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Zugvögeln gleich wechseln die
Kreuzfahrtschiffe im Herbst ihr Revier und bummeln dabei entlang der Küsten
und Inseln rund um Westeuropa. Manche wählen den Expressweg. Andere lassen
sich richtig viel Zeit und entdecken dabei reizvolle Ziele abseits der
touristischen Rennstrecken.

Gildehäuser am Grote Markt in
Antwerpen.

Rubens Heimatstadt ist reich an Museen, Galerien, Gotteshäusern und
Straßenzügen mit gut erhaltenen Zunfthäusern aus dem 16. Jahrhundert. Vor
allem aber ist Antwerpen Zentrum des internationalen Rohdiamantenhandels –
über 80 Prozent der glitzernden Edelsteine von De Beers nehmen ihren Weg
über die vier ansässigen Diamantenbörsen. Was also liegt näher, als den
Diamantenschleifern über die Schulter zu gucken und einen Blick in die
Schatzkammer des Diamantenmuseums zu werfen? Alternativprogramm: In Belgien
werden bis zu 450 verschiedene Biersorten gebraut. Spezielle Exkursionen
laden zum Verkosten ein.

Im Benediktiner-Kloster von
Fécamp wird Kräuterlikör hergestellt.

Eiffelturm, Notre Dame, Louvre, Triumphbogen, Place de la Concorde mit
seinem markanten Obelisken, Champs-Élysées – Paris lockt mit unzähligen
Sehenswürdigkeiten. Wem sechs Stunden Busfahrt zu viel sind – die
pulsierende Hafenstadt Le Havre, Weltkulturerbe und Wiege des
Impressionismus, lohnt allemal einen Besuch. Sie ist zudem idealer
Ausgangsort für die wild romantische Landschaft der Normandie mit ihrer
schroffen Kreideküste, das mittelalterliche Rouen, das pittoreske
Fischerdorf Honfleur oder die mondänen Seebäder Deauville und Fécamp.
Feinschmecker entscheiden sich für kulinarisches Sightseeing: Im
Benediktiner-Kloster von Fécamp wird nach uraltem Rezept ein bekannter
Kräuterlikör gebraut. Das Château du Breuil beherbergt eine der bekanntesten
Calvados-Brennereien Frankreichs. Beim Überlandausflug ist nicht nur eine
Kostprobe dieser bernsteinfarbenen Spirituose inklusive, auch typische
Käsesorten wie Pont Lévêque, Livarot oder Petit Pavé d’Auge werden mit einem
Glas Cidre kredenzt.
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Victor Hugo lebte
auf Guernsey im Exil. Sein Haus ist heute Museum. |

Die winzig kleine Insel Herm
wartet mit traumhaften Stränden auf, hier Shell Beach.

Auf Guernsey mischen sich zwei Welten zu einer besonderen Melange:
Französische Namen und englische Sprache. Die Queen wird als Staatsoberhaupt
anerkannt, aber nicht als Königin von England, sondern als Herzogin der
Normandie. Dank des milden Golfstroms finden sich auf der Inselgruppe –
zwischen britischem Festland und französischer Küste gelegen – eine Idylle,
wie sie Rosamunde Pilcher nicht kitschiger hätte beschreiben können: Sanft
geschwungene Hügel, enge Straßen, kleine graue, beige und weiße Häuschen mit
prächtigen Gärten und Parkanlagen. Auf der autofreien Nachbarinsel Sark
dominieren Traktoren und Kutschen, während die winzig kleine Herm mit
traumhaften Sandstränden lockt.
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Die Kathedrale von Santiago de
Compostela in Galizien, der nord-westlichsten, autonomen Region
Spaniens.
Die Stadt ist das Ziel des
Jokobsweges. |

Viele Wege führen nach Santiago de Compostela: Hape Kerkeling bezwang die
klassische, knapp 800 Kilometer lange Route, die Passagiere der meisten
Kreuzfahrer begnügen sich mit den neun Kilometern der Schluss-Etappe. Oder
wählen den bequemen Bustransfer. Einmal angekommen, ist Botafumeiro, der
fliegende Weihrauchkessel, die wohl spektakulärste Attraktion. Acht Männer
sind nötig, um das 1,80 Meter hohe, 53 Kilogramm schwere Monstrum von einer
Seite der Kirche zur anderen zu schwingen. Vom Dach der Kathedrale genießt
man einen unvergleichlichen Blick auf die prachtvollen Plätze und engen
Gassen der von der UNECSO zum Weltkulturerbe erklärten Stadt.
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Der Torre de Belém ist das
bekannteste Wahrzeichen Lissabons.

Auf dem träge dahin fließenden Tejo wird die „Brücke des 25. April” passiert
– knapp 2275 Meter breit und 70 Meter hoch. Unweit des Liegeplatzes erheben
sich die Wahrzeichen der Stadt, der Torre de Belém und – strahlend weiß –
das Hieronymuskloster, beide UNESCO-Weltkulturerbe. Das romantische Lissabon
mit seinen kachelverzierten Häusern findet sich in der verwinkelten Alfama –
oben trocknet die Wäsche vor den Fenstern, unten rattert die historische „Eléctrico”
Nr. 28 vorbei. Sie kennen die portugiesische Hauptstadt schon? Wie wäre es
mit einer Stippvisite zum westlichsten Punkt Europas, dem Cabo da Roca oder
zur ehemaligen Sommerresidenz des Königs in Sintra?

Das Hieronymuskloster liegt
ebenfalls in Lissabons Stadtteil Belém.

La Giralda genannte Kathedrale
von Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens.

Von Cadiz aus – wo Flamenco und Stierkampf zu Hause sind – starten die
Ausflugs-Busse in alle Himmelsrichtungen: Nach Jerez de la Frontera – Heimat
des Sherrys
und edler Vollblutpferde. In
Sevilla und Granada vermischen sich arabische und christliche Elemente,
entführt vor allem die Alhambra in eine orientalische Wunderwelt. Vor den
schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada erhebt sich die „Rote Burg
Spaniens” mit islamischer Ornamentik, einer kunstvollen Wasserarchitektur
und den Düften exotischer Pflanzen in prachtvollen Gärten. Im Löwenhof
bilden 124 grazile Säulen einen schattenspendenden Arkadengang rund um den
von 12 Wasser speienden Löwen getragenen Brunnen. Mohammed V. hatte hier
einst sein ganz privates Domizil. Wie der Alcazar heutzutage Residenz von
König Juan Carlos während seiner Besuche in Sevilla ist.

Abschied von Gibraltar in
der blauen Stunde.

Der Sage nach spaltete Herkules
an dieser Stelle die Erde und vermischte so die Gewässer von Mittelmeer und
Atlantik. Beim Landgang in Gibraltar wird ein knapp sechseinhalb
Quadratkilometer kleines Überseeterritorium des Vereinigten Königreichs, mit
der Queen als Staatschefin, betreten. Es gibt Guinness-Pubs und Fish and
Chips, auf den Straßenkreuzungen regeln Bobbys in schwarzen Uniformen und
hohen, glockenförmigen Helmen den Verkehr wie am Piccadilly Circus. Die
Autos allerdings fahren rechts. Per Gondel geht es auf die Aussichtsterrasse
des 367 Meter hohen Signal Hill. An klaren Tagen scheint Afrika zum Greifen
nah. Aber aufgepasst: Die einzigen frei lebenden Affen Europas scheinen eine
Vorliebe für Handtaschen und Fotoapparate zu haben!

... hat die Qual. Ob Mallorca
oder die katalanische Metropole Barcelona, Nizza, Savona, Genua, Venedig
oder gar Athen – die Zahl der möglichen Endhäfen ist ebenso vielfältig wie
das Angebot an Kreuzfahrtschiffen selbst. Doch schauen Sie selbst, wer wann
wohin steuert:

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AIDAaura |
18. –
30.9. |
Hamburg – Palma de Mallorca |
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AIDAblu |
8. –
19.10. |
Hamburg – Palma de Mallorca |
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AIDAcara |
14. –
24.9. |
Hamburg – Palma de Mallorca |
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ATHENA |
8. – 21.9. |
Cuxhaven – Venedig |
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AZAMARA
JOURNEY |
29.8. – 12.9. |
Kopenhagen – Barcelona |
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BREMEN |
10. – 23.9. |
Cuxhaven – Livorno |
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ALBATROS |
23.9.
– 3.10. |
Bremerhaven – Genua |
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ALEXANDER
VON
HUMBOLDT
II |
26.9.
– 12.10. |
Bremerhaven – Nizza |
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ASTOR |
13. – 29.9. |
Hamburg – Nizza |
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CELEBRITY
CONSTELLATION |
3. – 11.9. |
Amsterdam – Barcelona |
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COLUMBUS |
28.8. – 9.9. |
Bremerhaven – Nizza |
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COSTA
MAGICA |
2. – 22.9. |
Kiel –
Savona |
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DELPHIN |
12. – 23.9. |
Kiel –
Nizza |
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DELPHIN
VOYAGER |
12. – 23.9. |
Hamburg – Palma de Mallorca |
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DEUTSCHLAND |
26.9.
– 9.10. |
Hamburg – Nizza |
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EUROPA |
12. – 26.9. |
Hamburg – Lissabon |
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MEIN
SCHIFF |
5. – 17.9. |
Hamburg – Palma de Mallorca |
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MSC ORCHESTRA |
29.8. – 8.9. |
Kiel
– Genua |
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PRINCESS
DAPHNE |
8. – 18.9. |
Bremerhaven – Nizza |
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QUEEN
VICTORIA |
1. – 13.9. |
Southampton – Venedig |
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REGATTA |
16. – 30.9. |
Dover – Monte Carlo |
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SEABOURN
SOJOURN |
27.9.
– 11.10. |
Dover – Lissabon |
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SEA
CLOUD
II |
23.8. – 5.9. |
Hamburg – Lissabon |
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SEVEN
SEAS
VOYAGER |
9. – 24.9. |
Dover – Monte Carlo |
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SILVER
CLOUD |
11. – 23.9. |
London – Nizza |
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STAR
PRINCESS |
9. – 26.9. |
Kopenhagen –
Civitavecchia |
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VISION
OF THE
SEAS |
11. – 24.9. |
Kopenhagen – Venedig |
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VISTAMAR |
11. – 22.9. |
Cuxhaven – Palma de Mallorca |
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WESTERDAM |
7. – 19.9 |
Rotterdam – Piräus |
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