BILDERREISE AUF DER DONAU

AUSGABE 2/2010


Foto: GFDL Luftbild

Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt im Regierungsbezirk Niederbayern in Ostbayern und liegt an der Grenze zu Österreich sowie am Zusammenfluss der Flüsse Inn, Donau und Ilz und wird deshalb auch „Dreiflüssestadt genannt. Hier – am Zusammenfluss von Donau und Inn bei Flusskilometer 2225,4 – beginnen nahezu alle Donaukreuzfahrten – auch diese Bilderreise mit der MS MOZART.

 

Auf der Reise von Passau bis Wien werden wir diese herrlichen Landschaften passieren.

 

Schlögener Schlinge
Zwei große S kennzeichnen schon den Namen dieses einzigartigen Abschnitts der Donau, wo zwei ineinanderlaufende Bögen durch die „Verkehrsfeindlichkeit” ihrer Natur den kurzen Moment wohltuender Stille aufkommen lassen, während die gegenläufigen Wendungen des Schiffes uns heim lautlosen Durchgleiten ein reizvolles Naturerlebnis vermitteln.

Strudengau
Der langgezogene Kollmitzberg begrenzt das Machlandbecken im Osten und zwingt die Donau in einen weiteren Durchbruch. Die etwa 24 Kilometer lange Durchbruchstrecke, der Strudengau, ist berühmt für seine Schönheit, war aber auch berüchtigt wegen seiner Gefahren für die Schifffahrt. Was wir heute in den engen Windungen zwischen Felsspornen in sicherer Fahrt durch die engen Windungen zwischen schroffen Felswänden als romantisch schön genießen, war für die Schiffer noch im 19. Jahrhundert eine harte Herausforderung. Doch der Strudengau verbindet mit dem Schroffen auch das Liebliche.

Nibelungengau
Bei Persenbeug ist der Strudengau zu Ende und stromabwärts erstreckt sich auf etwa 22 Stromkilometer der Nibelungengau. Es ist eine offene, weite und landwirtschaftlich genutzte Landschaft, die bei Melk an die Wachau heranreicht. Einige Episoden des Nibelungenliedes haben sich hier abgespielt.

 

Die Wachau
Mit Melk ist der Nibelungengau zu Ende. Donauabwärts beginnt hier die Wachau, eine

bergige Landschaft, aber von einem Durchbruch mag man beim Anblick dieser lieblichen Gefilde nicht reden. Nur an einigen Stellen wird die harte Arbeit des Flusses beim Durchnagen von aufgefalteten Gesteinsschichten sichtbar. Für den heutigen Betrachter hat die Donau hier sozusagen ein Gesamtkunstwerk geschaffen und lässt uns bei der Flussfahrt genug Zeit, es genüsslich zu betrachten. Mal steiler, mal sanfter neigen sich die Hänge beidseits dem Ufer zu, die steilen bewaldet, die sanften mit Weinbergen überzogen, in welchen mit viel Sorgfalt edle Rebensorten gezogen werden, die in Kellern zu den erstklassigen Wachauer Weinen heranreifen. Zwischen den Rebzeilen stehen Marillenbäumchen (Aprikosen), aus welchen ein beliebter Likör gemacht wird. Fürstenhöfe und reiche Klöster, die ganz woanders liegen, unterhielten hier üppige Weingüter mit stattlichen Höfen, die noch heute die Landschaft bereichern.

Der Wienerwald
Mit dem Burgberg Greifenstein reicht das bewaldete Hügelland des so genannten Wienerwalds unmittelbar an die Donau heran. Über dem südlichen Ufer ist damit das Tullner Becken zu Ende. Der Fluss biegt satt um den Greifenstein herum und schwenkt in einen kurzen, südöstlich verlaufenden Abschnitt ein, der fast ganz durch die ausufernde Fläche Wiens besetzt ist. Der Wiener Wald begrenzt mehr oder weniger die Donaumetropole im Westen, wo die Rebhänge und die berühmten Weindörfer wie Grinzing, Sievering, Neustift am Wald, Pötzleinsdorf u.a. liegen. Er nimmt eine Fläche von rund 20 mal 30 Kilometer ein und ist für die Wiener ein unverzichtbares Erholungsgebiet.

MS MOZART hat den Anleger in Passau verlassen und fährt die Donau abwärts – vorbei an Obernzell und Engelhartszell in Richtung Schlögener Schlinge.

Während die Passagiere das Dinner einnehmen, zieht die liebliche Landschaft Oberösterreichs und des Mühlviertels vorbei.

Foto: GFDL Techcollector

Flusskilometer 2187,0. Die Schlögener Schlinge liegt knapp 40 Kilometer von Passau entfernt. Da die MS MOZART – wie die anderen Schiffe – Passau erst zwischen 16.00 und 18.00 Uhr verlässt, wird dieses Naturwunder erst in den Abendstunden passiert. Das nächste Ziel ist Melk, dass am Morgen gegen 7.00 bis 8.00 Uhr erreicht wird. Linz wird meist bei der Rückreise angesteuert.

Foto: Stadt Linz

Flusskilometer 2135,0 – Nibelungenbrücke, Schiffsanleger und Donaupark in Linz.

Foto: Stadt Linz Roebl

Der Hauptplatz mit Dreifaltigkeitsäule und Jesuitenkirche ist das Zentrum von Linz.


Foto: Stadt Linz Mueller

Blick zum Pöstlingberg mit der Basilika und dem Schlössl.

Foto: Stadt Linz

Baden und Sonne tanken am Donaustrand in Linz.

Foto: GFDL Walter Hochauer

Flusskilometer 2036,0 – Melk. Beim Stift Melk – UNESCO-Welterbe – ist der Nibelungengau zu Ende. Donau abwärts beginnt die Wachau.


Foto: Stephan Gabriel, Hamburg

Michael Rottmayrs Ausmalung der Kuppel im Kirchen-Langhaus der Stiftskirche zeigt eine Himmelsvision mit Gottvater, Christus und dem Heiligen Geist. 

Foto: EG, SM

Flusskilometer 2032,2 – Schönbühel. Stolz thront Schloss Schönbühel auf einem Felsstock. Hier beginnt die Wachau.

 

Foto: EG, SM

Das Servitenkloster Schönbühel liegt wenige Meter nördlich vom Schloss. Es wurde 1666 von der berühmten Familie Starhemberg gegründet.

Foto: EG, SM

Flusskilometer 2013,0 – Weißenkirchen ist wohl der bedeutendste Weinort in der Wachau mit schönen Weinhauerhöfen und einer stattlichen gotischen Kirche.

 

Foto: EG, SM

Flusskilometer 2017,0 – St. Michael. Die gotische Wehrkirche St. Michael ist von starken Mauern umgeben. Auf dem Dachfirst sieht man tönerne Hasen.

Foto: EG, SM

Flusskilometer 2009,0 – Dürnstein. Das Städtchen Dürnstein mit der Burgruine Dürnstein ist das wohl am meisten fotografierte Motiv in der Wachau. Schmuckstück ist der Turm des Stifts in lebendigen Barockformen, weiß und blau, wie man ihn sich schöner nicht denken kann.

Foto: EG, SM

Blick von der Burgruine Dürnstein auf das Städtchen und die Wachau. Nach diesem Höhepunkt und mit dem Erreichen von Stein und Krems klingt die Wachau aus.

Das Zusammenspiel von Architektur, Donau-Strom und Natur ist einzigartig.

Foto: GFDL

Flusskilometer 2003,0 – Krems. Das Steiner Tor und ...

Foto: GFDL Karl Bauer

 ... die Piaristenkirche mit Frauenbergturm in Krems.

Foto: GFDL Alberto Ferdinandez

Vollendetes Barock-Entree eines Hauses in Krems.

Foto: EG, SM

Flusskilometer 2001,0 – südlich von Krems grüßt in der Ferne das mächtige Benediktinerkloster Stift Göttweig an den Ausläufern des Dunkelsteinerwaldes in Niederösterreich. Das Kloster ist noch lange vom Schiff aus zu sehen.

Foto: EG, SM

Flusskilometer 1928,9 – unter der Reichsbrücke am Schiffsanleger Wien-Nussdorf. Die MS MOZART hat die Ausläufer des Wienerwaldes hinter sich gelassen.

Sie legt am rechten Donau-Ufer an. Die Passagiere werden von hier aus Wien erobern und seinem Charme erliegen.