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Der Sete Cidades ist ein Kratersee mit 4,35 Quadratkilometer Größe im Westen der Azoreninsel São Miguel.

Der Sete Cidades ist ein Kratersee mit 4,35 Quadratkilometer Größe im Westen der Azoreninsel São Miguel.

Foto: www.visitazores.com Turismo Azores

 

Philipp Rademann

Auf dem weiten, endlosen Meer

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Mit der CRYSTAL SERENITY auf dem Weg über den Transatlantik von Miami nach Lissabon

Regen in Miami: Ein grauer Montagmittag in einem der großen Cruiseterminals der Kreuzfahrtmetropole Floridas. Im Hafen liegt nicht die erste Garde der neuesten Megaliner von Carnival, NCL und Royal Caribbean, sondern die verdienten Kreuzfahrtschiffe, die schon ein paar mehr Jahre vorzuweisen haben. Jetzt schippern die CARNIVAL FANTASY und Co. zweimal pro Woche ‒ jeweils montags und freitags ‒ das ganze Jahr über zumeist jüngere Kreuzfahrtgäste und Kreuzfahrtneulinge auf 3- und 4-Tagestouren zu den Bahamas. Und mittendrin liegt sie: die CRYSTAL SERENITY. Erst am Morgen ist das Flaggschiff von Crystal Cruises von seiner dreimonatigen Weltreise zurückgekehrt, um abends Kurs auf Europa zu nehmen: Lissabon ist das Ziel der klassischen Transtalantikpassage ‒ jede Menge Tage auf hoher See, unterbrochen nur von zwei kurzen Stippvisiten auf den Bermudas und den Azoren.

Luxuriös und auf der Höhe der Zeit: Die CRYSTAL SERENITY

5-Sterne-Luxus verspricht Crystal den erwartungshungrigen Reisenden ‒ weit über die Hälfte unter ihnen sind Repeater, wie Stammgäste international genannt werden. Das Schiff ist gut gebucht, da viele treue Crystal-Reisende das 25. Jubiläum „ihrer” Reederei würdig begehen möchten. Denn der 13tägige Törn über den Atlantik firmiert nicht nur als Anniversary Captain’s Cruise, sondern wartet auch mit dem Thema „Film & Theater Festival” auf.    

Der norwegische Kapitän Birger Vorland entschuldigt sich bei seinen Passagieren kurz vor planmäßigen Abfahrtszeit mittels einer der seltenen Durchsagen, dass die CRYSTAL SERENITY mit etwas Verspätung ablegen wird: Grund ist ein LKW, der Ersatzteile für die Bordtechniker nicht ganz pünktlich angeliefert hat. Den Reisenden ist es egal: Viele unter ihnen haben längst aufgehört, die Zahl der Transatlantiküberquerungen zu zählen. Anne aus Vancouver ist so eine Wiederholungstäterin aus Überzeugung, wie sie am ersten Abend beim Dinner ebenso humorvoll wie begeisternd zum Besten gibt. Sie, die glatt für Anfang siebzig durchgehen könnte, wird in wenigen Tagen ihren 90. Geburtstag feiern. Geboren als Tochter eines britischen Kolonialbeamten im damaligen Bombay kann sie aus ihrem bewegten Leben so einiges erzählen: Von Stationen in Kenia und auf Barbados zum Beispiel. Dem heimatlichen England hat sie mit der gesamten Familie in den späten sechziger Jahren den Rücken gekehrt – mit der FRANCE, der späteren NORWAY. Nach wenigen Minuten wird klar: Die kommenden Tage werden sehr unterhaltsam. Bei Crystal Cruises wird sie (noch) zelebriert: Die klassische Kreuzfahrt. Mit Kapitänsempfang inklusive Abendkleid und Smoking. Zwar haben auch bei Crystal die Marketingstrategen die Kleidervorschriften gelockert, aber Stammgäste wie Anne halten nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg, dass es nicht festlich genug sein kann.

Beim Abendessen zeigt sich auch der einzige wirkliche Kritikpunkt, den verwöhnte Kreuzfahrtgäste an der CRYSTAL SERENITY und der etwas älteren CRYSTAL SYMPHONY auszusetzen haben: Es gibt allabendlich zwei Essensitzungen im „Crystal Dining Room” auf Deck 5. Zwar hat auch Crystal die Möglichkeit einer flexiblen Essenszeit eingeführt, aber an die Ungezwungenheit einer offenen Tischzeit wie auf den Schiffen der Mittbewerber im Luxussegment der Kreuzfahrt reicht diese Alternative nicht heran: Bei Hapag-Lloyd Cruises, Seabourn oder Silversea ist im Hauptrestaurant jederzeit für jeden Passagier ein Platz zum Dinner verfügbar. Für Crystal Aficionados kein Grund, nicht Jahr für Jahr wiederzukehren. Der routinierte Service steht unter alpenländischer Aufsicht. Hoteldirektor Hubert Bülacher und sein Team wissen, was zu tun ist, um dem 5-Sterne Ranking von Douglas Ward gerecht zu werden. Der Tiroler Bülacher hat sein Business von der Pike auf gelernt, bereits 1989 startete er als Sous Chef in der Küche der damals brandneuen ROYAL VIKING SUN, die heute als PRINSENDAM für Holland America unterwegs ist. Sonderwünsche sind für die Restaurant-Crew zu keiner Zeit ein Problem. Ob Wiener Schnitzel oder Bouillabaisse, Salzburger Nockerln oder Holsteiner Rote Grütze: Kein Sonderwunsch ist zu ausgefallen. Herr Waldbauer aus der Steiermark – einer der Assistant Maitre d’ im Crystal Dining Room – animiert seine Gäste regelrecht, Sonderwünsche zu äußern. Anderswo undenkbar. Und zwischendurch weiß der Waldbauer, Kurt von seinen Jahrzehnten auf See zu berichten: Von der VISTAFJORD in den ersten Jahren unter Cunard-Flagge schwärmt er besonders. Vor knapp 20 Jahren hat er bei Crystal Cruises angeheuert und schiebt seinen Abschied von der Seefahrt seit langem immer wieder heraus. 

Es ist diese ganz spezielle Kombination aus engagiertem Service und tollen, interessanten Mitreisenden, die die Atmosphäre dieser Transatlantiküberquerung ausmachen. Häfen stören da eigentlich nur. Und so gibt es manchen Passagier, der an Tag Vier der Reise keinen Fuß auf den Boden des Eilandes Bermuda setzen wird. Da die NORWEGIAN BREAKAWAY und die CELEBRITY SUMMIT die modernen Kreuzfahrtpiers der Royal Naval Dockyard belegen und der Crystal-Liner für den Kai von Bermudas Hauptstadt Hamilton zu groß ist, geht die CRSTAL SERENITY im Great Sound der Insel vor Anker. Der Tender BERMUDIAN wird die nächsten 24 Stunden zwischen Schiff und Hamilton hin- und herpendeln. Traditioneller kann sich kein Kreuzfahrtgast Bermuda nähern.

Bermuda – Sehnsuchtsziel mit Traumstränden und traditionsreicher Geschichte

Bermuda, die älteste britische Kronkolonie, liegt weitab vom Schuss. Genauer gesagt, rund 1.070 Kilometer vor der Ostküste der USA. Rund 150 kleine Inseln warten mit traumhaften rosafarbenen Stränden aus Korallensand und einem angenehm milden Klima das ganze Jahr über auf zumeist amerikanische Touristen. Während der Stippviste der CRYSTAL SERENITY zeigt sich das Wetter jedoch eher verhalten. Also Sightseeing statt Strandbesuch: Und da ist zunächst St. George, Bermudas ursprüngliche Hauptstadt, die 1612 von Admiral Sir George Somers gegründet wurde. Damit ist dies die älteste englische Siedlung in der Neuen Welt. Admiral Somers war mit seinem Schiff SEA VENTURE 1609 auf dem Weg zur Kolonie Virginia an der Ostküste Bermudas gestrandet. Dabei war es gar kein englischer Entdecker, der als Erster seinen Fuß auf das Eiland setzte. Schon gut 100 Jahre zuvor hatte Juan de Bermudez die spanische Flagge auf Bermuda gesetzt, der Insel jedoch nach einem Tag schon wieder den Rücken gekehrt. Viele Gebäude in St. George stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter mit der St. Peter’s Church eine der ältesten anglikanischen Kirchen außerhalb der britischen Inseln. Grund genug für die UNESCO, St. George im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe zu erklären.

Heute ist Bermuda ein selbstverwaltetes britisches Überseegebiet mit Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt. Die Bermudians sind stolz auf ihre Geschichte, die kulturelle Vielfalt und die Bermuda-Shorts, in denen in der Hauptstadt Hamilton Geschäftsleute auf dem Weg zum nächsten Termin sind ‒ Schlips und Kragen inbegriffen. Seinen Namen verdankt Bermudas heutige Hauptstadt seinem früheren Gouverneur Sir Henry Hamilton, der von 1788 an für sechs Jahre die Interessen der englischen Krone auf diesem Außenposten vertrat. Anne, die kanadische Lady mit englischen Wurzeln, ist very proud über so viel britische Tradition.  

Wer bei einem Stadtrundgang durch Hamilton noch nicht genug koloniale Geschichte, z.B. bei einem Besuch in einem der zahlreichen Museen, erlebt hat, dem bleibt bei der zweitägigen Stippviste der CRYSTAL SERENITY noch genug Zeit für einen Besuch der Royal Naval Dockyard. 1810 wurde mit dem Bau dieser englischen Marinebasis begonnen, der in beiden Weltkriegen eine wichtige strategische Bedeutung zukam. In den 1960iger Jahren kehrte die Royal Navy der Insel den Rücken und so entwickelte sich dieser Ort zu einer Touristenattraktion, u.a. mit dem Maritime Museum, das die Queen aus dem fernen London im Jahr 1975 höchstpersönlich einweihte.

Kreuzfahrt pur mit Kurs Azoren: Von Stars und Sternchen an Bord

Kurz nachdem die letzten Landgänger vom Tender auf die CRYSTAL SERENITY zurückgekehrt sind, heißt es „Anker auf”. Fünf Seetage liegen vor den Passagieren des Crystal-Flaggschiffs. Fünf Tage, die Kreuzfahrtdirektor Rick Spath ausreichend

Gelegenheit geben, seine jahrzehntelange Erfahrung voll auszuspielen. Und so finden sich neben den zu Recht viel gelobten Broadways Shows in der „Galaxy Lounge” viele Vorträge auf dem Programm, die nicht zur Kreuzfahrt-Standardware im Unterhaltungsbereich gehören. Viele Crystal-Stammgäste sind sogar nur wegen der unterhaltsamen Vorträge zu den Stars und Sternchen Hollywoods an Bord gekommen. Natürlich nicht die Stars von heute, sondern die aus der „guten alten Zeit”. Und so wird an Bord auch der 100. Geburtstag von Frank Sinatra schon im Voraus im Rahmen einer speziellen Teatime angemessen gewürdigt.     

„All exclusiv” heißt die Werbebotschaft von Crystal Cruises. Und an Bord geht es unterdessen ebenso exklusiv wie inklusiv zu. Und hier zeigen sich die Unterschiede vom Luxussegment zum Premiumbereich auf hoher See. Die Auswahl an Weinen und Spirituosen, die aufs Haus gehen, ist ebenso hochwertig wie umfangreich. Ein deutlicher qualitativer Unterschied z.B. zum nicht ganz so exklusiven Inklusivangebot von TUI Cruises an Bord der Mein Schiff-Flotte. Wer Abwechslung zum abendlichen Besuch im „Crystal Dining Room” sucht, den erwartet achtern auf Deck 7 das italienische Restaurant „Prego” oder das asiatische Restaurant „Silk Road”. Für den europäischen Gaumen ist sicherlich die asiatische Alternative mit der Sushi-Bar interessanter, denn die Küche im „Prego” ist voll und ganz auf die Erwartungen der US-Klientel ausgelegt. Tagsüber haben beide Restaurants geschlossen, was angesichts der vielen Seetage etwas überrascht. Der Grund, so Hoteldirektor Hubert Bülacher, ist einfach: Mittags ist die Servicecrew beider Gourmettempel im Lido-Café, dem Buffetrestaurant des Schiffes, im Einsatz.

Von allem etwas bietet „Tastes”, das Restaurant mittschiffs auf dem Lido-Deck des Schiffes. Hier, wo früher ein zweiter Swimmingpool beheimatet war, wartet seit einem großen Umbau vor einigen Jahren ein legeres Restaurant auf, das zum späten Frühstück ebenso geöffnet hat, wie zum Tapas-Dinner. Die abendliche Speisekarte ermöglicht eine facettenreiche kulinarische Reise um die Welt mit vielen leckeren Kleinigkeiten. Etwas mehr Abwechslung wäre schon wünschenswert, denn die Dinnerkarte bleibt statisch. Der Service erweist sich hingegen als weniger konsistent, hier ist noch Luft nach oben.  

Dass Crystal fortlaufend in seine Schiffe investiert, ist auch den Kabinen und Suiten ‒ alle außen gelegen und bis die Kabinen auf dem Promenaden-Deck mit Balkon ausgestattet ‒ deutlich anzumerken. Das Ursprungsdekor aus dem Baujahr 2003 ist längst einem hippen Boutique-Hotel-Schick gewichen. Auch wenn die Standard-Balkonkabinen mit ihrer Größe von rund 25 Quadratmetern es nicht mit den geräumigeren Suiten an Bord der Schiffe von Seabourn oder Silversea aufnehmen können, zeichnen sie sich durch innovatives Design und viel Komfort aus. Kabinenstewardess Maria aus Montenegro tut ein Übriges, die Kabine zweimal täglich aufs Neue in einen makellosen Zustand zu versetzen.

Flaggenwechsel auf hoher See: Expansionskurs bei Crystal Cruises

Auf eine neue Phase in der Unternehmensgeschichte können die Passagiere mitten auf den Weiten des Atlantiks mit einem Glas Champagner anstoßen: Kapitän Birger Vorland verkündet, dass die Übernahme von Crystal Cruises durch den neuen Eigner Genting Hong Kong nun auch formell abgeschlossen werden konnte. Bislang war Crystal seit seiner Gründung Teil der japanischen Traditionsreederei Nippon Yusen Kaisha (NYK), die vor allem in der Containerschifffahrt zuhause ist und die luxuriöse US-Tochter quasi nur nebenbei betrieben hat. Unter der Ägide von Edie Rodriguez, Präsidentin und CEO von Crystal Cruises, steuert das Unternehmen jetzt einen beeindruckenden Expansionskurs. Das SeereisenMagazin hat über die Order von neuen Hochsee- und Flussschiffen bei der Bremerhavener Lloyd Werft, den damit einhergehenden Einstieg in das Yacht- und Flusskreuzfahrtensegment und die weitere Entwicklung fortlaufend berichtet.

Doch mit der klassischen Kreuzfahrt in all seinen Facetten gibt sich Crystal Cruises fortan nicht zufrieden: Auch die Ankündigung von Luxusjets unter dem Crystal-Logo ab 2017 und der Kauf des legendären Liners UNITED STATES folgten. Um die Pläne umsetzen zu können, hat Crystal-Eigner Genting nicht nur die Bremerhavener Lloyd Werft übernommen, sondern auch die Werften der Nordic Yards in Wismar, Rostock und Stralsund. Mit der Beschaulichkeit einer aus nur zwei Schiffen bestehenden Crystal-Flotte ist es seit dem Start der Yacht CRYSTAL ESPRIT Ende 2015 bereits vorbei. Der frühere Deilmann-Flusskreuzfahrer MOZART eröffnet das neue Flusssegment River Cruises für Crystal nach einer Totalrenovierung als CRYSTAL MOZART im Juli 2016 mit Reisen ab und bis Wien.

Neueste Ergänzung der Crystal-Flotte wird die Polar-Class Megayacht CRYSTAL ENDEAVOR sein. Das 183 Meter lange Expeditionsschiff wird mit 100 geräumigen Suiten ausgestattet und soll ab Fertigstellung im August 2018 entlegene Ziele der Arktis und Antarktis ansteuern ‒ zwei Helikopter und zwei Mini-U-Boote für Expeditionsausflüge gehören zu den exklusiven „Spielzeugen” an Bord. Auch dieses Schiff wird von der neu formierten Lloyd Werft Group gebaut: der erste Stahlzuschnitt soll bereits im Mai 2016 erfolgen.

Willkommen in der Alten Welt: Die Azoreninsel São Miguel und Portugals Metropole Lissabon

1.369 Kilometer westlich vor dem europäischen Festland liegen die Azoren. Nach vielen Tagen auf den Weiten des Atlantiks ist die Spannung bei den Passagieren der CRYSTAL SERENITY groß, als Ponta Delgada in Sicht kommt. Die Hauptstadt der Inselgruppe liegt auf São Miguel, der größten Insel der Azoren. Jay aus Las Vegas, an Bord als Dance Host engagiert, fungiert heute als Tourbegleiter von Bus Nummer 3. Ziel des halbtägigen Ausflugs ist eine Inselrundfahrt, die einen Besuch bei einem Vulkankrater namens Sete Cidades ermöglicht. Der heutige Vulkansee erstreckt sich über eine Länge von fünf Kilometern und verfügt über eine Breite von rund zwei Kilometern. Einen Postkartenblick über die Caldera verspricht ein Aussichtspunkt über dem Miradouro Vista do Rei, wenn an diesem Vormittag nicht dichter Nebel die Sicht fast auf Null drücken würde. Geradezu surreal mutet in den Nebelschwaden die Ruine eines seit dreißig Jahren aufgegebenen Hotelkomplexes an. Auf der Rückfahrt Richtung Ponta Delgada lacht wieder die Sonne und Touristenführer Miguel lacht ebenso gern. Er berichtet kundig und begeisternd von „seiner” Insel: Christoph Columbus stattete den Inseln 1493 auf dem Rückweg von der Neuen Welt einen Besuch ab; seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wanderten viele Azoreaner in die USA aus. Zahlen, Daten und Fakten prasseln auf die Kreuzfahrtreisenden herab, während sie die am Busfenster vorbeiziehende Natur bewundern. Viel zu schnell ist die Inseltour und die kurze Visite des Schiffes auf São Miguel wieder zu Ende, da sind sich die Transatlantiküberquerer sicher. Kurz noch ein Bummel durch die quirligen Straßen von Ponta Delgada und dann nimmt der 2003 im französischen St. Nazaire gebaute 68.870 BRZ große Liner Kurs auf seinen Zielhafen Lissabon. 784 Seemeilen und ein weiterer Tag auf See liegen vor den Gästen des Schiffes, ehe die CRYSTAL SERENITY in den Tejo einläuft. Auf der Backbordseite grüßt der Torre de Belém die Ankommenden so wie er es seit seiner Fertigstellung im Jahr 1521 immer getan hat. Heute werden allerdings ‒ anders als Jahrhunderte zuvor ‒ feindliche Schiffe von diesem Wahrzeichen aus nicht mehr unter Feuer genommen.

Die meisten Passagiere verschieben die Erkundung der portugiesischen Metropole auf ein Nachprogramm im Anschluss an ihre Reise, wenn sie nicht ‒ wie rund 130 Passagiere ‒ ohnehin die nächste Reise bis Barcelona gebucht haben. Stattdessen ist am letzten Nachmittag an Bord beinahe jeder Platz in der „Palm Court Lounge”  oberhalb der Brücke besetzt. Oberkellner Kurt Waldbauer dirigiert hier zum Teatime-Finale seine Servicekräfte ein letztes Mal. Gurkensandwiches und Earl Grey Tee: Anne aus Vancouver hat diese Reise in vollen Zügen genossen, nur mit dem Gesamtgewinn der allabendlichen Kasinobesuche ist sie nicht zufrieden. Die an den Spielautomaten gewonnenen 732 US-Dollar reichen gerade einmal für die Anzahlung der nächsten Kreuzfahrt, die sie an Bord gebucht hat. Dann geht es mit der CRYSTAL SERENITY von Tokyo nach San Francisco, ganz kurz vor dem 91. Geburtstag. Bon Voyage!

Mit ihren 250 Meter Länge bietet die CRYSTAL SERENITY nicht nur eine elegante Silhouette, sondern auch gut 1.000 Passagieren Platz.Mit ihren 250 Meter Länge bietet die CRYSTAL SERENITY nicht nur eine elegante Silhouette, sondern auch gut 1.000 Passagieren Platz.

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Modernes Design zeichnet auch die Standard-Balkonkabinen des Crystal-Flaggschiffs aus.Modernes Design zeichnet auch die Standard-Balkonkabinen des Crystal-Flaggschiffs aus.

Foto: Crystal Cruises, Los Angeleles

Die Bäder der CRYSTAL SERENITY verfügen neben einer Badewanne auch über den Luxus eines Doppelwaschbeckens.

Die Bäder der CRYSTAL SERENITY verfügen neben einer Badewanne auch über den Luxus eines Doppelwaschbeckens. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

m Atrium der CRYSTAL SERENITY findet während der ...

Im Atrium der CRYSTAL SERENITY findet während der ...

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

 ... Crossing mit dem Gala Bruch-Buffet ein kulinarischer Höhepunkt statt.

 ... Crossing mit dem Gala Bruch-Buffet ein kulinarischer Höhepunkt statt.

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Im Crystal Dining Room wird das Dinner in klassischer Kreuzfahrttradition zelebriert.  Im Crystal Dining Room wird das Dinner in klassischer Kreuzfahrttradition zelebriert. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Das Restaurant „Tastes” ist tagsüber ein legerer Treffpunkt und bietet abends Tapas aus aller Welt.Das Restaurant „Tastes” ist tagsüber ein legerer Treffpunkt und bietet abends Tapas aus aller Welt. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

 

Die Rundum-Promenade mit echtem Teakbelag ermöglicht grandiose Ausblicke und ist als Joggingstrecke ideal.Die Rundum-Promenade mit echtem Teakbelag ermöglicht grandiose Ausblicke und ist als Joggingstrecke ideal. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Goodbye Miami – Die CRYSTAL SERENITY macht sich auf den Weg in die Alte Welt.Goodbye Miami – Die CRYSTAL SERENITY macht sich auf den Weg in die Alte Welt. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Die Front Street in Bermudas Hauptstadt Hamilton wartet mit ihren bunten Häusern auf shoppingbegeisterte US-Passagiere.Die Front Street in Bermudas Hauptstadt Hamilton wartet mit ihren bunten Häusern auf shoppingbegeisterte US-Passagiere. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Traumhafte Strände sind eines der Markenzeichen von Bermuda.Traumhafte Strände sind eines der Markenzeichen von Bermuda.

Copyright: Bermuda Tourism, www.marketingbermuda.com

Das Sessions House in Hamilton ist der Sitz des Parlaments der Insel.Das Sessions House in Hamilton ist der Sitz des Parlaments der Insel.

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

 

Im Cabinet House – 1841 errichtet – tagt jeden Mittwoch das Kabinett Bermudas. Im Cabinet House – 1841 errichtet – tagt jeden Mittwoch das Kabinett Bermudas.

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Die Ursprünge der St. Peter’s Church im malerischen St. George reichen bis 1612 zurück.Die Ursprünge der St. Peters Church im malerischen St. George reichen bis 1612 zurück. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Zwischenstopp auf den Azoren: Die CRYSTAL SERENITY hat in Ponta Delgada festgemacht.Zwischenstopp auf den Azoren: Die CRYSTAL SERENITY hat in Ponta Delgada festgemacht. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Die Marina von Ponta Delgada ist ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen und Azoreaner gleichermaßen.Die Marina von Ponta Delgada ist ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen und Azoreaner gleichermaßen. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

 

Die Kirche São Sebastião in Ponta Delgada stammt aus dem 15. Jahrhundert und zählt zu den sehenswerten Baudenkmälern auf São Miguel.Die Kirche São Sebastião in Ponta Delgada stammt aus dem 15. Jahrhundert und zählt zu den sehenswerten Baudenkmälern auf São Miguel.

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

Das „Denkmal der Entdeckungen” in Lissabons Stadtteil Belem ist Heinrich dem Seefahrer gewidmet und wurde 1960 erbaut.Das „Denkmal der Entdeckungen” in Lissabons Stadtteil Belem ist Heinrich dem Seefahrer gewidmet und wurde 1960 erbaut. Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe

 

Die 2.278 Meter lange Hängebrücke über den Tejo „Ponte 25 de Abril” wurde 1966 eingeweiht und Ende der 1990iger Jahre mit einem Eisenbahndeck nachgerüstet.Die 2.278 Meter lange Hängebrücke über den Tejo „Ponte 25 de Abril” wurde 1966 eingeweiht und Ende der 1990iger Jahre mit einem Eisenbahndeck nachgerüstet.

Foto: Philipp Rademann, Karlsruhe 

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