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Egon Giebe · Herausgeber +
Chefredakteur

Bei vielen Gelegenheiten gilt Gähnen alles andere als schicklich – doch es
ist enorm gesund. Wenn Sie Körper, Geist und Seele etwas Gutes tun wollen,
dann gähnen Sie herzhaft. Zu dieser Erkenntnis gelangte der unkonventionelle
Wissenschaftler Andrew Newberg, Leiter einer auch nicht ganz alltäglichen
Forschungseinrichtung.
Wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen, dann gähnen sie ausgiebig und
wiederholt! Natürlich gilt das nicht immer als angebracht, teils auch als
ausgesprochen unhöflich. So dürfte ein Student, der während einer Vorlesung
ständig gähnt, bestimmt kaum Sympathiepunkte bei seinem Professor sammeln.
Nun, außer vielleicht, es ist
Professor Andrew Newberg, seines Zeichens Direktor des neuen Zentrums
für Spiritualität und Geist, medizinisches Zentrum der Universität von
Pennsylvania, USA. Ungewöhnlich für eine strikt akademische Einrichtung. |
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Professor Newberg jedenfalls hat nichts gegen gähnende Studenten, meint der
Autor
Andreas von Rétyi. Im Gegenteil, Newberg animiert jedermann dazu, sich
„dem am besten gehüteten Geheimnis der Neurowissenschaften” zu widmen. Denn
seinen Erkenntnissen zufolge gibt es kaum einen bedeutenderen und
vielschichtigeren Mechanismus als das Gähnen.
Das fängt schon damit an,
dass es einzigartige neurale Aktivitäten in jenen Gehirnregionen animiert,
die in einer direkten Verbindung mit der Ausbildung von sozialem Bewusstsein
und Mitgefühl stehen. Regionen wie der kleine, ziemlich versteckte Präcuneus,
der auch durch Yoga-Atemübungen stimuliert wird, werden durch das Gähnen
angeregt und gestärkt. Da diese kleine Hirnstruktur aber besonders von
altersbedingten Erkrankungen besonders stark getroffen wird und im
Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsstörungen steht, ist es umso wichtiger, für
eine Stabilisierung zu sorgen. Und das geht laut Professor Newberg ja
geradezu fantastisch einfach. Er betont auch, wie wichtig es wäre, Gähnen
zur Minderung von Stress anzuwenden, bei Psychotherapie sowie Bewusstseins-
und Gedächtnistraining.
Insgesamt führt uns Gähnen
in einen erhöhten Bewusstseinszustand – und nicht zuletzt gähnen wir oftmals
kurz vor anstrengenden Aufgaben, die erhöhte Konzentration und besonderen
Einsatz erfordern. Wir fühlen uns geradezu müde und abgespannt, plötzlich
geht die Gähnerei los, vor Prüfungen, vor einem anstrengenden Auftritt, vor
sportlichen Höchstleistungen, vor einer extrem kniffligen Aufgabe. Und wir
fragen uns: Warum nur muss ich ausgerechnet jetzt so müde sein? Aber das hat
einen tieferen Sinn. Gähnen verbindet Entspannung mit erhöhter
Aufmerksamkeit. Und wir können eigentlich von Glück reden, dass Gähnen
ansteckend ist.
Schon allein über das
Gähnen etwas zu lesen, löst oftmals unbewusst einen Reiz im Gehirn aus, der
uns unweigerlich veranlasst zu gähnen. Und das ist gut so. Am besten mehrere
Male hintereinander. Der Vorgang aktiviert den enorm wichtigen Präcuneus und
arbeitet wie ein Thermostat fürs Gehirn – er regelt Temperatur und
Stoffwechsel in unserem Oberstübchen, und das bringt uns eine Menge
positiver Energieflüsse.
Schlafentzug
ist etwas Schlimmes, nicht minder der „Gähn-Entzug”. Da wir das Gähnen oft
unterdrücken – und es in bestimmten Situationen leider auch fürderhin
unterdrücken müssen – leiden wir auch hier tatsächlich unter
Entzugserscheinungen. Genau das spüren wir am ehesten, wenn wir erst einmal
mit dem Gähnen anfangen und dann nicht mehr aufhören können. Manche Leute
gähnen dann eine halbe Stunde und länger, denn sie leiden eben wirklich
unter Entzugserscheinungen. Klingt verrückt, ist aber logisch. Und nicht
umsonst rät Professor Newberg: „Gähnen Sie so oft am Tag wie nur möglich!”
Gute Reise, wohin es 2010 auch geht – sicher begrüßt Sie bei Ihrer
Rückkehr, wie immer, Ihre Katze ... mit einem Gähnen, die weis Bescheid.Ihr Egon Giebe |
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Bisher sind bei 1377
Menschen in Deutschland teils schwere Nebenwirkungen durch die
Schweinegrippeimpfung aufgetreten. Ein Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts
listet diese nun akribisch auf. Ich habe die Informationen ausgewertet, hier
das Ergebnis.
Es ist merklich still geworden
um die Schweinegrippe. Medien und Politiker haben wieder andere Themen für
sich entdeckt: Haiti und Afghanistan stehen ganz oben auf der Liste.
Seltsamerweise ist im „Frostwinter”
2009/2010 – nichts, aber auch gar nichts mehr ist von der angeblichen
Erderwärmung zu hören. Ähnliches ist auch bei der fast zur Massenpsychose
hochgejubelten Schweinegrippepanik zu bemerken, die uns monatelang in Atem
gehalten hat und sich dann als eine gigantische Public Relation für die
Pharmaindustrie herauskristallisierte.
Die Impfungen wurden nicht mit
dem Erfolg durchgeführt, den sich die Gesundheits-Politiker gewünscht haben.
Dafür gab es teilweise schwere Nebenwirkungen.
Nach dem neuesten Bericht des Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gab es bei bisher
1377 Menschen in Deutschland Nebenwirkungen, die aus der
Schweinegrippeimpfung resultierten. 3518 unerwünschte Ereignisse traten auf,
von Kopfschmerzen bis zum Einsetzen des Todes im zeitlichen Zusammenhang.
Letzteres registrierte das PEI in 48 Fällen. Diese Fälle sollen aber nicht
ursächlich mit der Impfung zusammen hängen.
Ein Verdacht drängt sich auf: War man bei den Todesfällen, die angeblich
durch die Schweinegrippe auftraten, sehr schnell dabei, diese dem H1N1-Virus
zuzuschreiben, versucht man jetzt alles, Tote durch Impfungen nicht den
Nebenwirkungen anzulasten.
Michael Grandt hat den
Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts analysiert und fasst
die Nebenwirkungen, die durch die Impfungen aufgetreten sind, zusammen:
Verdacht eines
Guillain-Barré-Syndroms (GBS):
Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, die auf einer
Entmarkung von Nervenfasern beruht und schwerste Lähmungen der Beine, Arme,
des Nackens und der Atemmuskeln hervorrufen kann.
„Es
handelt sich um zwei Frauen und fünf Männer im Alter von 24 Jahren bis 79
Jahren (…) Das Auftreten eines GBS im (zufälligen) zeitlichen Zusammenhang
zu einer Impfung kann nicht ohne Ausschluss anderer Ursachen der Impfung
angelastet werden.”
(PEI-Bericht, Seiten 6, 8)
Neuritis:
Eine Nervenentzündung; meist mit Empfindungsstörungen einhergehende
Erkrankung der peripheren Nerven oder eines Hirnnervs.
„Es
wurden insgesamt 23 Fälle einer Neuritis gemeldet. Es handelte sich um 13
Frauen und neun Männer (in einem Fall wurde das Geschlecht nicht angegeben).
Das Alter lag zwischen 18 und 74 Jahren.”
(PEI-Bericht, Seite 8)
Neuralgie:
Schmerz, der durch Nervenschädigungen verursacht wird.
„Es
wurden insgesamt sechs Fälle einer Neuralgie berichtet. Es handelte sich um
vier Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 35 und 67 Jahren.”
(PEI-Bericht, S. 10)
Krampfanfall:
Als Krampfanfall werden im Allgemeinen unwillkürlich ausgelöste Ereignisse
bezeichnet, die mit krampfartigen oder zuckenden Bewegungen einhergehen.
Krampfanfälle sind aber nicht immer ein Hinweis auf eine vorliegende
Epilepsie.
„Insgesamt
wurden 24 Fälle eines Krampfanfalls gemeldet. Betroffen waren drei
Kleinkinder (6, 10 und 26 Monate alt), sechs Kinder im Alter von vier bis
zehn Jahren, ein 16-jähriger Jugendlicher sowie 14 Erwachsene (davon acht
Männer und sechs Frauen) im Alter von 21 bis 93 Jahren. Bei elf der 24
Personen war eine Epilepsie bekannt. Bei den drei Kleinkindern, bei zwei der
sechs Kinder sowie bei zwei der 14 Erwachsenen handelte es sich jeweils um
einen Fieberkrampf.”
(PEI-Bericht, S. 10)
Myelitis (Entzündung des
Rückenmarks) oder Enzephalomyelitis (entzündliche Erkrankung des
Zentralnervensystems):
„Insgesamt
wurden vier Fälle einer Myelitis gemeldet sowie ein Fall einer
Enzephalomyelitis. (…) Es handelte sich um vier Frauen im Alter von 20 bis
43 Jahren und einem 41-jährigen Mann.”
(PEI-Bericht, Seite 11)
Schub bzw. Zunahme
neurologischer Beschwerden bei Multipler Sklerose:
„Die
Meldungen bezogen sich auf vier Frauen im Alter zwischen 34 Jahren und 47
Jahren. Der Abstand zwischen Impfung und Schub der Erkrankung variierte
zwischen zwei Tagen und 15 Tagen.”
(PEI-Bericht, Seite 12)
Schlaganfall/Hirninfarkt:
„Es
handelt sich um vier Männer, darunter auch zwei jüngere Männer. Die
Ereignisse traten in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung auf
(am Tag der Impfung, vier Tage, sechs Tage und neun Tage nach Impfung).”
(PEI-Bericht, Seite 12)
Parese (Lähmung):
„Es
wurden insgesamt 22 Fälle im Alter von neun bis 76 Jahren mit
Krankheits-Bildern gemeldet, die mit Paresen einhergingen (…) |
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Es handelte sich um fünf Kinder
(4, 9, 10, 11 bzw. 13 Jahre alt) und 17 Erwachsene (acht Frauen und neun
Männer). In elf dieser 22 Fälle wurde eine (periphere) Fazialisparese bzw.
Gesichtsparese gemeldet, die übrigen elf Fälle beziehen sich auf
unterschiedliche Paresen /Krankheitsbilder.”
(PEI-Bericht, Seite 12)
Verschiedene
Sensibilitätsstörungen (Taubheitsgefühl, gestörtes Temperaturempfinden,
Berührungsschmerzen, stechendes und brennendes Missempfinden u.a.):
„Es
wurden insgesamt 42 Fälle von Sensibilitätsstörungen bei vier Kindern
/Jugendlichen (im Alter von 8 bis 17 Jahren) und 38 Erwachsenen (davon 22
Frauen und 15 Männern im Alter von 20 bis 73 Jahren, 1 x Geschlecht nicht
angegeben) berichtet.”
(PEI-Bericht, Seite 13)
Verschiedene andere
neurologische Symptome bzw. Erkrankungen:
„Zusätzlich
wurde bei 3 Frauen und einem Mann im Alter von 20 bis 50 Jahren gemeldet:
■ Wahnvorstellungen fünf Stunden nach Impfung, die sich nach drei Tagen
komplett zurückbildeten.
■ Konzentrationsschwierigkeiten, Merkschwäche, Gedächtnisstörung, Verwirrung
des Gedankenlaufes und einem Empfinden, als würde sie ›neben sich stehen‹.
Diese Symptome traten etwa ein bis zwei Stunden nach der Impfung auf und
bildeten sich nach etwa zwei Stunden komplett zurück.
■ Zwei Minuten nach der Impfung für die Dauer von fünf Minuten Ohrrauschen,
Übelkeit und Zittrigkeit. 15 Minuten nach der Impfung kam es für die Dauer
von einer Stunde zu einer massiven Sprachstörung/Wortfindungsstörung. Zwei
Tage nach der Impfung trat für drei Minuten eine Gesichtsfeldeinschränkung
mit Tunnelblick auf. Die Symptome sind folgenlos abgeklungen.
■ Zwei Stunden nach der Impfung eine Koordinationsstörung,
Wortfindungsstörung und Konzentrationsstörung auf. Die Symptomatik dauerte
ein bzw. zwei Tage an.”
(PEI-Bericht, Seite 13f.)
Kardiale Reaktionen:
„Dem
PEI sind (…) insgesamt elf Fälle einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung),
Perimyokarditis (Herzmuskelentzündung) oder Perikarditis
(Herzbeutelentzündung) bei Patienten im Alter von 17 bis 59 Jahre im
zeitlichen Zusammenhang mit Pandemrix gemeldet worden, bei einem mittleren
Alter von 37,2 Jahren.”
(PEI-Bericht, Seite 14)
Vaskulitis (Entzündung von
Blutgefäßen):
„■ Bei
einem Kind traten petechiale und fleckförmige Hauteinblutungen sowie
Arthralgie und Bewegungsstörungen drei Tage nach der Impfung auf. Klinisch
wurde bei bestehender Atemwegsinfektion am ehesten eine viral ausgelöste
Erkrankung angenommen und das Kind nach kurzem Krankenhausaufenthalt mit
rückläufiger Symptomatik entlassen. Der Zusammenhang mit der Impfung ist
nicht beurteilbar, weitere Daten sind nicht zu erwarten.
■ Zwei Tage nach der Impfung traten bei einer Frau starke Schmerzen in den
Beinen auf. Die einen Tag später erkennbaren Hautveränderungen im
Unterschenkelbereich wurden vom meldenden Arzt als allergische Vaskulitis
gedeutet. Die Informationslage ist zur Beurteilung nicht ausreichend,
weitere Daten stehen aus.
■ Drei Frauen zeigten einen (2) bzw. vier Tage (1) nach Impfung eine
Vaskulitis, teils mit Pruritus, Ausschlag (Urtikaria) oder
Gelenkschwellungen einhergehend. Die Letztgenannte entwickelte zudem
Quaddeln am ganzen Körper. Eine Patientin war unter Kortisontherapie zum
Zeitpunkt der Meldung noch nicht wieder hergestellt, eine Patientin wurde
nach ambulanter Konsultation eines Allergologen ohne spezifische Therapie in
die hausärztliche Betreuung überwiesen. Eine dritte Patientin war nach 23
Tage dauerndem Krankenhausaufenthalt wiederhergestellt.
■ Eine vierte Frau zeigte bereits am Impftag Hautbefunde. In der Meldung
wurde der Verdacht auf eine toxisch-allergische Vaskulitis geäußert; es
bestanden zudem Fieber (…) Angaben zu Grund- oder Vorerkrankungen fehlen.”
(PEI-Bericht, Seite 15f)
Nebenwirkungen bei Kindern
und Jugendlichen:
„199
Meldungen bezogen sich auf Kinder und Jugendliche im Alter von 6 Monaten bis
17 Jahren (Mittelwert 9,8 Jahre). 83 (41,7%) der Fälle wurden als
schwerwiegend beurteilt. 88 (44,2%) Kinder waren vollständig wieder
hergestellt und bei drei (1,5%) Kindern hatte sich der Gesundheitszustand
zum Zeitpunkt der Meldung bereits gebessert. 49 (24,6%) Kinder waren zum
Zeitpunkt der Meldung noch nicht wieder hergestellt. Bei 56 (28,1%) Kindern
wurde der Ausgang der unerwünschten Ereignisse als unbekannt gemeldet.
Insgesamt wurden dem PEI 3 Todesfälle bei Kindern berichtet.”
(PEI-Bericht, Seite 18)
Bewertung:
„Aufgrund
der derzeit vorliegenden Daten ergibt sich kein Hinweis auf eine geänderte
Nutzen-Risiko-Abwägung für Pandemrix.”
(PEI-Bericht, Seite 19)
© 31. Januar 2010 ·
KOPP Verlag · Autor: Michael Grandt |