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AUSGABE 1/2011


Christian Eckardt

Christian Eckardt · Ressortleiter FährenMagazin

 


 

 

Bredo-Werft erwirbt Stena-Sektionen

Die Bremerhavener Dock GmbH (Bredo) hat von der Lloyd Werft die insgesamt vier 12 Meter langen und bis zu 240 Tonnen schweren Stahlsektionen erworben, die bei der Verkürzung der beiden Stena-Frachtfähren STENA TRADER und STENA TRAVELLER übergeblieben sind. Die STENA TRADER, die mittlerweile in BLUE PUTTEES umbenannt wurde, ist bereits Anfang Oktober auf der Lloyd Werft verkürzt worden.

Nachdem Mitte Dezember das zweite Fährschiff bei der Bremerhavener Lloyd Werft, die erst am 11. Dezember in Bremerhaven eingetroffene STENA TRAVELLER durchtrennt worden war, pickte der Bugsier-Schwimmkran ENAK zunächst die erste obere, rund 140 Tonnen schwere Sektion an und setzte diese Sektion zunächst auf dem Gelände der Lloyd Werft ab.

Auch die 240 Tonnen schwere und rund 9 Meter hohe untere schwimmfähige Bodensektion nahm der Schwimmkran ENAK anschließend an den Haken, brachte diese dann schon direkt zur Bredo-Werft im Bremerhavener Fischereihafen. Dort im Schwimmdock 3 der Bredo-Werft werden alle vier Sektionen abgesetzt und dann von den Bredo-Mitarbeitern zu einem schwimmfähigen Bauteil zusammengefügt. Dieses wird dann in diesem Jahr von der Bredo-Werft als schwimmende doppelstöckige Halle und Werkstatt genutzt, die dann in direkter Nähe der Docks dauerhaft positioniert wird.

Die Verkürzung der beiden ehemaligen im Ärmelkanal eingesetzten Frachtfährschiffe der schwedischen Stena RoRoAB bei der Lloyd Werft ist für den künftigen fünfjährigen Chartereinsatz in Ostkanada bei der Marine Atlantic Inc. notwendig, damit die Schiffe dort die engen Häfen auf Nova Scotia und Neufundland ansteuern können.

Weiterhin setzte der Schwimmkran einen vorgefertigten Sektionsblock, ein so genannten Accomodation-Block auf Deck 7 der Fähre ab. In diesem Block werden während des Umbaus nun noch drei Loungen mit Schlafsesseln für bis zu 1.000 Passagiere und je eine neue Bar pro Lounge eingerichtet. Die Stahlsektionen für die neuen Kabinen sowie den drei Deck hohen und rund 200 Tonnen schweren „Accomodation-Block hatte die Bremerhavener Stahlbaufirma Döscher Industrieservice GmbH auf den alten Werftanlagen der ehemaligen Schichau-Seebeckwerft produziert. Anschließend wurden diese dann per Schwimmkran auf die STENA TRAVELLER abgesetzt.

Die Bredo-Werft befindet sich an der Spitze einer Landzunge direkt im südlichen Fischereihafen und ist von drei Seiten vom Wasser umgeben. Dadurch ist die Expansionsmöglichkeit für die notwendige Unterbringung von Material auf dem Werftgelände begrenzt, so dass man sich bei der Bredo zur Schaffung eines schwimmenden Materiallagers durch die Verwendung der je 12 Meter langen Stena-Sektionen entschlossen hat.

Die Bremerhavener Dock GmbH wurde 1986 als eigenständige Dockbetriebsgesellschaft der Muttergesellschaft Seebeckwerft AG gegründet, wobei als Gesellschafter vier weitere Bremerhavener Unternehmer eintraten. Durch die Insolvenz der damaligen Schichau Seebeckwerft AG in 1996 wurde der Betriebsteil in eine eigenständig operierende Schiffsreparaturwerft überführt und im Jahr 1996 nahm die Bredo das operative Geschäft mit drei Schwimmdocks am Standort des ehemaligen Reparaturbetriebes der Schichau Seebeckwerft AG auf. Seitdem hat sich der Werftbetrieb zu einer der führenden Werften für Schiffsreparatur und Umbauten mit inzwischen vier Schwimmdocks entwickelt  Durchschnittlich werden jährlich 250 Aufträge abgearbeitet. Neben den Stahlreparaturen, der Erneuerung von Einrichtung und Ausrüstung und Korrosionsschutzarbeiten werden alle Arten von maschinenbaulichen Arbeiten ausgeführt. Zudem werden in großem Umfang Reparaturen durch das aus rund 100 fest angestellten Mitarbeitern bestehende Fachpersonal der Werft und einigen hundert Mitarbeitern der Fremdfirmen weltweit durchgeführt.

 

Foto: Christian Eckardt, Bexhövede

Die COLOR MAGIC verlässt Oslo.

 

50 Jahre Color Line: Erfolgskurs mit Jubiläums-Paketen nach Norwegen

Deutschlands Fährreederei für Kurz-Kreuzfahrten wächst weiter: Zum 50-jährigen Jubiläum schnürt die Fährreederei Color Line zahlreiche Pakete. Die Reisen mit den beiden Kreuzfahrtfährschiffen COLOR FANTASY und COLOR MAGIC können künftig auch mit Rundreisen, Wandertouren oder Opernbesuchen in Norwegen kombiniert werden. Mehr als 430.000 deutsche Passagiere reisten im Jahr 2010 auf der täglichen Route zwischen Kiel und Oslo. Für das kommende Jubiläumsjahr erwartet Geschäftsführer Dr. Jörg Rudolph noch mehr Passagiere an Bord. „Wir werden das gesamte Jahr über neue Angebote präsentieren. Nicht nur für die Kurz-Kreuzfahrten zwischen Kiel und Oslo, sondern auch für unser neues und großes Programm in Norwegen. Color Line profitiert vom Kreuzfahrt-Boom und ist gleichzeitig auch selbst dafür verantwortlich. „Viele unserer Passagiere stechen mit uns zum ersten Mal in See und erfahrene Kreuzfahrer nutzen unsere hochmodernen Schiffe für eine Kurz-Kreuzfahrt, so Dr. Jörg Rudolph. In diesem Jahr wird Color Line alle Passagiere, die ihren 50ten Geburtstag feiern, mit dem halben Kreuzfahrtpreis beschenken. Und für das gesamte Jahr 2011 gilt: Wer während der Reise 50 Jahre alt wird, reist ebenfalls für die Hälfte. Ab 2011 können die Fahrten mit den Schwesterschiffen COLOR MAGIC und COLOR FANTASY verstärkt mit organisierten Reisen in Norwegen kombiniert werden: Das Angebot reicht von Hotelarrangements in Oslo über Wandertouren mit ausgearbeiteten Routen, Rundreisen mit dem eigenen PKW bis zu Fahrten mit der Bergenbahn und den norwegischen Küstenschiffen entlang der Fjorde. „Unsere Angebote für den Wintersport in Norwegen sind bereits äußerst erfolgreich, nun wird Color Line das ganze Jahr über als Veranstalter für Norwegen-Reisen aktiv, erklärt Dr. Jörg Rudolph die weiteren Wachstumsziele.

Ebenfalls neu im Programm sind Opern-Reisen: Direkt am Oslo Fjord liegt das moderne und aus weißem Marmor und Glas gefertigte Opernhaus, für das bei Color Line drei unterschiedliche Aufführungen gemeinsam mit einem Hotelaufenthalt gebucht werden können. Norwegens Hauptstadt Oslo nimmt im Jubiläums-Programm von Color Line noch mehr Platz als bisher ein: Gleich 18 verschiedene Hotels können zu den Reisen der COLOR MAGIC und COLOR FANTASY gebucht werden. Denn nicht nur die Oper, sondern mehr als 50 Museen, Spitzen-Restaurants, der Vigeland Skulpturenpark oder Shopping-Touren zwischen dem königlichem Schloss und der Nationalgalerie sind Grund genug für einen längeren Besuch Oslos. Im Jubiläumsjahr 2011 nimmt Color Line erstmalig auch Themen-Kreuzfahrten zwischen Kiel und Oslo in das Programm auf. So werden verschiedene Jazz-Ensembles und Rock-Bands das Bordleben unter ein Motto stellen. Auch diese Reisen wird Color Line im Laufe des Jahres als spezielle Jubiläums-Angebote veröffentlichen.

Neben den täglichen Fahrten der beiden großen Kreuzfahrtfährschiffen zwischen Kiel und Oslo ist Color Line auch mit den Verbindungen zwischen dem dänischen Hirtshals und den norwegischen Häfen Kristiansand und Larvik immer erfolgreicher.

Nicht nur der Süden Norwegens ist damit in jeweils unter vier Stunden gut erreichbar, sondern die Routen erweitern die Bandbreite für den Norwegen-Urlaub. Dabei ist es auch möglich, ab Hirtshals mit den Schnell-Fähren SUPERSPEED 1 und 2 nach Norwegen zu reisen und die Rückreise ab Oslo mit den Kreuzfahrtfährschiffen COLOR MAGIC und COLOR FANTASY anzutreten.

Ab Januar 2011 wird die Strecke von Hirtshals nach Kristiansand mit der dann vergrößerten Schnellfähre SUPERSPEED 1 bedient, deren Kapazität bei einem Umbau in Finnland um knapp 500 Plätze auf insgesamt 2.500 Plätze erweitert wurde. Der Clou dabei, an  Bord befindet sich die größte Pizzeria Europas. Bis zu 500 Passagiere können dann während der Überfahrt nach Norwegen frische Pizza genießen.

Der Jubiläums-Katalog von Color Line ist ab sofort in allen Reisebüros erhältlich.

 

KfW IPEX-Bank finanziert zwei DFDS-Fährschiffe aus Stralsund

Die KfW IPEX-Bank hat mit der dänischen Reederei DFDS A/S die Finanzierung für zwei moderne, so genannte Roll-off-roll-on-Schiffe vereinbart. Die Fähren werden auf der P+S Werft in Stralsund gebaut und sollen ab Mitte 2012 auf dem extensiven DFDS-Liniennetz in Nord- und Ostsee eingesetzt werden.

Das Finanzierungsvolumen beträgt insgesamt rund 105 Millionen €. Der Kredit ist mit einer Exportkreditdeckung des Bundes versehen. Die Kreditlaufzeit beträgt zwölf Jahre nach Schiffsablieferung. Die Refinanzierung der Transaktion erfolgt über den deutschen Schiffs-CIRR (Commercial Interest Reference Rate).

Diese Auftragsvergabe wird von der P+S Werften GmbH mit ihren Standorten Peene-Werft Wolgast und Volkswerft Stralsund als Erfolg im Marktsegment Spezialschiffbau gewertet. Der Auftrag ist nach den beiden Fähren für die Reederei Scandlines der zweitgrößte für die Stralsunder Werft im Jahr 2010 und sichert die Beschäftigung an ihrem Standort in Mecklenburg-Vorpommern. Die KfW IPEX-Bank ist eine der weltweit führenden Kreditinstitute im Bereich Schiffsfinanzierung. Durch ihr Finanzierungsangebot unterstützt sie die deutschen Werften als Teil der heimischen Exportwirtschaft und sichert Infrastrukturinvestitionen wie diese Fährenneubauten für DFDS. Die knapp 200 Meter langen Schiffe verfügen über eine Ladekapazität von 3.000 Spurmetern, auf denen bis zu 185 LKWs transportiert werden können. 

Die KfW IPEX-Bank verantwortet innerhalb der KfW Bankengruppe die internationale Projekt- und Exportfinanzierung. Ihre Aufgabe zur Finanzierung im Interesse der deutschen und europäischen Wirtschaft leitet sich aus dem gesetzlichen Auftrag der KfW Bankengruppe ab. Ihr Schwerpunkt liegt in der Bereitstellung von mittel- und langfristigen Finanzierungen zur Unterstützung der Exportwirtschaft, Entwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur sowie für Vorhaben des Umwelt- und Klimaschutzes. Sie wird als rechtlich selbständiges Konzernunternehmen geführt und trägt maßgeblich zum Förderauftrag der KfW Bankengruppe bei. Sie hat etwa 520 Mitarbeiter (Stand 31. Dezember 2009) und ist in den wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren der Welt vertreten.

 

Fjord Line möchte Fährschiffe mit Erdgas betreiben
Die norwegische Reederei Fjord Line nimmt im Zusammenhang mit dem Bau der beiden für 2012 geplanten neuen Kreuzfahrt-Fährschiffen an einem EU-Projekt zur Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) als Schiffstreibstoff teil. Das Projekt soll Möglichkeiten für den Einsatz von Erdgas im Schiffsverkehr untersuchen, sowie Strategien entwickeln, wie die Anzahl der LNG-Terminals in den Anrainerstaaten an Nord- und Ostsee erhöht werden kann.
„Im Rahmen dieses Projekts können wir die Möglichkeit prüfen, unsere neuen Kreuzfahrt-Fährschiffe mit der notwendigen Technik für einen Erdgasbetrieb auszustatten. So ließe sich der Schadstoffausstoß deutlich reduzieren
, sagt Ingvald Fardal, geschäftsführender Direktor bei Fjord Line.

Der Projektrahmen umfasst 10 Millionen norwegische Kronen (etwa 1,25 Millionen Euro) und wird vom norwegischen Wirtschaftsministerium unterstützt. Darüber hinaus hat Fjord Line durch seine dänische Tochtergesellschaft Fjord Line Danmark A/S direkt bei der EU einen Antrag auf finanzielle Unterstützung für den Bau erdgasbetriebener Fährschiffe gestellt.

 

Foto: Christian Eckardt, Bexhövede

Highlight auf der Reise mit Minoan Lines: Die Fahrt durch die Lagune von Venedig.

 

Griechenland-Urlaub 2011 mit Minoan Lines ab sofort buchbar
Griechenland-Urlauber können ihre Reise für 2011 mit Minoan Lines ab sofort buchen. Die griechische Reederei veröffentlichte jetzt den Fahrplan und die Tarife bis zum 31. Oktober 2011. Dabei ist das Preisniveau stabil geblieben. Neu ist das günstige Upgrade von Standard Außenkabinen auf Junior Suiten: Für einen saisonabhängigen Aufpreis von 10 bis 20 € reist man auf der Route Ancona- Igoumenitsa-Patras noch komfortabler. 15 Quadratmeter große Kabinen, Doppel-


bett und Fernseher sorgen für eine entspannte Überfahrt. Bei Buchung bis zum 28. Februar 2011 gilt ein Frühbucherrabatt von 30 Prozent auf alle Unterkunft- und Fahrzeugkategorien. Eine Rundreise Ancona-Patras-Ancona für zwei Personen in einer Junior Suite inklusive PKW-Transport kostet ab 605 €. www.minoan.gr
Minoan Lines S.A. wurde 1972 auf Kreta gegründet. Die griechische Reederei hat ihren Firmensitz in Heraklion und verbindet Italien und Griechenland auf den Routen Venedig-Igoumenitsa-Korfu-Patras und Ancona-Igoumenitsa-Patras. Zudem betreibt Minoan Lines die innergriechische Route Piräus-Heraklion. Minoan Lines ist Mitglied der Grimaldi Group. Mit ihrer Flotte von sechs modernen Cruise-Ferries setzt die griechische Reederei auf eines der hochwertigsten Fährschiffkonzepte der Welt.

Die CRUISE EUROPA fährt seit Oktober 2009 und hat im Juni 2010 Verstärkung von der CRUISE OLYMPIA bekommen. Beide verfügen über einen 400 Quadratmeter großen Wellness- und Fitnessbereich, ein Kasino, Lounges und Restaurants. Durch die geografische Lage von Venedig ist die Route Venedig-Igoumenitsa-Korfu-Patras für Reisende aus Deutschland besonders attraktiv. Hier verkehren die EUROPA PALACE und die OLYMPIA PALACE. Beide traten im Jahr 2000 ihren Dienst auf dem Mittelmeer an. Treue zahlt sich für Passagiere von Minoan Lines nun noch mehr aus: Ab sofort erhalten Inhaber der Bonus Card 20 Prozent Ermäßigung auf alle Fahrten auf der Ancona-Route. 135.000 registrierte Nutzer profitieren bereits von Vergünstigungen in Shops, Bars und Restaurants an Bord. Pro ausgegebenen Euro erhält man zudem einen Treuepunkt, für 300 Punkte eine Gratisreise.

 

Foto: Christian Eckardt, Bexhövede

Die PRIDE OF DOVER hat in 23 Jahren über 35 Millionen Passagiere befördert.

 

Ärmelkanalfähre PRIDE OF DOVER geht in Ruhestand

Am 15. Dezember 2010 hat die Auto- und Passagierfähre PRIDE OF DOVER der britischen P&O Ferries nach über 23 Jahren ihre letzte Fahrt auf der Kurzstrecke zwischen Dover und Calais absolviert. Anschließend wurde das Schiff im britischen Tilbury aufgelegt.

Die im Juni 1987 von der Schichau Unterweser AG in Bremerhaven unter der Baunummer 2293 abgelieferte PRIDE OF DOVER sowie die ein Jahr später gelieferte PRIDE OF CALAIS waren zur damaligen Zeit die größten Kurzstreckenfährschiffe der Welt. Seit dieser Zeit wurden von dem Fährschiff ohne nennenswerte Probleme über zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt und über 35 Millionen Passagiere befördert. Abgelöst wird die PRIDE OF DOVER von dem 213 Meter langen STX-Neubau SPIRIT OF BRITAIN, der am 21. Januar planmäßig den Dienst aufnehmen soll. Auch die bisherige Crew der PRIDE OF DOVER wird auf den Neubau wechseln.

Die PRIDE OF DOVER wurde von Townsend Thoresen bei der Schichau Unterweser AG bestellt, seinerzeit die größte Fährreederei im Ärmelkanal, die bereits Ende der 70er Jahre drei kleinere Fährschiffe der so genannten „Free-Enterprise-Klasse bei  Schichau bauen ließ. Da aber die schiffbaulichen Anlagen der Bauwerft an der Geeste für das 169,60 Meter lange Fährschiff viel zu klein waren, wurde dafür der Helling beim Bremer Vulkan in Bremen Nord angemietet. Nach dem Stapellauf am 20. September 1986 wurde der Schiffsrumpf nach Bremerhaven überführt, wo die Ausrüstung in der damaligen Betriebsstätte im Fischereihafen erfolgte und der Rumpf zunächst noch den typischen orangefarbenen Anstrich von Townsend Thoresen erhielt. Noch während der Bauphase ereignete sich am 6. März 1987 die Fährkatastrophe der HERALD OF FREE ENTERPRISE vor dem belgischen Hafen von Zeebrügge, bei der 193  Passagiere ums Leben kamen. Daraufhin übernahm P&O European Ferries die Thoresen-Reederei wie auch deren Routen und Fähren, so dass die PRIDE OF DOVER im weiteren Verlauf einen dunkelblauen Anstrich erhielt.

Die mit einer Bruttoraumzahl von 26.433 vermessene PRIDE OF DOVER verfügt über eine Passagierkapazität für 2.290 Personen sowie 650 Fahrzeuge. Ausgerüstet mit drei Sulzer-Hauptmaschinen vom Typ ZA40S mit einer Gesamtleistung von 23.170 kW erreicht das Schiff eine Geschwindigkeit von bis zu 22 Knoten, so dass für die Fährstrecke von England nach Frankreich nur 75 Minuten benötigt wurden.

Vornehmlich kam die PRIDE OF DOVER nur zwischen Calais und Dover zum Einsatz, jedoch musste die Fähre oftmals bei Streiks in dem nordfranzösischen Fährhafen auf den belgischen Hafen Zeebrügge ausweichen.

Auch für das Schwesterschiff, der PRIDE OF CALAIS, sind die Tage gezählt, denn im September 2011 wird das Fährschiff nach Ablieferung der neuen SPIRIT OF FRANCE von der STX-Werft im finnischen Rauma auf der Ärmelkanalroute abgelöst.

 

Neue St. Peter Line erfolgreich

Die neue, im April letzten Jahres aufgenommene Fährverbindung zwischen St. Petersburg und Helsinki der 2009 gegründeten S. Peter Line hat in den ersten sechs Monaten des Betriebes mit dem Fährschiff PRINCESS MARIA über 100.000 Passagiere befördert, bis zum Jahresende rechnet man mit bis zu 180.000 Passagieren. 60 Prozent waren Russen, unter den restlichen Nationalitäten waren auch 10.000 US-Amerikaner. Aufgrund dieser guten Auslastungszahlen will man in diesem Jahr weiter expandieren und hat dazu von der ICG das 1986 in Finnland erbaute Fährschiff BILBAO (ex PRIDE OF BILBAO) für einen neuen Fährdienst zwischen der russischen Metropole St. Petersburg, Tallinn und Stockholm eingechartert. Dazu wird das Schiff vermutlich in PRINCESS ANASTASIA umbenannt, der Dienst soll im Frühjahr aufgenommen werden. Mit dieser neuen Fährroute rechnet St. Peter Line insgesamt mit einer Beförderungszahl von rund 1.000.000 Passagieren für das Jahr 2011.

 

Neue Stena Line-Angebote ins winterliche Göteborg
Göteborg im Winter, das sind 668 Restaurants, 30 Museen, 10212 Hotelzimmer und 15 Skipisten – und ist einfach immer eine Reise wert. Stena Line macht es Winter-Kurzurlaubern jetzt besonders leicht, sich vor Ort zu orientieren. Verschiedene Angebotspakete bieten Gelegenheiten für jeden Geschmack, ein wenig nordisches Flair zu tanken, das winterliche Göteborg zu erkunden oder Pistenluft zu schnuppern. Ein neuer Prospekt für das erste Quartal 2011 zeigt die ganze Vielfalt. Beim Minitrip von Kiel mit der neuen STENA GERMANICA, der schon ab 99 € pro Person buchbar ist, haben Reisende nach einer entspannenden nächtlichen Überfahrt einen ganzen Tag Zeit, Göteborg auszukundschaften: Shopping, Kultur, Historie und zwischendurch Pause im traditionellen Kaffeehaus – in Schwedens zweitgrößter Stadt kommt keine Langeweile auf. Nach zehn Stunden Aufenthalt geht es am Abend zurück auf die Fähre, die ab 19:30 Uhr wieder Kurs auf die Landeshauptstadt Kiel nimmt.
Für diejenigen, die das vielfältige Göteborg etwas länger erleben möchten, bietet Stena Line den City- und den Maxitrip: Beim Citytrip für 169 € pro Person bei 2er-Belegung ist neben den zwei Fährübernachtungen bereits eine weitere Nacht im Spar Hotel Majorna mit Frühstück inklusive. Der Maxitrip für 149 € pro Person, der nur donnerstags bis samstags buchbar ist, beinhaltet neben der Seereise ebenfalls eine Nacht in Göteborg. Für dieses Angebot bietet Stena Line eine Auswahl attraktiver Hotels oder die Möglichkeit, die Unterkunft selbst auszusuchen. Ein solcher Göteborg-Besuch ist wunderbar mit einem Ausflug auf die Skipiste zu kombinieren: Nur eine gute Autostunde entfernt von Göteborg warten die beliebten Skipisten der Regionen Mullsjö und Ulricehamn mit abwechslungsreichen Abfahrten, Quarterpipe und Bigjumps. Langläufer kommen in Ulricehamn bei 230 Kilometer Loipenvielfalt voll auf ihre Kosten. Viele weitere Tipps und Ausflugsziele finden Interessierte unter www.stenaline.de

 

Stena Line sichert sich zwei Fährrouten in der Irischen See

Die schwedische Stena Line, eines der größten Fährunternehmen der Welt, betreibt zukünftig zwei weitere Routen in der Irischen See. Die bislang von der dänischen Reederei DFDS betriebenen Verbindungen zwischen Liverpool (Birkenhead) und Belfast sowie zwischen Heysham und Belfast wurden für etwa 47 Millionen € in den Service der Schweden integriert. Als Bestandteil der Vereinbarung gehen auch die gecharterten Fähren LAGAN SEAWAYS und MERSEY SEAWAYS auf der Liverpool-Belfast Route und die Frachtfähren SCOTIA SEAWAYS und HIBERNIA SEAWAYS auf der Strecke Heysham-Belfast zu Stena Line über.

„Stena Line hat in den letzten 10 Jahren etwa 250 Millionen € in die Verbesserung seiner Strecken in der Irischen See investiert, so Gunnar Blomdahl, CEO der Stena Line. „Mit der Übernahme bieten wir nun unseren Kunden noch variablere Überfahrten und größere Kapazitäten zum wichtigen Umschlagplatz Belfast an. Wir arbeiten weiter am Ausbau unseres Services in dieser Region. Derzeit werden bereits die Strecke Belfast-Stranraer und drei weitere Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland von Stena Line bedient.

 

Foto: Christian Eckardt, Bexhövede

Die im Jahr 2000 bei Cantieri Navale Ferrari, La Spezia, gebaute 180,30 Meter lange und 26,80 Meter breite RAFFAELE RUBATTINO. Das Schiff mit einer Kapazität für 1.200 Passagiere und 608 Pkw kommt regelmäßig zwischen Neapel und Palermo zum Einsatz.

 

Italienische staatliche Fährgesellschaft Tirrenia offenbar vor Rettung

Nach Informationen verschiedener italienischer Medien wollen sich die drei italienischen Reeder Gianluigi Aponte (Eigner von MSC sowie Teilhaber zu 50 Prozent an der Fährreederei Grand Navi Veloci GNV), Emanuele Grimaldi (Grimaldi Group) und Vincenzo Onorato (Moby Lines) zusammenschließen, um die insolvente staatliche italienische Fährgesellschaft Tirrenia di Navigazione zu übernehmen. Zu diesem Zweck wurde die neue Gesellschaft „Compagnia Italiana di Navigazione  gegründet, mit dem Ziel, der Rettung der Fährgesellschaft Tirrenia und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Als Beweggrund gaben die drei Branchengrößen ihre gemeinsamen neapolitanischen Wurzeln und die tiefe Verbundenheit mit der Stadt an. Das neu gegründete Unternehmen soll autonom und unabhängig agieren. Angesichts der Reputation und einer beeindruckenden Erfolgsbilanz der drei Reeder, wird diese Rettungsaktion von allen Beteiligten, insbesondere dem italienischen Staat, der die ineffiziente Tirrenia jahrelang subventionierte, begrüßt.

Die italienische Tirrenia di Navigazione-Gruppe mit Sitz in Neapel ist die Dachgesellschaft verschiedener Reedereizusammenschlüsse, zu der auch die lokalen Gesellschaften Caremar (Campania Regionale Marittima), Saremar (Sardegna Regionale Marittima), Siremar (Sicilia Regionale Marittima) und Toremar (Toscana Regionale Marittima) gehören.

Die Flotte besteht insgesamt aus über achtzig Schiffen, die jährlich 100.000 Überfahrten durchführen. Die Schiffe der Tirrenia-Gruppe legen entlang der italienischen Halbinsel und Sardinien sowie im Fährdienst nach Albanien jährlich rund 3 Millionen Seemeilen zurück und befördern 12 Millionen Passagiere, 2 Millionen Autos und 6.5 Millionen Frachtlademeter.

 

Foto: Christian Eckardt, Bexhövede

NILS HOLGERSSON in Trelleborg.
 

Frühlings- und Sommer-Partys mit TT-Line auf der Ostsee

Ü30-Partys oder Schlagerfeten im heimischen Club feiern kann jeder. TT-Line verlegt dieses Vergnügen mit ihren beliebten Mottopartys auf die hohe See. So kommen Partygäste in den Genuss einer aufregenden Fete mit Musik und Tanz bis spät in die Nacht sowie einer Mini-Kreuzfahrt über die Ostsee inklusive Abendbuffet und Übernachtung in einer Kabine. Frische Seeluft und ein kurzer Aufenthalt in Südschweden inklusive. Bereits jetzt sind die Partys im Frühjahr und Sommer 2011 unter dem Motto 70er Jahre, Disco Night, Sommerhits und Meer oder Ü30 buchbar. Außerdem: Tanz in den Mai in der Walpurgisnacht am 30.4.2011. Jeweils um 22 Uhr legt die NILS HOLGERSSON am Samstagabend von Travemünde mit einer Partygesellschaft an Bord Richtung Trelleborg ab, die Einschiffung beginnt um 19.30 Uhr. Ab 20 Uhr stärken sich die Gäste am Captains Buffet im Restaurant für die Party in der Panorama Bar. Gefeiert wird bis in den Morgen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Trelleborg legt die Fähre um 10 Uhr wieder ab. Die After-Party in der Panorama Bar beginnt um 14 Uhr; das Vergnügen endet um 18.30 Uhr im Anlegehafen Travemünde. Im Paketpreis von 79 € sind die Überfahrten, das Abendbuffet inklusive Getränke, ein Bett in einer Vierer-Kabine sowie das Partyprogramm enthalten. Andere Kabinen-Kategorien sowie weitere Mahlzeiten sind gegen Aufpreis buchbar. Neun Termine und insgesamt fünf verschiedene Mottos bietet die Reederei TT-Line im Jahr 2011 allein bis Ende August an: 
Die kultige 70er-Fete: 12.3.2011, 7.5.2011
Ü30 auf See: 26.3.2011, 21.5.2011 
Disco Night an Bord: 9.4.2011, 28.5.2011 
Sommerhits und Meer: 18.6.2011, 20.8.2011 

Tanz in den Mai: 30.4.2011 (Walpurgisnacht)

Buchung und Info im Internet unter www.ttline.com

Die deutsche Fährreederei TT-Line verbindet seit 1962 Deutschland mit Schweden. Mit mehr als 740.000 Fahrgästen und 360.000 Frachteinheiten pro Jahr ist die Reederei Marktführer im Passage- und Frachtverkehr zwischen den Ländern. Fähren drei unterschiedlicher Kategorien steuern von Travemünde und Rostock aus Trelleborg an. Vier der sechs Fähren der TT-Line sind mit diesel-elektrischem Antrieb ausgestattet und werden wegen ihres besonders umweltfreundlichen Schiffsbetriebs als Green Ships bezeichnet. Auf allen Schiffen kommt generell schwefelarmer Kraftstoff zum Einsatz. Die Schwefeldioxidemissionen der gesamten Flotte entsprechen aktuellen internationalen und EU-Anforderungen. Das Engagement von TT-Line für eine saubere Umwelt und effiziente Transportlösungen ist wiederholt ausgezeichnet worden. Mit dem neuen TT-Line-Konzept Hotel & Fähre können Passagiere die komfortable Fährreise auch mit günstigen Übernachtungen in über 200 Hotels in Schweden und Deutschland kombinieren.