Seilbahnfahrt durch den Barron-Gorge-Nationalpark: die beiden reißenden Fälle des Barron-Flusses – der Stoney-Creek- und der Surprise-Creek-Fall.

Mein persönliches Highlight der Seilbahnfahrt durch

den Barron-Gorge-Nationalpark: die beiden reißenden Fälle des Barron-Flusses – der Stoney-Creek- und der Surprise-Creek-Fall.

Seit Dezember 2004 befindet sich der Barron-Gorge-Nationalpark mit all seinen Naturreichtümern wieder im Eigentum der Aborigines. Besucher sind in dem tropischen Paradies herzlich willkommen.

Seit Dezember 2004 befindet sich der Barron-Gorge-Nationalpark mit all seinen Naturreichtümern wieder im Eigentum der Aborigines. Besucher sind in dem tropischen Paradies herzlich willkommen.

 Der Weg zu den Mareeba Wetlands führt wie so oft auf unserer Reise durch Queensland an Termitenhügeln vorbei. Je nach Gebiet, Erdart und Feuchtigkeit variiert das Farbensprektrum der Insektenburgen von grau über gelb bis rot und braun. Termitenhügel können bis zu einigen Meter hoch sein. In einem einzigen leben 

Der Weg zu den Mareeba Wetlands führt wie so oft auf unserer Reise durch Queensland an Termitenhügeln vorbei. Je nach Gebiet, Erdart und Feuchtigkeit variiert das Farbensprektrum der Insektenburgen von grau

über gelb bis rot und braun. Termitenhügel können bis zu einigen Meter hoch sein. In einem einzigen leben ...

manchmal mehrere Millionen Tiere. Die aus Erde, zerkautem Holz und anderen Pflanzenteilen bestehenden „Gebäude” zeichnen durch eine erstaunlich hohe Härte und Festigkeit aus

...  manchmal mehrere Millionen Tiere. Die aus Erde, zerkautem Holz und anderen Pflanzenteilen bestehenden „Gebäude zeichnen durch eine erstaunlich hohe Härte und Festigkeit aus. 

 Mit ihrem Hornhelm sehen Kasuare nicht nur respekt-einflößend aus – man sollte ihnen tatsächlich lieber nicht zu nahe kommen. Gefährlich sind die gewichtigen Laufvögel vor allem wegen ihrer kräftigen Beine, die obendrein mit einer zehn Zentimeter langen Dolchkralle ausgestattet sind.

Mit ihrem Hornhelm sehen Kasuare nicht nur respekt-einflößend aus – man sollte ihnen tatsächlich lieber

nicht zu nahe kommen. Gefährlich sind die gewichtigen Laufvögel vor allem wegen ihrer kräftigen Beine, die obendrein mit einer zehn Zentimeter langen Dolchkralle ausgestattet sind.

Wegen seiner an lautes Gelächter erinnernden Stimme wird der mit den Eisvögeln verwandte Kookaburra auch „Lachender Hans” genannt. In der begehbaren Flugvoliere im Zoo von Cairns kann man dem komischen Vogel ganz nahe kommen.

Wegen seiner an lautes Gelächter erinnernden Stimme wird der mit den Eisvögeln verwandte Kookaburra auch „Lachender Hans genannt. In der begehbaren Flugvoliere im Zoo von Cairns kann man dem komischen Vogel ganz nahe kommen.

Eine der ungewöhnlichsten Wanderungen – nicht nur bei dieser Reise – unternehmen wir mit der jungen Aborigines-Frau Caroline. Dabei führt sie uns auf ihrem „Traumpfad” längs durch den Tully-Fluss. 

Eine der ungewöhnlichsten Wanderungen – nicht nur bei dieser Reise – unternehmen wir mit der jungen Aborigines-Frau Caroline. Dabei führt sie uns auf ihrem „Traumpfad längs durch den Tully-Fluss. 

Früchte, Laub und Rinde ausgewählter Eukalyptus-bäume sind die einzige Nahrung der Koalas. Doch nicht die darin enthaltenen Gifte sind schuld daran, dass die possierlichen Beutelsäuger den Eindruck machen, als würden sie permanent unter Drogen stehen, sondern die geringe Energiemenge ihrer Nahrung. Um Kraft zu sparen, verschlafen die Tiere fast den ganzen Tag und werden einfach nie richtig wach

Früchte, Laub und Rinde ausgewählter Eukalyptus-bäume sind die einzige Nahrung der Koalas. Doch nicht die darin enthaltenen Gifte sind schuld daran, dass die possierlichen Beutelsäuger den Eindruck machen, als würden sie permanent unter Drogen stehen, sondern die geringe Energiemenge ihrer Nahrung. Um Kraft zu sparen, verschlafen die Tiere fast den ganzen Tag und werden einfach nie richtig wach.

Naturschauspiel Millaa Millaa Falls. Erfrischende Badegelegenheiten wie dieser „natürliche Pool” mit Massageoption per Wasserfall sind nicht nur bei Camperfahrern wie uns willkommen.

Naturschauspiel Millaa Millaa Falls. Erfrischende Badegelegenheiten wie dieser „natürliche Pool mit Massageoption per Wasserfall sind nicht nur bei Camperfahrern wie uns willkommen.

Bei einem Ausflug über die „Rocks” des Granite Gorge Nature Parks ist man nie lang allein. Denn hier leben die äußerst geselligen und neugierigen Felskängurus, die auch mit Menschen gern Tuchfühlung aufnehmen.

Bei einem Ausflug über die „Rocks” des Granite Gorge Nature Parks ist man nie lang allein. Denn hier leben die äußerst geselligen und neugierigen Felskängurus, die auch mit Menschen gern Tuchfühlung aufnehmen.

 Auf die vom Aussterben bedrohten Lumbholtz-Baumkängurus ist die deutsche Australierin Margit Cianelli spezialisiert. Die gelernte Tierpflegerin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, verwaiste Jungtiere zu adoptieren, aufzuziehen und wieder auszuwildern.
Dieses Bild zeigt sie mit „April”, einem jungen Filander (Beuteltiergattung aus der Känguru-Familie).

Auf die vom Aussterben bedrohten Lumbholtz-Baumkängurus ist die deutsche Australierin Margit Cianelli spezialisiert. Die gelernte Tierpflegerin und hat

es sich zur Aufgabe gemacht, verwaiste Jungtiere zu

adoptieren, aufzuziehen und wieder auszuwildern.

Dieses Bild zeigt sie mit „April, einem jungen Filander (Beuteltiergattung aus der Känguru-Familie).

 Rund 60 Arten umfasst die Familie der Kängurus, den weltweit populären Wappentieren Australiens. Das Spektrum ihrer Körpergrößen schwankt zwischen 30 und 180 Zentimeter. Die zutraulichen Felskängurus (im Bild) gehören eher zu den kleineren Familienmitgliedern.

Rund 60 Arten umfasst die Familie der Kängurus, den weltweit populären Wappentieren Australiens. Das Spektrum ihrer Körpergrößen schwankt zwischen 30 und 180 Zentimeter. Die zutraulichen Felskängurus

(im Bild) gehören eher zu den kleineren Familienmitgliedern.

 Im Unterschied zu anderen ehemaligen Zöglingen von Margit Cianelli kommt Baumkänguru Geoffrey regel-
mäßig zu Besuch. Nach wie vor nimmt er seinen Stammplatz auf ihrem Küchentisch ein, um kalte Nudeln
und frische Früchte zu verspachteln. Nach dem Essen gibt es einen Verdauungsspaziergang, den Geoffrey 

Im Unterschied zu anderen ehemaligen Zöglingen von Margit Cianelli kommt Baumkänguru Geoffrey regel-

mäßig zu Besuch. Nach wie vor nimmt er seinen Stammplatz auf ihrem Küchentisch ein, um kalte Nudeln

und frische Früchte zu verspachteln. Nach dem Essen gibt es einen Verdauungsspaziergang, den Geoffrey ...

allerdings auf Margits Schultern genießt, bevor er wieder in den Baumkronen des Regenwalds verschwindet – bis zum nächsten Besuch

... allerdings auf Margits Schultern genießt, bevor er wieder in den Baumkronen des Regenwalds verschwindet – bis zum nächsten Besuch.

 Die Pazifikküste in der Nähe von Cairns, vom Wohn-
mobil aus fotografiert. Bei der Rückfahrt werden die Abstände zwischen den Stopps wieder kürzer, die
Pausen länger. Als könnten wir damit das Ende
dieser wunderbaren Reise hinauszögern.

Die Pazifikküste in der Nähe von Cairns, vom Wohn-

mobil aus fotografiert. Bei der Rückfahrt werden die Abstände zwischen den Stopps wieder kürzer, die

Pausen länger. Als könnten wir damit das Ende

dieser wunderbaren Reise hinauszögern.

Im schönsten Rot präsentiert sich der grüne Kontinent zum Abschied. Es nützt nichts, so gern wir auch hier bleiben möchten – der Abflug kann nicht verschoben werden.

Im schönsten Rot präsentiert sich der grüne Kontinent zum Abschied. Es nützt nichts, so gern wir auch hier bleiben möchten – der Abflug kann nicht verschoben werden.

 Okay, Road-Trains, die Straßen von Queensland gehören wieder euch. Wir Camper räumen das Feld und hoffen, dass wir niemand aufgehalten haben.
Wir kommen gerne wieder.

Okay, Road-Trains, die Straßen von Queensland gehören wieder euch. Wir Camper räumen das Feld und hoffen, dass wir niemand aufgehalten haben.

Wir kommen gerne wieder.   

hr
Vorige Seite Inhaltseite Vorschau/Impressum Nächste Seite