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Manche Flüsse haben ihr Umfeld
entscheidend geprägt, haben ihrem Tal und manchmal einer ganzen Landschaft
ihren Charakter gegeben oder mindestens dazu beigetragen, in dem Maß, in
welchem die Landschaft Widerstand setzte und der Fluss in der Ausdauer
seines Angriffs Widerstand überwand.
Der Rhein hat das in fast all seinen Abschnitten getan und dabei sehr
verschiedene, aber meist typische Rhein-Landschaften erschaffen. Eine der
markantesten ist der Durchbruch durch das Schiefergebirge zwischen den
Einmündungen von Main und Mosel. Und auch die Mosel hat bei ihrem Durchbruch
durch den Schieferrücken von Eifel und Hunsrück ein unverwechselbares
Meisterstück hinterlassen.
Vom Main kann man dies nicht in gleichem Maße sagen. Seine Angriffslust ist
vergleichsweise bescheiden, sein Gefälle ist gering, die Widerstände auf
seinem Weg waren recht mäßig, nichts Heroisches haftet seinem Verlauf an,
keine Spuren harter Auseinandersetzung mit der Landschaft, sondern vielmehr
Verständigung, friedliches Einvernehmen zwischen beiden, ein Bild der
Harmonie. Ja, der Fluss ist so harmonisch in seine Landschaft gebettet, dass
man ihn in seiner Umgebung gelegentlich suchen muss.
So wird man weniger von seiner Persönlichkeit reden, als vielmehr vom
sanften Charakter der Landschaft, die er durchfließt, von ihrer
Lieblichkeit, von ihrer Harmonie, die einen Menschenschlag geformt hat, eine
Lebensweise und Mentalität, aus welcher wiederum etwas hervorging, was
nirgendwo sonst so reich und harmonisch sich zur Blüte entwickelte, wie in
der Landschaft am Main – in Mainfranken.
Trotzdem müssen wir die wichtigsten „Angaben zur Person” festhalten. Zur
„Person” des Flusses, denn bei all seiner Sanftheit bleibt er der Urheber
einer der schönsten und reichsten Kulturlandschaften Deutschlands.
Wer auf einer heutigen Autokarte den Main und dessen Verlauf suchen will,
wird Mühe damit haben, ihn zu finden. Das dichte und mit starken Farben
eingetragene Netz der Hauptverkehrsstraßen hat sich weitgehend von den
Flussläufen gelöst und überspielt diese auch mit Leichtigkeit. Unsere
Verkehrsgeografie hat sich verändert. Der Main mit seinen weitausholenden
Bögen ist keine zeitgemäße Verkehrslinie mehr. Aber das hat auch sein Gutes.
Er bleibt im Schatten des großen und immer eiligeren Verkehrsbetriebes. Er
erhält uns etwas aus einer reichen, großartigen Vergangenheit – ein Reservat
der Schönheit, in Natur, idyllischen Ortschaften und großen Denkmälern hoher
Kultur.

Zwei Quellflüsse bilden bei ihrem Zusammenfluss bei Kulmbach den Main. Der
59 Kilometer lange Rote Main entspringt am Ostrand des Fränkischen Jura auf
575 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Aber der mit 42 Kilometer Länge
kürzere Weiße Main gilt dennoch als der Hauptarm. Er entspringt auf 796
Meter Höhe am Ochsenkopf im Fichtelgebirge. Die Mündung in den Rhein bei
Mainz liegt in der Luftlinie nur 225 Kilometer westlich der Quelle im
Fichtelgebirge, beide auf gleicher geografischer Höhe, nämlich auf dem 50.
Breitengrad. Diese Linie parallel zum Äquator, umspielt er in so
weitausholenden Bögen, die nach Norden bis Süden bis zu 30 Kilometer
ausschlagen, dass er dafür 524 Kilometer Fluss-Strecke braucht, auf welcher
er in relativ gleichmäßig schwachem Gefälle 714 Meter Höhe verliert. Die
markante Gestalt seines Gesamtverlaufs ist uns von den Wetterkarten des
deutschen Fernsehens geläufig, wo die Flüsse in Bezug auf Wettergebiete oft
eine markierende oder trennende Bedeutung haben.
Der Main ist nur wenige Kilometer kürzer als die Mosel und ist damit der
zweitgrößte Nebenfluss des Rheins. Im Gegensatz zur Mosel, die von ihrem
Ursprung in den Vogesen in einem weit gespannten Bogen nordwärts dem Rhein
zustrebt, und dabei auf deutschem Boden in eine Folge unzähliger Klein-Bögen
gerät, sind die Eskapaden des Mains großräumig und entschieden, bilden
Dreiecke und Vierecke, und tendieren trotzdem unbeirrt von Ost nach West.
Ein deutscher Mäander –, wenn auch mit unregelmäßigem Muster, so doch von
Geburt an ein Deutscher, im Gegensatz zu Mosel und Rhein.
Wenn sich auch keine typischen Abschnitte zwischen Kulmbach und Mündung
unterscheiden lassen, so kann man doch vom Oberlauf sprechen, für den
Abschnitt bis zur Einmündung der Regnitz bei Bamberg; vom Mittellauf bis
Aschaffenburg, und vom Unterlauf im Bereich der Oberrheinischen Tiefebene.
Auf seinem schiffbaren Abschnitt von der Regnitz-Mündung bis zum Rhein hat
er auf 390 Kilometer ein Gefälle von nur 150 Metern. Der Mittellauf hat eine
durchschnittliche Breite von 52 Metern, verbreitert sich bis Aschaffenburg
auf 96 Meter, und hat bei Frankfurt eine Breite von 105 Metern.
Das Wasser des Mains erscheint meist trüb. Bei der starken Ansiedelung von
Industriewerken an seinem Unterlauf ist das nicht verwunderlich. Trotz der
aufwendigen Filtrierungsmaßnahmen für Abwässer hat er noch eine ganze Menge
Unerfreuliches zu schlucken. Aber auch schon im Oberlauf erscheint der Fluss
aufgrund eines hohen Anteils an gelösten organischen Stoffen relativ trüb.
Der einst legendäre Fischreichtum des Mains gehört der Vergangenheit an. Die
Zeit, in der man Forellen, Karpfen, Hechte, Schleien, Aale, Krebse, Barben
und Störe bis zu 170 Pfund gefangen hat, ist unwiederbringlich vorbei, wenn
auch das Leben im Fluss noch nicht gänzlich ausgestorben ist, und man noch
immer Angler geduldig am Ufer oder im Boot auf das Anbeißen einer Forelle,
eines Zanders oder eines Schwarzbarsches warten sehen kann.

Die schon im frühen Mittelalter bedeutenden Städte am Main wie Frankfurt,
Aschaffenburg, Wertheim, Miltenberg, Lohr, Würzburg, Ochsenfurt und Bamberg
haben den Güterverkehr auf dem Main frühzeitig in Gang gebracht.
Flussabwärts ging es gemächlich, ohne große Gefahren mit den großen
Ruderstangen auf Vorschiff und Heck. Flussaufwärts musste der Wind helfen
soweit er wollte und die Richtung günstig war. In der Hauptsache aber wurde
getreidelt. Schiffe wurden über die Treidelleine von Pferden am Ufer entlang
gezogen, wobei das Schiff gegengesteuert werden musste, und vermutlich sich
oft genug an seichten Stellen festfuhr. Bamberg besaß schon im 16.
Jahrhundert einen ausgebauten Hafen und in Würzburg kann man am Kranufer
noch einen alten Drehkran sehen, bei dem sich der hölzerne Ausleger auf
einem gemauerten Lafettenturm drehte.
Der Main hatte damals noch einen sehr ungezügelten Lauf. Im flachen Talgrund
uferte er zu großen Breiten aus, verlegte bei Hochwasser gelegentlich seinen
Lauf und legte sich dann in sein frisch gemachtes Bett, wobei er das alte
nicht immer aufgab. Dabei entstanden Inseln und die durchschnittliche Tiefe
betrug kaum mehr als einen Meter. Die Schifffahrt war also oft mit großen
Schwierigkeiten verbunden und von einem geregelten Verkehr konnte keine Rede
sein.
Relativ einfach ging der Holztransport vor sich, denn er musste nur mit der
Strömung flussabwärts. Mindestens seit dem 4. Jahrhundert lenkte ran die zu
Flößen zusammengebundenen Tannen- und Fichtenstämme, und später auch
mächtige Eichenstämme aus dem Spessart über Main und Rhein zu den
Schiffsbauern nach Holland und bis zum Zweiten Weltkrieg gab es noch Flößer
auf dem Main.
Aber der Warenverkehr auf dem Fluss ist noch viel älter, wir lesen erstaunt
davon, dass Karl der Große nicht nur die Schifffahrt auf dem Main gefördert
hat, sondern den kühnen Plan hatte, den Main durch einen Kanal mit der Donau
zu verbinden – die „Fossa Carolina” – und damit 794 sogar begonnen hat.
Zwischen Altmühl und der schwäbischen Rezat ist noch ein Graben von 1250
Meter Länge zu sehen.
Den gleichen Plan hatte gut eintausend Jahre später der Bayernkönig Ludwig
I. Mainfranken war 1802 durch Napoleon zu Bayern gekommen, der Main wurde
bis über Aschaffenburg hinaus ein bayerischer Fluss, und nun wurde die alte
Idee einer Verbindung mit der Donau wieder hochaktuell. Eine
Aktiengesellschaft für den Bau wurde gegründet, und 1846 war der Kanal von
Bamberg nach Kelheim fertig gestellt. Er war nicht sehr leistungsfähig, denn
nur Schiffe bis 120 Tonnen konnten ihn befahren, und sie hatten 101
Staustufen mit Schleusen zu überwinden. Die „gerade erfundene” Eisenbahn
entwickelte sich aber überraschend schnell und war bald so leistungsfähig,
dass sie dem schwerfälligen Kanal den Rang ablief und dieser seine Bedeutung
ganz verlor. Auf dem Main selbst aber wuchs die Bedeutung der Schifffahrt.
1882 begann man mit dem Bau von fünf Staustufen zwischen Mainz und
Frankfurt, um das Fahrwasser zu vertiefen. Inzwischen sind es bis Würzburg
21, und bis Bamberg 35 Staustufen. Dies bedeutet allerhand Schleusenmanöver
für die Schiffer, aber das tiefere Fahrwasser hat den Frachtverkehr
beträchtlich erhöht.
Mit der Einweihung des neuen „Europakanals” (Main-Donau-Kanal) im September
1992 geht der alte Traum nun endlich in Erfüllung – die Schaffung einer
durchgehenden Schifffahrtsstraße von der Nordsee und von Basel (damit über
Flüsse und Kanäle Frankreichs vom Mittelmeer) bis zum Schwarzen Meer für
Schiffe der neuen Europaklasse von 1350 to und 180 Meter Länge.

liegt anmutig in einer von Rebenhängen umsäumten Talweitung des Mains.
Kirchtürme, hohe Giebel, steile Dächer, eine Stadtmauer mit Wehrtürmen
bildeten die großartige Silhouette einer der schönsten Städte Europas, die
in einer Bombennacht am Ende des Zweiten Weltkriegs fast völlig zerstört
wurde. Und obwohl in den Jahrzehnten nach dem Krieg die schönsten Bauwerke
mit großem Aufwand wiedererrichtet wurden, konnte das Flair der alten Stadt
nicht mehr erreicht werden. Trotzdem ist der Besuch Würzburgs ein Erlebnis,
denn die großartigen Bauwerke des Mittelalters und des Barock sind kostbare
Kleinodien im modernen Stadtbild. Heinrich von Kleist meinte einst, „es
wimmle in der Stadt von Heiligen, Aposteln und Engeln”. Davon ist nur wenig
übriggeblieben, aber Kirchen, Türme, Kuppeln, Kreuze, Kapellen und Namen von
Straßen und Plätzen verraten die Jahrhunderte lange kirchliche Herrschaft.
„Unter dem Krummstab ist gut leben”, hieß es einst, wenn auch die Abgaben
für die immer ehrgeizigeren Bauvorhaben der Fürstbischöfe das Volk sicher
arg geschröpft haben.

Flusskilometer 253,06 – Die Ludwigsbrücke. Hier am Main und Ludwigskai
befindet sich die Anlegestelle unseres Schiffes. Gegenüber, auf der Höhe
über dem linken Ufer der Marienberg mit der Festung und auf dem Nachbarhügel
die Wallfahrtskirche Käppele.
Km 252,32 – Alte Mainbrücke. Sie war bis ins 19. Jahrhundert der einzige
Übergang im Stadtbereich. 1133 war die erste Steinbrücke an der Stelle einer
Furt gebaut worden. Die durch Eisgang und Hochwasser zerstörte Brücke wurde
im 15. Jahrhundert neu gebaut, erhielt im 16. Jahrhundert die Wölbungen und
wurde in der Zeit des Barock mit der Aufstellung von zwölf überlebensgroßen
Figuren zur „Prachtstraße”. Am rechten Ufer die Großartige Silhouette der
Würzburger Altstadt mit ihren zahlreichen Türmen, dem Alten Kran und dem
Pegelhaus.
243,80 links – Margretshöchheim. Dorfidylle zwischen den Pappeln einer
Uferallee. Ein geschwungener Fußgängersteg verbindet mit – rechts –
Veitshöchheim, einem ländlichen Ort, in welchem die Fürstbischöfe von
Würzburg ein Sommerschlösschen mit Gartenanlagen errichten ließen. Sie
gelten als besterhaltener Rokoko-Garten Deutschlands. Da alles flach
angelegt ist, ist vom Fluss her nichts zu erkennen. In neuerer Zeit wurde
Veitshöchheim als fränkische Karnevals-Hochburg bekannt.
226,00 rechts – Karlstadt. Vom Main her bietet die Stadt die schönste
Ansicht. Eine völlig intakte Mauer folgt dem Flussufer. Schlanke Wehrturme
mit feinen Spitzen und eine Folge von schönen Giebeln setzen wirkungsvolle
Akzente. Nach der Legende wurde die Stadt von Karl dem Großen gegründet,
belegt ist die Gründung jedoch für das Jahr 1200 durch den Bischof von
Würzburg.
Auf dem linken Ufer, der Stadt gegenüber, leuchtet das helle Mauerwerk der
Ruine der Karlburg. Schon 1234 wurde die Burg zerstört und diente nach ihrem
Wiederaufbau dem Fürstbischof von Würzburg und seinem Domkapitel in
unruhigen Zeiten als Zuflucht. 1525 brannten die Einwohner von Karlstadt sie
nieder. Geblieben ist die stolze Ruine.
211,31 rechts – Gemünden liegt an der Mündung der Fränkischen Saale und der
Sinn. Leider wird die Sicht auf die Stadt durch einen Bahndamm verdeckt. Nur
die Türme und die über der Stadt idyllisch im Wald gelegene Scherenburg mit
ihrem markanten runden Bergfried sind vom Fluss aus zu sehen.
Bei Gemünden hat der Fluss den „Zenit” zwischen Mainviereck und Maindreieck
(Gemünden-Schweinfurt) erreicht. Wir befinden uns also mitten im
Weinbaugebiet Franken, das eben durch Mainviereck, Maindreieck und den
anschließenden Steigerwald klar definiert ist.
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Der Frankenwein gilt als der männlichste unter den deutschen Weinen,
charaktervoll , kernig, fruchtig-saftig. Karl der Große war es, der
den Weinbau in diesem Gebiet förderte, und im Mittelalter waren alle
Hänge und Felder mit Rebstöcken überzogen, der Weinverbrauch war
gewaltig. Es waren vor allem die Klöster, die Weinbau betrieben.
Heute werden auf einer Rebfläche von 2800 Hektar 45 Prozent
Müller-Thurgau, 37 Prozent Silvaner Bacchus und andere Rebsorten
angebaut. Nur etwa 3 Prozent entfallen auf Rotwein, der vor allem im
Gebiet von Klingenberg angebaut wird.
Berühmt sind die bauchigen Flaschen, in welche der Frankenwein zum
größten Teil abgefüllt wird –, und entsprechend wird die Straße, die
sich ab Aschaffenburg den Main entlang durchs Rebgebiet zieht, die
„Bocksbeutelstraße” genannt. |
200,66 links – Schleuse der Staustufe
Steinbach. Fallhöhe 5,14 Meter. Kurz nach der Schleuse der kleine Ort
Steinbach (heute Stadtteil von Lohr) mit einer sehenswerten Barockkirche
(1719/21) und dem Schloss der Freiherren von Hutten, das Balthasar Neumann
1725/28 gebaut hat.
198,00 rechts – Lohr. Von diesem Verkehrsknotenpunkt ziehen die Straßen in
sechs verschiedene Richtungen weg, und seit alters her ist Lohr das östliche
Tor zum Spessart. Dessen Holzreichtum ließ schon im 18. Jahrhundert
Papiermühlen, Eisenhämmer, Gießereien und Schiffswerften entstehen. Die
Stadt, deren Kern auf einem Sporn zwischen den Flüsschen Lohr und
Rechtenbach, knapp vor ihrer Mündung in den Main, entstand, hat viel an
altem Bestand bewahrt und pflegt ihn sehr. Die Grafen von Rieneck hatten im
13. Jahrhundert Lohr zum wichtigsten Ort ihrer Grafschaft gemacht. Von der
alten Rieneckschen Burg aus dem 13. Jahrhundert sind nur noch ein Wehr- und
Wohnturm erhalten, einbezogen in das im 17. Jahrhundert erbaute
Kapuzinerkloster. Das bemerkenswerte jüngere Schloss beherbergt heute das
Spessartmuseum.

Ein Waldgebiet, das vom Mainviereck Hanau-Miltenberg-Wertheim-Gemünden im
Westen, Süden und Osten umschlossen wird, und im Norden bis gegen
Schlüchtern in Hessen reicht. Die wellige Hochfläche wird durch 150-200
Meter tiefe gewundene Täler mit schmaler Wiesensohle in breite Rücken
gegliedert. Wer den Spessart („Spechteshart” = Spechtswald) nie besucht hat,
der verbindet mit seinem Namen meist die Vorstellung von dunklem,
unheimlichem Wald, wie er durch Hauffs Märchen vom „Wirtshaus im Spessart”
leicht in die eigene Vorstellung übergehen konnte. Sicher war das schon
immer dünn besiedelte Waldgebiet mit prächtigem Eichen- und Buchenhochwald
(heute noch im südlichen Teil, während im Norden mehr Kiefern aufgeforstet
werden) einst für die Durchreisenden unheimlich, zumal bis in unser
Jahrhundert dort wirklich Straßenräuber ihr Unwesen trieben. Da der Spessart
über Jahrhunderte ein beliebtes Jagdgebiet des Adels war, blieb die
wunderbare Waldlandschaft von Bebauung weitgehend verschont. Heute ist der
unter Naturschutz stehende Spessart das größte zusammenhängende Waldgebiet
Deutschlands. |
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Das vielleicht reizvollste Ziel
im Spessart ist das alte Wasserschloss Mespelbrunn. Die mitten in einem
Weiher des Elsavatals liegende hufeisenförmige Anlage bildet, von zwei recht
ungleichen Rundtürmen flankiert, einen sehr reizvollen kleinen Hofraum,
durch den man das Innere der Gebäude erreicht. Es war das Stammschloss der
Familie Echter, deren bedeutendster Vertreter, Julius Echter, als
Fürstbischof von Würzburg für seine Residenzstadt und das Fürstbistum so
Verdienstvolles geleistet hat. Sehenswert ist vor allem der Rittersaal, die
Kapelle im Rundturm, der Speisesaal, Ahnensaal und der Chinesische Salon.

185,00 rechts – Rothenfels. Die kleinste Stadt Bayerns mit nur rund 1000
Einwohnern ist durch die Uferbewachsung vom Fluss her kaum zu sehen.
Zwischen den beiden Weltkriegen und auch noch danach war Burg Rothenfels
Tagungsort und Zentrum der elitären katholischen Jugendbewegung Quickborn.
Heute dient die Burg als Jugendherberge.
179,40 links – Marktheidenfeld. Das Marktstädtchen versteckt seine alte,
niedrige Uferfront hinter den Bäumen und lässt nur die Dächer der oft recht
schönen Häuser sehen. Im Vorbeifahren kann man kurz in die idyllisch
schmalen Gassen schauen, die von den Hauptstraßen zum Fluss hinunterführen.
Ein Doppelzwiebelturm und ein klar gegliederter klassizistischer
Kirchengiebel grüßen über die Dächer hinweg.
174,00 rechts – Gegenüber von
Lengfurt liegt auf einem bewaldeten Hügel oberhalb des Mains das ehemalige
Augustiner-Chorherrenstift Triefenstein. Die Kirche enthält Stukkaturen von
Materno Bossi und Deckengemälde von Januarius Zick.
173,00 links – Steinbruch. Auf weite Strecken wurde der Main seit Verlassen
von Würzburg von Bruchkanten aus hellem Muschelkalk begleitet. Im weiteren
Verlauf der Flussfahrt wird es der rote Mainsandstein sein, der die Ufer
begleitet, und der Baumaterial für so großartige Bauwerke wie das
Aschaffenburger Schloss Johannisburg oder den Mainzer Dom war.
171,40 links – An der Außenseite eines Flussbogens stößt ein dreiseitig
steil ansteigender Muschelkalkfels nach vorn, auf dem sich eine kleine Burg
erhebt. Sie schützte einst die Mainfurten bei Urphar und Lengfurt, wurde von
König Pippin dem ersten Bischof Würzburgs geschenkt. Sein Sohn, Karl der
Große übertrug den Besitz dem Kloster Neustadt, aber Kaiser Otto III. gab
sie wieder an das Bistum Würzburg, das die Burg zum Schutz seiner Westgrenze
ausbaute. Von der Anlage blieb nur der romanische Bergfried mit barockem
Aufbau erhalten. Auf den anschließenden Hängen wächst der hochgeschätzte
„Kallmuth”.
166,00 links – Bettingen. Etwas oberhalb des kleinen Ortes liegt eine
Landesgrenze. Das ehemalige Großherzogtum Baden (heute Baden-Württemberg)
reichte von Süden her bis an den Main. Das rechte Ufer bleibt weiter
bayrisch, aber der am linken Ufer auf baden-würtembergischem Boden wachsende
Wein ist ein „badischer Frankenwein” und darf in Bocksbeutelflaschen
abgefüllt werden.
156,55 links – Wertheim. Das alte Zentrum der Stadt liegt auf dem „Wörth”,
einer dreieckigen Landzunge zwischen Main und hier einmündender Tauber. An
der strategisch bedeutenden Stelle haben die Grafen von Wertheim am Hang des
Schlossberges eine starke Burg errichtet und im Laufe der Zeit immer mehr
erweitert, bis sie 1634 während des 30jährigen Krieges von den
„Kaiserlichen” zerstört wurde. Noch als Ruine ist sie eine der
eindrucksvollsten und größten Deutschlands.
Durch gescheite und kraftvolle Politik konnten sich die Grafen von Wertheim
gegen die mächtigen Bistümer Mainz und Würzburg behaupten. Im Schutze der
erweiterten Mauern und zusätzlichen Türme entwickelte sich eine Stadt, die
dank der günstigen Lage bald ein Ort blühenden Handels wurde. Die
verhältnismäßig großen Bürgerhäuser, vor allem um den langgestreckten
schönen Marktplatz und das prächtige Rathaus künden noch heute davon und
machen Wertheim zu einer der Perlen des Mains. Bemerkenswert sind auch die
beiden gotischen Kirchen, einmal die heutige evangelische Stadtkirche, in
deren Chor die „Bettlade” steht, das Renaissance-Grabmal für Ludwig II. von
Löwenstein-Wertheim und seine Gemahlin, und die als Grabkirche der
Stiftsherren erbaute zweigeschossige Kilianskapelle. Wertheim wurde als eine
der ersten Städte protestantisch, deshalb wurde die Kilianskapelle nie
entsprechend ihrer Bestimmung genutzt, sondern diente u.a. als erste
Lateinschule im Gebiet.
144,70 rechts – Beherrschend über der rechten Mainseite liegt die markante
Ruine der staufischen Henneburg. Das aus rotem Mainsandstein errichtete
Bauwerk wurde 1317 an den Deutschen Orden verkauft, der im 14. und 15.
Jahrhundert Erweiterungen und Verstärkungen anbrachte. Zu Ihren Füssen der
Ort Stadtprozelten.
137,55 rechts – Fechenbach mit Barockkirche. Darüber die Ruine der Burg
Collenberg, die Sitz einer Adelsfamilie war. Diese gehörte zur einer
politischen Gruppierung der fränkischen Reichsritterschaft (gebildet um
1500), die nur dem Kaiser untertan war.
132,60 links – Aus dem stark
bewaldeten Hang taucht die Ruine der Burg Freudenberg auf. Der zu ihren
Füssen, wegen Platzmangel zwischen Fluss und Berg langgezogene Ort, gehörte
zu Würzburg. Die Würzburger Bischöfe ließen die Burg mit ihrem wuchtigen
Bergfried 1190 als westlichen Vorposten gegen Kurmainz errichten. Der Ort
zeigt eine ansprechende Flussfront mit Resten der alten Stadtmauer.
130,72 links – Landesgrenze. Ab hier greift das bayrische Gebiet wieder auf
beide Mainufer über.
126,58 links – Bürgstadt, ein bekannter Weinort. Rathaus mit schwungvollen
Giebeln und schönem Treppenturm.
124,00 links – Miltenberg. Die malerische Lage an der Außenseite einer
Schleife des Mains und das mittelalterliche Bild machen das Städtchen zu
einem der bekanntesten in Deutschland. Der wegen des rasch ansteigenden
Berghanges dem Fluss entlang in die Länge gezogene Ort wird gut akzentuiert
durch den Torturm am unteren und den mächtigen Brückentorturm am oberen
Ende, sowie durch die Kirchtürme und die knapp über der Stadt aufragende, in
alter Farbigkeit wiederherstellte Burg. Die Burg hatte der Mainzer
Erzbischof um 1225 bauen lassen, als Gegenstück zum würzburgischen
Freudenberg, nur 8 Kilometer mainaufwärts. Parallel zur Uferstraße mit
Grünanlage verläuft die innere, die eigentliche Hauptstraße, und von der
Schiffsanlegestelle hat man bald den reizvollen, dreieckigen Marktplatz
erreicht, der von herrlichen Fachwerkhäusern gerahmt ist. Hier findet man
das bekannte „Schnatterloch”, im 13. Jahrhundert das Zentrum der jungen
Stadt. Die katholische Pfarrkirche ist durch Veränderungen im 19.
Jahrhundert entstellt, aber sie birgt beachtliche Figuren und Altäre. Vom
Marktplatz bis zum großen Engelplatz säumen viele schöne Fachwerkhäuser die
Straße. Das schönste unter ihnen ist der „Riesen”, der als ältestes
deutsches Gasthaus gilt. Sehr bemerkenswert das mächtige steinerne Rathaus
mit seiner hohen Erdgeschosshalle, das aus dem 14. Jahrhundert stammt. Beim
Engelplatz ist auch die Höhe der steinernen Mainbrücke erreicht, deren
Brückenkopf Ende des vergangenen Jahrhunderts ein etwas plumpes Torhaus
erhielt.
Die Gastlichkeit Miltenbergs, sowie die Lebensfreude der Franken allgemein
kommt in der Vielzahl der gemütlichen Gasthäuser zum Ausdruck. Hier wird in
kleinen Brauereien gutes Bier gebraut, aber genau so gern trinkt man den
geschätzten Wein von den nahegelegenen Mainhängen.
121,00 links – Kleinheubach. Idyllischer, kleiner Ort mit gotischer Kirche
an der Mainaue. Rundbogentor in der ehemaligen Stadtmauer zur Fähre hin. Am
oberen Ortsende, völlig hinter hohen Baumgruppen versteckt, liegt das
respektable ehemalige Schloss der Fürsten Löwenstein-Wertheim-Rosenheim.
Gegenüber Großheubach – typisch mainfränkischer Winzerort, über den
Rebhängen dominiert, breitgelagert und weiß in der Sonne leuchtend, das
Franziskanerkloster Engelberg mit seiner barocken Walfahrtskirche, zu der
612 Stufen hinaufführen.
113,05 rechts – Klingenberg. Schönes altes Ortsbild mit spitzem Kirchturm.
Unmittelbar hinter dem Ort steigen die schon bescheidener werdenden Rebberge
an, bis schon sehr bald der Wald beginnt. Hier wird ein sehr geschätzter
roter Spätburgunder angebaut. Am Übergang die Ruine der Clingenburg, in der
seit 1994 während acht Sommer-Wochen die Clingenburg-Festspiele mit
Musicals, Opern, Schauspiele und Konzerte stattfinden.
84,04 rechts – Aschaffenburg. Die Stadt, bzw. ihr Zentrum, liegt auf einer
gut 20 Meter hohen Terrasse über dem Fluss mit der überraschend
herrschaftlichen Silhouette des sandsteinroten Renaissance-Schlosses
Johannisburg. Ganz regelmäßig um einen großen, quadratischen Hof angelegt,
mit vier gegliederten Ecktürmen und dazwischen liegenden Ziergiebeln wirkt
das Schloss wie eine Krone auf dem weitausholenden Terrassenunterbau über
dem Main. Aschaffenburg gehörte seit dem 10. Jahrhundert zum Kurfürstentum
Mainz und 1605 gab der damalige Kurfürst Johann Schweikhard von Kronberg den
Auftrag zum Bau eines Sommerschlosses.
Unter Leitung von Baumeister G. Ridinger aus Straßburg (von dem keine
anderen bedeutenden Werke bekannt sind), entstand in nur neun Jahren eines
der schönsten Renaissance-Schlösser Deutschlands. Ridinger war auch
gelernter Steinmetz und fertigte für jeden bearbeiteten Stein am Schloss
eine Zeichnung, die er nach Fertigstellung des Baus seinem Bauherren als
Sammelwerk übergab. Nachdem das Schloss im Zweien Weltkrieg stark zerstört
wurde, ermöglichten diese Zeichnungen den Wiederaufbau in alter Pracht.
Nach Aufhebung des Kurfürstentums
Mainz durch Napoleon fiel Aschaffenburg mit Franken an Bayern und der
kunstsinnige König Ludwig I., der sich besonders gerne in dieser schönen
Residenz aufhielt, ließ im Garten des Schlosses das Pompejanum, die
Nachbildung eines Hauses aus Pompeji, errichten. Vom Fluss aus gut zu sehen.
Im Stadtzentrum liegt die schöne ehemalige Stiftskirche St. Peter und
Alexander. Über eine große Freitreppe und eine romanische Vorhalle betritt
man einen eindrucksvollen Raum, der im wesentlichen romanischen Ursprungs
ist und bedeutende Kunstwerke birgt, so eine Beweinung Christi von Matthias
Grünewald, Bilder aus der Werkstatt von Lukas Cranach u.a. Zwischen
Stiftskirche und Schloss liegt die Altstadt.
69,40 links – An der Außenseite eines kleinen Flussbogens liegt das
Städtchen Seligenstadt, dessen Kern einen erstaunlich geschlossenen Bestand
an schönen Fachwerkhäusern, einen reizvollen Marktplatz und einen
respektablen Torturm aufweist. Im Vorbeifahren sehen wir den alles
überragenden Steinheimer Torturm, Teile der alten Stadtmauer mit dem
schlanken Pulverturm, die lange Abschlussmauer einer ehemals staufischen
Kaiserpfalz mit romanischen Rundbogenarkaden.
Die dominierende Silhouette der
einst karolingischen Klosterkirche – die heutige Einhard-Basilika –, 828 als
Benediktinerabtei von Einhard, dem Biographen Karls des Großen gegründet,
wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert.
55,10 rechts – Hanau-Kesselstadt. Fast unmittelbar am Ufer die ausgedehnte
Schlossanlage Philippsruhe, 1701 bis 1712 nach französischem Vorbild für den
Grafen von Hanau erbaut.

35,34 – Frankfurts Eiserner Steg. Die Riesentürme der Banken machen es
deutlich: Frankfurt am Main ist die Finanzmetropole Deutschlands. Die
Flieger, die im Minuten-Takt zur Landung ansetzen, signalisieren die
unmittelbare Nähe des Flughafens Rhein-Main.
Doch aus der Nähe betrachtet, sieht man Frankfurts scharfe Kontraste. Als
die Wolkenkratzer noch nicht standen, beherrschte der elegante Turm des
gotischen Domes mit seinem aparten Kuppelhelm die Stadt-Silhouette. Es war
ein Zentrum anderer Art, ein Symbol kirchlicher Macht, die sich mit der
weltlichen Macht verbunden hatte, denn seit 1356 wurden die deutschen Könige
und Kaiser durch die in Frankfurt versammelten Kurfürsten gewählt
(„gekürt”), und ab 1562 wurden sie im Dom gekrönt. Bereits 794 hatte Karl
der Große der im großen Frankenreich zentral gelegenen Stadt eine politische
Bedeutung gegeben, indem er hier eine Reichsversammlung abhielt und der
Stadt den Namen Francenovurd gab.
Rund 300 Jahre hatte man am Dom gebaut, von den romanischen Anfängen der
Stauferzeit bis in die Spätgotik um 1514. Die Spitze auf dem Turmkuppelhelm
wurde allerdings erst gegen 1380 während der großen Restaurierung
aufgesetzt, nachdem die Kirche um 1867 völlig ausgebrannt war.
Dem Dom gegenüber, an der Westseite des großen Platzes, ließ das wachsende
bürgerliche Selbstbewusstsein auf dem Römerberg die stolz aufragende
Dreigiebel-Fassade des Rathauses, des „Römer” erstehen. Im großen Festsaal
hinter den hohen Fenstern des ersten Stockes fanden die Krönungsmahlzeiten
statt. Der „Römer” – historisches Wahrzeichen Frankfurts – musste nach den
Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs originalgetreu neu errichtet werden,
ebenso die nach Osten hin abschließende Zeile mit sechs schönen
Fachwerkhäusern. Den nördlichen Abschluss bildet die machtvolle, schön
ausgeprägte Fassade des spätgotischen Steinhauses neben dem ungeliebten
Neubau des Technischen Rathauses.
Bleibt noch die gotische Nikolaikirche an der Südseite des Platzes, die den
Kaisern als Hofkirche diente, wenn sie im dahinter am Mainkai liegenden
Saalhof residierten.
Aus der Zeit des Mittelalters ist im Altstadtbereich zwischen Römerberg und
ehemaliger Stadtmauer nur wenig erhalten geblieben, so das
Karmeliterkloster, das Dominikanerkloster, die Leonhardskirche und der hohe
Eschenheimer Turm als Nordzugang zur ehemals ummauerten Stadt. Im Bereich
der Altstadt ist außerdem bemerkenswert das hübsche kleine Barockgebäude der
Hauptwache, das Geburtshaus Goethes, die 1872-80 erbaute Alte Oper, seit
Wiederaufbau ein Konzert- und Kongresszentrum. Außerdem – nur einen
Steinwurf vom Römer entfernt – die berühmte Paulskirche. Sie ist weder von
architektonischer noch von kirchlicher Bedeutung. Das Gebäude war 1848/49
Sitz der Deutschen Nationalversammlung, dem leider nur kurzen Versuch, ein
gesamtdeutsches Parlament zu schaffen, nachdem das Kaiserreich zu Ende war
und im Südwesten sich demokratische Kräfte regten. Heute findet in der
Paulskirche alljährlich die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen
Buchhandels an bedeutende Vertreter des Geisteslebens statt.

Diesem, heute recht bescheiden
wirkenden Ensemble der Altstadt entspricht auf der gegenüberliegenden
Mainseite der alte Stadtteil Sachsenhausen, unauffällig hinter der
neugotischen Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Ufer und dem breitgelagerten
barocken Deutschordenshaus am Deutschherrenufer. Es ist das geglückte und
äußerst beliebte Unternehmen, die Kleinstadt in der Großstadt zu erhalten.
Fluss abwärts schließt sich der gepflegte Schaumainkai an, der sich als
Museumsufer bekannt gemacht hat. Es ist bemerkenswert, wie sehr die Stadt
bemüht ist, nicht der Gigantomanie zu erliegen, für welche die Finanzwelt
mit ihren Verwaltungstürmen die Zeichen gesetzt hat.
24,93 rechts – Höchst und Mündung der Nidda. Am Niddaufer der Schlosspark
mit der prächtigen Gartenfront des Bolongaro Palastes, den sich der
Tabakfabrikant und Bankier Josef Maria Bolongaro 1772-75 erbauen ließ. Über
der Anlegestelle der Fähre der hohe gotische Chor der Justinus-Kirche. Das
karolingische Schiff (826-47) ist einer der ältesten Kirchenbauten
Deutschlands. Wenige hundert Meter unterhalb ragt der hohe Rundturm des
mittelalterlichen Schlosses über die Bäume (Turmaufsatz 1681) und dahinter
verbirgt sich eine schöne Altstadt.
0,00 Mündung in den Rhein. Hier wird der Main vom gegenüberliegenden
Rheinufer her festlich begrüßt durch die lebhafte Silhouette der Altstadt
von Mainz, dominiert von der vieltürmigen Gestalt des alten Kaiserdoms.
Unmittelbar hinter dem Adenauerufer – der Schiffsanlegestelle – demonstriert
die interessante Gestalt des neuen Rathauses das moderne Mainz, während
unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke zwei schöne, langgestreckte Barockbauten
die Staatskanzlei und den Rheinland-Pfälzischen Landtag präsentieren. Dann
folgt der rote Renaissancebau des ehemaligen Kurfürstlichen Schlosses,
dahinter die barocken Türme von St. Peter und die Kuppel der
klassizistischen Christuskirche.
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