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18104 Queen Elizabeth 2011 Photo by K E Voegele Luebeck CruiseLübeck erwartet in diesem Jahr 22 Kreuzfahrer, das Highlight ist der erneute Besuch der QUEEN ELIZABETH der britischen Reederei Cunard am 7. August 2018. Foto: K. E. Voegele, Lübeck Cruise

 

Lübeck Cruise erwartet 22 Kreuzfahrer im laufenden Jahr
Erneut legt QUEEN ELIZABETH in Travemünde an

Für dieses Jahr werden in den Ostseehäfen Lübeck bzw. Travemünde 22 Kreuzfahrtanläufe erwartet, wie Lübeck Cruise mitteilte, das ist eine Steigerung von rund 50 Prozent zum Vorjahr, das mit 14 Anläufen abgeschlossen wurde. Auch die Zahl der abgefertigten Passagiere wird sich mit rund 17.000 Passagieren um etwa 30 Prozent gegenüber 2017 erhöhen. Den Anfang macht schon am 7. April die BOUDICCA von Fred Olsen Cruises, die Saison endet ebenfalls mit einem Schiff der britischen Reederei, die BRAEMAR am 29. Oktober 2018.
Sebastian Jürgens, Vorsitzender von Lübeck Cruise, erklärte hierzu: „Unsere Strategie, uns bei der Akquisition auf kleinere Kreuzfahrer zu konzentrieren, wird in diesem Jahr aufgehen. Der erneute Anlauf der QUEEN ELIZABETH setzt natürlich einen Glanzpunkt.” Christian Martin Lukas, Geschäftsführer von Lübeck und Travemünde Marketing und 2. Vorsitzender des Vereins „Lübeck Cruise”, ergänzt: „Die seit zwei Jahren realisierte Mitgliedschaft bei Cruise Baltic, dem Netzwerk der wichtigsten Kreuzfahrthäfen in der Ostseeregion, leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Position Travemündes als Destination für Kreuzfahrer.”
So hat die britische Kreuzfahrtreederei Cunard für die Sommersaison 2018 erneut einen Anlauf der QUEEN ELIZABETH in Travemünde eingeplant. Dies bestätigte die Reederei kürzlich bei der offiziellen Präsentation ihres Kreuzfahrtprogramms für 2018 in Hamburg. Dem 294 Meter langen Kreuzfahrer wird am 7. August 2018 ein Anleger am Terminal Skandinavienkai der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) zur Verfügung gestellt, der normalerweise den Fährreedereien vorbehalten ist. Nach 2011 ist dies bereits der zweite königliche Besuch, der in Travemünde erwartet werden darf. Der Anlauf fand seinerzeit ein breites Echo über die Grenzen der Hansestadt hinaus und begeisterte viele Tausend Schaulustige.
Prof. Dr. Sebastian Jürgens, Vorsitzender des Vereins „Lübeck Cruise” und Geschäftsführer der LHG zeigt sich hoch erfreut: „Diesen Kreuzfahrer der Extraklasse an unseren Anlagen begrüßen zu dürfen, ehrt uns natürlich sehr. Der Anlauf der QUEEN ELIZABETH gibt unserem Anliegen, das Kreuzfahrtgeschäft in Lübeck zu fördern, weiteren Auftrieb. Und er ist eine Attraktion für Einheimische und Besucher.” – „Das Interesse der Reederei Cunard belegt die Attraktivität Lübecks als Kreuzfahrtziel”, sagt Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck und geschäftsführendes Mitglied des Vereins Lübeck Cruise. „Über den Marketingerfolg für den Standort hinaus stärkt eine konsequente Förderung des Kreuzfahrttourismus in Lübeck die Branchen Handel, Dienstleistungen, Hotellerie und Gastronomie. Mehr Kreuzfahrtschiffe bedeuten mehr Touristen, mehr Crew-Mitglieder und mehr Schaulustige, die Kaufkraft in Lübeck, Lübeck-Travemünde und Umgebung lassen.”
Der Kreuzfahrtstandort Lübeck verfügt über mehrere Anlegeplätze für Kreuzfahrtschiffe. Der Großteil mit Schiffslängen bis 200 Meter wird am Ostpreußenkai im Herzen von Travemünde abgefertigt. In Ausnahmefällen wird auch der Anleger am Terminal Skandinavienkai zur Verfügung gestellt.
Neben der QUEEN ELIZABETH sind für dieses Jahr auch drei Erstanläufe an der Trave zu verzeichnen: Mit der AZURA von P&O Cruises, dem Ponant-Neubau LE LAPEROUSE am 30. August sowie die nur 87 Meter lange SERENISSIMA werden drei Schiffe zum ersten Mal in Travemünde bzw. in Lübeck begrüßt. Auch der in Bremerhaven beheimatete Großsegler ALEXANDER VON HUMBOLDT II, ein beliebter Gast in Travemünde, hat sich wieder angemeldet und wird am 16./17. Juni am Ostpreußenkai erwartet. Bei drei Anläufen findet in diesem Jahr ein Passagierwechsel statt. Zweimal betrifft dies das Flusskreuzfahrtschiff PRINCESS der Dutch Cruise Line am altstadtnahen Burgtorkai und einmal macht die EUROPA von Hapag-Lloyd Cruises am Ostpreußenkai fest.
Der Förderverein Lübeck Cruise wurde 2015 gegründet. Ziel ist es, mit einem breiten Fächer an Maßnahmen die Marketingaktivitäten Lübecks im Kreuzfahrtsegment zu bündeln und zu verstärken und die Stärken des Standortes herauszustellen. Im Verein engagieren sich namhafte Lübecker Unternehmen sowie die IHK zu Lübeck, die Hafenbetreiber und lokale Tourismuspartner.
www.luebeck-cruise.de · Christian Eckardt

18104 Berlin 20 02062017 C EckardtDie BERLIN ist äußerst beliebt bei den deutschsprachigen Gästen – nun sucht FTI Cruises ein weiteres, größeres Kreuzfahrtschiff mit Balkonkabinen. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

 

FTI Cruises ist auf der Suche nach einem zweiten Kreuzfahrtschiff
BERLIN verkehrt im Winter 2018/19 erneut um Kuba

Die seit dem Jahr 2011 im Kreuzfahrtgeschäft tätige FTI Cruises, einer Tochter des deutschen Touristikunternehmens FTI Group GmbH mit Sitz in München, sucht aufgrund steigender Auslastung und einem gut laufenden Chartergeschäft mit der 1980 in Dienst gestellten „Berlin“ nach einem zweiten Schiff. Wie Geschäftsführer Alexander Gessl im Gespräch mit der touristischen Wochenzeitung Touristik Aktuell erklärte, denkt das Unternehmen seit geraumer Zeit darüber nach, hat aber bislang noch nicht das richtige Schiffsmodell gefunden. Nach den Ausführungen von Gessl sollte das weitere Schiff über eine größere Passagierkapazität als die der BERLIN verfügen, die Platz für 412 Passagiere bietet. Zudem wird auch nach einem Cruiser mit einer entsprechenden Anzahl an Balkonkabinen gesucht, über die die BERLIN nicht verfügt.
Wie Gessl weiter gegenüber Tourisik Aktuell erklärte, sind die diesjährigen Europa-Kreuzfahrten der BERLIN in diesem Sommer bereits zu 80 Prozent verkauft und auch die Wintersaison läuft sehr gut, da die meisten Kuba-Kreuzfahrten so gut wie ausgebucht sind. Somit werden auch in dem kommenden Winter, zum dritten Mal in Folge, Kreuzfahrten nach Kuba im karibischen Meer angeboten. Neu ist dabei unter anderem die Route mit Stopp in Belize, damit auch Stammgäste in ihrem Winterurlaub in der Karibik Unbekanntes zu entdecken haben. „Uns ist es wichtig, Kubaliebhaber die Möglichkeit zu geben, die Region von einer anderen Seite kennenzulernen, genauso wie Neulingen die Chance zu geben, die Schönheit der karibischen Inselstaaten zu erfahren”, erklärte Alexander Gessl. Erstmals ist bei den Fahrten der BERLIN in der Wintersaison 2018/19 das All-Inklusive-Getränkepaket an Bord im Reisepreis inkludiert.
Ab dem 3. Januar 2019 fährt die BERLIN wöchentlich abwechselnd zwei verschiedene Routen rund um Kuba an: Die erste Strecke beginnt in Havanna, der Hauptstadt Kubas, verläuft über Georgetown auf den Cayman Islands bis nach Montego Bay auf Jamaika, wo auf Urlauber Rumkuchenmanufakturen und die berühmten Wasserfälle von Dunn’s River sowie Kulissen aus mehreren James-Bond-Filmen warten. Anschließend geht es nach Santiago de Cuba mit seiner Festung Castillo del Morro, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Die zweite Tour startet und endet ebenfalls in Havanna. Die BERLIN ankert währenddessen auf mexikanischem Boden bei Playa del Carmen sowie an der Costa Maya, wo Reisende unter anderem die berühmten Mayastätten Chichén Itzá oder Tulum besuchen können. Last but not least steht ein Stopp in Belize City auf dem Programm. In den Dschungelgebieten rund um die Stadt finden Interessierte zahlreiche Mayastätten wie beispielsweise Lamanai, dass nur per Boot über den New River erreichbar ist. Auf der Fahrt dorthin gibt es verschiedene Arten von Vögeln, Schildkröten und aus sicherer Entfernung auch Krokodile zu bestaunen.
Doppelkabinen auf beiden Routen sind ab 999 Euro pro Person inklusive Vollpension und All-Inklusive-Getränkepaket buchbar. Auch eine Kombination beider Touren oder eine einwöchige Badeverlängerung auf Kuba sind möglich. Der Veranstalter BigXtra bietet das Paket aus einer Sieben-Nächte-Kreuzfahrt mit Vollpension und All-Inklusive-Getränkepaket inklusive Flug nach Havanna und einwöchiger Badeverlängerung ab 1.999 Euro pro Person in der Doppelkabine, beziehungsweise im Doppelzimmer an. Die entsprechenden Transatlantik-Kreuzfahrten führen ab 12. Dezember 2018 über 22 Nächte von Lissabon nach Havanna, beziehungsweise ab 7. März 2019 über 28 Nächte von Havanna nach Nizza. Während beider Reisen stehen neben abwechslungsreichen Häfen im Mittelmeer die Kanaren, die Kapverden sowie eine Vielzahl der Karibikinseln auf dem Programm. Buchbar sind die Langzeit-Kreuzfahrten ab 1.999 Euro pro Person in der Doppelkabine inklusive Vollpension.
Die seinerzeit für die Reederei Deilmann auf der Werft HDW in Kiel entstandene, heute knapp 140 Meter lange BERLIN, die zwischen 1986 und 1998 auch als Kulisse für die ZDF-Fernsehserie „Das Traumschiff” diente, ist in den letzten Jahren mehrfach umgebaut worden und verfügt über zwei Restaurants: Einen Dining-Room und einem Verandah-Restaurant mit Innen- und Außenbereich. Zudem über eine gemütliche Yachtclub-Bar, die Sirocco-Lounge und die neue BERLIN-Lounge am Sonnendeck. Zur Ausstattung auf dem deutschsprachigen Schiff gehört ebenso ein kleiner Außenpool. Dazu gibt es Fitnessgeräte, einen Saunabereich und eine Bibliothek. www.fti-cruises.com · Christian Eckardt

18104 Crystal Endeavor Animation MV Werften WismarVisualisierung der Expeditionsyacht CRYSTAL ENDEAVOR. Animation: MV Werften, Wismar

Produktionsstart für CRYSTAL ENDEAVOR bei MV Werften

In Stralsund begann mit dem ersten Brennschnitt der Bau der CRYSTAL ENDEAVOR, der ersten Expeditionsyacht mit Eisklasse für Crystal Cruises.
Mit dem ersten Stahlschnitt begann am 15. Januar am Standort Stralsund der MV Werften die Fertigung der Luxus-Expeditionsyacht CRYSTAL ENDEAVOR für Crystal Cruises. Tan Sri Lim Kok Thay, CEO und Vorstandsvorsitzender von Genting Hong Kong, Tom Wolbers, CEO von Crystal Cruises, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow setzten unter den Augen zahlreicher Mitarbeiter und Gäste per Knopfdruck die Brennmaschine in Gang.
„Die CRYSTAL ENDEAVOR ist ein wirklich außergewöhnliches Schiff. Wir sind stolz, dieses Projekt umsetzen zu dürfen und freuen uns ganz besonders, heute in Stralsund wieder mit dem Schiffbau loszulegen und somit Hunderte neuer Jobs zu schaffen“, so Jarmo Laakso, CEO von MV Werften.
„Die Vorfreude auf diese innovative Expeditionsyacht ist enorm – wie auch unsere Erwartungen an den Standort Stralsund”, sagte Tan Sri Lim Kok Thay, CEO und Vorstandsvorsitzender von Genting Hong Kong. „Wir werden über 20 Millionen Euro in neue Anlagen investieren, sodass hier zukünftig effizient Kreuzfahrtschiffe gebaut werden können.”
Die CRYSTAL ENDEAVOR wird die weltgrößte und geräumigste Megayacht mit Eisklasse sein. Nach ihrer Indienststellung 2020 wird sie Passagiere bis in die entlegensten Winkel der Welt bringen. Das Luxus-Schiff, das ausschließlich über Suiten verfügen wird, wird seinen Reisenden den preisgekrönten Crystal-Cruises-Service, zu dem auch ein persönlicher Butler-Service gehört, bieten.
„Mit dem ersten Stahlzuschnitt in Stralsund setzt MV Werften den eingeschlagenen Weg in Mecklenburg-Vorpommern kontinuierlich fort. Das ist die nächste Etappe des Unternehmens, den Schiffbau im Land weiter auszubauen. Dabei ist jedes neu entstehende Schiff Zukunftssicherung für die Region. Wichtige Industriearbeitsplätze entstehen in Vorpommern”, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.
Crystal Cruises hatte bereits im März 2016 den Bau der 183 Meter langen CRYSTAL ENDEAVOR bekanntgegeben. Dabei sollte dieses Schiff ursprünglich sogar schon im August 2018 von der ebenfalls zum Genting-Konzern gehörenden Lloyd Werft in Bremerhaven abgeliefert werden. Im Rahmen der Neuausrichtung der Lloyd Werft zur Umbau- und Reparaturwerft für Kreuzfahrtschiffe wurde dann der Auftrag für dieses Schiff mit einer Vermessung von 25.000 BRZ und mit einer futuristischen Optik an die MV Werften in Wismar bzw. Stralsund übertragen.
Das neue Yacht-Kreuzfahrtschiff soll zukünftig sowohl in tropischen als auch in arktischen Gewässern eingesetzt werden. Mit der Eisklasse PC 6 kann es auch im Frühjahr und Herbst in den Polarmeeren fahren. Das Schiff ist für maximal 200 Passagiere vorgesehen, dazu kommen dann einmal 200 Crew-Mitglieder. Die Gäste übernachten in luxuriösen Suiten, die zwischen 37 und 290 Quadratmeter groß sind. An Bord des Yacht-Kreuzfahrtschiffs wird es einen Infinity-Pool, ein großes Spa und Equipment für zahlreiche Wassersportarten geben. So können sich die Gäste zum Beispiel die Zeit mit Jet-Skis, Kajaks, Paddleboards, Tauchen oder dem Unterwasser-Scooter Seabob vertreiben. Als Expeditions-Yacht dürfen natürlich auch Zodiac-Schlauchboote nicht fehlen. Außerdem verfügt das Schiff über zwei Hubschrauber, zwei kleine U-Boote für sieben Passagiere und ein ferngesteuertes Unterseefahrzeug, das Live-Videos der Unterwasserwelt übermitteln kann. Christian Eckardt

18104 MVW Endeavor Brennbeginn Foto MV Werften RostockTan Sri Lim Kok Thay löst per Knopfdruck den ersten Brennschnitt aus. Foto: MV Werften, Wismar

18104 ASTOR 2 15072015 C EckardtAuf der stilvollen ASTOR können bis zu 580 Passagiere in 289 Kabinen schönste Küsten und ferne Länder erkunden. 
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

ASTOR und COLUMBUS können 2018 an sieben Terminen besichtigt werden

TransOcean Kreuzfahrten lädt wieder zu Besichtigungsterminen in diesem Jahr ein. So können an insgesamt vier Terminen Expedienten und Kreuzfahrtinteressierte die gerade bei deutschen Gästen sehr beliebte ASTOR in Bremerhaven und Kiel besichtigt werden. Die COLUMBUS lädt an drei Terminen in Warnemünde und Amsterdam dazu ein, das neue Flaggschiff des britischen Veranstalters Cruise & Maritime Voyages (CMV), zu dem auch TransOcean Kreuzfahrten gehört, kennenzulernen. Die Schiffsbesichtigungen finden zwischen 11.00 und 14.00 Uhr statt und beginnen mit einem Empfang an Bord. Im Anschluss an den gemeinsamen Rundgang wartet dann ein Mittagessen auf die Teilnehmer.

ASTOR
01. Mai 2018 Bremerhaven
08. Mai 2018 Bremerhaven
25. Mai 2018 Kiel
24. September 2018 Bremerhaven

COLUMBUS
20. Mai 2018 Warnemünde
19. Juni 2018 Amsterdam
15. September 2018 Warnemünde

Die Schiffsbesichtigung kostet 35 € pro Person einschließlich Willkommens-Cocktail und Mittagessen inklusive Getränken. Der Betrag wird bei Buchung einer TransOcean-Kreuzfahrt innerhalb von vier Wochen nach der Schiffsbesichtigung als Bordguthaben gutgeschrieben. Für Expedienten ist die Besichtigung kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe des vollständigen Namens, des Geburtsdatums und der Personalausweisnummer der Teilnehmer. Die Anzahl der Plätze ist limitiert, die Bestätigungen erfolgen in der Reihenfolge des Anmeldungseingangs.
TransOcean Kreuzfahrten ist ein Markenname der South Quay Travel & Leisure Ltd und Teil der CMV Holdings London Ltd. Die Marke präsentiert klassische Kreuzfahrten mit den Schiffen ASTOR, COLUMBUS und MAGELLAN. Ausgefeilte Routen mit maximalen Liegezeiten und spannenden Passagen, eine Küche auf höchstem Niveau und der herzliche, zuvorkommende Service sind die traditionelle Basis der Unternehmens-Philosophie. Auf den insgesamt sieben weitläufigen Decks der stilvollen ASTOR können bis zu 580 Passagiere in 289 Kabinen schönste Küsten und ferne Länder erkunden. Deutsch als Bordsprache in der Sommersaison und ein Concierge-Service sind die Pluspunkte der ASTOR. Die COLUMBUS und MAGELLAN mit 1.400 bzw. 1.250 Passagieren ergänzen das Angebot einer sehr serviceorientierten und zugleich hoch komfortablen Art des Reisens auf dem Wasser mit Routen zwischen sechs und 122 Tagen. Die beiden internationalen Schiffe zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Passagier-/Raumverhältnis aus, das auch bei Langzeit-Törns grenzenloses Reisevergnügen garantiert. www.TransOcean.de · Christian Eckardt
                  

18104 FRS Katamaran Stapelllauf am 07012018 Foto FRSAm 7. Januar 2018 wurde der 56 Meter lange, ganz aus Aluminium gefertigte FRS-Katamaran auf Schienen aus der Montagehalle zur Slipanlage gerollt und dann erfolgreich zu Wasser gelassen. Foto: FRS, Flensburg

 

Neuer Helgoland-Katamaran hat Wasser unterm Kiel
Stapellauf für FRS-Neubau auf den Philippinen

Seit elf Monaten wird in der philippinischen Niederlassung der australischen Austal-Werft auf der Insel Cebu an dem neuen Helgoland-Katamaran der Förde Reederei Seetouristik (FRS) gebaut. Am vergangen Wochenende, am 7. Januar 2018 gegen 1:00 Uhr Ortszeit wurde der 56 Meter lange, ganz aus Aluminium gefertigte Katamaran auf Schienen aus der Montagehalle zur Slipanlage gerollt und dann erfolgreich zu Wasser gelassen.
„Der Stapellauf ist deshalb so spannend, weil zahlreiche Aggregate des Katamarans erst ab diesem Zeitpunkt unter realen Bedingungen getestet werden können”, so Arne Jammer, Projektmanager bei der FRS. „Die Hauptmaschinen und Generatoren werden erstmalig in Betrieb genommen und ausführlich getestet. Außerdem kann anhand des Tiefgangs im Wasser die Gesamtverdrängung gemessen und mittels des archimedischen Prinzips die genaue Tragfähigkeit des Schiffes festgestellt werden. Dieser Prozess ist bedeutend, da die bisherigen Zahlen nur auf den theoretischen Berechnungen der Werft beruhen.”
Die Tragfähigkeit ist dabei aus Betreibersicht eine der wichtigsten Kennzahlen eines Schiffes. Sie bezeichnet die maximal mögliche Zuladung durch Passagiere, Proviant, Gepäck oder Brennstoff und wird zumeist in metrischen Tonnen gemessen und ergibt zusammen mit dem Eigengewicht des Schiffes die Gesamtverdrängung. Steht das Eigengewicht fest, lässt sich im Umkehrschluss auf die Tragfähigkeit schließen. Insgesamt soll diese bei mindestens 108 Tonnen liegen. So ist mehr als genug Auftrieb für alle Passagiere, zahlreiches Gepäck und Aufbaureserven gegeben.
Bevor der bis zu 35 Knoten schnelle Katamaran im Februar seine Reise an Deck eines Schwerlastschiffes von Cebu über den indischen Ozean und den Suezkanal nach Hamburg antritt, muss er sich noch einer Reihe von Probefahrten unterziehen. Bei diesen testen Experten der Werft unter Beteiligung von FRS-Mitarbeitern, dem Bauaufsichtsteam und dem Technischen Leiter sowie dem Kapitän, ersten Offizier und Leitenden Ingenieur der zukünftigen Besatzung u. a. die maximale Geschwindigkeit des Katamarans, aber auch andere wichtige Anlagen wie z. B. die Frisch- und Abwasser- sowie Brennstoffsysteme. Bei insgesamt sechs Probefahrten wird ein Geschwindigkeitstest durchgeführt und bei einer weiteren Fahrt wird zudem ein vierstündiger Dauerlauf auf höchster Laststufe absolviert, wie FRS jetzt mitteilte. Hier werden die Zuverlässigkeit der Maschinenanlage getestet sowie Navigationssysteme kalibriert. Besonders wichtig ist auch das Erproben der Manövrierfähigkeit des Katamarans.
Voraussichtlich Ende März wird der derzeit noch namenlose Katamaran dann zur FRS-Flotte stoßen um ab diesem Frühjahr auf der Strecke Hamburg – Wedel – Cuxhaven – Helgoland zu verkehren. „Wir freuen uns sehr auf den neuen Helgoland-Katamaran. Zukünftig können wir so bis zu 692 Passagieren eine komfortable Reise bieten. Wir alle haben die Baufortschritte verfolgt, um zu sehen, wie Stück für Stück letztendlich ein fertiger Katamaran entsteht, das ist wirklich beeindruckend”, so Birte Dettmers, Geschäftsführerin der FRS Helgoline GmbH.
Bei der Entwicklung des rund 17 Millionen Euro teuren Neubaus haben Reederei und Werft vor allem ein besonderes Augenmerk auf die Seegängigkeit und den Komfort der Passagiere gelegt. „Hier können wir auf umfangreiche Erfahrungen aus dem Betrieb mit dem HALUNDER JET zurückgreifen. Unsere Fahrgäste dürfen sich auf ein noch angenehmeres Reiseerlebnis bei erstklassigem Service freuen”, erklärte kürzlich FRS-Geschäftsführer Jan Kruse. „Um dies zu gewährleisten, haben wir nach einem intensiven internationalen Auswahlprozess die australische Austal-Werft mit dem Bau beauftragt, eine der weltweit renommiertesten und führenden Werften im Bau von Hochgeschwindigkeitskatamaranen und -fähren aus Aluminium. So hat die Austal-Werft seit 1988 mehr als 255 Schiffe für über 100 Betreiber in 44 Ländern ausgeliefert.
Von einer regionalen Passagierschiff-Reederei hat sich die Reedereigruppe FRS in den vergangenen Jahren zu einem international tätigen Unternehmen mit rund 1.500 Beschäftigten entwickelt. Die FRS Group betreibt 64 Schiffe weltweit. Damit befördert sie auf ihren nationalen und internationalen Fährlinien jährlich insgesamt 7,9 Millionen Passagiere und 2,1 Millionen Fahrzeuge. Heute gehören zum Portfolio der in Flensburg beheimateten FRS Gruppe 24 Tochterunternehmen mit Sitz in Europa, Nordafrika, Nordamerika und dem Nahen Osten. Christian Eckardt · http://www.helgoline.de/neubau/bautagebuch/

18104 Peter Pan 5 08012018 C Eckardt Derzeit wird am Heck des Achterschiffes aus Stabilitätsgründen ein Ponton der bereits getrennten Fähre PETER PAN angeschweißt. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Ostseefähre PETER PAN bei GDD in zwei Teile zerlegt

Verlängerungssektion wird zum Wochenende eingeschwommen

Im Schwimmdock V bei German Dry Docks in Bremerhaven schreiten die Verlängerungsarbeiten für die bislang 190,75 Meter lange Ostseefähre PETER PAN weiter voran. Bereits am vergangen Wochenende war das Fährschiff der TT-Line, nach rund einer Woche Arbeit mit dem Schweißbrenner durch sämtliche Decks und Rohrleitungen, in zwei Teile getrennt. Dabei wurde das Hinterschiff mit einem so genannten Z-Schnitt getrennt, da der vordere Passagiertrakt bei der Verlängerung nicht angefasst wird.

In den nächsten Tagen wird das rund 6.500 Tonnen schwere Heckteil des Fährschiffes auf hydraulischen Verschiebeschlitten, die von der Duisburger Firma Lastro Heavy Lift auf dem Dockboden installiert wurden, vorsichtig auseinandergezogen. Bevor das Schwimmdock abgesenkt und das mit dem Maschinenraum ausgerüstete Achterschiff aus dem Dock ausgeschwommen werden kann, wurde nun aus Stabilitätsgründen ein 32 Meter langer und knapp 5 Meter breiter Ponton am Heck der Fähre an einer Hilfskonstruktion installiert. Vermutlich zum Wochenende kann dann die 30 Meter lange vorproduzierte Verlängerungssektion in das Schwimmdock eingeschwommen werden. Diese 1.500 Tonnen schwere und über drei Frachtdecks reichende Sektion wurde, wie bereits berichtet, bei Pella Sietas in Hamburg-Neuenfelde erstellt und am vergangen Wochenende mit Unterstützung des Bugsier-Schleppers WAL und dem Heckschlepper HANS der Reederei Hans Schramm aus Brunsbüttel, von der Elbe an die Unterweser überführt. Aufgrund der widrigen Wetterumstände in den vergangenen Tagen musste die Sektion vor der Überführung zunächst für ein paar Tage im Hamburger Oderhafen zwischengeparkt werden.

Doch nicht nur an der Verlängerung des Schiffes – zur Kapazitätserhöhung um weitere 400 Frachtmeter – wird von den rund 70 GDD-Mitarbeitern sowie weiteren 500 Subunternehmern derzeit gearbeitet, denn die PETER PAN erhält auch einen neuen Wulstbug. Dieser neue, rund 55 Tonnen schwere Wulstbug, der derzeit von Weser Stahlbau auf dem Gelände von GDD erstellt wird, ist von der Form speziell auf die Gegebenheiten und die Geschwindigkeit auf der Fährstrecke zwischen Travemünde und dem schwedischen Fährhafen Trelleborg angepasst. Durch vorherige Versuche hat sich ergeben, dass sich durch einen strömungsoptimierten Wulstbug die Treibstoffeffizienz verbessert. So ist ein Ergebnis, dass der Treibstoffverbrauch nach der Verlängerung nahezu unverändert bleibt, so dass mit dieser Maßnahme – Erhöhung der Ladekapazität bei gleichem Treibstoffverbrauch – die Umweltbilanz des Schiffes verbessert wird.

Mit den nun in Bremerhaven umgesetzten Investitionen, in einer niedrigen zweistelligen Millionenhöhe, soll die PETER PAN für einen weiteren Betrieb für die kommenden 15 Jahre fit gemacht machen, teilte seinerzeit TT-Line mit. Die Verlängerung des Schiffes ist unter anderem auch erst durch ein Hafenausbauprogramm in Trelleborg möglich geworden, da bislang nur Schiffe mit einer Länge von maximal 200 Meter den Hafen anlaufen konnten, jetzt ist dieses Größenlimit in der südschwedischen Hafenstadt auf 240 Meter erhöht worden. Für das baugleiche Schwesterschiff NILS HOLGERSSON gibt es bislang noch keine derartigen Umbaupläne, theoretisch ist aber auch an diesem Schiff eine solche Verlängerung jederzeit möglich.

Die rund zweimonatige Ausfallzeit der unter schwedischen Flagge fahrenden PETER PAN soll nach Angaben der TT-Line zum einen durch freie Kapazitäten der anderen Fährschiffe der Reederei aufgefangen werden, zum anderen wurde die 154 Meter lange Frachtfähre PATRIA SEAWAYS mit einer Kapazität von 1.800 Lademeter eingechartert, die ab Mitte Januar zum Einsatz kommt. Gänzlich unbekannt ist die Frachtfähre bei TT-Line nicht, kam sie doch in den vergangenen Jahren schon mehrfach unter dem Chartername „TT-TRAVELER im Südschweden-Frachtfährdienst zum Einsatz.

Die 2001 in Bremerhaven auf der damaligen Werft SSW Fähr- und Spezialschiffbau erbaute RoPax-Fähre PETER PAN wird nach dem Ende der Werftzeit wieder unverändert im TT-Line-Routennetzwerk eingesetzt. Dabei bietet die bereits 1962 gegründete TT-Line das dichteste Routennetz im Direktverkehr nach Südschweden. Mit sechs Schiffen und bis zu 23 Abfahrten täglich und bis zu 150 Abfahrten in der Woche verbindet TT-Line die deutschen Ostseehäfen Travemünde und Rostock sowie den polnischen Hafen Świnoujście mit dem südschwedischen Trelleborg. Mit rund 160 Millionen Euro Umsatz pro Jahr ist die Reederei nach eigenen Angaben Marktführer im Passage- und Frachtverkehr zwischen dem Kontinent und Südschweden. www.ttline.de · Christian Eckardt

18104 Sektion Peter Pan Hamburg 04012018 C EckardtDie 30 Meter lange und rund 1500 Tonnen schwere Verlängerungssektion wurde im Schleppzug von Hamburg nach Bremerhaven überführt. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

18104 Queen Victoria 5 05012018 C EckardtAm Freitag, 5. Januar, gegen 7.00 Uhr legte das Kreuzfahrtschiff QUEEN VICTORIA am Kreuzfahrt Terminal Steinwerder als
erstes Kreuzfahrtschiff des Jahres an.
Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

QUEEN VICTORIA eröffnet Kreuzfahrtsaison 2018 in Hamburg

Der Hamburger Hafen startet in diesem Jahr sehr früh in die Kreuzfahrtsaison 2018. Am vergangen Freitagmorgen, 5. Januar, gegen 7.00 Uhr legte das 294 Meter lange Kreuzfahrtschiff QUEEN VICTORIA am Kreuzfahrt Terminal Steinwerder als erstes Kreuzfahrtschiff des Jahres an. Mit dem sehr frühen Schiffsanlauf der QUEEN VICTORIA unter dem Kommando von Kapitän Christopher Rynd, setzt die britische Reederei Cunard die Tradition der letzten Jahre fort und schickt eines ihrer Schiffe schon kurz nach Jahresbeginn von Hamburg aus auf eine große Weltentdeckerreise. Auf der knapp dreimonatigen Reise überquert die QUEEN VICTORIA den Atlantik, kreuzt in der Karibik und fährt einmal rund um Südamerika, bevor sie sich durch den Panamakanal zurück auf den Weg nach Hamburg macht. In der Elbmetropole wird sie dann am 25. März 2018 wieder eintreffen.
Dem Aufenthalt der nach einem Umbau im letzten Sommer in Italien nun über 2000 Passagiere fassenden QUEEN VICTORIA in Hamburg ging eine Westeuropa-Neujahrs-Kreuzfahrt sowie eine Kurzreise ab Southampton in die Hansestadt voraus. Bei diesem 6. Anlauf der QUEEN VICTORIA in Hamburg seit 2007 stiegen insgesamt 231 deutsche Gäste aus und 282 Gäste aus Deutschland gingen am Nachmittag wieder von Bord. Am Abend nahm der Kreuzfahrer dann wieder von Hamburg Kurs auf Southampton. Rund 150 der deutschen Gäste an Bord wechselten in dem britischen Seehafen von der QUEEN VICTORIA auf die beiden weiteren Queens der Reederei Cunard, der QUEEN MARY 2 oder auf die QUEEN ELIZABETH, auf denen sie ihre mehrmonatige Weltreise verbringen werden. Damit verzeichnet die Reederei so viele Weltreisengäste wie nie zuvor. 2017 hatten sich rund 100 Gäste an Bord der QUEEN ELIZABETH auf Weltreise begeben.

Neues Kreuzfahrt-Rekordjahr startet
Für dieses Jahr steht für den Hamburger Hafen ein neues Kreuzfahrt-Rekordjahr bevor, denn die Betreiber von Cruise Gate Hamburg erwarten rund 880.000 Passagiere – das sind zehn Prozent mehr als im letzten Jahr und so viele wie noch nie zuvor. Insgesamt 220 Mal wird ein Kreuzfahrtschiff in der Hansestadt erwartet, als letztes Schiff des Jahres macht am Silvestertag 2018 die OCEANA von P&O Cruises fest.
Neben der MSC PREZIOSA kommt ab Frühjahr 2018 mit der MSC MERAVIGLIA ein neuer Megaliner nach Hamburg. Dieses Allwetterschiff kann mehr als 5.700 Gäste an Bord beherbergen – und ist damit das größte Schiff, das je von einem europäischen Kreuzfahrtunternehmen gebaut wurde. Aber auch TUI Cruises wird 2018 in Hamburg zum wiederholten Male ein Zeichen setzen – mit der Taufe der neuen MEIN SCHIFF 1 im Mai. Kreuzfahrtbegeisterte dürfen sich 2018 außerdem auf die weiteren Erstanläufe von insgesamt zehn neuen Schiffen freuen, darunter die ASUKA 2, AIDAperla, AIDAnova, NAVIGATOR OF THE SEAS, SEABOURN OVATION und die beiden Schwesterschiffe VIKING SUN und VIKING SKY. Christian Eckardt

18104 Mein Schiff 3 10 mit Deutschland 13052017 C EckardtMEIN SCHIFF 3 und MS DEUTSCHLAND an der Columbuskaje in Bremerhaven. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Erneute Steigerung der Passagierabfertigungen im Jahr 2018 am Cruise Terminal in Bremerhaven
Hafengesellschaft legt Sanierungskonzept für die Columbuskaje vor

Auch an Bremerhavens Columbuskaje zeigen sich die Auswirkungen des Kreuzfahrtbooms, so stehen doch bereits 111 Anläufe von 19 unterschiedlichen Schiffen im Kalender des Betreibers, des Columbus Cruises Terminals Bremerhaven (CCCB). Und so früh, wie in diesem Jahr, startete die Saison schon lange nicht mehr: Denn bereits am 5. Januar 2018 besucht erneut die SAGA SAPPHIRE der britischen Saga Cruises auf dem Rückweg ihrer Silvesterreise aus der Ostsee nochmals die Seestadt.
Zwar werden im Jahr 2018 nur 15 Abfahrten mehr als im Vorjahr durchgeführt, aber durch die Größe der Schiffe steigt die Zahl der abgefertigten Passagiere um fast 50 Prozent. Rund 245.000 Passagiere werden 2018 in Bremerhaven erwartet, soviel wie noch nie zuvor. Zwar kommt man mit diesen Zahlen noch nicht an die drei großen deutschen Häfen in der Branche, Warnemünde, Kiel und Hamburg, heran, wurden doch allein in Rostock im Jahr 2017 über 892.000 Seereisende gezählt, doch dieses Wachstum zeigt, dass der Bedarf für dieses Terminal vorhanden ist und man den Reedern hierfür eine hervorragende Infrastruktur anbieten kann. Dafür haben das Land als Eigner des Terminals, aber auch der Terminalbetreiber in den letzten Jahren beachtliche Summen in die Modernisierung des Terminals und in die Logistik investiert. Dazu gehört beispielsweise auch die Schaffung neuer Parkplätze für die selbst anreisenden Gäste in Terminalnähe zum Beginn der Saison 2017, die bereits sehr gut angenommen wurden.
Allein TUI Cruises kommt 2018 gleich mit vier Schiffen an die Weser und sorgt so bei 24 Abfahrten allein schon für rund 100.000 Gäste. So wird neben der MEIN SCHIFF 4, MEIN SCHIFF 5 und der neuen MEIN SCHIFF 1 allein die MEIN SCHIFF 3 ein Dauergast in Bremerhaven sein und dort 14mal festmachen. Auch Costa Kreuzfahrten kommt erneut nach Bremerhaven, zwar mit der im Vergleich zur COSTA MAGICA etwas kleineren, 2.680 Passagiere fassenden COSTA MEDITERRANEA, aber dafür sind die Italiener mit zwei weiteren Abfahrten im Vergleich zu 2017 an der Weser.
Auch der langjährige Kunde an der Columbuskaje, Phoenix Reisen aus Bonn schickt seine komplette Flotte mit der ALBATROS, AMADEA, ARTANIA und DEUTSCHLAND bei 44 Abfahrten in Richtung Nordland, Ostsee und Spitzbergen, immerhin acht weitere Reisen als noch im Sommer 2017 und die ALBATROS wird dabei mit 15 Abfahrten der häufigste Gast am Columbus Cruise Center sein. Schifffahrtsbegeistere sollten sich schon einmal den 25. Juli vormerken, dann liegen nach 2016 alle vier Phoenix-Kreuzfahrtschiffe wieder gleichzeitig an einem Tag an der Pier. Dann müssen morgens um die 3.000 Passagiere ausgecheckt und die gleiche Anzahl an neuen Passagieren am Abend eingeschifft werden.
Insgesamt sieben Mal werden internationale Schiffe zum so genannten „Stop over” an der Columbuskaje festmachen, darunter die nagelneue SEABOURN OVATION der amerikanischen Seabourn Cruises, die AZAMARA JOURNEY von Azamara Cruises und die 2.000 Passagiere fassende MARELLA DISCOVERY der britischen TUI-Tochter Marella Cruises. Den Jahresabschluss in Bremerhaven macht dann die SAGA PEARL II im Rahmen einer Weihnachtskreuzfahrt mit britischen Gästen.
Auch Abschied nehmen von einem Schiff aus der Flotte von Hapag-Lloyd Cruises muss man in der Saison 2018 an der Unterweser, denn das luxuriöse 5-Sterne Expeditionskreuzfahrtschiff HANSEATIC verlässt den deutschen Markt und wird zum Herbst 2018 nach Kanada verkauft, um Platz zu machen, für zwei Expeditions-Neubauten, die derzeit auf einer Werft in Norwegen entstehen.
Ob das Wachstum in Bremerhaven so wie in den letzten drei Jahren fortschreitet, kann der Terminalbetreiber derzeit nicht ausschließen. Auf jeden Fall sorgt AIDA Cruises schon einmal für eine Überraschung, denn im aktuellen Katalog für 2019 werden erstmalig drei Abfahrten der AIDAcara von Bremerhaven nach Grönland im August 2019 angeboten. Damit wäre dann auch der größte und letzte deutsche Kreuzfahrtanbieter in Bremerhaven angekommen.
Der aktuelle Fahrplan für das Columbus-Cruise Center in Bremerhaven wird demnächst auf der homepage www.cruiseport.de nachzulesen sein.

Hafengesellschaft legt Investitionspläne vor
Um auch langfristig die Kunden an Bremerhaven zu binden, sind in absehbarer Zukunft weitere, millionenschwere Investitionen an der Weser notwendig. In diesem Zusammenhang liegen Pläne des Hafenbetreibers Bremenports vor, um rund 100 Millionen Euro in den Kreuzfahrtstandort Bremerhaven zu stecken. So muss einerseits dringend die marode, zum Teil schon über 80 Jahre alte Kaje saniert werden, allein hierfür sind geschätzte Kosten in Höhe von 75 Millionen Euro aufzubringen. Bei den aktuellen Plänen möchte man dann rund 25 Meter vor der jetzt vorhandenen Kaje eine neue Kaje in die Weser rammen, dadurch kann man dann auch mehr Aufstellfläche für Warenanlieferungen der immer größer werdenden Schiffe schaffen. Weiterhin müssten geschätzte 25 Millionen Euro in den Umbau des alten Columbusbahnhofes fliesen. Nach den Plänen von Bremenports sollen dabei Teile der alten Fahrgastanlage, die noch aus den 1960er Jahren stammen, abgerissen und durch einen mehrgeschossigen Bau mit dem Projektnamen „Cruise Tower” mit modernem Eingangsbereich, Parkdecks und Büroetagen ersetzt werden. Sollte die Landespolitik aus Bremen diese Pläne abnicken, sind noch mindestens rund zwei Jahre für weitere Detailplanungen zu berücksichtigen, so dass nach vorsichtiger Planung frühestens ab 2020 die Baumaschinen anrollen könnten. · Christian Eckardt

18104 NORWEGIAN BLISS im Baudock der Meyer Werft Foto Meyer WerftDie NORWEGIAN BLISS im Baudock der Meyer Werft, Papenburg, die im Frühjahr 2018 abgeliefert wird. Foto: Meyer Werft, Papenburg

Guten Auftragsbestand und Einführung neuer Umwelttechniken bei der Meyer Werft
Jobangebote für Experten bei der Meyer Werft

Während die Krise in der maritimen Industrie weltweit anhält, konnten die Meyer Werft in Papenburg und die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde mit neuen Kreuzfahrt-Aufträgen im Jahr 2017 ihr gutes Auftragsbuch weiter ausbauen. Die Beschäftigung ist bis 2023 langfristig gesichert. Nahezu alle großen Kreuzfahrtreedereien der Welt gehören derzeit zum Kundenkreis der Werft.
Die Meyer Werft hat im Jahr 2017 vor allem im Hinblick auf Umwelttechnik neue Technologie-Standards in der Branche gesetzt. Mit neuen Schiffen wie der AIDAnova konnte die Werft LNG als umweltfreundlichen Treibstoff der Zukunft für Kreuzfahrtschiffe am Markt einführen. Mit zwölf LNG-angetriebenen Schiffen im Auftragsbestand ist die Meyer Werft führend im Kreuzfahrtschiffbau. An der Brennstoffzellentechnologie und weiteren technischen Innovationen auf Passagierschiffen wird intensiv geforscht.
Die Papenburger Meyer Werft hat im Jahr 2017 die beiden Kreuzfahrtschiffe NORWEGIAN JOY für die Norwegian Cruise Line und die für den asiatischen Markt bestimmte WORLD DREAM für die zum Genting-Konzern gehörende Dream Cruises abgeliefert. Daneben hat die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde erneut zwei Flusskreuzfahrtschiffe für den langjährigen Kunden Viking River Cruises abgeliefert.
„Mit weitreichenden Investitionen besonders im IT-Bereich, wird die Digitalisierung weiter voranschreiten”, so Geschäftsführer Tim Meyer. „Dafür suchen wir weitere Mitarbeiter und besonders IT-Spezialisten. Dank unserer Mitarbeiter und unserer Partner haben wir es auch in diesem Jahr geschafft, unsere Schiffe an zufriedene Kunden zu übergeben”, ergänzt Meyer.
Für das Jahr 2018 stehen in Papenburg zwei Ablieferungen an, die NORWEGIAN BLISS im Frühjahr und im Herbst die AIDAnova. Christian Eckardt
www.meyerwerft.de und www.neptunwerft.de · Stellenangebote unter www.meyercareer.com
Den Jahresrückblick als YouTube-Video findet man hier: www.youtube.com/MeyerWerft1795 

18104 Neptun Werft rechts die neue Halle 8 Foto Neptun Werft Ein fertiggestellter Gastanker auf der Neptun Werft sowie die Entstehung der Halle 8 (rechts im Bild). Foto: Neptun Werft, Warnemünde