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Eine Flussreise
von Prag nach Berlin oder
umgekehrt, das ist eine Reise durch unberührte Naturlandschaften
wie das brandenburgische Havelland, das bizarre
Elbsandsteingebirge mit seinen Schlössern und trutzigen Burgen oder die
Böhmische und Sächsische Schweiz.
Vorbei an malerischen Städten mit langer Geschichte, unsterblich
verbunden mit den Namen von Kaisern und Königen, wie Friedrich
dem Großen, Otto I. und Karl IV. Berühmt auch durch Erfinder,
Schriftsteller und Künstler, durch prachtvolle Bauwerke und die
Schönheit ihrer Lage.
Abwechslungsreiche Landschaften, weite Felder und hohe
Schluchten säumen den Weg auf dieser Elbe-Kreuzfahrt.
Auf der Reise, der sogenannten „Bergfahrt” über Melnik,
Litomerice, Decin und Bad Schandau, halten Sie zunächst in
Dresden. Der Zwinger und die Semperoper sind die kulturellen
Wahrzeichen der Stadt. Die wieder aufgebaute Frauenkirche sowie
das Neue Grüne Gewölbe im Dresdner Schloss mit über 1000
Exponaten der ehemaligen Schatzkammer sind sicherlich einen
Besuch wert.
Danach folgt Meißen. Gelegen in einem der kleinsten
Weinbaugebiete Deutschlands, Sachsen, hat man die Möglichkeit,
die einheimischen und unbekannten Weine der Region zu kosten.

Es gilt als eines der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands
und das nordöstlichste Europas: das sächsische Elbland. Schon
seit über 800 Jahren setzen hier die Winzer auf die besonders
milden Sommer, um ihre Reben zu kultivieren. Vor allem weiße
Rebsorten gedeihen in den Terrassen- und Steillagen rund um
Dresden und Meißen prächtig – unter anderem Müller-Thurgau,
Riesling und Traminer, Weiß- und Grauburgunder –, aber auch
Rotwein und Sekt werden produziert. Beneidenswert sind die
Ausblicke, die die Trauben inmitten dieser einmaligen
Kulturlandschaft haben, liegen ihnen doch ebenso malerische wie
historische Städte und die Elbe, die seinerzeit Romantiker
inspirierte, zu Füßen.
„Um das außergewöhnliche Weinland an der Elbe zu besuchen, gibt
es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel eine Fahrt entlang
der Sächsischen Weinstraße. Am bequemsten ist jedoch die
Flusskreuzfahrt”, finden die Gäste.
Ebenfalls empfehlenswert: eine einwöchige Elb-Passage von
Magdeburg bis nach Melnik vor den Toren Prags. „Die Route ist an
landschaftlichen, architektonischen und kulturellen Höhepunkten
kaum zu überbieten. Während Bett und Kleiderschrank auf dem
„schwimmenden Hotel” mitreisen, unternehmen die Kreuzfahrer
abwechslungsreiche Ausflüge, zum Beispiel zur Meißener
Porzellanmanufaktur, zur Dresdner Frauenkirche oder in das
Elbsandsteingebirge.
Weinliebhaber zieht es zur ältesten Sektkellerei Sachsens, dem
zwischen Dresden und Meißen gelegenen Weingut Schloss
Wackerbarth. Das Barockschloss mit Gartenanlage wurde 1728 bis
1729 gleichsam in die Radebeuler Weinberge hinein gebaut. Bei
einer Führung können die Kreuzfahrer einige der edlen Tropfen
verkosten.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Fahrt durch das
Elbsandsteingebirge. Die bizarren Felsformationen sind einmalig
schön und am besten von der Festung Königstein aus zu sehen.
In Wittenberg starten Sie den Ausflug zur Lutherstadt und zum
Wörlitzer Park. Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als
eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer,
kulturgeschichtlicher und künstlerischer Bestrebungen im 16.
Jahrhundert. Die weltberühmten Reformationsstätten in der
Altstadt und in verschiedenen Epochen entstandene Gebäude zählen
zu den bedeutendsten der deutschen Geschichte.
Zum Abschluss Ihrer Reise steht oftmals Preußens ehemalige
Residenzstadt Potsdam auf dem Programm. Die bezaubernden
Schlossanlagen von Sanssouci lassen Sie in einer längst
vergangenen Epoche wandeln. Eine Reise voller Höhepunkte geht in
Berlin-Spandau zu Ende.

Samstag:
Prag-Einschiffung
Dieser erste Tag steht ganz im Zeichen der „goldenen Stadt” Prag.
Freuen Sie sich bei Ihrer Ankunft auf eine lebendige Stadt und
erkunden Sie den Wenzelsplatz, den Karlsplatz sowie die Prager
Burg und den Veitsdom, um nur ein paar der wichtigsten
Sehenswürdigkeiten zu nennen.
Am späten Nachmittag erfolgt die Einschiffung in Prag. Nach dem
Abendessen hat man Zeit, Prag auch einmal bei Nacht kennen zu
lernen, das Schiff liegt im Zentrum.
Sonntag:
Prag-Schleuse Roztoky-Schleuse Horin-Lovosice-Velke Zernosky
Das Schiff verlässt frühmorgens Prag und nimmt Kurs auf die
Schleuse Roztoky.
Hier beginnt die Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt
Tschechiens. Der historische Kern der „goldenen Stadt” gruppiert
sich um die Moldauschleife und bietet mit seinen zahllosen
Türmen und Kuppeln, dem von stattlichen Brücken überspannten
Fluss, und der eindrucksvollen Silhouette des Hradschin. Am
Nachmittag gleitet das Schiff die Elbe abwärts, vorbei an
kleinen Dörfern und Städtchen. Übernachtungsstopp in Velke
Zernosky.
Montag:
Velke Zernosky-Bad Schandau-Dresden
Frühmorgens nimmt das Schiff wieder Fahrt auf. Am Vormittag
zieht das imposante Elbsandsteingebirge vorüber. In Bad Schandau
kann man mittags das Schiff verlassen und auf dem Landweg den
361 Meter hohen Königstein mit der gleichnamigen Festung
besichtigen. Außerdem sieht man die faszinierenden Felsen der
Bastei am gegenüberliegenden Elbufer und den 200 Meter hoch
aufragenden Basteifelsen, der zu den schönsten natürlichen
Aussichtspunkten Europas zählt. Das Schiff fährt unterdessen
weiter nach Dresden und passiert von der Wasserseite die Bastei
und die Sächsische Schweiz.
Dienstag:
Dresden-Meißen
Vormittags besichtigt man die historische Residenzstadt Dresden.
Die wichtigsten und schönsten Punkte aus der Vielfalt der
Sehenswürdigkeiten sind die Frauenkirche, der Zwinger, das Grüne
Gewölbe, die Semper-Oper, die Brühlsche Terrasse oder das
Albertinum. Mittags setzt das Schiff die Reise fort und macht am
Nachmittag in Meißen, der Stadt der blauen Schwerter, fest. 1710
wurde die königliche Porzellan-Manufaktur auf der Albrechtsburg
gegründet, seither genießt sie Weltruf. Aber auch die
Frauenkirche, das spätgotische Rathaus, die Nicolaikirche und
der Dom sind wichtige, historische Bauten.
Mittwoch:
Meißen-Wittenberg-Aken-Magdeburg
In den frühen Morgenstunden nimmt unser Schiff wieder Fahrt auf.
Heute Mittag steht die Lutherstadt Wittenberg auf dem
Flusskreuzfahrtprogramm. Als Ausgangsort der lutherischen
Reformationsbewegung war die alte Universitätsstadt einst ein
geistiges und kulturelles Zentrum in Mitteleuropa. 1517 schlug
Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche. Der
Ausflug führt auch in den Wörlitzer Landschaftspark. Die
Ausflugsgäste werden gegen Abend in Aken wieder zusteigen, wo
kurz gestoppt wird. Spätabends erreichen Sie Magdeburg.
Donnerstag:
Magdeburg-Burg-Ketzin
Magdeburg liegt am Ostrand der fruchtbaren Magdeburger Börde.
Bekannt geworden ist sie als Wirkungsstätte des Naturforschers
und Diplomaten Otto von Guericke und als Geburtsort des
Komponisten Georg Philipp Telemann. Eine Stadtrundfahrt
verspricht interessante Eindrücke. Das Schiff fährt unterdessen
weiter bis nach Burg. Über das Wasserstraßenkreuz Magdeburg geht
die Fahrt nun weiter bis nach Ketzin, wo nachts festgemacht
wird.
Freitag:
Ketzin-Potsdam-Berlin-Spandau
Morgens erreicht man Potsdam. Diese Stadt bezaubert nicht nur
mit ihrem weltberühmten Schloss Sanssouci und seinen Gärten.
Namen wie die Babelsberger Studios, das holländische Viertel und
Schloss Cecilienhof sind fest mit Potsdam verbunden. Aber auch
Berlin selbst darf man nicht versäumen. Nach kurzer Fahrt
steuert das Schiff am frühen Nachmittag die deutsche Hauptstadt
an.
Samstag:
Berlin-Spandau-Ausschiffung
Von Berlin tritt man die individuelle Heimreise an.

Die Elbe (tschechisch: Labe) ist ein mitteleuropäischer Strom,
der in Tschechien entspringt, durch Deutschland fließt und in
die Nordsee mündet. Sie ist der einzige Fluss, der das von
Mittelgebirgen umschlossene Böhmen zur Nordsee hin entwässert.
Zu bekannten Gewässern ihres Einzugsgebiets gehören die Moldau,
die Spree und die Saale sowie die Müritz. Im Oberlauf durch die
Mittelgebirge geprägt, folgt sie im weiteren Verlauf zwei
Urstromtälern des Norddeutschen Tieflands.
Ihre Gesamtlänge beträgt 1252 Kilometern (Platz 13 in Europa;
deutscher Anteil: 727 Kilometer). Sie fließt u.a. durch die
Städte Dresden, Magdeburg und Hamburg und mündet schließlich in
Höhe der Kugelbake bei Cuxhaven in die Nordsee.
Als großer, direkt ins Meer mündender Fluss wird die Elbe als
Strom eingestuft. Die Elbe weist zwar zahlreiche Einrichtungen
und Dämme zum Hochwasserschutz auf, führte aber dennoch im
letzten Jahrzehnt einige katastrophale Hochwässer, die im
Mittel- und Unterlauf große Schäden anrichteten. Diese
auffällige Häufung ist zu einem wesentlichen Teil nicht
naturgegeben, sondern vom Menschen verursacht, insbesondere
durch die zunehmende Verbauung oder Regulierung.
Veranstalter von Elbe-Kreuzfahrten
nicko tours ·
Phoenix Reisen ·
plantours&partner ·
TransOcean ·
TUI Flüsse
·
Viking Flusskreuzfahrten
Reisezeit März
bis Oktober

Die Elbe
Von der Quelle bis
zur Mündung
Wolfgang Tschechne
und Georg Jung
Die Elbe, Lebensader
in der Mitte Europas, durchfließt auf der Reise vom
Riesengebirge bis Cuxhaven vielgestaltige Flusslandschaften, die
zu den schönsten Europas zählen. Wolfgang Tschechne, viele Jahre
Feuilletonchef der
„Lübecker
Nachrichten”,
und der Hamburger Fotograf Georg Jung haben diese Schönheiten in
einem großen Bildband eingefangen. Tschechne erzählt darin
farbig von Menschen und ihrer Beziehung zu dem Strom, an dem sie
siedelten. Er spaziert durch Landschaften, Städte und Dörfer,
spürt Historie und Histörchen nach, verweilt bei imponierenden
Bauten und Schlössern, und man spürt in jeder Zeile seine
Begeisterung. Dazu machen die großformatigen Farbfotos von Georg
Jung deutlich, was die Faszination dieser Landschaft ausmacht
und wie der Strom die schöpferische Kraft der Menschen durch die
Jahrhunderte anregte. Das Buch fordert dazu heraus, sich
entdeckend auf den Weg entlang der Elbe zu machen ...
Erschienen im Ellert & Richter Verlag, Hamburg (ISBN
3-8319-0214-3). 96 Seiten mit 47 Abbildungen, Format 24x32 cm,
Hardcover, 14,95 € (D), 15,49 € (A), 26,90 CHF.
Ellert&Richter/Die Elbe
Literatur für unterwegs
Martin die Schulze:
Die Elbe – ein
Flussreiseführer (ISBN 978-3-899-61009-3),
Die Moldau – ein
Flussreiseführer (ISBN 978-3-899-61006-2) |
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Blick über die Elbe auf die Altstadt von Kolín
südlich von Prag mit den Türmen von St. Bartholomäus.

Moldau-Blick auf einen
Stadtteil von Prag.

Die Prager Burg, Hračany
oder Hradschin genannt, und die
Karlsbrücke.

Die Stadt Děčín
und das Schloss liegen am rechten Elbufer an der Einmündung der
Bolzen und nur etwa 10 Kilometer von der deutschen Grenze
entfernt.

Die Bastei-Brücke
im Elbsandsteingebirge.

Blick von der
Bastei aus über das Elbtal.

Die wieder
aufgebaute Dresdner Frauenkirche am Neumarkt.

Blick von der Frauenkirche auf die Augustusbrücke und das
Dresdner Elbtal.
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