PROMOTION 7

17607 PT Lissabon dennisvdwater Fotolia 103175816 LDie Kreuzfahrt mit der Megayacht HARMONY G startet in Lissabon – hier der Praça do Comércio, direkt am Tejo – einer der schönsten Hauptstädte
der Welt, über die sonnenverwöhnte Algarve und entlang der Iberischen Halbinsel.
Foto: dennisvdwater Fotolia 103175816 L

Besondere Kreuzfahrten erleben

Das neue Kreuzfahrtenprogramm 2018 von Biblische Reisen ist erschienen und bietet eine reiche Auswahl an See- und Flusskreuzfahrten weltweit, die unter dem Logo von Biblische Reisen und der zum Unternehmen gehörenden Marke Christophorus Reisedienst angeboten werden. Der Stuttgarter Studienreisen-Veranstalter Biblische Reisen hat sein Kreuzfahrt-Angebot für 2018 weiter ausgebaut: 8 See- und 9 Flusskreuzfahrten stehen 2018 zur Auswahl – viele davon im Exklusiv-Charter. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Themenreisen für Kultur- und Naturliebhaber. Eigene Reiseleiter-Teams führen durch die niveauvollen Landausflüge. Eingesetzt werden ausschließlich kleine, persönliche Schiffe von der Mega-Yacht bis hin zu einer Kapazität für cirka 500 Passagiere.

17607 MS BERLIN 9006 Foto FTI CruisesMit MS BERLIN auf Osterkreuzfahrt im Mittelmeer. Foto: FTI Cruises, München

Die Osterkreuzfahrt „Frühlingssonne im Mittelmeer” ist vom 29. März bis 6. April 2018 im westlichen Mittelmeer, zwischen Nizza und Cartagena, unterwegs. Die MS BERLIN läuft die abwechslungsreichen Inseln Korsika, Menorca und Mallorca an, um dann in selten besuchten Häfen wie Cartagena und Tarragona und zum krönenden Abschluss in der ehemaligen Kulturhauptstadt Marseille vor Anker zu gehen. Neben der Möglichkeit, den Ostergottesdienst auf Mallorca mitzufeiern, kann im Anschluss daran ein Solokonzert des populären deutschen Flötisten Hans-Jürgen Hufeisen besucht werden.

17607 MS DEUTSCHLAND 16102805 Foto Phoenix ReisenMS DEUTSCHLAND im Geiranger Fjord. Foto: Phoenix Reisen, Bonn

Das schwimmende Grandhotel und „Traumschiff” MS DEUTSCHLAND lädt zu entspannten Pfingsttagen mit hervorragendem Service und abwechslungsreichem Unterhaltungsprogramm ein. „Fjorde und Schärenwelt in Norwegen und Dänemark” lautet der Titel der Kreuzfahrt, die vom 19. bis 27. Mai 2018 nicht nur in die wildromantische Bergwelt Norwegens und den legendären Geiranger Fjord führt, sondern auch in die bezaubernde Schärenwelt Südnorwegens mit ihren idyllischen Holzhäusern sowie zur dänischen Kulturhauptstadt 2017 Aarhus.

17607 CALLISTO exterior

Die Kreuzfahrt „Vom Peloponnes bis in die Adria”, die vom 3. bis 10. Juni 2018 stattfindet, hat fast schon einen privaten Charakter, denn an Bord der Motoryacht MY CALLISTO finden gerade einmal 25 Passagiere Platz. Neben der spektakulären Fahrt durch den Fjord von Kotor, der Kreuzfahrt entlang der montenegrinischen, albanischen und dalmatinischen Küste gehört die Fahrt durch den Kanal von Korinth zu den eindrücklichsten Erlebnissen dieser Schiffsreise. Foto: Variety Cruises, Athen

17607 MY HARMONY G

„Im Süden Europas” kreuzt vom 29. September bis 6. Oktober 2018 die exklusive Megayacht HARMONY G. Die Schiffsreise mit dem außergewöhnlichen Schiff führt von Lissabon, einer der schönsten Hauptstädte der Welt, über die sonnenverwöhnte Algarve und entlang der Iberischen Halbinsel – mit Besuch der britischen Kronkolonie Gibraltar – zu den schönsten Häfen Andalusiens, wo die HARMONY G auch im noblen Yachthafen von Puerto Banus bei Marbella ankert. Foto: Variety Cruises, Athen

17607 ADRIATIC PRINCESS Foto Elite Travel DubrovnikNeu wird ein Exklusiv-Charter mit der modernen Motoryacht ADRIATIC PRINCESS vor der Küste Dalmatiens ab/bis Split vom 15. bis 22. September 2018 aufgelegt (Sonderprospekt). Foto: Elite Travel, Dubrovnik

17607 MS HAMBURG vor Albanien7 Foto Plantours und PartnerMS HAMBURG auf Reede von der albanischen Küste. Foto: Plantours & Partner, Bremen

Weitere See-Kreuzfahrten führen vom 9. bis 19. April 2018 mit der HAMBURG von Teneriffa über Madeira, Casablanca, Gibraltar und Sevilla nach Lissabon: „Blumeninsel und Atlantikküsten” und – ebenfalls mit MS HAMBURG – vom 6. bis 21. September 2018 „Von Grönland in den Indian Summer”.

17504 Ocean Majesty 1 31082016 C EckardtDie OCEAN MAJESTY hat Platz für maximal 500 Passagiere. Foto: Christian Eckardt, Hagen im Bremischen

Zwei Seereisen hat Biblische Reisen mit der OCEAN MAJESTY geplant, wobei die erste der beiden Reisen vom 1. bis 11. Juli 2018 über Polen, Russland, Schweden, Finnland und das Baltikum zu „Metropolen der Ostsee” kreuzt und die zweite vom 1. bis 13. September 2018 „Rund um Irland – die Grüne Insel”.

17607 Der Nil bei Assuan 03Der Nil bei Assuan. Foto: Biblische Reisen, Stuttgart

Nach vielen Jahren bietet Biblische Reisen wieder eine „Große Nilkreuzfahrt von Assuan nach Kairo” an. Die Flussreise vom 17. bis 31. März 2018 hat selten besuchte Grabanlagen, Klöster und Pyramiden entlang des Nils auf dem Programm.

17607 MS CLASSIC LADYDie CLASSIC LADY unternimmt Kreuzfahren auf der Masurischen Seenplatte. Foto: DNV-Touristik, Kornwestheim

Ebenfalls wieder im Programm vertreten ist die äußerst beliebte und immer rasch ausgebuchte kulinarische Kurz-Kreuzfahrt „Entdeckungen für Leib und Seele” vom 2. bis 9. Mai 2018 mit der CLASSIC LADY nach Nordpolen und zu den masurischen Seen. Ein weiterer Zusatztermin im Mai wird noch aufgelegt (Sonderprospekt!). Reisebericht mit CLASSIC LADY siehe hier.

17607 MS VistaExplorer Aussenansicht Foto 1AVista KoelnDie VistaExplorer am Handelskai in Wien. Dahinter die Katholische Kirche Heiliger Franz von Assisi. Foto: 1AVista Reisen, Köln

Abwechslung in jeder Hinsicht bietet die 15-tägige Flusskreuzfahrt „Donau – Schwarzes Meer”, die sowohl vom 1. bis 15. Juni 2018 als auch vom 21. September bis 5. Oktober 2018 stattfindet und von Passau durch das „Eiserne Tor” bis zum Flusskilometer „Null” am Schwarzen Meer und zurückführt: 2.000 Kilometer Fahrtstrecke, 7 faszinierende Länder und 5 einzigartige Hauptstädte entlang des wohl schönsten europäischen Stroms.

17607 MS SANS SOUCI Foto SANS SOUCI Kreuzfahrten BernburgGleich drei Flussreisen hat Biblische Reisen 2018 mit der kleinen, aber feinen SANS SOUCI geplant. Foto: SANS SOUCI Kreuzfahrten, Bernburg

Gleich drei Flussreisen hat Biblische Reisen 2018 mit der kleinen, aber feinen SANS SOUCI geplant, deren deutscher Kapitän auch der Eigner des Schiffes ist. Die erste, selten kombinierte Reise führt vom 30. Juni bis 6. Juli 2018 „Auf Flüssen, Kanälen, Meeren und Grachten” von Bremen über Ostfriesland und Nordholland in die lebenslustige Metropole Amsterdam. Vom 5. bis 12. August 2018 kreuzt SANS SOUCI über den Nord-Ostsee-Kanal sowie Elbe und Havel „Von der Förde an die Spree” – von Kiel nach Berlin. Unterwegs werden neben der Hansestadt Hamburg und der Schlösserstadt Potsdam auch Brunsbüttel, Lüneburg, Wittenberge und Havelberg besucht. Wem die Reise noch nicht lange genug war, der kann gleich an Bord bleiben. Denn im direkten Anschluss an diese Kreuzfahrt, vom 12. bis 16. August 2018, startet SANS SOUCI zu der Flussreise „Von Berlin nach Rügen und Stralsund”. Über Havel, Oder, Haff und Bodden geht die Reise durch Deutschlands Nordosten zu herrlichen Landschaften und Meisterwerken der Backsteingotik. Ein Abstecher reicht bis ins Nachbarland Polen.

17607 MS Igor StravinskiWeitere Kreuzfahrten folgen „Auf der Wolga und dem Don durch das Herz Russlands” mit der IGOR STRAVINSKI vom 11. bis 23. September 2018 ...
Foto: Gvidon Tours Kreuzfahrten, Wien

17607 Mahabaahu 1762 ... oder mit der MAHABAAHU vom 29. November bis 10. Dezember 2018 auf dem mächtigen Strom Brahmaputra durch Nordostindien, wobei die Reise
„Von Bengalen nach Assam” ein mehrtägiges Stadtprogramm in Kalkutta sowie eine 1-wöchige Flusskreuzfahrt beinhaltet.
Foto: Far Horizon Tours, Faridabad, Indien

17607 VistaClassica vor Burg Pfalzgrafenstein und Burg GutenfelsDie VistaClassica vor Burg Pfalzgrafensten, mitten im Rhein, und Burg Gutenfels auf dem Berg. Foto: 1AVista Reisen, Köln

„Warum ist es am Rhein so schön?” lässt sich am besten vom 15. bis 22. Oktober 2018 mit der VistaClassica sprichwörtlich „er-fahren”. Die Flussreise führt von Köln über Mainz, Worms, Speyer, Straßburg und Breisach bis Basel und dann wieder nach Köln zurück.

17607 SWISS RUBY 23432 Foto Scylla AG BaselDie elegante SWISS RUBY gehört zur schweizer Reederei Scylla AG in Baar. Foto: Scylla AG, Baar

17607 SWISS RUBY Restaurant 25016 Foto Scylla AG BaselTeilansicht des Restaurants der SWISS RUBY. Foto: Scylla AB, Baar

Aktuell kann man noch die Weihnachtstage vom 21. bis 26. Dezember 2017 auf der schönen SWISS RUBY in festlicher Stimmung bei gutem Essen und in netter Gemeinschaft verbringen und sich ein paar Tage so richtig verwöhnen lassen.

Nähere Informationen zu den Kreuzfahrten erhalten Sie beim Veranstalter Biblische Reisen unter Telefon 0711-619250, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder im Internet: www.biblische-reisen.de

Polarsommer 8

17608 Tag7 Kvannefjord morgens Foto Sven NiederDie CAPE RACE bei schönstem Wetter vor dem Avangnardlek Sermilik (Gletscher) am Ende des Kvannefjords bei Paamiut. Foto: Sven Nieder

Elke Lindner
Grönlands Südwest-Küste im Polarsommer
Reisetagebuch CARA05 2017

 

Donnerstag, 22. Juno 2017 ‒ Anreise, sonnig, windstill
Heute erreichten wir Grönland per Flug. In Kangerlusuaq war es fast ebenso wie den Abend davor in Kopenhagen. Nur ein Aufgebot an Mücken vor Ort agierten als Wermutstropfen. Bald ging es weiter nach Ilulissat. Wer einen Blick aus dem Fenster erhaschen konnte, sah weiße Eisberge und reichlich blaues Wasser. Das sonnige Wetter zog uns gleich wieder auf Entdeckungsreise, nachdem wir im Hotel unser Zimmer bezogen hatten.

Freitag, 23. Juno 2017 ‒ Ilulissat, sonnig, windstill
Tiere: Spornammer, Polarmöwe, Dreizehenmöwe, Eissturmvögel, Buckelwal
Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel Arctic begrüßten uns unsere Guides Sven und Elke im Foyer. Sie holten unser Gepäck für das Schiff ab und schickten uns auf einen lokal geführten Ausflug nach Sermermiut. Zuerst ging es ein Stück mit Lisa, einem Lokalguide, durch die Stadt. Außerhalb des Ortes führte ein bequemer Holzsteg über die Tundra, der direkt an einem Aussichtspunkt über dem Kangia endete. Dort, oberhalb der Flutlinie, befanden sich auch die Überreste einer einstigen Inuit Siedlung Sermermiut.
Riesige Eisberge glitzerten im Sonnenschein. Jeder Zentimeter Eis wurde auf die Speicherkarten gebannt, bis wir die Tour auf einem anderen Weg entlang der Küste fortsetzten. Ein Aussichtspunkt war schöner als der andere. Wir stiefelten über knöchelhohe Zwergbirkenwäldchen und wurden von lästigen Mückenschwärmen gepeinigt. Schade, dass kein Lüftchen wehte! Am Ende bogen wir auf den Rückweg nach Ilulissat ein. Nach ein paar eigenen Erkundungsrunden in der Stadt trafen wir uns an der lokalen Souvenirwerkstatt und wurden dort von Sven und Elke in Empfang genommen. Nach einer kurzen Einführung zum Zodiac wurden wir zur CAPE RACE eingeschifft.
Noch während des Abendessens fanden wir uns in unglaublicher Nähe zu den riesigen Eisbergen wieder. Hier an der Eisbarriere, eine Flachstelle vor dem Eisfjord, die zwischen 40 und 90 Meter tief ist, wird die Spreu vom Weizen getrennt. Bis zu 70 Meter hohe Eisberge bleiben hier stecken und müssen sich erst mehrfach drehen und auseinanderfallen, bevor sie den Weg, wie die kleineren Eisberge, in die Diskobucht hinaus fortsetzen können. Das Mittagessen ging schnell von statten und auch die vier Stunden Zeitverschiebung wurden ignoriert. Die meisten von uns blieben bis spät am Abend auf dem Vordeck und genossen die Aussicht.

Samstag, 24. Juno 2017 ‒ Auf See nach Nuuk, leicht bewölkt, windstill, 5°C
Position 7:30 Uhr: 68°11'N, 53°32'W
Tiere: Eiderenten, Gryllteiste, Mantelmöwe, Buckelwal, Sattelrobben
Einige von uns waren heute Morgen schon lange vor dem Frühstück auf, um die Inselwelt südlich von Aasiat zu bewundern. Das Wasser hier war spiegelglatt und vereinzelt blinkten weiße Eisberge zwischen den Inseln. Buckelwale wurden in der Ferne gesichtet. Auch einige Möwen, Gänse und Eiderenten waren ab und an unterwegs. Der Vormittag verlief ruhig. Wir tauschten uns untereinander und mit den Guides über dies und das bei einer Tasse Tee aus, oder träumten an Deck über Wellen und Landschaft. Am Nachmittag erklärte Elke uns etwas über die Vögel, die wir unterwegs treffen könnten und auch Interessantes zu Brut- und Nahrungsverhalten und Anpassungsvermögen der unterschiedlichen Arten.
Vogelfelsen in diesem Bereich der Westküste sind so gut wie nicht mehr besiedelt. Lummenvögel sind auf Grund zu starker Bejagung, Fischfang und Störungen während der Brutsaison aus dieser Gegend so gut wie verschwunden. Eine Studie von 2003 publizierte einen Populationsrückgang von Dickschnabellummen um 80 bis 90 Prozent für den Bestand südlich der Diskoinsel.
Heute würden wir nicht mehr an Land gehen. Der Kapitän wollte so schnell wie möglich die Hauptstadt Nuuk erreichen, bevor wir in eine angekündigte Schlechtwetterfront geraten. Das heutige ruhige Wetter ausnutzend, lud uns Sven ein, seinen neuen Film über Lichtkunst und Grönland zu sehen. Die Jungs aus der Küche überraschten uns mit einer riesigen Schüssel Popcorn. So ließen wir es uns gut gehen und den Abend gemütlich ausklingen.

Sonntag, 25. Juno 2017 ‒ Auf See nach Nuuk & Kangeq, Nebel, windstill, 3°C
Position 7:30 Uhr: 65°17'N, 53°09'W (südlich von Manitsoq)
Tiere: Mantelmöwe, Eissturmvogel
Zum Frühstück schaukelte es leicht, aber noch kamen alle an Deck. Draußen war die See glatt, nur die Dünung rollte das Schiff etwas hin und her. Die Sicht war fast den ganzen Tag lang stark eingeschränkt, auch wenn der Nebel später dünner wurde. So konnten sich ein paar wenige Sonnenanbeter dick eingemummelt an Deck aufhalten. Über den Tag nahm das Schaukeln leicht zu und die meisten verkrochen sich lieber in ihre Kabinen. Das Sitzen am Mittagstisch wurde für einige zur Tortur, auch wenn sie tapfer standhalten wollten. Der Nachmittag gestaltete sich ähnlich, auch wenn sich gegen vier die Sicht besserte. So konnten wir wenigstens die Küste sehen und mit der Kamera den ein oder anderen Eissturmvogel einfangen. Kurz nach sechs drehten wir in die Einfahrt nach Nuuk ein und bald darauf wurde die See ruhig und auch der Letzte konnte am Abendessen teilnehmen.
Währenddessen ankerte das Schiff vor einem geschützten Hafen einer kleinen Insel. Kurz darauf fuhren wir bei der verlassenen Siedlung Kangeq an Land. Ein paar Häuser waren in gutem Zustand und wurden scheinbar noch als Sommerhäuser genutzt. Andere sahen ziemlich zerfallen aus, waren dafür aber umso fotogener. Wir genossen die Freiheit, endlich über Steine und Tundra zu turnen. Wir liefen über Wälder aus Krautweide und durch Krähenbeerenheiden. Hinter einem Hügel lag ein alter Friedhof. Hinter anderen Hügeln gab es weitere verfallene Häuser oder Fundamentreste zu entdecken. Halb zehn ging es zurück zum Schiff.
Eine Stunde später fuhren wir in den Hafen von Nuuk ein. Die hohen Berge im Hintergrund wurden schön von der Abendsonne angestrahlt. Alle waren auf den Außendecks, um das Licht und die Sicht zu genießen. Ein paar von uns zogen mit der Mannschaft noch los, für eine Stunde grönländischen Barerlebnisses.

Montag, 26. Juno 2017 ‒ Nuuk & Færingehavn, bewölkt, windstill, 12°C
Position 7:30 Uhr: 64°10'N, 51°43'W
Tiere: Kolkrabe, Mantelmöwe, Eisente, Schneeammer, Steinschmätzer
Nach einer ruhigen Nacht, ohne Motorengeräusche und Schaukelei ging es auf Erkundungstour durch die grönländische Hauptstadt Nuuk. Moderne Gebäude und Hochhäuser wechselten mit älteren Betonbauten ab. Der Straßenverkehr zeitweise recht rege. Eine Kreuzung wurde sogar von einer Verkehrsampel geregelt. Sven erzählte uns unterwegs einiges zur Stadt und den Gebäuden. Nachdem wir Stadtzentrum und Fußgängerzone durchquert hatten, liefen wir zur alten Kirche. Dort stand die grönländische Flagge noch auf Halbmast, zum Andenken der Opfer des Erdrutsches und des folgenden Tsunamis bei Uumanaq vergangene Woche. Oberhalb der Kirche stand ein Monument von Hans Egede. Der von den Lofoten stammende Pfarrer kam 1721 nach Nuuk, um nach den verschollenen Nordmännern zu suchen. Diese fand er zwar nicht, dafür entschied er sich aber, vor Ort zu bleiben und stattdessen den ansässigen Inuit zum Christentum zu bekehren.
Wie zum Trotz gegen die Christianisierung stand eine Statue von der Mutter des Meeres in der Brandung unterhalb des Egede Felsens.
Dann war es an der Zeit, das Museum zu besuchen. Die Ausstellung war sehr umfangreich. Wir lernten nicht nur um die Herkunft und Einwanderungswellen der heutigen Inuit. In Vitrinen waren zahlreiche archäologische Fundstücke von Werkzeugen, Waffen und Kleidung ausgestellt. Dioramen und kleine Modelle zeigten das harte Leben der Ureinwohner Grönlands in allen Facetten.
Nach dem Abendessen erreichten wir die verlassene Streusiedlung Færingehavn. Leerstehende Gebäude, Totenstille und später Abend trugen zu einer etwas gespenstigen Atmosphäre bei. In einigen Häusern schien der Tisch fast fertig gedeckt, in anderen waren Schränke und Schübe weit geöffnet. Als ob die ehemaligen Bewohner dieser Siedlung Hals über Kopf davongelaufen wären. 1920 bewarben sich Fischer von den Färöer-Inseln beim dänischen Staat um eine Fischereierlaubnis. 1937 wurde hier ein internationaler Fischereihafen eröffnet. Die Gegend war reich an Dorsch und Lachs. 1989 ging die Firma Nordafar in Konkurs und der Betrieb wurde eingestellt. Die letzten Einwohner des Ortes verließen den Platz vor etwa 25 Jahren.

Dienstag, 27. Juno 2017 ‒ Akunnaat/Lichtenfels & Fiskenæset, bewölkt, windstill, 16°C
Position 7:30 Uhr: 63°03'N, 50°45'W
Tiere: Seeadler, Kolkrabe, Mantelmöwe
Die Nacht hatte es wieder wild geschaukelt. Zum Glück war Punkt Frühstückszeit Ruhe. Keine Stunde später erreichten wir die Insel Qeqertarsuaq, wo wir an Land auf Expedition gingen. Wir fanden uns bald in einer geschützten Bucht wieder, wo Fundamente von Häusern und zahlreiche Torfhausgrundfesten die Wiese bedeckte. Gepflasterte Wege waren unter dichten Graswuchs und goldgelben Löwenzahn noch zu erkennen. Die ehemaligen Bewohner schienen auch kleine Äcker bewirtschaftet zu haben. Das war der Platz, wo 1758 die Herrnhuter Gemeinde mit Erlaubnis des dänischen Königs Frederik 5. eine Missionsstation erbaute. Die Station entstand inmitten eines stark besiedelten Inuit-Wohnplatzes. Ein Teil des ehemaligen Missionsgebäudes steht noch heute im Nachbarort Fiskenæset (Qeqertarsuatsiaat), der andere Teil ist durch einen Brand verloren gegangen. Zwischen den 1950er und 60er Jahren wurden auch die Leute dieses Ortes nach Qeqertarsuatsiaat umgesiedelt.
Wir wanderten an der kleinen Bucht den ehemaligen, gepflasterten Weg entlang. Nach einem kurzen Halt am alten Friedhof wanderten wir ein Tälchen bergan. Auf den umliegenden Bergen lockten Steinmänner zu größeren Höhen. Rosablühende Alpenazaleen, purpurroter Steinbrech und stengelloses Leimkraut säumten unseren Weg nach oben. Als wir die Gipfel und Aussicht genossen, überraschten uns zwei junge, neugierige Seeadler, in dem sie über uns ihre Kreise zogen.
Am Nachmittag booteten wir bei der Siedlung Fiskenæset (Qeqertarsuatsiaat) aus. Wir besichtigten staunend das überaus saubere und gepflegte 300-Seelen Dorf. Die Leute hier leben vorrangig von Fischfang und Rentierjagd. Sie verdienen sich aber auch ihr Geld mit Kunsthandwerk und Edelsteinen.
Bevor wir aus dem geschützten Fjord herauskamen, gab es wieder ein leckeres Mittagessen und gleich im Anschluss gab Elke uns noch eine Einführung zu Gletschern und gletschergeformter Landschaft.

Mittwoch, 28. Juno 2017 ‒ Kvannefjord: Nigerdlikasik Gletscher & Sermilik Avangnardleg, leicht bewölkt, windstill, 15°C
Position 7:30 Uhr: 61°59'N, 49°12'W
Tiere: Mantelmöwe, Polarmöwe, Dreizehenmöwe, Kriebelmücken
Endlich wieder eine ruhige Nacht hinter uns! Bei Sonnenschein und glatter See wachten wir zwischen fast 1000 Meter hohen Bergen im malerischen Kvannefjord auf. Den Morgen verbrachten wir im südlichen Zipfel des Nigerdlikasik Fjord. Ein malerischer Gletscher bildete das Ende des Fjords. Bei prallem Sonnenschein stiegen wir auf poliertem Bändergneis-Boden an Land. Sofort wurden wir von hunderten von Kriebelmücken in Empfang genommen. Die Mückennetze waren in nur wenigen Sekunden auf unseren Häuptern und ab ging es über Schutt und Stein auf Tundrawanderung. Immer höher stapften wir durch dichte Vegetation den Berg hinauf. Die Sicht über den Fjord und den Gletscher war grandios. Wir entdeckten auch neue Pflanzenarten, die deutlich zeigten, dass wir nun in südlicheren Regionen unterwegs waren: Wachholder bedeckte die oberen Hangbereiche. Eine erste Eberesche duckte sich hinter einen Stein mit Aussicht nach Süden. Schneeenzian, Fettkraut und Thymian zierten mit ihren winzigen Blüten die alpine Heide. Ganze drei Stunden waren wir unterwegs. Ab und an krachte es im Eis. In der Ferne rauschten mehrere Wasserfälle mit Schmelzwasser vom Inlandeis die Hänge hinab; und die Sonne wärmte sommerlich.
Während des Mittagessens setzten wir in den nördlichen Fjordarm um. Dort war das Wasser mit zahlreichen Eisskulpturen bedeckt. Scheinbar dünne Wasserfälle rannen die bis zu 1000 Meter hohen Berge hinab und in der Ferne leuchtete ein weiterer Gletscher mit noch breiterer und aktiverer Front. Dort blieben wir und drifteten für einige Stunden. Wir saßen in der Lounge oder auf dem Außendeck und genossen die Aussicht für einige Stunden, so wie die zahlreichen jungen Mantel- und Polarmöwen auf den umliegenden Eisbergen. Sven und Elke überraschten uns vor dem Abendessen mit einem kleinen Umtrunk mit echtem Gletschereis auf dem Vorderdeck. Als wir gegen 19:00 Uhr losfahren wollten, verabschiedete sich der Gletscher von uns, indem er einen der hohen mittleren Türme mit lautem Salut ins Wasser rauschen ließ.

Donnerstag, 29. Juno 2017 ‒ Ivittuut, Nebel, windstill, 5°C
Position 7:30 Uhr: 61°08'N, 48°39'W
Tiere: Moschusochse, Gryllteiste, Eissturmvogel
Spät am Morgen erreichten wir die verlassene Bergbausiedlung Ivittuut. Der Nebel hatte sich so weit im Fjordinneren gehoben und es lagen nur noch Wolkenfetzen um die Spitzen der Berge. Seit 1857 förderten die Dänen hier das seltene Mineral Kryolith, was zur Schmelzpunkterniedrigung bei der Aluminiumherstellung gebraucht wurde. Dieses Mineral war so wertvoll, denn nur in Ivituutt gab es ein abbaubares Vorkommen, dass die Amerikaner im 2. Weltkrieg die Mine vor den Deutschen bewachten. 1987 wurde der Bergbau eingestellt. Wir gingen an einer wackeligen Leiter an Land. Als erstes stolperten wir über wunderschöne, rötlichbraune Steine, die fast alle zum Mitnehmen einluden. Doch dann gingen wir eine Runde um den verlassenen und mittlerweile wassergefüllten Tagebau. Schulterhohes Weidengebüsch säumte den Weg. Gelber und orangener Mohn brachten kleine Farbkleckse ins Grüngrau der Landschaft. Dann entdeckten wir sie: Moschusochsen! Mitten im Ort war ein altes Weibchen unterwegs. Kurz vor dem letzten verlassenen Haus hatte sich eine Familie mit zwei Jungtieren an den Weidenbüschen gelabt, bis Sabine und Sven sie erschreckten. Beide Parteien liefen erschrocken in entgegengesetzter Richtung davon, bis sie bemerkten, dass man sich auch gegenseitig beobachten kann. Zu diesem Zeitpunkt stießen auch wir anderen dazu und bekamen einen herrlichen Eindruck von diesen starken Tieren.
Den Nachmittag ruhten wir uns bei leichtem Geschaukel aus, so dass wir nach dem Abendessen fit waren für das Bordkino. Der Film des Tages hieß Palos Hochzeit. Das Resultat der 7. Thuleexpedition des großen grönländisch-dänischen Polarforschers Knud Rasmussen, der die Fertigstellung des Filmes leider nicht mehr erlebt hat. Schöne, humorvolle Szenen aus dem Alltag der Inuit der Ostküste brachten uns das ursprüngliche Leben in diesem Teil der Welt näher.

Freitag, 30. Juno 2017 ‒ Hvalsey & Narsaq, tiefhängende Wolken, windstill, 5°C
Position 5:45 Uhr: 60°49'N, 45°45'W
Tiere: Raben, Spornammer, Steinschmätzer, Robben
Auwei, halb 6 aus den Federn! Das war nicht leicht heute. Noch dazu tiefhängende Wolken. Als wir dann allerdings an Land kamen, eröffnete sich uns ein kleines Paradies. Gelbe, weiße und rosa Blumenteppiche waren vor uns ausgebreitet und führten uns zu den Ruinen der Gefolgsleute von Thorkel Farserk, der hier um 985 ankam. Die Größe der Höfe lässt auf deren damaligen Reichtum schließen. Die Kirche wurde um 1300 aus Granit errichtet. Zum Kirchspiel gehörten etwa 30 kleinere Höfe. Den letzten Nachweis der Siedlung kennt man aus einer Hochtzeitseintragung von 1408.
Heute saßen die Raben Hugin und Munin auf den Felsen vor der ehemaligen Wikingersiedlung und riefen uns einen lauten Willkommensgruß zu. Generell waren die Vögel hier eher zutraulich. Steinschmätzer fütterten vor unseren Augen ihren Nachwuchs und Spornammern sammelten trällernd Samen und Knospen. Die Stille war fast vollständig und wir konnten jede Minute an diesem magischen Ort genießen.
Am Vormittag erzählte Elke uns mehr über Pflanzen und deren Anpassungen. Spannend zu hören, dass auch Pflanzen Winterschlaf halten und tiefste Temperaturen tolerieren können. Hinterher konnten wir unsere Blümchenfotos dann bestimmen. Mittlerweile passierten wir mehr und mehr Eisberge in den Fjorden. Am Nachmittag, als es vor Eisbergen nur so wimmelte, erreichten wir Narsaq.
Narsaq bedeutet auf grönländisch „Ebene”. Kurz vor dem Jahr 1000 wurde hier die „Landnahme-Siedlung der Wikinger gegründet. 1830 wurde der Ort als Handelsstation, ein Außenposten von Julianehåb (Qaqortoq) angelegt. Heute wohnen hier mehr als 1500 Menschen, die hauptsächlich von Fischfang, Schafzucht und Tourismus leben.
Wir legten im Hafen an, und konnten so ein wenig für uns selbst die Kleinstadt erforschen. Das eigentliche Zentrum lag hinter einem Hügel. Schule, Kirche und ein großer Einkaufsladen, wo es alles von Kühlschrank über Wurst bis zum Jagdgewehr zu kaufen gab, lagen in unmittelbarer Nähe zueinander. Ringsherum lagen die typisch bunten Häuschen der Einwohner.
Als wir zurück zum Schiff kamen, standen immer noch zahlreiche Kinder mit ihren Angeln am Pier. Einige hatten Dorsche gefangen und trugen sie stolz nach Hause. Einige von uns ließen sich vom Angelfieber anstecken und sobald wir mit dem Schiff vor dem Ort, zwischen den Eisbergen vor Anker lagen, wurde Angelgerät fertiggemacht und fleißig probiert. Leider war der Erfolg nicht ganz so groß, da war es umso besser, dass die Küche für uns ein BBQ auf dem Außendeck vorbereitet hatte. So konnten wir uns wieder einmal den Bauch vollschlagen und gleichzeitig den Eisberggefüllten Fjord im Abendsonnenlicht genießen. Als Überraschung bekamen wir gekühltes, lokal gebrautes Bier serviert. Zweimal trieb ein Berg auf uns zu und rammte uns. Der zweite war so groß wie unser Schiff und wollte unsere Ankerkette übernehmen. Die Mannschaft konnte dagegenhalten und um nicht wieder mit einem Eiskoloss kämpfen zu müssen, fuhren wir zurück in den Hafen. Hier genossen wir in aller Ruhe einen Reiserückblick in Bildern, den Sven für uns vorbereitet hatte und ließen in gemütlich-gemeinsamer Runde den Abend ausklingen.

Samstag, 01. Juli 2017 ‒ Brattahlid & Narsarsuaq, leicht bewölkt, leichte Brise, 10°C
Position 7:30 Uhr: 61°00'N, 45°34'W
Tiere: Schafe, Steinschmätzer, Seeadler und einige Mücken
Narsarsuaq bedeutet „große Ebene”. Während des Frühstücks legten wir hier im Hafen an. Unsere Taschen waren alle gepackt und wir bereiteten nur noch ein paar Mitnahmebrote für uns vor. Punkt neun gingen wir für einen Bonusausflug von Bord und fuhren in zwei Schlauchbooten über den Fjord nach Brattahlid (Qassiarsuk), der einstigen Siedlung von Erik dem Roten, der 982 als geächteter Mann mit Gefolgsleuten Island verließ und sich nach langer Reise in dieser klimatisch günstigen Region Grönlands niederließ. Von hier aus unternahm er Erkundungsfahrten bis zur Diskobucht. Später fuhr er zurück nach Island, überzeugte weitere Leute und fuhr mit ihnen nach „Grünland”. 14 von 25 Schiffen erreichten ihr Ziel und die Neuankömmlinge gründeten die Ostsiedlung. In den folgenden Jahren kamen weitere Neusiedler und es entstanden die Westsiedlung bei Nuuk und die Mittelsiedlung bei Ivittuut. Man nimmt an, dass insgesamt 5000 bis 6000 Wikinger nach Grönland gekommen waren.
Die Ostsiedlung umfasste ehemals 192 Höfe. Brattahlid war einer der bedeutendsten, mit Versammlungshalle, Vorratshäusern, Schmiede und Ställen, die Platz für etwa 50 Kühe boten. Später, als das Klima kühler wurde und die Wiesen überweidet waren, ging man über zu Schafzucht und Robbenjagd. Das Christentum brachten die Siedler möglicherweise von Anfang an mit, oder Leif Eriksson, der Sohn Eriks des Roten, führte diese Religion hier ein. Anfänglich bestand guter Handelsverkehr mit Norwegen. Später schlief dieser vermutlich ein und auch das Klima verschlechterte sich. Zusätzlich gab es Konflikte mit den Inuit. Noch vor 1350 war die Ostsiedlung vermutlich verlassen.
Wir wanderten bei schönstem Wetter die Straße der heutigen Siedlung entlang. Heute gibt es hier sowohl eine grönländisch geführte Jugendherberge, als auch ein dänisch geführtes Hostel. Der lokale Farmer betreibt Schafszucht und hat ein kleines Museum aufgebaut. Die Statue von Leif Eriksson wacht hoch oben auf einem Fels über den Ort. Die Wiesen ringsum leuchteten gelb von Löwenzahn und Butterblumen. Am Ende des Ortes fanden wir die Ruinen der ursprünglichen Siedlung, die um 1930 ausgegraben wurde. Kirchlein und Versammlungshaus waren liebevoll rekonstruiert. Zwei Seeadler kreisten hoch oben über dem Ort und weiße Eisberge glänzten schimmernd weiß auf dem türkisfarbenen Fjord. Wir ließen uns unser Picknick inmitten von Glockenblumen, Fingerkraut und Löwenzahn schmecken. In aller Ruhe konnten wir hier von Grönland Abschied nehmen.
Auf dem Weg zurück nach Narsarsuaq machten wir noch einen kleinen Umweg zu einer Gruppe Eisberge, die direkt vor dem Beginn der Landebahn lagen. Schmelzwasser tropfte beständig an den bizarren Kanten herab. Und wir nahmen die Gelegenheit war, unsere Eisbergfotosammlung zu vervollständigen. Dann war es Zeit, die Boote dem Schiff zurück zu geben und in den Minibus einzusteigen, der uns zum Flughafen brachte. Netterweise konnten wir schon einchecken. So hatten wir genug Zeit, die letzten grönländischen Sonnenstahlen und vereinzelte Mücken in guter Gesellschaft im Biergarten des lokalen Cafés zu genießen. Grönland verabschiedete sich mit einem grandiosen Blick über Gletscher, Fjorde und Inlandeis, bevor wir auf das Grauwolkengebiet von Island zusteuerten.
www.polar-kreuzfahrten.de - www.polar-kreuzfahrten.de/groenland-reisen.html

17608 Tag 2 Diskobucht Foto Sven NiederNiemals langweilig: In der Diskobucht lockt ein nicht endender Vorrat aus bizarren Eisskulpturen – groß wie ein Mehrfamilienhaus oder klein wie eine Garage. Foto: Sven Nieder

17608 Tag 2 Isfjord Foto Sabine SchmidbaurDer Ilulissat-Eisfjord (grönländisch: Kangia) ist durch die starke Aktivität des Gletschers Sermeq Kujalleq fast vollständig mit Eisbergen gefüllt und
steht seit 2004 auf der UNESCO-Welterbeliste.
Foto: Sabine Schmidbaur

17608 Tag 2 Isfjord 2 Foto Sabine SchmidbaurAn einem sonnigen Tag erreichen die Temperaturen in Ilulissat durchaus mal die 20° Marke. So kommt man in den Genuss dieser außergewöhnlichen Pause mit grandioser Aussicht. Foto: Sabine Schmidbaur

17608 Tag 4 Ankunft in Nuuk Foto Elke LindnerNuuk ist mit gut 17.000 Einwohnern eine der kleinsten Landeshauptstädte weltweit. In der Universitätsstadt gelingt den Inuit allmählich die
Kombination von Tradition und Moderne.
Foto: Elke Lindner

17608 Tag 4 Landgang in Kangeq Foto Elke LindnerEin arktischer Wald in voller Blüte. Die oberirdischen Triebe der Netzweide erreichen eine Größe von gerade einmal einem bis fünf Zentimetern.
Foto: Elke Lindner 17608 Tag 4 Landgang in Kangeq Foto Sven NiederIn den 1960er Jahren wurde die Siedlung Kangeq verlassen, da in der nahe gelegenen Hauptstadt Nuuk Arbeitskräfte fehlten. Noch heute nutzen
einige Jäger den Ort als Sommerquartier, da die Gegend als wildreich gilt.
Foto: Sven Nieder

17608 Tag 5 Nuuk Foto Sven NiederImmer mehr Grönländer zieht es in die Hauptstadt. Die funktionelle Bauweise der 1960er und 1970er Jahre überragt die typischen bunten Holzhäuser.
Die Statue der Mutter des Meeres liegt direkt zu Füßen der Erlöserkirche von 1849.
Foto: Sven Nieder17608 Tag 6 Akunaat Foto Sven Nieder Gummistiefel sind ein wichtiger Bestandteil der Expeditionsausrüstung. Landgänge in der grönländischen Tundra führen sonst leicht zu nassen
Füßen – hier bei der ehemaligen Siedlung Akunaat.
Foto: Sven Nieder

17608 Tag 6 Fiskenaeset Foto Sven NiederDer Besuch in der kleinen grönländischen Siedlung Fiskenæsset (etwa 300 Einwohner) beschert den Expeditionsteilnemer(inne)n viele neue
Fotomotive.
Foto: Sven Nieder

17608 Tag 6 Fiskenaeset 2 Foto Sven NiederDie MS CAPE RACE liegt in den geschützten Gewässern vor Fiskenæsset (Qeqertarsuatsiaat). Steinmännchen wurden mitunter schon vor hunderten
von Jahren als Orientierungspunkte errichtet.
Foto: Sven Nieder

17608 Tag 7 Kvannefjord morgens 2 Foto Sven NiederBei einem Landgang erkundet die Gruppe den Avangnardleq Gletscher. Foto: Sven Nieder

17608 Tag 7 Kvannefjord abends Foto Elke LindnerDie Gletscherfront des Nigerdlikasik Gletschers liegt beeindruckend vor dem Bug der MS CAPE RACE. Das Vordeck ist ein optimaler Aussichtspunkt.
Foto: Elke Lindner

17608 Tag 8 Ivittuut Foto Sabine SchmidbaurEine kleine Herde Moschusochsen hat das Gelände der verlassenen Siedlung Ivittuut für sich entdeckt. Nach anfänglicher Überraschung (beidseitig) beobachtet man sich gegenseitig aus sicherer Entfernung. Foto: Sabine Schmidbaur

17608 Tag 8 Ivittuut 2 Foto Elke LindnerAuf 61°12’ nördlicher Breite liegt die ehemalige Bergbau-Siedlung Ivittuut. Hier verstecken sich die verlassenen Gebäude der ehemaligen Kryolith-Mine zum Teil schon wieder hinter „echten” Bäumen. Foto: Elke Lindner

17608 Tag 9 Eisberg Foto Elke LindnerStändige Begleiter: Die farben- und formenprächtigen Eisberge begegnen Ihnen während der gesamten Reise immer wieder. Foto: Elke Lindner

17608 Tag 9 Kirche Brattahlid Foto Elke LindnerEric der Rote ließ der Überlieferung nach auf Wunsch seiner Ehefrau die erste christliche Kirche Grönlands um das Jahr 1.000 erbauen. In der Nähe
der originalen Ruinen findet sich heute in Brattahli∂ (Qassiarsuk) ein liebevoll gestalteter Nachbau.
Foto: Elke Lindner

17608 Tag 9 Abschied CAPE RACE im Hafen von Narsarsuaq Foto Elke LindnerDie CAPE RACE liegt im Hafen von Narsarsuaq. Ein letzter Blick aus dem Flugzeug, dann heißt es endgültig Abschied nehmen. Foto: Elke Lindner

17608 Tag 9 Narsaq Foto Elke Lindner

Die Bevölkerung von Narsaq, einer der größten Siedlungen im Süden Grönlands (etwa 1.500 Einwohner), lebt zu einem großen Teil vom
Fischfang und der Fischverarbeitung.
Foto: Elke Lindner

17608 Groenland Beispiel Routenkarte 2 Polar Kreuzfahrten

Beispiel-Routenkarte dieser Reise. Karte: Polar Kreuzfahrten, Neustadt

 

17608 Tag 9 Narsaq 2 Foto Elke LindnerKlein ist der Mensch im Vergleich zur weiten, großartigen Landschaft Grönlands. Eine Reise in seine einzigartige Natur mit zahlreichen außergewöhnlichen Begegnungen berührt Jeden. Foto: Elke Lindner

SEE und BINNEN 10

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 16 Potsdam 25 Park Sanssouci 2Blick vom Schloss Sans Souci auf den Schlosspark. Fotos: Dr. Peer Schmidt-Walther, Stralsund


Dr. Peer Schmidt-Walther

Zwischen Ostseestrand und Havelland
Kontrastreiche Kreuzfahrt mit MS KATHARINA VON BORA – Teil 2

Klein-Holland in der uckermärkischen Schorfheide
Die Busrundfahrt von Eberswalde führt zur Zisterzienser-Klosterruine Chorin von 1334, gilt sie doch als eines der ältesten teilweise noch erhaltenen Bauwerke der Backsteingotik. Die Führung gibt auch Einblicke in das karge Leben der Mönche zu damaliger Zeit. „Aber es gab sauren Wein und dünnes Bier”, grinst der Hobby-Forscher, „ein schwacher Trost”.
Zum Schluss noch einmal Niederfinow: diesmal mit tiefen Einblicken von der Aussichtsterrasse hinunter auf spielzeugkleine Schiffchen, die in den Trog einlaufen.
Vor den kommenden Brückenpassagen haben die Matrosen die Reling umgelegt. Angestrengt peilen sie nach vorn. „Gleich wird’s gaaanz knapp”, weiß einer und warnt noch einmal die Passagiere davor, von ihren Stühlen aufzustehen und vor allem nicht die Köpfe zu heben. „Das Beschädigen der Brücke ist bei Strafe verboten!” scherzt er. Bei einer etwas höheren Konstruktion freut sich eine Frau über ihren geduckten Mann: „Endlich bist du mal ganz klein!” Der umfangreiche Herr neben ihnen verzieht sich vorsichtshalber gleich nach unten: „Bei meinem Bauch kann ich mich nicht bücken.”
Tiefe Kratzspuren unter der Brücke zeugen von unsanfteren Annäherungen weniger glückhafter Schiffe. Vor dem Abzweig zum Werbellin-Kanal begrenzen hohe Deiche das tiefliegende, sumpfige Wiesenland – „Klein Holland” genannt – am Rande des uckermärkischen Biosphärenreservats Schorfheide. Wildschweine wühlen hingebungsvoll in der Kanalböschung. „Das hab’ ich auch noch nicht gesehen”, meint ein Potsdamer von diesem Anblick beeindruckt. „Und erst die fischenden Reiher aus der Vogelperspektive”, schwärmt seine Frau. Dazu zählt auch ein Zug auf der Strecke Stralsund – Berlin, der plötzlich zehn Meter unterm Kiel durch den Tunnel donnert.

Wir queren das Berlin-Eberswalder Urstromtal
Den Kanal säumt jetzt nur noch eine Wand aus schier undurchdringlichem Kiefernwald. Der gedeiht prächtig auf Brandenburgs trockener „Streusandbüchse”. „So stell’ ich mir eine Amazonas-Fahrt vor”, träumt jemand laut. Aus „Klein-Holland” gleiten wir übergangslos in den „brasilianischen Dschungel”.
Zeit für die Abschieds-Gala: Der bulgarische Chef hat gemeinsam mit seinem Team kulinarische Highlights in der Mini-Kombüse gezaubert: Gänseleberpastete an Portweingelee; doppelte Kraftbrühe mit Morcheln; Lachsstrudel auf roten Nudeln, drapiert mit Safransauce; feines Rinderfilet an Cognacsauce, angerichtet mit Kartoffelgratin und Minaretkohl gefüllter Tomate; Brüsseler Endivien mit Schinken; Dessert „Krönung”; belgische Pralinen; Napoléon. Schon beim Lesen der Karte läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Im Licht ihrer beiden Suchscheinwerfer tastet sich KATHARINA auf dem Oder-Havel-Kanal entlang. Die Szenerie wirkt mystisch, die Luft duftet harzig nach einem Regenschauer.
Der Schleusenwärter von Lehnitz bei Oranienburg gibt kurz vor Schichtende noch grünes Licht für die Sieben-Meter-Absenkung auf Havel-Niveau. Bei der Schleusen-Ausfahrt tropft es vom hochgezogenen Tor: eine unplanmäßige Taufe mit Havel-Wasser. Dann ist endlich Feierabend an den Pfählen im Lehnitz-See. Kapitän Volker Rümmler gönnt sich noch ein kühles Helles und taucht dann ab in seine Kabine, denn morgen muss er wieder früh raus und auf die Brücke.

Entlang der früheren Staatsgrenze West
Hennigsdorf glänzt bei Sonnenaufgang mit Geschwindigkeit: nagelneue ICE- und andere Züge aus der traditionsreichen Borsig-Lokomotivschmiede warten neben dem Kanal auf ihren schnellen Einsatz. Und über die Brücken des Autobahnrings brettern Blechkolonnen. „Rein jar nischt kriegen se mit.” meint eine Berlinerin kopfschüttelnd und lobt die beschauliche Langsamkeit „ihres Dampfers”. Die „Herren der Schöpfung” delektieren sich derweil an sparsam bekleideten „Gänseblümchen”. Die „sprießen” bikiniknapp auf gelb leuchtenden Traumstränden – dort, wo märkischer Sand von seinen Kiefern entblößt worden ist. Ein beleibter Petri-Jünger wärmt seine Rundungen genüsslich in der Sonne. „Dir hat der Arzt wohl Sport verordnet.” ruft jemand hinüber und alle lachen. Dicht an dicht aufgereihte Laubenpieper-Hütten gewähren intime Einblicke in sonntägliche Frühstücks-Idyllen. Die Gartenbewegung hatte hier in den zwanziger Jahren ihren Ursprung und nennt sich heute wie damals „Eden”.
Als der aus DDR-Zeiten übrig gebliebene Wachtturm bei Niederneuendorf in Sicht kommt, werden bei einem Passagier Erinnerungen wach: „Da musste ich als junger Bengel dienen. Zur Marine ließ man mich nicht”. Er meint seine damalige Einheit, die mit ihren schnellen Booten die „Staatsgrenze West” auf dem Wasser „schützte”. Zum „Trost” für ihn: in Marine-Uniform. Neben der Einfahrt in den Oder-Havel-Kanal bei Hennigsdorf deuten noch versenkte Schleppkähne darauf hin, dass das Ufer des Sees, der an den Berliner Stadtteil Heiligensee grenzt, bis zur Wende blockiert war.

Wie Ziethen aus dem Busch
Eingerahmt von Instrumenten, Monitoren und Radargerät hockt Volker Rümmler an seinem Fahrpult. Tegeler See und Oberhavel mit ihren Inseln, Bootsanlegern und Fähren verlangen Konzentration. Das Frühstück erledigt er so nebenbei. Doreen informiert inzwischen ihre Gäste bei Brötchen und Kaffee: „Wie Sie sicher schon bemerkt haben, meine Damen und Herren: Nur wenige Weltstädte haben ein so ausgedehntes wasserreiches Netz von Seen, Flüssen und Kanälen wie Berlin. Die Havel ist nach der Spree der zweitwichtigste natürliche Wasserlauf der Stadt. Wegen ihrer zahlreichen seenartigen Erweiterungen nannte man den Fluss altnorddeutsch ’Haf’, was soviel wie See bedeutet.” Wir hören weiter, dass der von 1909 bis 1914 gebaute 56 Kilometer lange Oder-Havel-Kanal, in den wir einlaufen, früher die wichtigste Großschifffahrtsverbindung zwischen Berlin und Stettin war. Joachim Schramm und Volker Rümmler kennen das Revier wie ihre Westentasche und so manche Anekdote aus ihrer Zeit als Frachtschiffs-Kapitäne. Einst beförderten sie hier hunderttausende von Ladungstonnen für die volkseigene Wirtschaft. Die Kollegen von damals dieseln mit Schubverbänden vorbei und grüßen nach oben.
Berlin-Tegels Hochhaus-Skyline duckt sich bald hinter der hohen Kiefernkulisse. Im Wald versteckt das weiße Schinkel-Schloss von Alexander und Wilhelm von Humboldt, einst kurfürstlicher Jagdsitz. „Das berühmte Brüderpaar”, schreibt Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg”, das diesem Fleckchen märkischen Sand auf Jahrhunderte hin eine Bedeutung leihen und es zur Pilgerstätte für Tausende machen sollte, ruht dort gemeinschaftlich zu Füßen einer granitenen Säule, von deren Höhe die Gestalt der ‚Hoffnung’ auf die beiden herniederblickt”.
Das idyllische Forsthaus nebenan ist sogar in einem Vers von Goethes „Faust” verewigt: „…das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel, Wir sind so klug, und dennoch spukt’s in Tegel”. Bei Nacht und Käuzchen-Schreien sicherlich. Ein Leichtes, sich in dem ausgedehnten Waldgebiet zu verlaufen.
In einem Punkt jedoch gleicht die hinter uns liegende Strecke den Abenteuerreisen Alexander von Humboldts vor 200 Jahren: der Geschwindigkeit. Erlaubt sind zwischen neun und zwölf Kilometer Schleichfahrt. Am Ufer lauern nämlich manchmal auch „Wegelagerer”: Wasserschutzpolizisten mit Blitzgerät auf der Jagd nach Temposündern – wie „Ziethen aus dem Busch”, kommentiert Volker Remmler. Da braucht’s denn schon fünf Tagesreisen von der rund 300 Kilometer entfernten Ostsee bis hierher.

Eigenheiten der Wassermänner
Berlin – Stadt zwischen Flüssen und Seen, Stadt der Brücken (keine europäische Metropole bietet mehr, nicht einmal Venedig oder Amsterdam!) und Kanäle, Stadt der wasserfreudigsten Menschen. Der Autor befuhr sie einst als „Spree-Havel-Traumschiff-Kapitän”.
Schon vor 100 Jahren hieß es in der Wiener „Neuen Freien Presse”: „Der Berliner ist aber ein wahrer Wassermann, und wie versteht es der Berliner, dieses sein ureigenstes Element in allen möglichen Weisen für sich nutzbar zu machen!”
Wer nach Berlin kommt, nimmt die Spree nicht für voll, hat allenfalls vom Wannsee gehört und denkt dabei an einen populären Badeteich. „Pack die Badehose ein!”, besang das einst Cornelia Froboess. Diese Gewässer verwöhnen die vielgeplagte Stadt in der märkischen Streusandbüchse mit einer Landschaft, deren Vielfalt ihres gleichen sucht. Von den 891 Quadratkilometern Berlins sind 160 oder 18 Prozent Wald, 53 oder sechs Prozent Gewässer. Das macht ihr so leicht keine Stadt nach.
Eine Dampferfahrt über Flüsse, Kanäle und Seen gehört von jeher zu Berlin wie Molle, Korn oder Berliner Weiße. An dieser Tradition hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Berlin per Schiff – im Volksmund traditionsgemäß als „Dampfer” bezeichnet – zu durchstreifen, ein echtes Erlebnis! Hier sieht man nicht nur vor lauter Uferwald die Bäume nicht. Er kommt auch an Schlössern und einer mächtigen Burg vorüber, ohne die Stadtgrenze zu streifen. Langweilig wird die Fahrt nicht. Dazu wechselt der Kurs zu oft, folgt den gegliederten Ufern in schilfbewachsene Buchten, wo Haubentaucher ihr Revier haben. Vom Oberdeck beguckt sich das in angenehmer Gemütlichkeit. Die eine lässt sich das zweite Stück Torte im Kaffeedeck schmecken, der andere nimmt noch ein Bier. Schließlich steht er nicht am Ruder. Und wannseekrank ist auch noch keiner geworden, jedenfalls nicht von den Wellen.
Sieben Inseln gliedern den Tegeler See und geben ihm ein ganz eigenes Gepräge. Bei Tegelort konnten in den Ufergaststätten vor dem Krieg Familien Kaffee kochen. Auch so eine berlinische Eigenheit. Die Südspitze des Vororts formt eine per Fähre verbundene Havelenge. Zwei Neubau-Brücken überspannen den Spandauer See. Hohe Speichergebäude weisen an Steuerbord auf den Hafen hin. Immerhin war der am 12. Oktober 1973 Schauplatz einer ungewöhnlichen Premiere, als das seegehende Motorgüterschiff CARGO-LINER I getauft wurde. Dessen Heimathafen war die Binneninsel Berlin, die damit Seehafen wurde. Die Flotte wuchs auf sieben Schwesterschiffe an und verband die Stadt mit den großen und kleinen Häfen der Welt.

Märkische Heide, märkischer Sand
Vor der Eiswerderbrücke wird über den Deckslautsprecher gewarnt: „Bitte unbedingt Sitzenbleiben und die Köpfe einziehen, der Wasserstand ist hoch” Nur eine Spanne Luft zwischen Reling und Brückenträgern. Im gleichen Moment zieht ein Jet, gestartet auf dem Flughafen Tegel, im Steilflug donnernd über die Passagiere hinweg. Am Spandauer Ufer trocknen Netze. Ein Fischer, letzter seiner Zunft, bietet auf einer Tafel Aal, Zander und Plötze an, frisch und geräuchert. An Steuerbord das Idyll der Spandauer Wasserstadt mit Kanälen und historischen Gebäuden, alles überragt von der Spandauer Nikolaikirche aus dem 14. Jahrhundert. Die Bezirksstadt lokalisiert sich im Übrigen gern als „bei Berlin gelegen”.
Gegenüber der Schleuse Spandau – sie war wie alle anderen Schleusen bis zur Wende „Territorium der DDR”, weil von Ost-Berlin aus verwaltet – macht sich die mauerbewehrte Zitadelle breit. An Backbord mündet gleich hinter der Juliusturmbrücke nach 380 Kilometern die Spree ein. Ihr Wasser heißt jetzt Havel, die es insgesamt auf „nur” 334 Kilometer bringt. Aber sie wurde 2004 zur „Flusslandschaft des Jahres” gekürt. Das alles gehört zur Bundeswasserstraße HOW, wie die Havel-Oder-Wasserstraße kurz genannt wird.
Einfahrt in die kanalisierte Havel. Gleich drei Mal steht hier der Kilometer null: für Ober- und Unterhavel sowie für die Spree. Ein Stück aufwärts liegt im alten Spreearm die letzte größere Werft Berlins: die Deutschen Industriewerke Spandau. Polnische Schubverbände aus Bromberg oder Stettin passieren mit schlesischer Kohle. Berlins Energie aus dem Osten. Dischinger- und Schulenburgbrücke: Brücken, Brücken – diese Stadt hat rund 900 – mehr als fast jede andere Stadt in Europa. Die flachgelegte Reedereiflagge verbeugt sich davor.
Wenig später an Backbord Tiefwerder, von Laubenhäuschen, Kleingärten und schmalen Kanälchen durchzogen. „Klein Venedig” heißt das Wasserlabyrinth bei den Berlinern.
Zwei Leuchtfeuer markieren Minuten später die kanalisierte Ausfahrt – Pichelswerder Gmünd genannt – in die hier über einen Kilometer breite Unterhavel mit ihrer typisch märkischen Landschaft: weiße Strände und von Kiefern bewaldete Haveldünen. Von der Großstadt Berlin ist hier nichts mehr zu spüren. Jemand von den Oberdecks-Gästen kann sich bruchstückhaft an die erste Strophe des Brandenburg-Lieds erinnern: „Märkische Heide, Märkischer Sand sind des Märkers Freude, sind sein Heimatland … hoch über Sumpf und Sand, hoch über dunkle Kiefernwälder …”
„Das ist die Scharfe Lanke”, erklärt Doreen und meint die Bucht an Steuerbord, „und rechts auf dem Pichelswerder wurde 1815 die PRINZESSIN VON PREUSSEN auf Kiel gelegt, das erste deutsche Dampfschiff. Kurz darauf ein Schicksalsort der Geschichte an Backbord: die Halbinsel Schildhorn. Hier soll der letzte Wendenfürst, Jaczo, verfolgt von Albrecht dem Bären, mit seinem Pferd durch die Havel geflohen sein. Als das Pferd in der Flut versank, soll er „Hilf mir, o Christengott!” gerufen haben. Sein Ruf fand Gehör. Zum Zeichen seiner Unterwerfung hängte er seinen Schild an eine Eiche. Das Denkmal erinnert daran. „Übrigens”, erklärt Doreen, „tragen sämtliche vorspringenden Ecken dieser Seenkette die Bezeichnung ‚Horn’ wie auch das Kuhhorn, das jetzt in Sicht kommt”.

Trocknen Fußes über die Havel
Steuerbord – Villa Lemm, der einstige Wohnsitz des britischen Stadtkommandanten. Vor uns das „Große Fenster”, linker Hand, über dem Wald, der 56 Meter hohe Grunewaldturm, vormals Kaiser-Wilhelm-Turm mit Havelpanorama total. Er wurde 1897/98 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. erbaut. Berliner Skipper, so weiß Erich Wolter, haben eine besondere Beziehung zu dem Turm: „Immer, wenn man vom Wasser aus durch die gegenüber liegenden Turmfenster sehen kann, gibt’s an Bord einen Schluck – natürlich nur für die Mitfahrer”.
An Lindwerder und Schwanenwerder vorbei, Segelboote wie weiße Schmetterlinge auf einem Spiegel. „An schönen Sonntagen”, sagt Kapitän Schramm, „da stehste wie vor einer weißen Wand und könntest trockenen Fußes ’rüberlaufen”. Oberhalb von Kälberwerder, zwischen Kladow im Norden, der noblen Insel Schwanenwerder im Nordosten und Wannsee im Süden, scheint die Havel zum Meer zu werden. „Große Breite” heißt sie daher folgerichtig und präsentiert sich vier Kilometer breit.
Strandbad Wannsee am „Haus-See der Berliner” querab an Backbord. Menschenameisen tummeln sich im Wasser und am gelben Lido-Strand wie eh und je – ob mit oder ohne „Schwesterlein”, wie Cornelia Froboess einst singend empfahl. „Der Sand übrigens”, ergänzt Volker Rümmler, „ist extra von der Ostsee herangekarrt worden”.
Die hohe Turmnadel, die den Wald an Backbord überragt, ist der Fernmeldeturm auf dem Schäferberg. Telefon, Fernsehen – ehemals Berlins Verbindung zur Welt. Hier, nördlich von Potsdam, zeigen sich die Berliner Gewässer von ihrer schönsten Seite. Vier Kilometer Kurs Südwest und vorbei an der Pfaueninsel. Einen Quadratkilometer ist die Insel groß, die früher Kaninchenwerder hieß und „eine absolute Wildnis” war, wie Fontane bemerkte. Nach ihrer Umgestaltung ist sie bis heute eine Mischung aus tropischem Urwald und englischer Parklandschaft geblieben.
Fontane begeisterte sich dafür: „Pfaueninsel! Wie ein Märchen steigt ein Bild aus Kindertagen vor mir auf: ein Schloss, Palmen und Kängurus; Papageien kreischen; Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Volieren, Springbrunnen, überschattete Wiesen; Schlängelpfade, die überall hinführen und nirgends; ein rätselvolles Eiland, eine Oase, ein Blumenteppich inmitten der Mark”.
Weithin sichtbares Wahrzeichen ist das romantische weiße Schlösschen, Schauplatz vieler Filme. Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. ließ es 1794 bis 1797 als Lustschloss für seine langjährige Mätresse, die Gräfin Lichtenau, nach ihren eigenen Entwürfen von Baumeister Brendel errichten lassen – mit einer „Liebesbrücke” zwischen den Türmen.
Er ließ auch die königliche Menagerie anlegen, einen der ersten zoologischen Gärten Europas. Die Bären, Lamas und Kängurus wurden aber auf Rat von Alexander von Humboldt 1842 in die Stadt übersiedelt. Im Süden der Insel liegt der von Schinkel erbaute Fregattenschuppen. In dem war der Dreimaster ROYAL LOUISE untergebracht, ein Geschenk des englischen Königs. Heute segelt ein Nachbau über die Havel, den sogar „Bürgerliche” für „Lustfahrten” chartern können. „Eine Fahrt nach der Pfaueninsel”, zitiert Fontane seinen Zeitgenossen Kopisch 1852, „galt als das schönste Familienfest des Jahres”.

Zu Besuch beim Alten Fritz
KATHARINA VON BORA steuert in den Jungfernsee ein, der Teil des natürlichen Havellaufs zwischen Berlin und Potsdam ist. Hier endet die Untere Havelwasserstraße. Von den bewaldeten Havelhöhen von Nikolskoe an Backbord grüßt die Kirche Peter und Paul herab, die als Miniaturausgabe der St. Petersburger Kathedrale gilt. Stündlich lassen ihre Glocken die Melodie „Üb’ immer Treu und Redlichkeit” erklingen. Ihren Bau von 1834 bis 1837 hatte Zarin Alexandra Fedorowna angeregt. Sie war die Tochter Friedrich Wilhelm III. und wurde 1817 vom Großfürsten Nikolaus, dem späteren Zaren, geheiratet. Das Blockhaus Nikolskoe, eine traditionsreiche Gaststätte, wurde 1819 gebaut, als das russische Herrscherpaar Berlin besuchte.
Vorher wird noch die idyllische Bucht Moorlake an Backbord liegengelassen – hier verlief bis zur Wende die scharf bewachte Zonengrenze – während Steuerbord voraus die Landspitze Krughorn mit der restaurierten Heilandskirche von Sacrow auftaucht. Gebaut wurde sie zwischen 1841 und 1842 vom Schinkel-Schüler Persius.
An Steuerbord voraus Potsdam-Cecilienhof. Das Schloss ist ein touristischer Magnet. Man kann sich hier nicht nur die Wohnräume des letzten Kronprinzenpaares anschauen, sondern auch eine Ausstellung über die Potsdamer Konferenz der Siegermächte von 1945.
Nach dem Wenden zeigt der Steven jetzt nach Osten, direkt auf das Jagdschloss Glienicke. Bis Oleg nach Steuerbord dreht und unter der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke hindurch in den Tiefen See, erstes Teilstück der Potsdamer Havel, einläuft. Auf der ehemaligen Grenzbrücke zwischen West-Berlin und der DDR tauschten die Westalliierten einige Male Spione mit der Sowjetunion aus. Sie wurde von den Kommunisten zwar „Brücke der Einheit” genannt, aber war das genaue Gegenteil davon.
Nachdem KATHARINA die Parade der noblen Potsdamer Villen abgenommen hat – irgendwo wohnen hier auch gut abgeschirmt Moderator und Potsdam-Mäzen Günter Jauch sowie Modeschöpfer Wolfgang Joop –, passiert sie an Steuerbord den modernen roten Theaterneubau, der ein bisschen an das Opera House von Sidney erinnert. Gleich dahinter zwei kuriose, kleine Schilder. Eins weist nach links mit der Aufschrift NORDSEE, eins nach rechts sagt, dass es dort in Richtung OSTSEE geht.
Im Zentrum der beeindruckend glanzvollen brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam wird nahe der Langenbrücke zum Finale angelegt. Von weitem grüßen der kupfergrüne Kuppelbau der Nikolaikirche und das rote Stadtschloss, in dem die Landesregierung tagt.
Friedrichs des Großen Schloss Sans Souci liegt nicht am Wasser, entzieht sich daher den Blicken der Havel-Seenfahrer und ist einen gesonderten Landgang wert. Die Sommerresidenz des „Alten Fritz” mit ihren Terrassengärten, von Wein- und Feigenstauden umkränzt, zieht die Gäste geradezu magisch an. Am Eingang empfängt ein preußisch uniformierter Flötist die Gruppe stilecht mit einem von seiner Majestät höchstselbst komponierten Stück. Der Preußenkönig wird es, so er könnte, in seiner von Dankes-Kartoffeln bedeckten Gruft – er führte schließlich die hungerstillende Erdfrucht in Deutschland ein – neben dem Schloss mit Wohlwollen vermerkt haben.
Müde von so vielen Eindrücken am letzten Tag, wiegen einem die an der Bordwand leise glucksenden Havel-Wellen in den Schlaf. Mit Traumerlebnissen von einer Nach-Wende-Reise, wie sie davor niemals möglich gewesen wäre: vom Ostseestrand ins Havelland.

Informationen
MS KATHARINA VON BORA; Baujahr: 2000; Schwesterschiff: FREDERIC CHOPIN (2003); Bauwerft: Schiffswerft Tangermünde; Typ: Kabinenschiff; Länge: 83 m; Breite: 9,50 m; Tiefgang: 1,10 m; Tonnage: 1000 t; Antrieb: 3 x 350 PS-Dieselmotoren; Geschwindigkeit (maximal): 18 km/h; Veranstalter: nicko cruises, Stuttgart; Eigner: Mystic Invest, Portugal; Flagge: Schweiz; Heimathafen: Basel; Decks: 3 (Sonnendeck mit Dach); Kabinengröße: 11 bis 12 qm (Zweibettkabinen – Oberdeck mit französischem Balkon; Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, Minikühlschrank, Fön, SAT-TV, Safe, Telefon, Wäscheservice); Passagiere: 80; Crew: 21; Restaurant (1 Tischzeit und Büffet im Salon); Panorama-Salon; Bar; Bordshop.

Route der achttägigen 500-Kilometer-Reise: Stralsund-Hiddensee-Lauterbach/Rügen-Greifswald-Wieck-Peenemünde/Usedom-Wolgast-Stettin-Niederfienow-Eberswalde/Chorin-Berlin-Potsdam. Route und Pisition sind gut zu verfolgen mit www.marinetraffic.com · www.nicko-cruises.de · Reisezeit: Frühsommer bis Herbst.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 13 Kloster Chorin 1Die Zisterzienser-Abtei Chorin von Süden her gesehen.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 13 Kloster Chorin 10Die Besucher folgen dem Abteiführer ins Innere des Klosters.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 13 Kloster Chorin 12Der Kreuzgang mit Kirche des Klosters Chorin.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 14 Berlin 17Ein verträumter Winkel an der Havel in Spandau.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 15 Havel 1Die Kirche in Sacrow am Jungfernsee bei Potsdam.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 15 Havel 4Das berühmte Strandbad Wannsee.17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 15 Havel 5Der Grunewaldturm als Wahrzeichen des größten Waldgebiets von Berlin.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Havel 6Ehemaliger Wachtturm der DDR-Grenztruppen am Niederneuendorfer See/Oberhavel.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Havel 7Die Replika-Freggatte ROYAL LOUISE unter Vollzeug auf der Unterhavel.

17610 PSW MS KATHARINA VON BORA 15 Havel 8Achteraus die Glienicker Brücke, die Potsdam mit Berlin verbindet.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Havel 9Kleines Schloss im Park von Babelsberg.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Havel 14Das romantische Schloss auf der Pfaueninsel.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 1Frisch restauriert – Schloss Babelsberg am Tiefen See.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 3Eine Seenrundfahrt um Potsdam mit dem Dampfer ALFRED.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 6Die Alte Meierei von Schloss Cäcilienhof in Potsdam.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 7Das legendäre Schloss Cäcilienhof in Potsdam.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 8Der Oper von Sidney nachempfunden: das neue Stadttheater von Potsdam.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 9Die Nikolaikirche von Potsdam mit ihrer kupfergrünen Kuppel.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 10Wasserspiele im Schlosspark von Schloss Sans Souci.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 11Friedrich der Große – seine Statue im Schlosspark von Sans Souci.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 15 Potsdam 13Schloss Sannsouci mit der berühmten Mühle.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 16 Potsdam 38Filmmuseum (links) und Stadtschloss in Potsdam.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 16 Potsdam 57Stadtschloss und Nikolaikirche mit Dampferanlegestelle in Potsdam.

MS KATHARINA VON BORA

17610 PSW KATHARINA VON BORA in voller Fahrt vor RuegenKATHARINA VON BORA in voller Fahrt vor Rügen.

17610 PSW KATHARINA VON BORA Kapitaen Volker Ruemmler steuert das Schiff durch den StrelasundKapitän Volker Rümmler steuert das Schiff durch den Strelasund.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 17 Schiff 5Blick in eine Kabine auf dem Unterdeck.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 17 Schiff 24Die kleine, aber feine Boutique an der Rezeption.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 17 Schiff 20Blick in den Panoramasalon.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 17 Schiff 21Der Zugang zum Panoramasalon an der Steuerbordseite.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 17 Schiff 31Das Restaurant ist immer gut besucht.

17610 PSW KATHARINA VON BORA 17 Schiff 58Blick ins Restaurant auf dem Unterdeck.

STIPPVISITE 9

17609 01 Nautica Warnemuende27 2017 Kai OrtelIn makellosem Weiß präsentierte sich die NAUTICA im September in Warnemünde. Fotos: Kai Ortel, Berlin


Kai Ortel

Klein und fein – Oceania Cruises stellt NAUTICA in Warnemünde vor

Nachdem Oceania Cruises im letzten Jahr die MARINA der deutschen Fachpresse im Hamburger Hafen vorgestellt hatte, stattete in diesem Jahr die kleinere NAUTICA der deutschen Küste einen Besuch ab. Anfang September konnten wir anlässlich des Anlaufs des Boutique-Schiffes in Warnemünde für eine kurze Stippvisite an Bord gehen.
Ein Drittel der Passagiere nutzt an diesem Tag die Liegezeit in Warnemünde für einen Tagesausflug nach Berlin. Hier in Warnemünde wie auch in den meisten anderen Häfen bietet Oceania Cruises extra-lange Liegezeiten, die ausgedehnte Landausflüge auch ins Landesinnere ermöglichen, während die Mega-Kreuzfahrtschiffe der großen Reedereien oft nur die paar Stunden im Hafen bleiben, die für einen Passagierwechsel nötig sind. Von 07:00 Uhr bis 21:00 Uhr bleibt die NAUTICA in Warnemünde, da ist selbst in der deutschen Hauptstadt für mehr als nur die obligatorische einstündige Dampferfahrt auf der Spree Zeit. In anderen Häfen dagegen (St. Petersburg z. B.) kann die NAUTICA den Vorteil ihrer verhältnismäßig geringen Größe ausspielen und direkt in der Innenstadt anlegen, während die größeren Wettbewerber mit Liegeplätzen kilometerweit „draußen” Vorlieb nehmen müssen.

Kreuzfahrten für Fortgeschrittene
Oceania Cruises (2002 gegründet) bietet sozusagen Kreuzfahrten für Fortgeschrittene, auch wenn Maik A. Schlüter, Business Development Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz, mit einigem Understatement erklärt: „Wir machen sehr komfortable Rundreisen”. Die Reederei selber sieht sich im Marktbereich „upper premium”, jener hart umkämpften Nische zwischen dem Premium-Sektor, in dem sich heutzutage fast jede Reederei irgendwie vertreten sieht, und dem Luxus-Bereich, das noch immer den sprichwörtlichen „oberen Zehntausend” vorbehalten ist. Gala-Abende gibt es auf den Oceania-Schiffen daher nicht, auch keinen Krawattenzwang. „Country Club Casual” lautet vielmehr die Kleiderordnung. So sind die Oceania-Schiffe im besten Sinne des Wortes international. Auf der aktuellen Kreuzfahrt sind gerade einmal sechs Deutsche an Bord, auch wenn der DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz) inzwischen den zweitgrößten europäischen Quellenmarkt für Oceania Cruises nach Großbritannien darstellt. Die größten Passagierkontingente stellen Reisende aus den USA, Kanada, Großbritannien und Australien/Neuseeland – in dieser Reihenfolge. Und wenn die Reederei keine Abfahrten ab einem deutschen Hafen anbietet, liegt dies daran, dass die typischen Oceania-Passagiere so polyglott und reise-erfahren sind, dass sie z. B. für eine Nordeuropa-Kreuzfahrt nicht am Kieler Hauptbahnhof an die Hand genommen werden müssen, sondern durchaus selbständig nach Amsterdam oder Kopenhagen anreisen können. „Internationalität tut nicht weh”, erklärt Maik A. Schlüter.

Das Schiff
Die NAUTICA selber bildet zusammen mit ihren Schwesterschiffen REGATTA, INSIGNIA und SIRENA die R-Klasse von Oceania Cruises. Gebaut zwischen 1998 und 2000, stellen diese vier Einheiten mit ihrem traditionellen Design und ihrer Kapazität für 684 Passagiere einen Kontrapunkt zu der größeren und neueren O-Klasse dar. Die MARINA und RIVIERA (2011/12 gebaut) können nämlich bis zu 1.250 Passagiere aufnehmen und sind in ihrer Inneneinrichtung an moderne Boutique-Hotels angelehnt.
Die 2000 als R FIVE für Renaissance Cruises gebaute NAUTICA ist seit 2006 Bestandteil der Oceania-Flotte und zuletzt 2014 renoviert worden. Erfahrene deutsche Kreuzfahrer dürften das Layout und die Einrichtung des Schiffes übrigens schnell wiedererkennen. Zwei der insgesamt acht Schiffe umfassenden Baureihe sind zwischenzeitlich auch auf dem deutschen Markt vertreten gewesen: die ehemalige R SEVEN als DELPHIN RENAISSANCE und die ehemalige R ONE als COLUMBUS 2. Oceanias R-Klasse steht nach Reederei-Informationen für „entspanntes, legeres Ambiente” und für eine warme Ausstattung ohne Schnörkel. Hier und da (in der zentralen Halle z. B. oder in der Bibliothek) bricht allerdings doch der englische Country Club durch, so dass man sich ob der opulenten Teppiche, schweren Sessel, Blumenmuster und verzierten Geländer an mancher Stelle im Schiff unvermittelt wie in einem alten englischen Herrenhaus fühlt. Andere öffentliche Räume wie z. B. das Terrace Café oder das Toscana Restaurant kommen dagegen in angenehm hellen Farben daher und wirken auf eine viele lockerere Art gediegen und einladend.

Die Kulinarik
Oceania Cruises rühmt sich darüber hinaus der „besten Küche auf See”; nach Angaben der Reederei liegt bei Oceania das Budget für die Kulinarik an Bord cirka dreimal höher als bei anderen Reedereien in ihrem Marktumfeld. In allen Restaurants an Bord haben die Gäste freie Platzwahl ohne feste Tischzeiten und ohne Aufpreis. Reservierungen werden allerdings vor allem in den Spezialitätenrestaurants empfohlen. In den A la Carte-Restaurants wird jedes Gericht à la minute zubereitet. Softdrinks, Mineralwasser, Kaffee, Tee und Säfte sind im Reisepreis inkludiert, lediglich alkoholische Getränke werden gegen Bezahlung ausgeschenkt. Im einzigen Büffetrestaurant an Bord, dem Terrace Café, werden die Speisen aus Hygiene-Gründen und um Verschwendung vorzubeugen, in Form eines „servierten Büffets” dargereicht. Als Hauptrestaurant an Bord fungiert der in dezenten Braun- und Beige-Tönen eingerichtete Grand Dining Room, in dem überwiegend kontinentale Küche auf dem Speiseplan steht. Das Toscana Restaurant dagegen, in dem das Tafelgeschirr im Versace-Design daherkommt, bietet italienische Gerichte, während im Polo Grill schwerpunktmäßig Steaks serviert werden. Beliefert wird die Reederei hier übrigens durch eine eigene Rinder-Farm in den USA. Executive Chef an Bord ist Mario Santoro, ein waschechter Italiener. bzw. Sizilianer, worauf er bei seiner Vorstellung am Tisch mit einem augenzwinkernden Lächeln hinweist.

Was ist neu?
Im Mai dieses Jahr wurde bei Oceania Cruises das Angebot an Sport- und Wellnesskursen an Bord erweitert. Mit nun über 24 Kursen haben vor allem gesundheitsorientierte Gäste jetzt noch mehr Möglichkeiten zum Entspannen und Fit-Bleiben. Alle neuen Angebote sind dabei im Reisepreis inbegriffen; Partner von Oceania Cruises ist die amerikanische Wellness-Kette Canyon Ranch. Alle Kurse an Bord werden darüber hinaus von professionellen Trainern geleitet.
Mitte August wurde dann das neue Menü von Star- und Chefkoch Jacques Pépin vorgestellt, „La Cuisine Bourgeoise”. Das 7-Gänge-Menü wird an Bord der MARINA und RIVIERA im Restaurant „La Reserve” serviert und ist maximal 24 Gästen pro Abend vorbehalten. Es basiert auf frischen, saisonalen Zutaten und versammelt viele von Pépins persönlichen Lieblingsgerichten. „Die sogenannte bürgerliche Küche ist tief in Traditionen verwurzelt, die meine Kindheit geprägt haben. Ich freue mich, ‚La Cuisine bourgeoise’ nun auch mit unseren Gästen teilen zu können”, erklärte Pépin anlässlich der Präsentation des Menüs im Sommer. Alle Gerichte werden außerdem von Weinen begleitet, die speziell für das Menü ausgewählt wurden. Die Kosten für „La Cuisine Bourgeoise” belaufen sich auf 112 $ pro Person.

Preis und Leistung
Dass die Reisen mit den Oceania-Schiffen nicht zu einem Schnäppchen-Preis zu haben sind, versteht sich von selbst. Doch das Preis-Leistungsverhältnis im „upper premium”-Segment ist für viele verlockend: Spezialitätenrestaurants ohne Aufpreis, kostenlos und unbegrenzt Softgetränke, die erste Kochschule auf See, und das gepaart mit außergewöhnlichen Routen zu oft exotischen Destinationen, kleinen Häfen sowie dem eleganten Ambiente eines für heutige Verhältnisse kleinen Schiffes. Kinder sucht man (fast) vergeblich an Bord, Animateure und Fotografen ebenso. Hier lässt man es sich gerne ein bisschen mehr kosten, einfach mal in Ruhe gelassen zu werden, wenn man dies möchte. So ist eine zehntägige Rund-um-England-Reise mit der NAUTICA im Juni 2018 ab 3.559 € buchbar, eine 14-tägige Ostseekreuzfahrt kurze Zeit später ab 4.669 €. Das entspricht einem Tagespreis von 300 bis 350 €, erst bei den längeren Reisen, von denen die Oceania-Schiffe ebenfalls viele unternehmen, sinkt dieser auf cirka 250 €. So etwa, wenn man Zeit und das nötige Kleingeld hat, 30 Tage den Indischen Ozean von Dubai bis nach Kapstadt zu erkunden oder in „nur” 18 Tagen das Chinesische Meer zwischen Shanghai und Tokio. Auch die Südsee laufe „sensationell gut”, so Maik A. Schlüter, wo die großen „global player” der Kreuzfahrt mit ihren für dieses Fahrtgebiet nicht immer passenden Schiffen eher selten anzutreffen sind. Dabei sind es mitunter auch genau jene, die viele Kunden dazu veranlassen, bei ihrer nächsten Kreuzfahrt Oceania Cruises zu wählen. Princess Cruises und Celebrity Cruises etwa, deren Anspruch dem von Oceania nicht unähnlich ist, deren Schiffe aber beileibe nicht mehr in die Kategorie „entspannt und intim” fallen. Eher schon die Einheiten von Reedereien wie Silversea Cruises, Azamara Club Cruises und Paul Gauguin Cruises, mit denen Oceania in direktem Wettbewerb steht. 60 bis 70% der Oceania-Passagiere sind allerdings inzwischen Repeater – ein Zeichen dafür, dass die Reederei mit ihrem Konzept auf dem richtigen Weg ist. Dass man uns an besagtem warmen Septembertag in Warnemünde nicht alle Kabinenkategorien zeigen konnte, war übrigens dem gleichen Umstand geschuldet: Auf der Ostsee-Kreuzfahrt „Splendid Scandinavia” war schlicht nur eine einzige Kabine überhaupt frei geblieben. https://de.oceaniacruises.com

Technische Daten MS NAUTICA
Größe: 30.277 BRZ, Länge: 180,96 Meter, Breite: 25,45 Meter, Tiefgang: 5,80 Meter, Decks: 11 (davon 9 Passagierdecks), Baujahr: 2000, Bauwerft: Chantiers de l'Atlantique, St. Nazaire (Frankreich), Antrieb: vier 12-Zylinder Wärtsilä-Diesel, 13.500 kW, Geschwindigkeit: maximal 20 Knoten, Flagge: Marshall-Inseln, Heimathafen: Majuro, Besatzung : 372 bis 400, Passagiere: maximal 702 (bei Doppelbelegung 684), Kabinen: 335, Bordsprache: Englisch

17609 02 Nautica Pooldeck07 2017 Kai OrtelEin verwaistes Pooldeck – die Passagiere der NAUTICA unternehmen während der Hafenliegezeit Ausflüge nach Rostock und Berlin.

17609 03 Nautica Pooldeck24 2017 Kai OrtelGarantiert ohne Wasserrutsche und alberne Poolspiele: der Swimmingpool der NAUTICA.

17609 04 Nautica Horizons Lounge14 2017 Kai OrtelDie Horizons Lounge ist tagsüber und abends der komfortable Treff- und Rückzugsort der Passagiere an Bord.

17609 05 Nautica Hall11 2017 Kai OrtelCountry Club in Reinform: Die zentrale zweistöckige Halle der NAUTICA.

17609 06 Nautica Library01 2017 Kai OrtelEin englisches Landhaus zur See: Die gemütliche Bibliothek an Bord der NAUTICA.

17609 07 Nautica Martinis Lounge05 2017 Kai OrtelSchwere Sessel und Sofas sowie verspielte Teppichmuster prägen die Martinis Lounge.

17609 08 Nautica Card Room02 2017 Kai OrtelAuf modernen Schiffen eine Seltenheit: ein Card Room für Gesellschaftsspiele oder auch nur für eine ruhige Minute abseits der Lounges.

17609 10 Nautica Baristas Grand Bar01 2017 Kai OrtelIn der Baristas Grand Bar kann man sich die Wartezeit auf die Öffnung des Hauptrestaurants mit einem Drink verkürzen.

17609 11 Nautica Grand Dining Room04 2017 Kai OrtelDie niedrige Decke verschafft dem Grand Dining Raum der NAUTICA eine intime Atmosphäre.

17609 12 Nautica Toscana Restaurant11 2017 Kai OrtelDas italienische Spezialitätenrestaurant „Toscana” hebt sich mit seinen hellen Farbtönen von den übrigen öffentlichen Räumen der NAUTICA ab.

17609 13 Nautica Polo Grill07 2017 Kai OrtelIm Polo Grill werden Steaks serviert, die von der Oceania-eigenen Rinderfarm in den USA stammen.

17609 15 Nautica Theater05 2017 Kai OrtelZwischen den riesigen Show-Theatern der Mega-Kreuzfahrtschiffe und ihrem Pendant auf der kleinen NAUTICA liegen Welten.

17609 16 Nautica Shuffleboard03 2017 Kai OrtelNeben dem traditionellen Shuffleboard kann auf dem Sonnendeck der NAUTICA auch Golf gespielt werden.

17609 18 Nautica Aussenkabine6090 01 2017 Kai OrtelTeilansicht der Außenkabine 6090.

17609 19 Nautica Warnemuende35 2017 Kai OrtelSchnittige Linien – Bugansicht der NAUTICA am Passagierkai in Warnemünde.

17609 20 Nautica Warnemünde15 2017 Kai OrtelDie NAUTICA in Warnemünde, zu Übungszwecken wird am Vormittag ein Rettungsboot zu Wasser gelassen.

KREUZFAHRTMAGAZIN 11

Eckardt Christian Portrait 05 2017

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! · RessortleiterTopNews · KreuzfahrtMagazin und FlussreisenMagazin · Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

17311 Sail 2015 12082015 C Eckardt

Bremerhaven ist meine Hafenstadt. Historische Segelschiffe während der Sail auf der Außenweser.
Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

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17611 AIDAcara Start Weltreise Foto Andre Lenthe Aida CruisesVon Hamburg aus nahm die AIDAcara auf ihrer Weltreise über Southampton, Lissabon, Funchal (Madeira) und Praia (Kap Verde) Kurs auf Südamerika.
Foto: Andre Lenthe AIDA Cruises, Rostock

AIDAcara auf der ersten Weltreise von AIDA Cruises

Am 17. Oktober 2017 um 20:00 Uhr hieß es in Hamburg für die AIDAcara von AIDA Cruises „Leinen los!” zur ersten Weltreise. Diese führt in 116 Tagen zu 41 Häfen in 23 Ländern auf fünf Kontinenten. Highlights der Reise sind u.a. der Besuch der Osterinseln, Neuseeland und Australien, der Zuckerhut in Rio de Janeiro und die Malediven.
Von Hamburg aus nahm die AIDAcara über Southampton, Lissabon, Funchal (Madeira) und Praia (Kap Verde) Kurs auf Südamerika. Zur Äquatorüberquerung am 31. Oktober 2017 wurde traditionsgemäß Neptun mit seinem Gefolge an Bord erwartet und Gäste und Crew anlässlich ihrer Erstüberquerung taufen.
Traumziele wie Recife und Rio de Janeiro (Brasilien), Montevideo (Uruguay), Buenos Aires (Argentinien) und Ushuaia in Feuerland sind nur einige Stationen, bevor es von Valparaiso (Chile) aus zu den Osterinseln geht. Weiter führt die Reise nach Tahiti, Moorea und Bora Bora im Südseeparadies Französisch-Polynesien. Auckland (Neuseeland), Sydney (Australien), das Great Barrier Reef, Bali, Singapur und die Malediven lassen das Herz der Entdecker höher schlagen.
Die Gäste der Weltreise werden Land und Leute auf einzigartige Weise erleben. Auf ausgedehnten Ausflügen haben sie die Möglichkeit, beeindruckende Landschaften und Kulturen sowie einzigartige Naturwelten von einer völlig neuen Seite kennenzulernen. An Bord genießen sie die persönliche und entspannte Atmosphäre von AIDAcara. Das individuell gestaltete Entertainmentprogramm nimmt Bezug auf die landestypische Kultur der angesteuerten Destinationen. Zahlreiche Gastkünstler aus Comedy, Magie, Travestie, Artistik sowie Musik sorgen für Gänsehaut und Glücksgefühle. Exklusiv an Bord: Startenor Tobey Wilson mit einem Repertoire aus Klassik, Pop und Jazz.
Spannende Informationen und Hintergründe rund um die verschiedenen Stationen der Weltreise vermitteln an Bord Gastlektoren wie Krimiautor Jörg Böhm oder Dokumentarfilmer und Expeditionsleiter Klaus Kiesewetter. Schauspieler Wanja Mues wiederum wird im Rahmen der Reihe „Prominente Lesen” seine Lieblingsbücher vorstellen. DFB- und St. Pauli-Fitnesscoach Dr. Pedro Gonzalez vermittelt in Theorie und Praxis Einblicke in sein wissenschaftliches Trainingsprogramm mit denen er bereits Profi-Athleten und Fußballweltmeister zum Erfolg führte.
Außerdem genießen die Gäste auf dieser faszinierenden Reise ein exquisites kulinarisches Angebot mit über 70 regionalen Spezialitäten-Menüs, die von Rezepten bis Gewürzen auf die einzelnen Destinationen abgestimmt sind.
Am 8. Oktober 2018 heißt es dann „Leinen los!” zur zweiten Weltreise: AIDAaura reist von Hamburg aus in 117 Tagen zu 41 Häfen in 20 Ländern auf vier Kontinenten. Bis zum 2. Februar 2019 werden viele Destinationen zum ersten Mal in der AIDA Geschichte angelaufen. Dazu zählen zum Beispiel Südafrika, Namibia, Melbourne, Tasmanien und auch die Südsee-Archipele Fidschi, Samoa und Neukaledonien. www.aida.de 

17611 Carnival Horizon Foto Carnival Cruise LinesDie neue Location, die über 138 In- und Outdoor-Plätze verfügt, befindet sich auf dem Promenadendeck der CARNIVAL HORIZON.
Fotos: Carnival Cruise Line, Miami

US-Kochguru Guy Fieri präsentiert neues Konzept auf der CARNIVAL HORIZON Jungfernfahrt im April 2018

17611 Pulled Pork mit Beilagen serviert im neuen Smoke und Brauhaus Restaurant der Carnival Horizon Foto Carnival Cruise LineGuy Fieri, amerikanische TV-Koch- und Grillgröße, hat bei Carnival Cruise Line bereits deutliche Spuren hinterlassen. Auf nicht weniger als 19 der insgesamt 26 Schiffe der Kreuzfahrt-Reederei können Passagiere in den Guy’s Burger Joint-Restaurants die US-Nationalspeise in den unterschiedlichsten Variationen genießen.
Der jüngste Spross der Flotte, die zurzeit im Bau befindliche CARNIVAL HORIZON, wird künftig mit einer neuen Fieri-Attraktion aufwarten: dem Guy Fieri’s Pig & Anchor Bar-B-Que Smokehouse/Brewhouse. Dort erwarten den Gast geräucherte Delikatessen aus dem Holzofen, die mit raffinierten Barbecue-Saucen und typischen Beilagen kombiniert werden. Dazu passt dann bestens eines der verschiedenen Craft-Biere, die direkt im Restaurant gebraut werden.
Die neue Location, die über 138 In- und Outdoor-Plätze verfügt, befindet sich auf dem Promenadendeck der CARNIVAL HORIZON. Während der Einschiffung sowie an Seetagen sind zwischen 12 Uhr und 14:30 Uhr alle Gerichte im Guy Fieri’s Pig & Anchor Bar-B-Que Smokehouse/Brewhouse im Reisepreis bereits inkludiert. Von 17 Uhr bis in den späten Abend bietet das Restaurant dann entsprechenden À-la-carte-Service sowie Live-Musik.
Erstmalig zum Einsatz kommt die perfekte Symbiose aus Smoker und An-Bord-Brauerei ab dem 2. April 2018, wenn die für 3.934 Passagiere ausgelegte CARNIVAL HORZON von Barcelona aus zu ihrer 13tägigen Jungfernfahrt durch das westliche Mittelmeer aufbricht. Es folgen zwei weitere einwöchige Fahrten ab/bis Barcelona, ehe es dann am 9. Mai über den Atlantik nach New York geht. Künftiger Heimathafen der CARNIVAL HORIZON ist Miami, von wo aus das Schiff ganzjährig zu sechs- und achttägigen Karibikfahrten startet. www.carnivalcruiseline.de
 

17611 Wasserspass an Bord der renovierten Carnival Elation Foto Carnival Cruise LineNeben dem Einbau eines weitläufigen Wasserparks (WaterWorks) bekam die CARNIVAL ELATION 38 zusätzliche Kabinen.
Foto: Carnival Cruise Line, Miami

Carnival Cruise Line investiert erneut kräftig in den Bestand
Nach der SENSATION erhält auch die ELATION ein umfangreiches „Refit”

Carnival Cruise Line stellt aktuell nicht nur in schöner Regelmäßigkeit neue Kreuzfahrtschiffe in Dienst. Neben dem jüngsten Flottenmitglied CARNIVAL VISTA (Jungfernfahrt Mai 2016), der im Bau befindlichen CARNIVAL HORIZON (Fertigstellung April 2018) sowie drei weiteren zwischen 2019 und 2022 geplanten Kreuzern, investiert man auch kräftig in den Bestand.
Nachdem Anfang dieses Jahres die CARNIVAL SENSATION bereits mit Millionenaufwand modernisiert wurde, erhielt nun auch die CARNIVAL ELATION eine ebensolche Rundumerneuerung. Neben dem Einbau eines weitläufigen Wasserparks (WaterWorks) bekam das Schiff 38 zusätzliche Kabinen, darunter zwei Grand Vista Suiten sowie 22 Junior Suiten. Außerdem wurden 98 der vorhandenen Kabinen zusätzlich mit Balkonen ausgestattet.
Nicht zuletzt präsentiert sich auf der knapp 2.100 Passagieren Platz bietenden CARNIVAL ELATION nun auch das neue F&B-Konzept der Reederei mit Bars wie dem RedFrog, der BlueIguana Cantina oder dem Guy’s Burger Joint-Restaurant.
Und auch dem jüngeren Kreuzfahrernachwuchs (2 bis 11 Jahre) wird mit dem maritim inspirierten Spiel- und Lernbereich Camp Ocean nun noch mehr Kurzweil an Bord geboten.
Die CARNIVAL ELATION startet künftig von Jacksonville, Florida aus ganzjährig zu vier- und fünftägigen Kreuzfahrten zu den Bahamas. Im April des kommenden Jahres absolviert sie zudem eine sechstägige Bahamas-Cruise sowie einen achttägigen Trip nach Bermuda. Im Mai 2018 geht es außerdem auf eine einwöchige Fahrt in die östliche Karibik.

CLIA veröffentlicht Statistik zu europäischen Kreuzfahrtmärkten

Der internationale Kreuzfahrtverband CLIA (Cruise Lines International Association) hat in einer neuen Statistik untersucht, wohin die 6,674 Millionen Kreuzfahrtgäste aus europäischen Quellmärkten am liebsten reisen. Das Ergebnis: Die Präferenzen unterschieden sich von Land zu Land deutlich. Während sich weit mehr als 50 Prozent der deutschen und dänischen Kreuzfahrtpassagiere auf mehr als drei der Top-Destinationen verteilen, bevorzugen mehr als 90 Prozent der griechischen Gäste eine Reise durch das Mittelmeer. Diese und weitere Informationen veröffentlicht CLIA im Rahmen ihrer „Plan a Cruise Month”-Kampagne.

Top-3-Quellmärkte beanspruchen 69 Prozent des europäischen Kreuzfahrtmarktes
Rund 6,7 Millionen Europäer machten 2016 eine Hochseekreuzfahrt. Das entspricht einem Wachstum von 3,4 Prozent gegenüber 2015. Die drei größten Kreuzfahrtmärkte Europas sind Deutschland, Großbritannien inklusive Irland sowie Italien. Deutschland bleibt mit einem Marktanteil von 30 Prozent bzw. 2,018 Millionen Passagieren der größte Markt für Hochseekreuzfahrten in Europa. Großbritannien & Irland legte im selben Zeitraum um 5,6 Prozent auf 1,889 Millionen Passagiere zu. Das entspricht einem Marktanteil von 28 Prozent. Auf Platz drei ist Italien mit 751.000 Passagieren (-7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr) bzw. einem Marktanteil von 11 Prozent im Jahr 2016.

Europäer verbrachten 57,5 Millionen Nächte auf einem Kreuzfahrtschiff
Passagiere aus Großbritannien & Irland verbrachten mit 18,471 Millionen die meisten Übernachtungen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Auf Platz zwei folgt der deutsche Quellmarkt mit 18,042 Millionen Übernachtungen. Auf dem dritten Platz ist der italienische Markt mit 5,649 Millionen Übernachtungen.
Die längsten Kreuzfahrten buchten 2016 die Briten & Iren (9,8 Nächte), gefolgt von den Niederländern (9,6 Nächte), den Schweizern (9,0 Nächte) und den Deutschen (8,9 Nächte). Die kürzesten Reisen buchten die Norweger mit durchschnittlich nur 5,1 Übernachtungen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Die durchschnittliche Reisedauer von Kreuzfahrten, die Europäer 2016 machten, betrug damit 8,6 Nächte.

Präferenzen für Fahrtgebiete unterscheiden sich zum Teil stark
Kreuzfahrten durch das Mittelmeer sind unter Europäern nach wie vor am beliebtesten: 50 Prozent der europäischen Kreuzfahrtgäste bzw. 3,363 Millionen Europäer unternahmen 2016 eine Kreuzfahrt im Mittelmeer oder zu den Atlantischen Inseln. Das entspricht einem leichten Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders beliebt ist das Mittelmeer in den Ländern, die direkt daran anschließen: 91 Prozent aller Griechen (22.013 Passagiere), die 2016 eine Hochseekreuzfahrt machten, buchten eine Reise durchs Mittelmeer. Fast drei von vier italienischen Kreuzfahrtpassagieren (74 Prozent; 554.000 Passagiere) reisten 2016 durch das Mittelmeer und das Schwarze Meer. Bei den Spaniern betrug der Anteil der Passagiere, die sich im vergangenen Jahr für eine Kreuzfahrt durch das Mittelmeer und das Schwarze Meer entschieden, 70 Prozent bzw. 342.000 Passagiere.
Mehr als jeder fünfte Kreuzfahrtgast aus Europa (1,386 Millionen Passagiere) machte 2016 eine Kreuzfahrt durch Nordeuropa und die Ostsee. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Unter den norwegischen Passagieren zählen Kreuzfahrten durch Nordeuropa mit einem Marktanteil von 59 Prozent (58.986 Passagiere) zur Top-Destination. Nur jeder fünfte norwegische Passagier, der 2016 eine Kreuzfahrt unternahm, (20 Prozent; 19.561 Passagiere), verbrachte diese im Mittelmeer.
Anders im finnischen Quellmarkt: Unter den finnischen Kreuzfahrtgästen zählte die Karibik (5.263 Passagiere) neben dem Mittelmeer (5.285 Passagiere) im Jahr 2016 zu den Top-Destinationen. Auf beide Fahrtgebiete entfallen jeweils 36 Prozent der Kreuzfahrten, die von Finnen im vergangenen Jahr gemacht wurden. Nordeuropa nimmt mit 10 Prozent (1.484 Passagiere) nur Platz drei ein. www.cliadeutschland.de

17611 Costa Food Waste Reduction Program Foto Costa Kreuzfahrten HHDas britische Technologie-Unternehmen Winnow bietet kreative Lösungen für die Tourismusindustrie, Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
Foto: Costa Kreuzfahrten, Hamburg 

Costa Crociere reduziert Lebensmittelabfälle an Bord

Die italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere führt nach eigenen Angaben als erste Kreuzfahrtreederei ein System ein, um den Abfall von Lebensmitteln auf den eigenen Schiffen zu reduzieren. Partner ist das britische Technologie-Unternehmen Winnow.
Mit einer hochwertigen Küche auch eine gesunde Ernährung der Gäste und Besatzung zu fördern und dabei gleichzeitig die Lebensmittelabfälle zu reduzieren, ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Das übergeordnete Ziel ist die konsequente Reduzierung jeglicher Abfälle an Bord.
Das britische Technologie-Unternehmen Winnow bietet kreative Lösungen für die Tourismusindustrie, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Es unterstützt Küchenchefs und -mitarbeiter mit vielfältigen Maßnahmen, um Lebensmittel möglichst effizient zu nutzen.
„Costa Crociere hat in Winnow den richtigen Partner gefunden, der uns ein effektives, vielseitiges System zur Reduktion von Lebensmittelabfällen während des Produktionsprozesses ermöglicht”, erklärt Hardy Puls, Deutschland Chef von Costa Kreuzfahrten. „Die Partnerschaft ergänzt perfekt unser Bestreben, unseren Gästen bestmöglichen Service und höchstmögliche Qualität zu bieten. Winnow spielt ab jetzt eine entscheidende Rolle in der Überprüfung der Prozesse an Bord und der Weiterentwicklung unserer Gastro-Systeme. Wir glauben daran, dass Winnow das Potenzial hat, die Verbrauchskultur in unseren Küchen zu verändern und damit auch die Art, wie Essen in der Kreuzfahrtindustrie zubereitet wird.”
Seit kurzem wird an Bord der COSTA DIADEMA, dem Flaggschiff von Costa Kreuzfahrten, die Winnow Software von dem Küchenteam verwendet. Die Software soll künftig auf allen Costa Schiffen in Europa und Asien Verwendung finden. „Costa Crociere hat schnell erkannt, dass Winnow helfen kann, den Abfall von Lebensmitteln in ihren Küchen zu reduzieren und damit gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes zu tun”, so Marc Zornes, CEO und Co-Founder von Winnow. „Lebensmittelabfall zu verhindern, ist eine große Chance für die Branche. Mit dem Einsatz von richtigen Tools kann die gesamte Kreuzfahrtindustrie revolutioniert werden. Die Vision von Costa hat uns inspiriert. Wir freuen uns sehr, die Reederei in dieser wegweisenden Position innerhalb der Branche bei der Reduktion des Lebensmittelabfalls zu unterstützen.” www.costakreuzfahrten.de

Cunard präsentiert neues Programm mit Reise-Highlights 2019
Frühbucherermäßigung auf den Premium Preis bei Buchung bis 30. November 2018

Herbstzeit ist Buchungszeit: Die britische Traditionsreederei Cunard hat ihren neuen Katalog „Kreuzfahrten & Transatlantik-Passagen 2019 – Reise-Highlights” vorgestellt und bietet damit Frühentschlossenen schon jetzt eine große Auswahl an spannenden Reisen 2019 zu 78 Destinationen in 25 verschiedenen Ländern, mit Erstanläufen der Cunard Flotte in Lerwick und Newcastle upon Tyne in Großbritannien.
Interessierte, die sich den Traum einer Transatlantik-Passage auf dem einzigen in Dienst stehenden Ocean Liner erfüllen möchten, haben 2019 auf insgesamt sechs Reisen mit der QUEEN MARY 2 wieder die Gelegenheit dazu; entweder direkt ab Hamburg oder auf dem Kurs Ost. Mit Eventreisen wie beispielsweise der Fashion Cruise sorgt Cunard auch 2019 wieder für hochkarätige Unterhaltung an Bord während der Überfahrt. Gästen, die auf ihrer Reise über den großen Teich noch mehr Land entdecken möchten, bietet Cunard eine Transatlantik-Passage der besonderen Art an: Die große Nordamerika-Reise – der Reisetipp 2019 der Reederei – ab und bis Hamburg auf der QUEEN MARY 2 vereint innerhalb von knapp fünf Wochen das Erlebnis Transatlantik-Passage, New York und den Indian Summer; mit Anläufen in Bar Harbor in Neuengland, Corner Brook in Neufundland sowie mehreren Zwischenstopps in Kanada.
Auch die QUEEN ELIZABETH geht 2019 auf große Transatlantik-Reise: Auf der Transatlantik-Nordroute legt das Schiff am 24. Juli 2019 in New York ab und läuft danach Halifax an, wo sie am 26. Juli 2019 auf ihre Halb-Schwester QUEEN MARY 2 trifft. Nach einem weiteren Halt in St. John’s geht es in drei Seetagen über den Atlantik nach Ísafjördur in Island. Von dort führt die Reise weiter über Reykjavik, Glasgow und Dublin bis nach Southampton.
Neben der Transatlantik-Nordroute steht für die QUEEN ELIZABETH 2019 ihre Jungfernfahrt nach Alaska auf dem Plan. Der Anlauf im Mai 2019 – der erste eines Cunard Schiffes in über 20 Jahren – markiert gleichzeitig den Beginn der rund zweimonatigen Kreuzfahrtsaison von Cunard in der Region. Die Alaska-Kreuzfahrten sind seit dem 31. Oktober 2017 buchbar. Interessierte erfahren nähere Details hierzu in den kommenden Wochen über die bekannten Cunard Kanäle.
Im Frühling und Sommer erleben Gäste an Bord der QUEEN VICTORIA die beeindruckenden Landschaften und das ganze Spektrum Skandinaviens auf den Routen entlang der norwegischen Fjorde oder bis nach Island. Für Passagiere in Deutschland beginnt zum Beispiel eine Reise zu den norwegischen Fjorden praktischerweise direkt in Kiel. Ab Herbst 2019 kreuzt die QUEEN VICTORIA auf dem westlichen Mittelmeer und entführt ihre Gäste zu den schönsten Stränden, den bedeutendsten Städten und bezaubernsten Orten Südeuropas.
Wer bis zum 30. November 2018 eine Reise aus dem neuen Cunard Programm „Kreuzfahrten & Transatlantik-Passagen 2019 – Reise-Highlights” bucht, bekommt eine Frühbucherermäßigung von 10 Prozent auf den Premium Preis. Stammgäste, die Mitglieder des Cunard World Clubs, erhalten im Buchungszeitraum bis 31. März 2018 zusätzlich fünf Prozent Ermäßigung bei Buchung des Premium Preises.
Jede Reise – sei es eine „Kleine Auszeit” mit zwei Übernachtungen oder eine mehrwöchige Kreuzfahrt – bietet Gästen an Bord die unvergleichliche Cunard Erfahrung, inklusive White Star Service, erstklassigem Ambiente und exquisiter Kulinarik; ganz getreu der Cunard Leitsätze „Feel Inspired”, Feel special, Feel free”. Mit einer durchschnittlichen Hafenliegezeit der Cunard Schiffe von 10,5 Stunden haben Passagiere die Gelegenheit, die angelaufenen Häfen und ihre Umgebung ausführlich zu erkunden – ob auf eigene Faust oder im Rahmen eines geführten Landausflugs. Auf Reisen, die im Katalog besonders gekennzeichnet sind, werden Landausflüge mit deutschsprachiger Reiseleitung (Mindestteilnehmerzahl vorausgesetzt) angeboten. Passagiere aus Deutschland haben 2019 wieder mehrmals die Möglichkeit, direkt ab einem deutschen Hafen wie Hamburg oder Kiel auf Reise zu gehen, und sie genießen ein erweitertes deutschsprachiges Bordprogramm mit einer attraktiven Auswahl an Gastrednern. www.cunard.de 

Werftaufenthalt der EUROPA nach umfangreichem Re-Fit erfolgreich beendet
Neu konzipierter und vergrößerter SPA-Bereich mit modernsten Behandlungsmöglichkeiten

Nach 16 arbeitsreichen Tagen hat die EUROPA von Hapag-Lloyd Cruises ihren turnusmäßigen Werftaufenthalt beendet, wie schon zuvor die EUROPA 2. Während das Luxusschiff im Dock 11 der Blohm + Voss Werft in Hamburg lag, fanden an Bord sowohl zahlreiche optische Neuerungen als auch diverse technische Updates statt. So wurde beispielsweise der komplette SPA-Bereich vergrößert, neu konzipiert und mit modernsten Behandlungsmöglichkeiten wie Thalasso ausgestattet. Darüber hinaus zeigen sich die Kaffeelounge Belvedere und die Havanna Bar in einem neuen Look. Insgesamt umfasste die Werftliste 840 Punkte.
850 beteiligte Arbeiter von etwa 60 Gewerken arbeiteten mehr als zwei Wochen lang an den umfangreichen technischen und optischen Modernisierungen an Bord der EUROPA: Dabei wurden unter anderem 2.900 Quadratmeter neuer Teppich verlegt und 3.500 Liter Farbe verbraucht. Ein technisch aufwändiges Projekt stellte der Austausch eines Azipod-Antriebscomputers dar: Um das veraltete Gerät durch ein neues zu ersetzen, musste sowohl in die Außenwand des Schiffes als auch in die Decke von Deck 2 zu Deck 3 ein großes Loch geschnitten werden.
Kaum wiederzuerkennen ist der SPA-Bereich an Bord. Die Räumlichkeiten wurden komplett renoviert, vergrößert und neu konzipiert. Ab sofort erwarten die Gäste im Ocean SPA verschiedene neue Behandlungskonzepte: Neben einer Thalasso-Wanne, eine Schwebeliege und je einem Behandlungsraum für Shiatsu- und Nass-Massagen können Wellnessbegeisterte BEWEI-Treatments, modernste Anti-Aging-Behandlungen, in Anspruch zu nehmen. Außerdem gibt es im SPA-Bereich nun eine exklusive BABOR Beauty-Lounge.

Zylmann Welcome Aboard 470Zudem wurden der Ruheraum, und der Empfangsbereich erneuert sowie eine Teelounge integriert. In einer modernisierten Optik zeigt sich auch die beliebte Kaffee-Lounge „Belvedere” am Bug des Schiffes, deren Interieur nun in einem eleganten, gedeckten Farbkonzept erstrahlt. Die Raucher-Lounge Havana Bar wartet mit neuen Möbeln und Tapeten auf und die ehemalige Galerie ist als „Atelier” in einen Multifunktionsraum für Vorträge und Sportkurse umgewandelt worden.
Frisch renoviert begab sich die EUROPA anschließend auf eine 12-tägige Reise entlang der Westküste Europas nach Bilbao und verabschiedet sich für dieses Jahr von der Hansestadt, um den Winter in wärmeren Regionen wie in Mittelamerika und der Südsee zu verbringen.
An Bord der EUROPA 2 wurde im September bei Blohm+Voss das „Herrenzimmer” auf Deck 4 umgestaltet: Die beliebte Gin-Bar bekam eine neue Optik und wird fortan „Collins” heißen. Der bisherige „Jazz Club” präsentiert sich nun als „Club 2”. Einen komplett veränderten Look erhielt die „Belvedere”: in die gemütliche Lounge am Bug, die einen umfangreichen Ausblick in Fahrtrichtung des Schiffes bietet, wurde die Bibliothek sowie eine Kaffeebar integriert.
www.hl-cruises.de 

 

 

17611 Norwegian Cruise Line Solo Travel Foto NCL WiesbadenNorwegian Cruise Line bietet Alleinreisenden zahlreiche Möglichkeiten, die Vorteile des Solo Travelling in vollen Zügen zu genießen.
Foto: NCL, Wiesbaden

Solo Travelling mit Norwegian Cruise Line

Allein zu verreisen bietet viele Vorteile und wird immer beliebter. Um auf die Wünsche der Solo Traveler noch besser einzugehen, hat Norwegian Cruise Line als erste Kreuzfahrtreederei Kabinen ohne Einzelzimmerzuschlag eingerichtet. Die preisgekrönten und modern gestalteten Studios sind im Preis und in ihrer Ausstattung ganz auf die Bedürfnisse Alleinreisender zugeschnitten: Auf knapp neun Quadratmetern bieten sie Gästen ein großes Bett und separate Badelemente. Reisende, die eine Studiokabine gebucht haben, nutzen zusätzlich den exklusiven Zugang zur Studio Lounge, in der sie sich mit ihren Kabinennachbarn gemeinsam auf einen Drink vor dem Dinner treffen oder ungestört bei einem guten Buch und einem Glas Wein entspannen können. Natürlich können bei Norwegian Cruise Line auch weiterhin Doppelkabinen zur Einzelbelegung gebucht werden. Für ausgewählte Abfahrten ist der Zuschlag für diese reduziert.
Zusätzlich bietet eine Kreuzfahrt mit Norwegian Cruise Line Alleinreisenden zahlreiche Möglichkeiten, die Vorteile des Solo Travelling in vollen Zügen zu genießen: Von einem umfangreichen Sportprogramm, über ein vielfältiges Spa-Angebot bis hin zu der preisgekrönten Entertainment-Auswahl ist für jeden Geschmack etwas dabei. Darüber hinaus profitieren sie von dem innovativen Premium All Inclusive Angebot der internationalen Reederei. Es beinhaltet eine große Auswahl an Spirituosen, Fass- und Flaschenbieren, Weinen im Glas, verschiedenen Cocktails (jeweils bis 15 US-Dollar) und Erfrischungsgetränke sowie Kaffeespezialitäten zu den Mahlzeiten in den Restaurants. Auch Trinkgeld für die Crew sowie Inklusivleistungen sind eingeschlossen. Zudem steht auf der Kabine eine Flasche Wasser pro Person und Tag zur Verfügung.
Das maximale Angebot an Freiheit und Flexibilität an Bord aller Norwegian Cruise Line Schiffe umfasst unter anderem die Abkehr von festen Tischzeiten und Sitzordnungen, sodass die Gäste spontan und individuell entscheiden können, wann, wo und mit wem sie speisen möchten. Auf den meisten Kreuzfahrten werden darüber hinaus Treffen für Alleinreisende und Bar-Touren angeboten, um Mitreisende kennenzulernen.
Für ihr Studio Konzept wurde die internationale Reederei von dem renommierten Porthole Cruise Magazine bereits fünf Jahre in Folge zur „Best Cruise Line for Solo Travelers” gekürt. Studios gibt es an Bord folgender Schiffe, auf deren Routen viele Destinationen weltweit erkundet werden können: NORWEGAIN BREAKAWAY, EPIC, ESCAPE, GETAWAY, BLISS und der PRIDE OF AMERICA.

Routenbeispiele:
Die NORWEGIAN EPIC bricht vom 25. April bis zum 31. Oktober 2018 regelmäßig zu Sieben-Nächte-Kreuzfahrten ab/bis Rom in das westliche Mittelmeer auf. Zum Beispiel vom 2. bis zum 9. Mai 2018 genießen Alleinreisende die Route über Florenz/Pisa, Cannes, Palma, Barcelona und Neapel inklusiv Flug ab beispielsweise Frankfurt/Main.
Für diejenigen, die es weiter in die Ferne zieht, bricht die NORWEGIAN BLISS zwischen dem 2. Juni und dem 29. September 2018 ab/bis Seattle zu den Höhepunkten Alaskas zu Sieben-Nächte-Kreuzfahrten auf. Stationen sind Ketchikan, Juneau, der Sawyer-Gletscher, Skagway und Victoria (British Columbia). www.ncl.de

17611 Oceania Cruises an Deck Foto Oceania CruisesMit einer Dauer von sieben bis 44 Tagen bringen die sechs Boutique-Schiffe der Flotte ihre Gäste vom Mittelmeer bis nach Alaska zu beliebten Zielen.
Foto: Oceania Cruises, Miami

Oceania Cruises stellt die neue Kreuzfahrt-Kollektion Europa & Amerika 2019 vor
80 neue Routen und noch mehr Übernachtaufenthalte

Oceania Cruises, bekannt für die „Feinste Küche auf See”, stellt die neue Europa & Amerika Kollektion 2019 vor. Alle Fahrten sind seit dem 18. Oktober 2017 buchbar. Die 104 ausgedehnten und abwechslungsreichen Reisen umfassen 80 neue Routen mit mehr als 85 Übernachtaufenthalten. Mit einer Dauer von sieben bis 44 Tagen bringen die sechs Boutique-Schiffe der Flotte ihre Gäste vom Mittelmeer bis nach Alaska zu beliebten Zielen und malerischen Häfen abseits des Mainstreams.
„Diese neuen Kreuzfahrten sind ideal für anspruchsvolle Reisende, die einzigartige und bereichernde Erlebnisse suchen”, sagte Bob Binder, Präsident & CEO von Oceania Cruises. „Von charmanten, kleinen Häfen bis hin zu kosmopolitischen Städten in Europa und Amerika – die Vielfalt bietet für jeden das Passende.”

Highlights der Europa & Amerika Kollektion 2019
• Von den 104 Routen sind 80 neu, darunter 40 im Mittelmeer, 18 im Baltikum, Skandinavien und Nordeuropa, fünf in Alaska, sechs in Kanada und Neu England sowie zehn in den Tropen.
• Reiseliebhaber entdecken das Flair des Mittelmeers mit charmanten Häfen wie Ajaccio, Frankreich, Korsika und Crotone, Italien. Neu in dieser Saison ist Castellón, eine Stadt mittelalterlichen Ursprungs mit zahlreichen Orangenbaumgärten etwa 60 Kilometer nördlich von Valencia, Spanien.
• Acht neue Routen konzentrieren sich auf Italien oder Spanien bzw. die Iberische Halbinsel und das französische Weinland. Sie beinhalten Übernachtaufenthalte in Venedig, Lissabon und Bordeaux.
• In Nordeuropa führen die Routen bis nach Grönland und Island sowie abseits der ausgetretenen Pfade nördlich des Polarkreises nach Bodø, Norwegen, oder in die alte norwegische Wikingerstadt Haugesund.
• Die REGATTA erkundet die rauen Küsten Alaskas mit ihren atemberaubenden Landschaften und reichen Tierwelt auf acht unterschiedlichen 7- bis 10-Tages-Kreuzfahrten.
• Die RIVIERA wird ihr Debut in New York geben und ihren Gästen den Charme und die Geschichte Kanadas und Neuenglands näherbringen.
• Die INSIGNIA führt ihre Gäste mit einer neuen 7-tägigen Tour auf die Bermudas. Außerdem steuert das R-Klasse Schiff erneut Kuba mit Übernachtaufenthalten in Havanna, Cienfuegos und Santiago de Cuba an. Die neun Kreuzfahrten von sieben bis elf Tagen Länge starten und enden in Miami, Florida. www.OceaniaCruises.com 

17611 PONANT Le Soleal vor Bordeaux Foto Ponant Philip PlissonMS SOLÉAL vor Bordeaux. Foto: Ponant Kreuzfahrt Philip Plisson

Ponant-Kreuzfahrt zwischen Weinbergen und dem Meer

Gaumenfreuden, Weinberge und Ozean: Das sind die drei Hauptzutaten für die gleichnamige Themenkreuzfahrt der französischen Reederei Ponant. Vom 11. bis 19. April 2018 sticht die LE SOLÉAL zur zehntägigen kulinarischen Kreuzfahrt in See. Von Porto über Pauillac nach Bordeaux entdecken die Gäste während dieser Tour die Besonderheiten und die sorgsam gehüteten Geheimnisse dieser großen Weingebiete mit dem weltberühmten Grand Cru. Ponant entwickelte die Kulinarik- und Weinkreuzfahrt in Zusammenarbeit mit Artémis Domaines, dem Eigentümer des berühmten Château Latour, und Ducasse Conseil, dem Beratungsbüro des Sternekochs Alain Ducasse.

Eine Reise in die Länder der Geschmackserlebnisse
Nicht nur die Häfen und Ausflüge sind bestens auf die kulinarische Kreuzfahrt abgestimmt, sondern auch das Programm an Bord. So stehen zwei glanzvolle Gala-Abende auf dem Plan, die im Rahmen der Zusammenarbeit mit Ducasse Conseil entwickelt wurden. Zum einen begrüßt der Küchenchef des Pariser Restaurants Le Jules Verne, Pascal Féraud, die Gäste der LE SOLÈAL und zum anderen wird Küchenchef Stéphane Duchiron vom Ore-Restaurant in Versailles für einen kulinarischen Genuss sorgen. Der Höhepunkt der Reise ist das Abendessen in Pauillac: Während die Kreuzfahrtyacht von Ponant direkt am Anleger des Château Latour, eines der berühmtesten Weingüter der Welt, liegt, genießen die Gäste die Gourmetküche an Bord.
Die französische Kreuzfahrtreederei und der Weltmarktführer für Luxusexpeditionskreuzfahrten wurde 1988 von Jean-Emmanuel Sauvée und einem Dutzend Offiziere der französischen Handelsmarine gegründet. Die Reederei steht heute für höchsten Komfort an Bord sowie französische Lebensart. Dank der kleinen Kreuzfahrtschiffe mit Yachtcharakter gewährt Ponant Reiseerlebnisse in die abgelegensten Regionen der Welt. www.ponant.com
 

Kreuzfahrtschiff BALMORAL beendet besucherstärkste Saison 2017
in Rostock-Warnemünde

Am 12. Oktober beendete das Kreuzfahrtschiff BALMORAL die besucherstärkste Kreuzfahrtsaison in Rostock-Warnemünde. Insgesamt sind bei den 190 Schiffsanläufen in diesem Jahr 892.000 Seereisende an und von Bord der Urlauberschiffe gegangen. „Warnemünde ist sowohl beliebter Transithafen für internationale Gäste als auch Start- und Zielhafen für deutschsprachige Kreuzfahrtouristen”, sagt Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH.
Von den 190 Schiffsanläufen von 36 Kreuzfahrtschiffen wurden 173 in Warnemünde und 17 im Überseehafen betreut. Das größte Schiff in dieser Saison war die NORWEGIAN GETAWAY mit einer Bruttoraumzahl von 145.655 und einer Kapazität von rund 4.800 Passagieren. Bei 111 Anläufen fanden Voll- bzw. Teilreisewechsel statt. So schickte die Rostocker Reederei AIDA Cruises mit AIDAdiva und AIDAmar wieder zwei Schiffe vom Basishafen Warnemünde 40-mal auf Ostseekreuzfahrt. In diesem Jahr hatten 24 internationale Reedereien den Ostseehafen an der Warnow in ihre Reiseplanungen aufgenommen.
Zu den Höhepunkten in dieser Saison zählten fünf Erstanläufe und drei Vierfachanläufe von Kreuzfahrtschiffen. Erstmals legten in Warnemünde die VIKING SKY, MSC MAGNIFICA, SEVEN SEAS EXPLORER und COLUMBUS an. Unvorhergesehenes gab es wegen Starkwindes am 13. Juni beim Anlauf des größten diesjährigen Schiffes. Der Anlauf der NORWEGIAN GETAWAY an der Warnowmündung konnte erst am darauffolgenden Tag erfolgen. Rund 400 Passagiere, die am 13. Juni an Bord gehen wollten, mussten und konnten kurzfristig in Warnemünder und Rostocker Hotels untergebracht werden. „Das war eine Herausforderung für alle beteiligten Unternehmen, die gemeinsam gemeistert werden konnte”, so Jens A. Scharner.

Internationale Gästeschar an der Warnowmündung
In diesem Jahr stellten die Deutschen mit 120.000 Passagieren die größte Anzahl, gefolgt von 71.000 US-Amerikanern, 38.000 Spaniern, 33.000 Briten, 23.000 Kanadiern, 22.000 Italienern, 13.000 Australiern und 126.000 Touristen aus 146 weiteren Nationen. Zudem befanden sich etwa 155.000 Crewmitglieder aus 118 Ländern an Bord der Schiffe, von denen sich mehr als ein Drittel auf Landgang begaben.
Rund 110.000 internationale Gäste unternahmen per Bahn, Bus oder Pkw einen Tagesausflug nach Berlin. Etwa 142.000 Passagiere entdeckten als Tagesgäste Warnemünde, Rostock oder Mecklenburg-Vorpommern und 195.000 Seereisende begannen und/oder beendeten ihre Kreuzfahrt im Passagierhafen an der Warnowmündung.
Auf Grundlage einer Studie der Universität Rostock zum Ausgabeverhalten der Passagiere und Crew-Mitglieder ist davon auszugehen, dass in der Saison 2017 rund 20 Millionen Euro von Seereisenden und Besatzungsmitgliedern insbesondere im lokalen und regionalen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe, öffentlichen Personennahverkehr, bei Taxiunternehmen und Parkplatzbewirtschaftern in Warnemünde, Rostock und Umgebung ausgegeben wurden. Hinzu kommen die Umsätze, die Busreiseunternehmen, Bahn, Landausflugsagenturen, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Schiffsmakler, Lotsen und Hafenbetreiber durch die Kreuzschifffahrt erzielen.
„Die Kreuzfahrtgäste und auch viele Crew-Mitglieder sorgen für eine große Wertschöpfung und bringen im Sommerhalbjahr internationales Flair in die Hafenstadt Rostock und das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern”, so Jens A. Scharner.
15 Kreuzfahrtschiffe machten in diesem Jahr bei 92 Anläufen von der Möglichkeit Gebrauch, so genanntes Grauwasser vom Schiff direkt in das öffentliche Abwassernetz einzuleiten. Insgesamt wurden 23.000 Kubikmeter Schiffsabwässer entsorgt, knapp 2.000 Kubikmeter weniger als letztes Jahr. www.rostock-port.de

17611 Clipper Royal Race Foto Starclippers LangenhagenKreuzfahrten mit der Antriebskraft des Windes: Die drei Großsegler der Reederei Star Clippers kreuzen mit großem Erfolg gegen den Trend des Massentourismus auf See, setzen auf 180 Routen im Mittelmeer, in Asien und der Karibik die Segel. Dazu kommen spektakuläre Atlantik-Über-
querungen der ROYAL CLIPPER, Fahrten durch den Panamakanal oder der Besuch des Formel 1-Finales in Monaco.
Foto: Starclippers, Langenhagen

Mit der Antriebskraft des Windes – Star Clippers
setzt auf 180 neuen Routen die Segel

Ungewöhnliche Routen gegen den Massentourismus auf See, dazu Schnupper-Kreuzfahrten, Passagen durch den Panamakanal, Besuch bei Formel 1-Rennen und spektakuläre Atlantiküberquerungen.
Kreuzfahrten mit der Antriebskraft des Windes: Die drei Großsegler der Reederei Star Clippers kreuzen gegen den Trend der Megaliner – kürzlich kam das neue Programm mit 180 Routen in die Reisebüros. Die wichtigsten Segelreviere sind dabei das Mittelmeer, die Karibik sowie die erst im vergangenen Winter neu aufgenommenen Routen in Asien. Dazu kommen spektakuläre Atlantiküberquerungen, Fahrten durch den Panamakanal und eine Schnupper-Kreuzfahrt auf dem größten 5-Mast-Vollschiff der Welt. Das neue Programm von Star Clippers, dem weltweit größten Anbieter von Segel-Kreuzfahrten, umfasst Reisen bis zum Frühjahr 2019, noch bis Ende Januar 2018 gelten Frühbuchervorteile.

Besuch bei den Filmfestspielen in Cannes und Formel 1 in Monaco
Die Mittelmeerrouten der STAR CLIPPER und der ROYAL CLIPPER führen in der Sommersaison 2018 nicht nur zu kleinen Häfen jenseits des maritimen Massentourismus, sondern auch zu Top-Veranstaltungen wie dem Formel 1-Rennen in Monaco oder den Filmfestspielen in Cannes. Die Segelreviere gelten als die schönsten Regionen des Mittelmeers: Amalfiküste, Côte d’Azur, Liparische Inseln, Kroatien, Korsika, Sardinien und Griechenlands Inseln.

Die Karibik-Kreuzfahrten der STAR FLYER künftig ohne Kuba
Die STAR FLYER sowie der Fünfmaster ROYAL CLIPPER eröffnen und beenden die Karibiksaison mit spektakulären Atlantiküberquerungen: Wie vor mehr als hundert Jahren unter Segeln – so startet die ROYAL CLIPPER, im Guinessbuch der Rekorde als das größte 5-Mast-Vollschiff der Welt geführt, im April 2018 zu einer 28-tägigen Zeitreise. Jetzt allerdings mit Marmorbad und exquisiter Küche.
Die Karibikrouten der ROYAL CLIPPER und der STAR FLYER reichen von den ABC-Inseln, den Grenadinen- und Windward-Inseln bis zu den British Virgin Islands. An verschiedenen Terminen setzen die beiden Großsegler für Regattafahrten gemeinsam die Segel.
In der kommenden Wintersaison kreuzt der Viermaster STAR FLYER zum vorerst letzten Mal vor Havanna. Reeder Mikael Krafft: „In unserem Kuba-Programm bieten wir nicht nur Havanna oder Cienfuegos an der Südküste an, sondern auch kleine, vorgelagerte kubanische Inseln. So können unsere Gäste die Vielfalt Kubas intensiver kennenlernen. Wir steuern mit unseren Schiffen bewusst gegen den Massentourismus auf See. Die ab Weihnachten dieses Jahres noch folgenden fünf Segel-Kreuzfahrten ab Kuba bilden deshalb vorerst den Schlusspunkt.”

4-Master STAR CLIPPER setzt ganzjährig in Asien die Segel
Der Viermaster STAR CLIPPER setzt ganzjährig ab Bali, Phuket und Singapur die Segel. In den Sommermonaten stehen ab und bis Bali verschiedene Routen mit Lombok, dem Komodo-Nationalpark oder auch Java auf den Fahrplänen. Die einwöchigen Fahrten können zu einer zweiwöchigen Reise kombiniert werden. Reeder Mikael Krafft zum neuen Asienprogramm: „Die Gewässer Indonesiens sind das ideale Segelrevier für die STAR CLIPPER – traumhaftes Wasser, einsame Buchten, dazu die Mischung aus üppiger Natur mit aktiven Vulkanen und faszinierender Kultur mit Exkursionen zu Tempeln wie dem Weltkulturerbe Borobodur.”
In den Wintermonaten wechselt die 115,50 Meter lange STAR CLIPPER mit Platz für maximal 170 Passagiere das Segelrevier und kreuzt entlang der Küste Thailands und Malaysias. Neben dem ohnehin umfangreichen Wassersportprogramm wie Kajak, Windsurfen oder Wasserski, erweitert Star Clippers für alle Asien-Kreuzfahrten das Angebot um Tauchgänge unter Leitung eines Tauchlehrers: Angesprochen werden Anfänger und erfahrene Taucher.

Schnupper-Kreuzfahrt auf dem größten 5-Mast-Vollschiff der Welt
Die ROYAL CLIPPER, das größte 5-Mast Vollschiff der Welt, bietet zudem mit einer Schnupper-Kreuzfahrt den idealen Einstieg für einen Urlaub unter weißen Segeln: Der fünftägige Törn startet und endet im Juli 2018 in Roms Hafen Civitavecchia.
Star Clippers betreibt drei der größten Passagier-Segelschiffe der Welt. Mit Anlaufhäfen abseits der Routen der größeren Kreuzfahrtschiffe sowie Aktivitäten und Annehmlichkeiten, die man sonst nur auf privaten Yachten findet, zählt Star Clippers zur Spitze der Veranstalter von Spezialkreuzfahrten. Star Clippers-Schiffe befahren auf wechselnden Routen die Karibik, Asien und das Mittelmeer. Zur Flotte zählen der 134 Meter lange Fünfmaster ROYAL CLIPPER (227 Passagiere) sowie die baugleichen Viermaster STAR FLYER und STAR CLIPPER mit Platz für jeweils 170 Passagiere. Künftig erweitert Star Clippers die Flotte um den Neubau FLYING CLIPPER, der die ROYAL CLIPPER, derzeit im Guinness-Buch der Rekorde als größter Rahsegler der Welt aufgeführt, überragen wird. www.starclippers.com 

17611 Logo Foto TUI CruisesFury in the Slaughterhouse kommen an Bord der MEIN SCHIFF 3 und bringen ihre Freunde mit. Foto: TUI Cruises, Hamburg

Fury in the Slaughterhouse an Bord der MEIN SCHIFF 3

Won’t forget these days: Fury in the Slaughterhouse kommen an Bord der MEIN SCHIFF 3 und bringen ihre Freunde mit. Vom 7. bis 11. September 2018 geht eine der erfolgreichsten deutschen Rockbands auf die neuste TUI Cruises Eventkreuzfahrt. Topkünstler wie die „Lemon Tree”-Ohrwurm Garanten Fools Garden, H-Blockx- und Söhne-Mannheims-Sänger Henning Wehland sowie der Grammy-nominierte Erfolgsproduzent und neues DSDS-Jurymitglied Mousse T sind genauso dabei wie die beiden Kultbands Fischer-Z und Terry Hoax, Singer/Songwriter Stoppok sowie das Pop-Duo Wingenfelder und Rockironiker Wohnraumhelden. Sie alle und natürlich die sechs Hannoveraner Jungs von Fury verwandeln die MEIN SCHIFF 3 in einen schwimmenden Konzertsaal. Die Tour geht ab Bremerhaven weiter über Amsterdam und Helgoland wieder zurück nach Bremerhaven.
TUI Cruises bringt damit gemeinsam mit Stars at Sea (einer Marke der CC Cruise Company GmbH & Co. KG) für die Reise deutsche Musikgrößen der Rock- und Pop-Szene aufs Schiff. Der Hauptact Fury in the Slaughterhouse ist eine der prägenden Bands deutscher Musikgeschichte. Der Band gelang eine internationale Karriere – sie verkauften über vier Millionen Alben und spielten weltweit auf mehr als 1.000 Festivals und Konzerten bevor sie 2008 das Ende ihrer Zusammenarbeit verkündeten. Im Frühjahr 2017, passend zum 30-jährigen Bandjubiläum, spielten die Mitglieder drei Geburtstags-Konzerte. Nach überwältigendem Verkaufserfolg und der positiven Resonanz machten sie ihren Fans mit einer Open Air Tour durch ganz Deutschland ein weiteres Geschenk. Nun treten die deutschen Rocker als Headliner der neusten Eventkreuzfahrt von TUI Cruises auf.
Neben den Auftritten der Top-Acts wird den Gästen an Bord ein umfangreiches Eventprogramm geboten. Darunter Meet and Greets mit den Stars, Workshops und ein passendes Filmprogramm. Die fünftägige Reise auf der Mein Schiff 3 kostet mit allen Konzerten und Premium Alles Inklusive an Bord in einer Innenkabine bei Doppelbelegung ab 999 Euro pro Person. Eine Außenkabine gibt es ab 1.129 Euro und eine Balkonkabine ab 1.199 Euro. www.tuicruises.com

17611 der erste block der neuen mein schiff 2 liegt im trockendock Foto TUI CruisesDie neue MEIN SCHIFF 2 wird Anfang 2019 in Dienst gestellt und steht – wie die neue MEIN SCHIFF 1 – für eine neue Schiffsgeneration.
Foto: TUI Cruises, Hamburg

Erster Stahlblock der neuen MEIN SCHIFF 2 auf Kiel gelegt
Neustes Wohlfühlschiff von TUI Cruises wächst nun täglich

Es bleibt spannend für TUI Cruises auf der Meyer Werft in Turku: Am 29. September schwamm die neue MEIN SCHIFF 1 auf und verließ das Trockendock und schon am 5., Oktober wurde der erste Stahlblock der neuen MEIN SCHIFF 2 gelegt: Ganz nach alter Schifffahrtstradition wurden bei der Kiellegung auf der Meyer Werft in Turku symbolisch Münzen im zentralen Block des Schiffes platziert. Diese sollen dem Schiff Glück bringen. Bei der Kiellegung des sechsten Neubaus von TUI Cruises waren sowohl Vertreter der Reederei als auch der Meyer Werft vor Ort.
„Mit der neuen MEIN SCHIFF 1 und der neuen MEIN SCHIFF 2 bekommen wir zwei großartige neue Schiffe, mit denen unsere Flotte gut für die Zukunft aufgestellt ist. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Schiffe vor Ort auf der Werft immer mehr Form annehmen”, sagte Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.
Die neue MEIN SCHIFF 2 wird Anfang 2019 in Dienst gestellt und steht wie die neue MEIN SCHIFF 1 für eine neue Schiffsgeneration des Hamburger Kreuzfahrtunternehmens. Die Schwesterschiffe werden rund 20 Meter länger sein als die bestehenden Neubauten. Neben noch mehr Platz zum Wohlfühlen gibt es auch eine noch größere Vielfalt an Kabinen und Suiten. So bieten die neue MEIN SCHIFF 1 und die neue MEIN SCHIFF 2 bei Doppelbelegung Platz für bis zu 2.894 Gäste. Auch die beiden Neubauten werden das von TUI Cruises gewohnte sehr großzügige Passagier-Platz-Verhältnis haben. Mit der Indienststellung der beiden Neubauten wird TUI Cruises mit einer der modernsten Flotten weltweit unterwegs sein. Beide Schiffe zeichnen sich durch eine innovative und umweltfreundliche Bauweise sowie modernste technologische Standards aus.

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