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Die ALEXANDER VON HUMBOLDT unter vollen Segeln. |
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Oliver Schmidt |
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Es gibt Farben, die kommen für ein Schiff eigentlich
nicht in Frage. Grün, orange, pink – so etwas ist in der christlichen
Seefahrt im wahrsten Sinne des Wortes verpönt. Und doch trägt Deutschlands
bekanntester Großsegler einen grünen Rumpfanstrich: Die ALEXANDER
VON HUMBOLDT. Der Oldie, der einst ein
Feuerschiff war, hat im Ein-klang mit Beck & Co., einem der Stifter seiner
Eigentümerin, der Deutschen Stiftung Sail Training (DSST), von rot zu grün
gewechselt.
Neubaupläne Jetzt aber hat sich die DSST, wesentlich mit getragen von
ihren anderen Stiftern, der Der „ALEX”
steht 2008 ein Werftaufenthalt bevor, bei dem sie die „Große Klasse”
des Germanischen Lloyd (entspricht einer „TÜV-Plakette”
für Schiffe) wiederholen und noch einmal für fünf Jahre das
Klassenzertifikat bekommen wird. „So bringen wir uns außerhalb jeder Zeitnot
mit den Neubauplänen”, erklärt Willi Schäfer,
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Auf die Dauer, so hat die Deutsche Stiftung Sail Training
als Betreiberin des Schiffes festgestellt, ist das über hundert Jahre alte
Schiff nicht rentabel zu betreiben. Die Finanzierung des Betriebs generiert
sich einzig aus den Tagesraten, die die Trainees für ihre Mitfahrt bezahlen
(55 Euro für Jugendliche, 90 Euro für Erwachsene). Hinzu kommt ein
bescheidenes Zubrot aus Zuwendungen und Spenden. Weitere, etwa öffentliche
Unterstützung, gibt es nicht.
Wichtiger Aktivposten in der
Windjammer-Szene Dabei tut die gemeinnützige Stiftung DSST mit der ALEXANDER VON HUMBOLDT eine Menge für die Segelschifffahrt. Alle an Bord mitreisenden Profis, ohne die der Schiffs-betrieb nicht möglich ist, tun ihren Dienst ehrenamtlich und ohne Entschädigung für ihren Aufwand. Bei manchem Trainee hat die ALEX schon den Wunsch geweckt, über die Seefahrtsschule zum Nautiker zu werden – und manch einer kehrt dann sogar als Kapitän auf die ALEX zurück, investiert seinen Urlaub in das Schiff, das seine Karriere entscheidend bestimmte. Wichtiger noch ist die Rolle des Schiffes in der
Jugendarbeit. In den Ferien setzen sich die Trainees aus der Altersgruppe
der 16-26jährigen zusammen – kaum einer, der nicht binnen kürzester Frist
für’s Segeln zu begeistern ist. Das dabei „mitgeliefer-te“ Sozialtraining
stellt vielleicht den wichtigsten Verdienst der ALEXANDER
VON HUM-BOLDT dar. Musizieren an Bord
wird gefördert, Alkohol gibt’s für Jugendliche hingegen nicht. Der
Unterricht in Schiffskunde, Knoten, Navigation, Maschinenkunde sowie
weiteren Wissensbereichen und Schiffshandwerken unterstreicht den
Traditions-anspruch und die Ernsthaftigkeit der Ausbildung an Bord. Die
Stammbesatzung und alle Trainees sind über ihre Mitgliedschaft in der Im Mittelpunkt der Törns steht das Segelerlebnis. Bevor
man den Motor einsetzt, wird erst einmal der Kurs unter Segel geändert. Die
Begeisterung für das Knattern des Windes in der Takelage, das Setzen der
Segel und die Arbeit am Schiff überwiegt als-bald das Interesse für die
Landgänge. Die sind schmückendes Beiwerk und werden spontan eingeschoben.
Über die Route entscheiden in erster Linie nautische Gege-benheiten und die
Wetterlage. Immer wieder muss sich hierzu eine neue Crew aus Kapitänen,
Steuerleuten, Maschinisten, Köchen und dem Schiffsarzt im Urlaub,
Pensionären und Trainees zusammenfinden. Vom Matrosen bis zum
Kartoffelschäler in der Kombüse stammen alle mitreisenden
Besatzungsmitglieder aus einer dieser Kategorien. Von September 2005 bis
Sommer 2006 beispielsweise hat die ALEX
anlässlich ihrer Südamerikareise mit der Umrundung von Kap Hoorn 25 Törns
absol-viert – das heißt automatisch: 25mal Mannschaftswechsel. Die
Destinationen einer Saison reichen über vier Meere – im Winter 2007/2008
geht es von Bremerhaven zunächst Richtung Kanaren/Kapverden, dann hinüber in
die Karibik und im Frühjahr wieder retour.
Die Ablösung „An Werften, die den Auftrag mit Begeisterung ausführen
würden, mangelt es uns nicht”, freut sich Willi
Schäfer, der in Bremerhaven bereits seine Fühler ausgestreckt hat. Gedacht
ist dabei an einen Neubau auf historischer Grundlage: Die 1953 in Hamburg
vom Stapel gelaufene DEWARUTJI sowie die
derzeitige ALEXANDER VON HUMBOLDT
und die mit ihr erlebten Erfahrungen standen Pate beim Entwurf ihrer
Nachfolgerin, wenn auch ihr Rumpf zur Erhöhung der Trainee-Kapazität etwas
ge-streckt wurde. Damit fällt das Schiff hinsichtlich der Rumpfform unter
die „Nachbauten historischer Schiffe”, wird als
„traditionelles Schiff” eingestuft und erfüllt
die Voraus-setzungen, um als gemeinnützig anerkannt zu werden. Explizit nicht gedacht ist an einen Parallelbetrieb
beider Schiffe über 2013 hinaus. Die Kapazitätserhöhung, die mit dem Neubau
einhergeht, rührt einzig aus dessen größerer Aufnahmefähigkeit für Trainees.
Beruhigen kann Willi Schäfer aber alle, die sich jetzt Sorgen um den
beliebten Oldie im grünen Kleid machen: „Wir haben schon eine Menge Ansätze
für die weitere Verwendung des Schiffes. Dabei ist der Einsatz als
stationäres Schiff, Hotel oder Restaurant, der unwahrscheinlichste.”
Genügend Begeisterte haben schon Ideen gesponnen und Interesse bekundet, das
Schiff für ihre Zwecke einzusetzen. |
![]() Die „ALEX” in ihrem ersten Leben als Feuerschiff. ![]() Hart am Wind ... ![]() Crew aus Trainees und Prifis. 0
Unter dem Titel „Projekt 2010 – ALEXANDER
VON HUMBOLDT II – Segelschiff für die
Zukunft”
legt die Wer helfen will ist herzlich willkommen: Deutsche Stiftung Sail Training H.H.-Meyer-Straße 6 B D-27568 Bremerhaven Telefon 04 71-9 45 88 0 |
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![]() Der Seitenriss der geplanten ALEXANDER VON HUMBOLDT II. |
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Oliver Schmidt |
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Das Projekt, das von einem Rostocker Verein getragen und weiter entwickelt wird, ist vielleicht das bisher Tragischste unter den hehren Plänen zum Neubau eines Groß-seglers. Entstanden ist es einst aus der Idee, die PASSAT vom Travemünder Kai wieder auf See zu bringen, was aber von den Lübecker Stadtvätern nicht unterstützt wurde. Wie auch die Bremerhavener Visionäre, die sich die ALEXANDER VON HUM-BOLDT II auf die Fahnen geschrieben haben (beide Projekte wurden eine Zeit lang gemeinsam verfolgt), will auch die PASSATWIND junge Leute zum Segeln animieren, gemeinnützig sein und somit „Hand für Koje” fahren – mit einer gehörigen Portion Idealismus also. Dem ursprünglich geplanten Heimathafen Rostock, alljährlicher Ausrichter der Hanse Sail, stünde ein eigener Segler freilich gut zu Gesicht. Beste Voraussetzungen für die Realisierung der Pläne, so sollte man meinen. Allein, es fehlt ein Geldgeber. „Wenn der gefunden wäre”, so der Vorstand der Passatwind Sailing e.V., „würden wir morgen Gespräche mit den Werften aufnehmen, die halb-jährige Bauzeit so bald wie möglich in Angriff nehmen!” Dabei spielt es inzwischen eine untergeordnete Rolle, aus
welchem Hafen der Inves-tor kommt, und wo das Schiff folglich beheimatet
ist. Auch über den bisherigen Pro-jektnamen PASSATWIND
lässt sich reden. Den Idealisten in Rostock sind ihr Projekt und dessen
Umsetzung wichtiger als die Äußerlichkeiten. „Wir wollen schließlich ein
Schiff bauen, das Jugendlichen zugute kommt, die motiviert und begeistert!
Dafür spielen Name, Heimathafen und Rumpfanstrich eine untergeordnete Rolle!”
weiß der Rostocker Vorstand. Dennoch haben es die Rostocker von allen Planern am schwersten. Sie verfügen weder über die Kasse eines touristischen Veranstalters, dessen Schiff sich alsbald amortisiert, noch über ein Vorzeigeschiff wie Stralsund oder Bremerhaven. Idee und Überzeugungskraft müssen ausreichen. „Der feste Wille ist auf jeden Fall da”, bekräf-tigt die Fördergemeinschaft PASSATWIND-Sailing e.V. trotz mehrfachem Umdisponie-ren. Der Wunsch, das Schiff möglichst auf einer deutschen Werft zu bauen, auch. Fehlt es also wirklich nur am Investor? „Wer spielt, muss damit rechnen, zu gewin-nen”, lächeln die Hanseaten von der Ostseeküste, „wir könnten morgen anfangen!” |
![]() Die PASSATWIND auf einem Gemälde von Marinemaler Olaf Rahardt. 0
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Dr. Peer Schmidt-Walther |
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Die alte GORCH
FOCK,
Vorgängerin des heutiges Schulschiffes der Bundesmarine, gehört nicht zu den
Neubauten unter den Großseglern – wohl aber zu jenen, die mit einem
gewaltigen (auch finanziellen) Kraftakt als Passagiersegler auf die maritime
Szene zurückkehren könnten. Heute liegt der Oldie vertäut in seinem
ursprüng-lichen Heimathafen Stralsund. Freiwillige Helfer der beiden
gemeinnützigen Stral-sunder Eigner- und Fördervereine arbeiten täglich an
der Wiederherstellung der historischen Bark.
Vergleicht man
den Zustand, als die damalige TOVARISHCH
Ende September 2003 in Wilhelmshaven vom gemeinnützigen Verein Tall
Ship-Friends e.V. übernommen und am 29. November 2003
– nach siebenwöchigem Aufenthalt bei der Stralsunder Volkswerft von
Rosemarie Schmidt-Walther, der Frau des Initiators der Rückholaktion und
Schiffs-Sprechers, Dr. Peer Schmidt-Walther –
wieder auf ihren alten Namen getauft wurde,
mit dem heutigen, wird man
enorme Fortschritte feststellen. Innen wie außen. Aber es wird noch viel Geld gebraucht bis zum erneuten
Segelsetzen. Das ist nach wie vor geplant. Sponsoren sind daher
hochwillkommen. Die Bark ließe sich zum Beispiel – gegen Kostenbeteiligung –
als Imageträger zu Werbezwecken nutzen. Schließlich gilt der 1933 gebaute
Großsegler als nationales maritimes Denkmal. Geld wird
jetzt vor allem gebraucht, um Reparaturen an Unterwasserschiff und Maschine
auszuführen, so Wulf Marquard vom Eignerverein Tall Ship-Friends e.V. Ebenso
für die Erneuerung der Decks sowie die Sanierung von Masten und Rigg. Strikt
sind die Sicherheitsvorschriften, die Seeberufsgenossenschaft (SeeBeGe) und
Klassifikationsgesellschaft für einen Passagier-Segler verlangen. Fehlt noch der komplette Innenausbau einschließlich Kabinen, bevor ein- und mehr-tägige Reisen mit zahlenden Passagieren möglich sind. Auf der Marine-Bark, die in Stralsunds Partnerstadt Kiel zu Hause ist, ist das aus verständlichen Gründen nicht möglich. Viele träumen jedoch davon, einmal auf diesem
historischen Schiff von
Stralsund aus in die Ostsee, ihrem alten Stammrevier, mitzufahren. Immer
wieder kommen Menschen zur Besichtigung an Bord, deren Söhne, Väter oder
Großväter zwischen 1933 und 1945 auf der Bark ausgebildet wurden. Für Region
und Hansestadt
wäre
diese Möglichkeit ein absolutes touristisches Highlight, von dem sie
nachhaltig profi-tieren würde. Denn der Name GORCH
FOCK ist weltweit bekannt. Der 82 Meter lange Dreimaster liegt
seit 29. November 2003 als
Museumsschiff im Stralsunder Hafen an der Ballastkiste, seinem früheren
Liegeplatz, der von der Stral-sunder Hafen- und Lagerhausgesellschaft (SHL)
gesponsert wird. Sie wird auch weiterhin dort bleiben, wie Wulf Marquard
kürzlich mitteilte. Die GORCH FOCK I ist das erste Schiff einer bei Blohm & Voss in Hamburg ab 1933 entstandenen Serie von Barken, die bis 1945 dem 1. Schiffsstammregiment Stral-sund-Dänholm unterstellt waren. Dazu gehören die amerikanische EAGLE ex HORST WESSEL, die portugiesische SAGRES II ex ALBERT LEO SCHLAGETER, die im nächsten Jahr ihren 70. Geburtstag feiernde MIRCEA aus Rumänien und nicht zuletzt die 1958 in Fahrt gesetzte und somit 2008 ihren fünfzigsten Geburtstag feiernde GORCH FOCK II der Deutschen Marine.
Segelschulschiff GORCH
FOCK
I
Schiffsdaten:
Bauwerft:
Blohm + Voss, Hamburg; Baunummer 495
Stapellauf:
3. Mai 1933
Indienststellung:
27. Juni 1933
Schiffstyp:
Bark
Vermessung:
1330 Tonnen
Länge über alles:
82,10 Meter
Breite:
12,00 Meter
Tiefgang (maximal bei voller
Ausrüstung mit 1545 Tonnen):
5,2 Meter
Seitenhöhe:
7,3 Meter
Masthöhe:
42 Meter
Segelfläche:
1797 m²
Anzahl Segel:
23
Größte Rahlänge:
24.6 Meter
Schiffsgeschichte: Unterstellt bis 27. April 1945: 1. Schiffsstammregiment Stralsund-Dänholm Versenkt: 30. April/1. Mai 1945 im Strelasund westlich Halbinsel Drigge Gehoben: 16. September 1947 durch eine Stralsunder Bergungsfirma Instand gesetzt: Rostock/Wismar vom 23. September 1948 bis 15. Juni 1950 Indienststellung: 15. Juni 1951 als TOVARISHCH für die sowjetische Marine 1990: Übergabe an die Ukraine, Heimathafen nach wie vor Cherson 1993: erstmals wieder Besuch am Sund (17./18. August)
1995:
in England aufgelegt; Reparaturbeginn; Arbeiten stagnieren jedoch; Zurückgelegte Seemeilen während weltweiter Regatten und Ausbildungsreisen: rund 400.000 ( = rund 19mal um die Erde) September 1999: Überführung per Schlepper nach Wilhelmshaven 2000 bis 2002: Ausstellungsschiff für „EXPO am Meer” 9. September 2003: Tall-Ship Friends e.V. erwirbt die Bark 23./24. September 2003: Überführung im Dockschiff CONDOCK V nach Stralsund
7. Oktober bis 27. November
2003: Volkswerft
Stralsund GmbH nimmt das Schiff nach acht Jahren erstmals aus dem Wasser und
stellt die Schwimmfähigkeit wieder her 29. November 2003: Verholung an den jetzigen und früheren Liegeplatz (bis vor 59 Jahren) Ballastkiste im Stralsunder Nordhafen; feierliches Heißen der deutschen Flagge; Taufe auf den ersten Namen GORCH FOCK |
Das Wasser im Hafen „verzerrt” das Heck der GORCH FOCK.
Die GORCH FOCK 1934 unter Vollzeug in der Ostsee vor Rügen.
Schwesterschiffe Die amerikanische EAGLE (ex HORST WESSEL, gebaut 1936) Die portugisische SAGRES II (ex ALBERT LEO SCHLAGETER, gebaut 1937) Die rumänische MIRCEA, gebaut 1938 ...
alle noch in Fahrt
befindlich Weitere Infos TALL-SHIP FRIENDS e.V., Büro an Bord GORCH FOCK (Nicole Merten): 03831-666520 (GORCH FOCK), 0172-9022785, tallship1@aol.com |
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Oliver Schmidt |
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Luxus unter Segeln scheint lukrativ zu sein – zumindest
dann, wenn man Schiffe mit optimaler Raumausnutzung einsetzen kann. Bei
Oldies ist das naturgemäß nicht immer der Fall. Das bekommt auch Mikael
Krafft zu spüren, Reeder der drei Segler aus der CLIPPER-Flotte,
darunter die ROYAL CLIPPER,
die u.a. auch als Star einer Fern-sehserie bekannt wurde. Deshalb möchte er
seiner Flotte einen maßgeschneiderten Neubau als viertes Schiff hinzufügen. Seine Pläne basieren auf dem bisher größten Segler, der 1911 vom Stapel gelaufe-nen und in Rouen (Frankreich) beheimateten FRANCE II. Das Schiff, 149,50 Meter lang und 5633 Bruttoregistertonnen groß, das sich mit Geschick durch die Gefahren des Ersten Weltkrieges laviert hatte, strandete 1922 in der Dünung vor Neukaledonien auf einem Riff. Die drohende Unrentabilität für Großsegler in der Frachtfahrt, die sich bereits abzeichnete, verhinderte eine Bergung. Ihr Schicksal erfüllte sich endgültig 1944, als das Schiff von amerikanischen Fliegern als Übungsziel benutzt wurde. Für Mikael Krafft aber sind die historischen Pläne eine ideale Grundlage. Indem er die Breite des Rumpfes etwas vergrößert, schafft er mehr Platz und Bewegungsfrei-heit, und verhindert, dass sein Neubau größeren Tiefgang hat als das bisherige Flaggschiff, die ROYAL CLIPPER. Für den Neubau wird nur bestes Material verwendet: Motoren von Rolls Royce, andere Maschinenteile von deutschen Zulieferern. Allein die Werft machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Ein Segler ist von der Größe her immer ein „kleiner” Auftrag für eine Werft. Eine günstigere Auslastung des Baudocks bevorzugend, gab man dem rührigen Schweden kurzfristig einen Korb. Der ist nun wieder auf der Suche nach einem passenden Bauplatz. Wird das Großprojekt fertig gestellt, nimmt es seinem Vorbild den Rang als „größter je gebauter Windjam-mer” weg. |
![]() Die FRANCE unter Vollzeug. |
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