Foto: plantours & Partner, Bremen
MS SWISS TIARA bringt es „nur auf 110 Meter Länge bei 11,40 Meter Breite, drei Decks und 1,35 Meter Tiefgang.


Während der Dreharbeiten für einen SeereisenMagazin-Film auf der Donau haben wir das Schiff näher kennenlernen können.
 


An der Pier in Passau präsentiert es sich „handlich
, kein 135-Meter-Flussriese, wie sie immer mehr auf den Flüssen und Kanälen auftauchen. MS SWISS TIARA bringt es „nur auf 110 Meter Länge bei 11,40 Meter Breite, drei Decks und 1,35 Meter Tiefgang. Damit ist ihr Aktionsradius weniger beschränkt als bei den ganz Großen. Diese Maße haben für die maximal 146 Gäste und 35 Crewmitglieder einen Platzvorteil: Es gibt nie Gedränge an Bord, was sich wiederum positiv auswirkt auf den Erholungseffekt.

Während unserer Reise war Kapitän Johann Magner an Bord, der normalerweise das noch handlichere 82-Meter-Scylla-Schiff MS SAXONIA führt. Er zeigte sich sehr angetan von den navigatorischen Eigenschaften und Möglichkeiten des 2006 in Holland gebauten Kabinenschiffes. Auf der Brücke ist er auch Herr über die beiden Hauptmaschinen, die es auf 1800 PS und über 20 Stundenkilometer in freiem Wasser bringen.


Die holländisch-schweizerische Reederei Scylla AG – früher Scylla Tours –, 1974 gegründet, betreibt mittlerweile von ihrem Baseler Stammsitz aus eine beachtliche Flotte von 16 modernen Schiffen.

Ihr ursprüngliches Fahrtgebiet auf dem Rhein ist inzwischen europaweit ausgeweitet worden. Das Familien-Unternehmen leistete darüber hinaus Pionierarbeit mit dem jeweils ersten Flusskreuzfahrtschiff auf dem Main-Donau-Kanal und dem oberitalienischen Po.

Weitere Pläne für neue Routen und Schiffe liegen in der Schublade, kann doch der Flusssektor mit den höchsten Steigerungsraten (23 Prozent) im Kreuzfahrtgeschäft aufwarten.

Ein Schiff wie die SWISS TIARA trifft genau den Nerv der Zeit: beschaulich-komfortabel – bei gehobenen Gästeansprüchen – über die europäischen Flüsse zu reisen. Was natürlich auch seinen Preis hat.


Großzügigkeit ist der erste Eindruck, wenn man das helle, weitläufige Foyer betritt, in dem auch Rezeption, Boutique und Bordreisebüro untergebracht sind. Ein lächelnd gereichter Willkommens-Drink ist die beste Einstimmung auf einen S
WISS TIARA-Urlaub.

Wohlfühl-Atmosphäre kommt auf, wenn man die Kabine betritt: geschmackvoll in freundlichen, unaufdringlichen Sonnenfarben eingerichtet und mit einem Französischen Balkon versehen, das heißt zur Wasserseite voll verglast, aber zu öffnen, um den frischen Flusshauch hereinzulassen. Das Ambiente ist infolgedessen Licht durchflutet und schafft eine „sonnige Atmosphäre. Selbst wenn es draußen grau und kühl ist. Für die individuell passende Temperatur sorgt ohnehin die Klimaanlage.

Die 40 Oberdeck-Kabinen (lediglich in den 22 Kabinen auf dem „Smaragd-Deck gibt es Fenster) geschmackvoll gestylten Außenkabinen sind so ausgestattet (nur die Suiten sind größer) und erinnern, wie die öffentlichen Bereiche, durchaus an die gediegene Atmosphäre eines luxuriösen Hochsee-Kreuzfahrtschiffes.


Bliebe das Essen. Kein unwichtiges Thema auf See – pardon: Fluss –, zumal in der kalten Jahreszeit. Auch am gastronomischen Himmel von Hotelmanager und Chefkoch strahlen fünf Sterne – zur Freude der Passagiere. Whirlpool, Sauna, Gymnastik und Hometrainer, aber auch Golf auf dem großzügigen Sonnendeck, sorgen für ausgleichende Bewegung.

Wer nicht an allen Mahlzeiten (nur eine Tischzeit) teilnehmen möchte, kann sich bei kulinarisch leichten Portionen in der nach achtern geöffneten Panorama-Lounge (mit Hotelbar) auf der Außenterrasse verwöhnen lassen – mit Blick auf die schäumende Hecksee, Weinberge oder romantische Ortschaften inklusiv.


Im Gespräch mit Passagieren kristallisierten sich immer wieder folgende Punkte heraus, die sich weitgehend mit unseren Eindrücken deckten:
Eleganter, luxuriöser, sehr gepflegter Fünf-Sterne-Eindruck;
fachkompetente, hilfsbereite und freundliche Crew in allen Abteilungen;
hervorragend angerichtete Speisen, flinke Bedienung;
moderne, komfortable und gepflegte Kabinen;
Ausflüge (zu teuer) gut organisiert mit zahlreichen Variationen; individuelle Landgänge werden erleichtert (z.B. durch die Auslage von Stadt- und Umgebungsplänen);
Getränke zu teuer;
Preise, je nach Kategorie: gehoben;
überwiegend vertretene Altersgruppe: 55 plus;
Erwartungen übertroffen;
Schiff wird allgemein weiter empfohlen;
viele Repeater.


„Erleben Sie herrliche Landschaften, wie die liebliche Wachau oder die Weite der Puszta, Schlösser, Burgen, romantische Ortschaften, Menschen verschiedenster Herkunft und eine bunte Variation gelebter Kultur!
So preisen die Prospekte.
Nirgendwo sonst, scheint es, liegen die Sehenswürdigkeiten so dicht beieinander, reihen sich die kulturellen Schätze wie Perlen an einer Schnur und das nicht nur in den bekannten Städten Wien, Bratislava und Budapest.


Die Dreiflüsse-Stadt im äußersten Osten Bayerns ist Ausgangspunkt für die Reise auf der Donau. Am Nachmittag heißt es „Leinen los!
zu einer abwechslungsreichen Reise durch sieben Länder.

 


Die über dem Ort thronende gewaltige Benediktinerabtei ist ein Juwel des Barock und ein touristisches Muss.
 


Die Wachau ist eine der berühmtesten Regionen Österreichs. Glanzlicht ist die Kuenringerstadt Dürnstein. Sehenswert ist das Augustiner Chorherrenstift.


Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Kaiserstadt Wien. Die schönsten Sehenswürdigkeiten der romantischen Barockstadt erwarten den Gast: Stephansdom und Staatsoper, Hotel Sacher und Kärntner Straße, Prater, Hofburg und das Denkmal für den Walzerkönig Johann Strauß. Ein weiterer Ausflug führt zum berühmten Schloss Schönbrunn mit seinen weitläufigen Parkanlagen. Da das Schiff erst um Mitternacht ablegt, hat man außerdem Gelegenheit zu einem geselligen Abend beim Heurigen oder dem Besuch eines klassischen Konzerts.


Wenn das Schiff morgens in Budapest zur Rückfahrt nach Passau ablegt, hat man die Möglichkeit, an einem Ausflug zum einzigartigen Donau-Knie und nach Esztergom teilzunehmen. Esztergom wartet mit den Überresten der ältesten königlichen Burg und mit der größten Kirche Ungarns, der weithin sichtbaren Basilika, auf. Auch wer an Bord bleibt, kommt von der „Seeseite
in den Genuss, einen Blick auf die malerische Landschaft des Donauknies werfen zu können.


Erleben Sie heute Morgen die unvergessliche Einfahrt nach Budapest. Vormittags haben Sie bei einer Stadtrundfahrt Gelegenheit, die bedeutendsten Attraktionen der Donaumetropole kennen zu lernen. Eindrucksvoll sind der Burgberg, die prachtvolle Matthiaskirche und die wunderschön anzusehende Fischerbastei. Nachmittags steht ein Ausflug in die Puszta mit Pferdekutschenfahrt auf dem Programm. Und abends rundet eine traditionelle Folkloreshow das Angebot ab.


Bratislava liegt zwischen ihren großen Schwestern Wien und Budapest direkt an der Donau. Die Spuren der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie sind in der idyllischen Altstadt noch immer unverkennbar.


Nach dem Frühstück endet in Passau die kleine Donau-Kreuzfahrt.


MS SWISS TIARA, gebaut auf der Werft Hardinxfeld in Holland, Dezember 2008 Indienststellung, Flagge Schweiz, Länge 110 m, Breite 11,40 m, Tiefgang 1,35 m, 2 Maschinen 1800 PS, maximale Geschwindigkeit (in stehendem Gewässer) 20 km/h, Besatzung 31, 3 Decks, 62 Außenkabinen (40 mit Französischem Balkon) für maximal 124 Gäste.

ist mit 2888 Kilometern Länge – nach der Wolga – der zweitlängste Strom Europas. Ihre Quellbäche Brigach und Breg entspringen im Schwarzwald und vereinigen sich zur Donau. Sie durchfließt acht weitere Länder: Österreich, die Slowakische Republik, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und die Ukraine und berührt vier Hauptstädte. In einem dreifach verzweigten Delta strömt die Donau ins Schwarze Meer. Beste Reisezeit ist April bis November.

plantours & Partner (dort und in der Bord-Boutique ist unser Film als DVD erhältlich).

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Das großzügige Foyer mit Rezeption und Information.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Ein schönes Treppenhaus verbindet die drei Decks der SWISS TIARA.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Eine Kabine der Kategorie 4 ...

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

... mit französischem Balkon, voll verglaste Fensterfront und Glasschiebetür.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Das Standard-Bad auf der

SWISS TIARA.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

In der achteren Bar kann man einen Blick ins Heckwasser werfen.

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Der Panoramasalon ist ein großes Wohnzimmer.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Der Panoramasalon aus anderer Sicht.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Die Steuerbordseite des Restaurants.


Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Blick zur Bar im Salon.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

An der Bar im vorderen Panoramasalon.

 

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Die Backbordseite des Restaurants.

Foto: Egon Giebe, SeereisenMagazin

Das weitläufige Sonnendeck.


Grafik: plantours & Partner, Bremen