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AUSGABE 6/2009
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Delftshaven, das historische Hafenviertel von Rotterdam. |
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Die beiden bedeutenden Hafenstädte der Niederlande sind Amsterdam und Rotterdam, beide mit geschäftiger Weltoffenheit. Einen charmanten Kontrast dazu bieten kleine historische Hafen- und Hansestädtchen, Dordrecht in Südholland, Volendam am IJsselmeer und Middelburg in der Provinz Zeeland. Diese Städtchen und dieses Land mit seinen Wasserwegen sind Balsam für die Seele. Samstag, Amsterdam, Einschiffung 14.00 Uhr, Abfahrt 17.00 Uhr Der Abend gehört den Gästen, dient der Erholung von der Anreise und der Erkundung des Schiffes. In der blauen Stunde, beim Aperitif, schiebt sich das Schiff gemächlich durch den nordholländischen „Noordzeekanaal” in Richtung Nordsee-Küste. Das Dinner wird serviert und findet dankbare Würdigung. Eine Reise der Genüsse hat begonnen – kulinarischer, landschaftlicher, architektonischer Genüsse –, eine Reise für alle Sinne. Sonntag, Rotterdam, Ankunft um Mitternacht, Abfahrt 13.00 Uhr Rotterdam liegt im äußersten Westen der Niederlande in der Provinz Südholland an der Mündung des Rheins in die Nordsee, dem Rhein-Maas-Delta. Der Rotterdamer Hafen ist einer der größten Seehäfen der Welt und mit Abstand der größte Europas. Im Rotterdamer Hafen – zu dem u.a. auch der Europoort gehört – wurden im Jahr 2004 insgesamt 354 Mio Tonnen an Gütern umgeschlagen. Zur engeren Stadtregion Rotterdams zählen große Nachbarstädte wie Schiedam, Vlaardingen und Dordrecht. Rotterdam liegt größtenteils unter dem Meeresspiegel und ist durch Deiche geschützt. Der Prins Alexander Polder liegt etwa 6 Meter unter dem Amsterdamer Pegel. Der tiefste bewohnte Punkt der Niederlande mit minus 6 Meter liegt im Rotterdamer Stadtgebiet. Der höchste Punkt der Stadt liegt etwa sechs Meter über den angrenzenden Poldern, aber auch nur zwei Meter über dem Meeresspiegel. Rotterdam muss beständig durch Pumpen entwässert werden, da der natürliche Grundwasserspiegel sonst oberhalb der Straßen Rotterdams liegen würde. Ausflug ab Rotterdam: „Rotterdam und Delft” – Die Hafenstadt Rotterdam ist architektonisch die wohl interessanteste Stadt der Niederlande. Bereits 1898 wurde am Wijnhafen der erste „Wolkenkratzer” im Jugendstil erbaut. Während der Rundfahrt sehen Sie den 180 Meter hohen Euromast, die von Ossid Zadkine geschaffene Standfigur „Die zerstörte Stadt”, das im Stil der flämischen Neorenaissance erbaute Stadthuis sowie Delftshaven, das historische Hafenviertel. Sie fahren dann nach Delft und machen einen ausführlichen Rundgang durch die schöne von Grachten umflossene Altstadt. Anschließend können Sie noch eine Porzellanwerkstatt besichtigen (halbtags). Noch Sonntag, Dordrecht, Ankunft 14.30 Uhr, Abfahrt Montag 4.00 Uhr Um die Stadt herum teilt sich der Rheinarm Beneden Merwede in den Kanal Noord, die Oude Maas und den Dordtse Kil. Das „Drei-Flüsse-Eck” im Norden der Insel Dordrecht ist der am meisten befahrene Wasserweg der Niederlande. Ausflug ab Dordrecht: Die Windmühlen von Kinderdijk – Landgewinnung im 18. Jahrhundert Die Mühlen von Kinderdijk gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in den Niederlanden. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von 19 Windmühlen, die dazu dienten, das anfallende Wasser aus den Poldern abzupumpen, um so den Boden landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Die Mühlen pumpten das Wasser in den Nieuwen Waterschap, welcher in den Fluss Lek fließt. Montag, Middelburg, Ankunft 12.00 Uhr, Abfahrt 18.00 Uhr Während des Zweiten Weltkriegs litt Middelburg schwer unter den Bombardements der Deutschen am 17. Mai 1940 und vier Jahre später durch die Alliierten. Außerdem lief die Stadt im Oktober 1944 teilweise unter Wasser. Die Innenstadt wurde dadurch fast komplett zerstört. Das aktuell wieder lückenlose, historisch wirkende Stadtbild basiert auf einer großflächig geplanten Rekonstruktion in den Nachkriegsjahren. Ausflug ab Middelburg: Landgewinnung in Holland – „Deltawerke” Bei der Sturmflut 1953 wurden in den Niederlanden durch Deichbrüche 250.000 Hektar Land überschwemmt. Schutzmaßnahmen mussten getroffen werden, und so entstanden die Sturmflutwehre. Auf der künstlichen Insel Neeltje Jans erfährt man in einer großen Ausstellung Interessantes über die Deltawerke, eines der größten Wasserbauprojekte der Welt. Gezeigt wird dazu ein Film. Das Oosterschelde-Sturmflutwehr kann man dann von innen besichtigen. Dias, Modelle und Schautafeln in der Delta-Expo veranschaulichen die zweitausendjährige Geschichte der Wasser-Bautechnik. Im Anschluss hat man Zeit für einen Besuch von Museum und Aquarium. „Fluchtburgen und zeeländische Festen” – Stadtrundgang in Middelburg Im hohen Mittelalter entstanden zahlreiche Fluchtburgen auf der Halbinsel Walcheren, eine stand in der Mitte zwischen Südburg und Domburg – die Middelburg. Im 15. Jahrhundert war der Meeresarm Sloe östlich der Stadt noch schiffbar. Dadurch entwickelte sich der Ort zu einer wohlhabenden Handelsstadt mit weitreichenden Auslandsbeziehungen. Das hinreißende historische Stadtbild erzählt davon. Über die Westerschelde, vorbei an Terneuzen, das zur Provinz Zeeland im niederländischen Teil Flanderns gehört, fährt das Schiff in den 43 Kilometer langen Zeekanal Terneuzen-Gent ein. In Flandern, der Heimat von Rubens, van Dyck und Breughel, im Land der Flüsse, Fleete und Siele, einem Landstrich voller Kunst- und Kulturschätze, zeugen Antwerpen, Brügge und Gent vom ungeheuren Reichtum alter Hansestädte. Begabte Architekten bauten wohlhabenden Bürgern wunderbare Stadtpalais, Kirchen und großartige Marktplätze. Die Kathedrale von Antwerpen ist nicht nur Belgiens größter Sakralbau, sie bezeugt auch den starken französischen Einfluss in der mittelalterlichen Architektur. |
Dienstag, Gent, Ankunft 1.00 Uhr, Abfahrt 18.30 Uhr Gent liegt nordwestlich von Brüssel am Zusammenfluss von Schelde und Leie und ist die drittgrößte Stadt Belgiens. Es gibt einen ausgedehnten Hafen. Ein Großteil der mittelalterlichen Bausubstanz ist unversehrt erhalten und Gent konkurriert als Fremdenverkehrsziel mit dem touristisch bekannteren Brügge. Die Stadt ist Gastgeber einiger großer kultureller Ereignisse, wie den Gentse Feesten und dem Festival van Vlaanderen. „Flämische Aristokratie” – Stadtbesichtigung Gent Treffen Sie die Grafen von Flandern, Kaiser Karl V. und Maria Theresia beim Besuch von Tuchhalle, Sint-Niklaas-Kerk, Rathaus, Wasserburg s' Gravensteen und der St. Bavo-Kathedrale mit dem weltberühmten Genter Altar der Brüder van Dyck. Mittwoch, Antwerpen, Ankunft 7.00 Uhr, Abfahrt 18.00 Uhr Antwerpen liegt an der Schelde, 88 Kilometer vor ihrer Mündung in die Nordsee, nahe der Grenze zu den Niederlanden und nördlich der belgischen Hauptstadt Brüssel. Traditionell gilt die Stadt als wichtigster Diamanten-Handelsplatz der Welt. Neben vier Diamantenbörsen – die älteste und größte ist die Beurs voor Diamanthandel – haben sich etwa 1600 Diamanten-Firmen angesiedelt. Der Hafen der Stadt ist einer der größten der Welt und der zweitgrößte Europas nach Rotterdam. Über den Albert-Kanal besteht eine Verbindung zum Binnenhafen von Lüttich. Im Hafengebiet, unweit des Churchill-Docks steht an der „Noorderlaan” ein Automobilwerk von General Motors Belgium, wo Autos von Opel produziert werden. Ausflug Antwerpen: „Diamanten und mehr” – Stadtbesichtigung Antwerpen, Weltzentrum der Diamanten-Industrie, besitzt unzählige Zeugnisse einer großen Vergangenheit. Sie fahren am Burgplatz vorbei und bummeln zum Marktplatz mit den flämischen Giebelhäusern und der gotischen Liebfrauen-Kathedrale, in der drei Meisterwerke von Rubens zu sehen sind. Ausflug Brügge: Mittelalterliche „Lagunenstadt des Nordens” Brügge hatte seine Blütezeit vom 12. bis ins 14. Jahrhundert. Die alte Hansestadt gelangte durch ihre Verbindung zur Nordsee zu Reichtum und Ansehen. Dies zeigt sich in der Architektur der Paläste und Kirchen wie in den Kunstschätzen der Museen. Sie fahren von Gent aus in die „Lagunenstadt des Nordens”. Beim Rundgang durch die flämische Altstadt kommen Sie zum Marktplatz mit dem Denkmal der Zunftmeister Pieter de Goninck und Jan Breydel und dem 97 Meter hohen Belfried, zum Burgplatz mit dem gotischen Rathaus, zur reich vergoldeten Stadtkanzlei und abschließend zur Liebfrauenkirche mit der Marmorplastik „Madonna mit Kind” von Michelangelo. Ausflug nach Brüssel: Stadtbesichtigung der Europastadt Erleben Sie als Höhepunkt des Brüssel-Ausflugs die „Grande Place”, den schönsten Marktplatz der Welt, mit eindrucksvollen Giebelhäusern, dem gotischen Rathaus, Manneken Pis im Herzen der Altstadt. Donnerstag, Volendam, Ankunft 13.00 Uhr, Abfahrt Freitag 4.00 Uhr Die Gemeinde Edam-Volendam besteht aus dem alten Städtchen Edam und dem Touristendorf Volendam und liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam an der Küste des IJsselmeeres. Edam hat eine jahrhunderte lange Tradition als Käsemarkt. Der kugelrunde Edamer Käse kommt hierher. Volendam hat seine Trachten, seine Holzhäuser, seine Kirmes sowie Läden und Gastronomie, die Touristen anziehen. Viele Künstler kommen von hier. Stadtrundgang Volendam: „Touristen und Trachten” Das holländische Fischerdorf Volendam am Ijsselmeer, eines der meistbesuchten der Niederlande, grüßt seine Gäste mit historischen Gassen, pittoresken Häusern in Holz und Backstein. Da sich durch die Eindeichung der Zuidersee die Fischbestände stark dezimiert haben, lebt Volendam heute überwiegend vom Tourismus. Und wenn die Bewohner an Feiertagen und zu den Kirchgängen ihre altholländischen Trachten anziehen, dann fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit, als es noch ein echtes Fischerdorf war. Freitag, Amsterdam, Ankunft 7.30 Uhr, Ausschiffung Samstag 10.00 Uhr. Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande, liegt in der Provinz Nord-Holland, an der Mündung der Amstel und des IJ in das IJsselmeer. Amsterdam ist durch den Noordzeekanaal mit der Nordsee verbunden, mit einem Damm gegen Überschwemmungen geschützt und von zahlreichen Grachten durchzogen. Ausflug Amsterdam: Grachten, Hausboote, Gemälde Stadt und Bootsfahrt Bei der Rundfahrt durch das Stadtzentrum sehen Sie den „Dam”, den königlichen Palast, zahlreiche Grachten und die „Magere Brug”, die am häufigsten fotografierte Brücke Amsterdams. Man besucht das Museums-Viertel und schaut sich eine der bedeutenden Gemäldesammlungen niederländischer Malerei an. Anschließend kann man eine Grachten-Rundfahrt mit öffentlichen Booten unternehmen. Die Kanäle werden von Hunderten von Brücken überspannt und von schmalen, eleganten Häusern mit großen Fenstern und prächtigen Giebeln gesäumt. Ähnliche Reisen finden Sie in den 2010er Internet-Seiten oder Prospekten von … 1AVista Reisen, Köln: Glanzlichter Holland und Belgiens 2010 mit 14 Terminen. A-ROSA Flussschiff, Rostock: Rhein-Kurs Nord – 8 Tage mit 7 Terminen. ES Select Flussreisen, München: Belgien + Holland mit Tulpenblüte mit 15 Terminen. nicko tours, Stuttgart: 8 Tage ab/bis Köln – Holland + Belgien mit über 20 Terminen. Phoenix Reisen, Bonn: Phoenix Reisen – Keine Direkt-Links zu Holland & Belgien. plantours&Partner, Bremen: Hollands Windmühlen und Grachten + Wasserwege in Holland und Belgien + Kleinode in Holland und Flandern Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. |
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Die historische SS ROTTERDAM liegt heute im Rijnhaven (Rheinhafen) von Rotterdam und ist ein Hotelschiff – siehe http://www.derotterdam.com |
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Der Leuvehaven von Rotterdam ist heute das Tourismusobjekt Waterstad. |
Die 19 Mühlen von Kinderdijk nahe Dordrecht gehören zum Weltkulturerbe. |
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Brunnen-Skulpturen am Platz ’t Zand im belgischen Brügge. |
Zunfthäuser am Markt, in der Altstadt von Brügge. |
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Bootstour durch Grachten, Altstadt von Brügge |
Die Anlegestelle für die Bootstour durch die Grachten der Altstadt von Brügge. |
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Gästehafen in Veere, einer Gemeinde in der südholländischen Provinz Zeeland auf der Halbinsel Walcheren. Veere liegt nordöstlich von Middelburg. |
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