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AUSGABE 2/2010 |
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Das derzeit bei der STX-Europe Werft (ehemals Aker Yards) im französischen St. Nazaire im Bau befindliche 325 Meter lange Kreuzfahrtschiff NORWEGIAN EPIC der amerikanischen Norwegian Cruise Line (NCL) musste kurzfristig erneut in das Trockendock. Wie eine Sprecherin des Unternehmens in Wiesbaden bestätigte, ist eine der sechs MaK-Hauptmotoren defekt, so dass diese derzeit im Trockendock ausgebaut wird. Um die Maschine auszubauen, muss unter anderem die Außenhaut des Schiffes aufgeschnitten werden. Die NORWEGIAN EPIC ist mit insgesamt drei MaK Hauptmotren vom Typ 12 M 43 C und drei MaK-Hauptmotoren vom Typ 16 M 43 C für eine Gesamtleistung von 79.800 kW ausgerüstet. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, soll die geplante Ablieferung des NCL-Flagg-Schiffes mit einer Kapazität für 4.200 Passagiere am 15. Juni durch diese Maßnahme aber nicht behindert werden. Nach einer ersten erfolgreichen Probefahrt der NORWEGIAN EPIC im Februar (im Bild), sollten Mitte April auf einer zweiten Erprobungsfahrt weitere Tests durchgeführt und abgeschlossen werden, darunter auch die finalen Geschwindigkeitsmessungen. Diese Testfahrt wird nun zu einem späteren Zeitpunkt, vermutlich erst Ende Mai, durchgeführt. Der mit einer Bruttoraumzahl von 153.000 vermessene Neubau ist das größte Schiff, das jemals auf der Werft in St. Nazaire gebaut wurde. Nach der Ablieferung an die Reederei NCL soll sich die NORWEGIAN EPIC am 19. Juni in Rotterdam einem Fachpublikum vorstellen. Im Anschluss an eine 7-Nächte-Atlantik-Überquerung von Southampton nach New York am 24. Juni 2010 kreuzt die NORWEGIAN EPIC vom 10. Juli 2010 bis zum 30. April 2011 auf abwechselnden 7-Nächte-Routen durch die Östliche und Westliche Karibik. CE · NCL NORWEGIAN EPIC |
Die NORWEGIAN EPIC im Februar bei der Probefahrt. |
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Das erst am Wochenende 17./18. April in Hamburg vorgestellte Kreuzfahrtschiff CELEBRITY ECLIPSE der amerikanischen Celebrity Cruises hat noch vor der Taufe am Samstag, den 24. April in Southampton, wo es am Morgen des 20.4. eingetroffen ist, sein Vorstellungsprogramm mit einer geplanten 2-Nächte-Gästefahrt geändert. Noch am Abend des 20.4. wird die 315 Meter lange und erst am 15.4. von der Papenburger Meyer Werft übergebene CELEBRITY ECLIPSE Southampton verlassen und Kurs auf die nordspanische Küstenstadt Bilbao nehmen, um dort am Mittwoch, 21.4. rund 2000 britische und irische Urlauber abzuholen, die aufgrund der Flugausfälle durch die Aschewolken des Vulkanausbruchs auf Island derzeit in Spanien festsitzen. Die Rückkehr des bis 24 Knoten schnellen Schiffes mit einer Passagierkapazität von 2850 Personen ist für den Abend des 23.4. in Southampton vorgesehen, so dass die Taufe am 24. durch die Hochseeseglerin Emma Pontin wie geplant stattfinden kann. „Die Ereignisse durch die Beeinträchtigungen im Flugverkehr sind ein absolutes Novum, so dass in Zeiten wie diesen, die globale Reiseindustrie an einem Strang ziehen muss”, erläutert Richard Fain, Chairman und CEO der Celebrity Cruises Muttergesellschaft Royal Caribbean Cruises den spontanen Hilfeeinsatz des Kreuzfahrtschiffes in den britischen Medien. Celebrity Cruises
„Fain gemacht!”, meint Christian Eckardt. |
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Schaurig schön – die Gas- und Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull am 17. April 2010. – Eyjafjallajökull-Video |
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In der Vergangenheit waren
Naturkatastrophen eher lokal und haben nicht die breite Masse
beeinträchtigt. Jetzt ist es anders. Der Vulkanausbruch in Island
beeinträchtigt nicht nur das Leben in Europa, sondern auf der ganzen Welt,
da die Flugzeuge weder europäische Flughäfen verlassen noch anfliegen
können. Im Klartext bedeutet das, dass Flugzeuge von den beiden
amerikanischen Kontinenten, aus Asien, Australien, Afrika, usw. keine
Europa-Flüge unternehmen können. Die Aschewolke und der Wind treffen
punktgenau den Beginn der Sommer-Reisesaison. Zufall? Wir müssen begreifen, dass Alles
miteinander verbunden ist. Können wir es jetzt erkennen? Auch wenn in Island
ein Vulkan spuckt, kann es die Welt betreffen. Nichts ist nur lokal, alles
ist global. Das ist globale Realität. Bleiben wir flexibel und aufmerksam, geben wir mehr aufeinander Acht, helfen und achten einander. Beispiele haben wir soeben auf deutschen Flughäfen erlebt. Fahrgemeinschaften unter sich völlig fremden Menschen wurden gebildet, weil Mietwagen knapp wurden. Aber auch das ewig gestrige Denken feierte Urständ: Hotels verlangten überhöhte Preise von „gestrandeten” Fluggästen. Und die Benzin- und Dieselpreise werden an den Tankstellen vor der Reisesaison, vor langen Wochenenden oder Feiertagen erhöht. Wir haben das längst akzeptiert, oder? Erinnern wir uns wieder daran, dass unser lokales Umfeld traumhaft schön ist. Aber halt, buchen Sie Ihre Auslands- oder Fernreise nicht gleich um! Zum Beispiel auf einen Urlaub in Bayern oder an der Ostsee. Zumindest nicht kurzfristig. Ihr Veranstalter hat jetzt genug Probleme, er wird sich selbstverständlich bemühen, Ihren Urlaub zu retten, komme was da wolle. Er braucht zufriedene Kunden. |
Die Flussschiffe auf den europäischen Wasserwegen sind bereits sehr gut gebucht und auch die meisten Kreuzfahrtschiffe auf Ostsee, ins Nordland – die klassische Nordlandreise führt über Island(!) und Spitzbergen nach Norwegen und zurück –, rund um Großbritannien und Grönland haben nur noch wenige gute Kabinen frei. Sie werden jedoch für Ihren Urlaub 2011 viele Alternativen finden, das ist sicher. Wir werden in den nächsten Wochen einige Dinge beim Discounter vermissen: Äpfel aus Neuseeland, Südafrika oder Südamerika – nur als ein Beispiel. Die Energie-Bilanz dieser Äpfel (...) ist katastrophal, dank des Kerosinverbrauchs der Flieger, die sie rund um die Erde transportieren – ein Irrsinn. Alles, was wir zum
Leben brauchen, gibt es um uns herum. Wir müssen nicht alles
importieren. Vor allem Erzeugnisse von unseren eigenen Feldern
schmecken sowieso besser, das ist Jedem bekannt. Und müssen es
Erdbeeren zu Weihnachten sein? Vertieft man sich in einen Krimi,
wenn man vor einem Naturwunder steht? Was immer auf der Erde geschieht, haben wir Menschen im Bewusstsein bewirkt. Die Bankster haben damit gerade ihr eigenes Finanzsystem in die Luft gesprengt. Kirchen genannte Glaubensgemeinschaften lösen sich auf, sie haben sich selbst ad absurdum geführt. Es fällt immer mehr Menschen – die mit dem normalen Menschenverstand – auf, das Politiker sich längst in ihrer eigenen Parallel-Realität befinden, völlig losgelöst. Bemerken Sie, liebe Leser, die Ruhe der „normalen Menschen” in dieser „Krisen”-Zeit? Was immer jetzt in unserem Bewusstsein geschieht, betrifft auch die Erde und unsere Welt auf irgendeine Art und Weise. Ist das nicht bemerkenswert? Wir Menschen stehen kurz vor dem Moment, den ganzen Planeten zu verändern. Wir tun das nicht mit dem Stimmzettel bei der nächsten Wahl, sondern hier und jetzt in unserem Bewusstsein. Weil wir uns verändern. Isländer zündelten am Finanzsystem, Isländer waren das Zünglein an der Waage bezüglich des fatalen Vertrags von Lissabon und der Wind „beruhigt” Europa mit der Asche eines isländischen Vulkans. Etwas ganz Neues geschieht. Beobachten wir, was wir als Nächstes bewirken ... EG |
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Die CELEBRITY ECLIPSE am 16. April 2010 in Hamburg am Terminal HafenCity. |
Die 170-Meter MegaYacht ECLIPSE in Hamburg beim Ausdocken am gleichen Tag. |
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Zeitgleich konnten bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche Schaulustige
entlang den Hamburger Landungsbrücken am 16. April zwei neue Luxusschiffe
mit dem Namen ECLIPSE (Sonnenfinsternis)
bewundern. Zum einem machte am Hamburger Cruise Terminal der jüngste Neubau
der Papenburger Meyer Werft, die 315 Meter lange CELEBRITY
ECLIPSE fest, um am Abend die Hansestadt
mit über 1100 geladenen Gästen für eine zweitägige Kreuzfahrt in die Nordsee
wieder zu verlassen. Zum anderem wurde bei der Werft Blohm + Voss die mit
einer Länge von 170 Metern weltweit größte Privatyacht ECLIPSE ausgedockt.
Der russische Milliardär Roman Abramowitsch hat die schneeweiße Yacht ECLIPSE vor über drei Jahren bestellt, nun steht das Schiff kurz vor der Ablieferung. Die ECLIPSE ist nicht nur das längste, sondern mit einem geschätzten Baupreis von rund 800 Millionen Euro vermutlich auch das teuerste Privatschiff der Welt. Nach Abarbeitung verschiedener Restarbeiten wird Abramowitsch seine neue Yacht vermutlich noch im Mai übernehmen, um damit rechtzeitig bei der Fußball-WM in Südafrika dabei zu sein. Offizielle Angaben über diese Megayacht gibt es nicht, Branchenkenner gehen aber davon aus, dass sich auf den sieben Passagierdecks nur elf VIP-Kabinen für 24 Gäste befinden, die von einer 70-köpfigen Crew versorgt werden. Zur Unterhaltung der Gäste befinden sich an Bord ein Luxus-Wellness-Bereich, ein Kino, eine Disco und zwei Pools. Nach dem Ausdocken aus dem Schwimmdock machte die Yacht eine |
kurze Probefahrt auf der Elbe bis kurz vor Glückstadt und kehrte
dann in der Nacht wieder zurück nach Hamburg.
Wäre alles planmäßig verlaufen, dann hätten die Schaulustigen am Elbufer innerhalb kürzester Zeit zwei Sonnenfinsternisse mit dem Fotoapparat fast zeitgleich aufnehmen können. Denn die CELEBRITY ECLIPSE sollte Hamburg eigentlich auch am Nachmittag für eine erste Vorstellungsfahrt in die Nordsee wieder verlassen. Doch durch die riesige Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull und die dadurch verursachte Sperrung des Luftverkehrs in Nordeuropa machte die Anreise der vielen erwarteten Gäste der CELEBRITY ECLIPSE nicht ganz einfach. Statt der eingeladenen 1400 Medien- und Reisebürovertreter erreichten im Laufe des Tages nur 1100 Gäste per Bus, Zug oder Auto die Hansestadt. Somit legte der neueste Flottenzugang der Reederei Celebrity Cruises erst weit nach Sonnenuntergang vom Kreuzfahrtterminal in der HafenCity ab. Das dritte von insgesamt fünf baugleichen Kreuzfahrtschiffen der Solstice-Klasse aus der Kreuzfahrtschmiede an der Ems, kehrte nach zwei Tagen wieder zurück nach Hamburg. Die CELEBRITY ECLIPSE verfügt über 16 Decks, 1426 Kabinen und kann bis zu 2850 Passagiere unterbringen. Nach Abschluss der Vorstellungsfahrt nahm die CELEBRITY ECLIPSE Kurs auf Southampton in England. Dort erfolgt die Taufe durch die Hochseeseglerin Emma Pontin am 24. April. Christian Eckardt |
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Die Lloyd Werft Bremerhaven mit den Kreuzfahrtschiffen ALEXANDER VON HUMBOLDT (ganz links), ASTOR und ARTEMIS. |
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5. April 2010 – Alle Hände voll zu tun auch über die Osterfeiertage hieß es für ein Großteil der 500 Beschäftigten der Bremerhavener Lloyd Werft und unzähliger Zulieferbetriebe, denn neben der Neubauyacht LUNA müssen derzeit dort drei „Traumschiffe” für die anstehende Saison wieder aufgefrischt werden.
Im Schwimmdock III werden an dem bereits am 20. März eingetroffen Kreuzfahrtschiff ALEXANDER VON HUMBOLDT, neben regulären schiffs- und maschinenbaulichen Überholungsarbeiten, auch umfangreiche stahlbautechnische Veränderungen durchgeführt, wie Rüdiger Pallentin, Geschäftsführer der Lloyd Werft mitteilte. So erhielt das der britischen All Leisure Group gehörende Kreuzfahrtschiff in den vergangen Tagen auch einen neuen Wulstbug, um noch strömungsgünstiger durch die Meere zu kreuzen und somit Treibstoff zu sparen. Der rund 33 Tonnen schwere neue Wulstbug wurde von der Bremer Stahlbaufirma BVT gefertigt und nun im Schwimmdock wieder angebaut. Weiterhin ist die Werft mit der Demontage, Neuteilfertigung und Montage eines neuen Schanzkleids an dem 1990 auf der spanischen Werft Union Naval de Levante, Valencia, erbauten Schiff, beauftragt. Zusätzlich werden noch bis Mitte April drei neue wasserdichte Außenhaut-Türen auf Deck 2 und 3 eingebaut, an den Tanks Strahl- und Konservierungsarbeiten durchgeführt und der Bugstrahler grundüberholt. Nach Abschluss der umfangreichen Überholungsarbeiten startet die erste Reise der 150,70 Meter langen ALEXANDER VON HUMBOLDT am 9. Mai in Hamburg in Charter für den Veranstalter Phoenix Reisen, Bonn, mit Kurs auf die Ostsee. Der halbjährliche Chartereinsatz endet mit Abschluss einer 18-tägigen Mittelmeerreise am 30. Oktober im französischen Nizza. Weiterhin traf am Ostersonntag, 4. April, erneut das britische Kreuzfahrtschiff ARTEMIS der britischen Reederei P&O Cruises (UK) für diverse schiffbauliche Reparaturen nach Abschluss einer Karibikreise aus Southampton kommend bei der Lloyd Werft ein. Damit verfügt die über 150 Jahre alte Werft über drei Aufträge aus dem Kreuzfahrt-Sektor, neben der ALEXANDER VON HUMBOLDT und der ARTEMIS wird noch bis Ende Mai die 1987 bei HDW in Kiel erbaute ASTOR von TransOcean Kreuzfahrten, Bremen, umfangreich an der Unterweser umgebaut. Bis zum 15. April werden an der ARTEMIS unter anderem Rohrarbeiten sowie Wartungsarbeiten an der Antriebsanlage und den Stabilisatoren und Bugstrahlern durchgeführt. Weiterhin wird an dem 1984 bei Wärtsilä in Helsinki erbauten und von Lady Diana getauften Kreuzfahrtschiff im Trockendock II das Unter- und Überwasserschiff neu konserviert. Es ist mittlerweile der dritte Aufenthalt bei der Bremerhavener Werft, zuletzt lag der 230,60 Meter lange Kreuzfahrer im November 2007 im Dock der Lloyd Werft. |
Nach Abschluss der Werftliegezeit nimmt die ARTEMIS dann wieder Kurs auf Southampton und startet von dort in die letzte Reisesaison für P&O Cruises. Ab Mai 2011 wird das Kreuzfahrtschiff, das über Platz für rund 1200 Passagiere verfügt, wobei für rund die Hälfte der Gäste Balkonkabinen zur Verfügung stehen, nach Abschluss einer fünfwöchigen Werftliegezeit, für den Phoenix Reisen, Bonn, als ARTANIA (wir berichteten) verkehren. Bereits im Herbst vergangen Jahres hat die MS ARTANIA Shipping, Hamilton/Bermuda, das Schiff von P&O Cruises erworben und dieses bis zum Frühjahr 2011 zurückverchartert. Ob die dann notwendige Werftüberholung im nächsten Jahr auch auf der Lloyd Werft durchgeführt wird, ist noch nicht entschieden, wie Michael Schulze, Seereisendirektor von Phoenix, mitteilte. Christian Eckardt
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