Seereisenmagazin Die ganze Welt der Kreuzfahrt

 

 

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Erstmals liegt die AIDAvita im Trockendock 2 der Lloyd Werft in Bremerhaven und wird dort in vielen Bereichen umgestaltet.

Erstmals liegt die AIDAvita im Trockendock 2 der Lloyd Werft in Bremerhaven und wird dort in vielen Bereichen umgestaltet.
Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven
 

Umfangreiches Überholungsprogramm für AIDAvita auf der Lloyd Werft

Nach einer mehrmonatigen Durststrecke auf der Bremerhavener Lloyd Werft gibt es dort seit dem 25. März für die nächsten zwei Wochen richtig gut zu tun, liegt doch dort seit diesem Samstag (25.3.) erstmalig die AIDAvita von AIDA Cruises im Trockendock 2 der Werft und wird vor dem Start der neuen so genannten Selection Saison in Europa in vielen Bereichen neu umgestaltet.

Bis zum 4. April bleibt das im Jahr 2002 in Wismar erbaute Kreuzfahrtschiff noch auf der Werft an der Unterweser, ehe es ab dem 5. April 2017 ab Hamburg und Kiel im Rahmen des neuen AIDA Selection Programms zu Nordlandkreuzfahrten aufbricht.

Neben einer umfangreichen Frühjahrüberholung im Inneren des Schiffes stehen bei der Lloyd Werft Bremerhaven auch turnusmäßige Klasse- und Wartungsarbeiten in den technischen Bereichen an und zahlreiche öffentliche Bereiche des Schiffes werden neu- bzw. umgestaltet. Der gesamte Umfang der Arbeiten hat ein Volumen von ungefähr 10 Millionen Euro, wobei die Innenarbeiten von AIDA Cruises selbst beauftragt wurden.

So wird unter anderem die Außenwand des Kreuzfahrtschiffes in den nächsten Tagen gereinigt und erhält anschließend einen neuen weißen Anstrich, wofür rund 9.000 Liter Farbe benötigt werden. Die Bugstrahlruder und die beiden Antriebspropeller werden genauso überprüft wie die seitlich im Rumpf befindlichen Stabilisatoren. Die Davids, das sind die Aufhänger für die insgesamt 10 Tender- und Rettungsboote werden geprüft, während die Fassmer Werft in Berne in der Nähe von Bremen, diese Boote während der Werftliegezeit umfangreich überprüft.

Für den Einsatz des Schiffes im Norden Europas erfolgen einige Umbauarbeiten am Außendeck. Auf Deck 10 wird beispielsweise die erst vor sechs Jahren eingerichtete Teens Lounge Waikiki zur chilligen Beach Lounge umgestaltet, wo die Gäste der AIDAvita dann zukünftig die Seele baumeln lassen können. Damit man auch bei nordisch kühlen Temperaturen einen Seeblick genießen kann, erhalten die Seaside Lounges am Heck des Schiffes Windbreaker und Heizstrahler. Die benachbarten Außenbereiche der Anytime Bar sowie die Ocean Bar auf Deck 7 werden mit neuem Mobiliar ausgestattet.

Komplett modernisiert und mit neuem Look bietet der Poolbereich zukünftig noch mehr Platz zur Entspannung und lädt dazu ein, auch in nördlichen Breiten sonnige

Tage am Pool zu verbringen. Zudem wird die Sitzplatzanordnung im Poolgrill neu gestaltet. Hier können in Kürze Fans der typisch amerikanischen Küche unter anderem Burger mit Wedges, Bagles und Wraps genießen. Das ehemalige Gourmet Restaurant Rossini wird zum neuen Selection Restaurant umgestaltet, wo die Gäste regionale Spezialitäten und Köstlichkeiten aus der ganzen Welt erwarten.  

Auch der Fotoshop der AIDAvita wird während der Werftliegezeit vergrößert und das Angebot erweitert. Darüber hinaus werden in den öffentlichen Bereichen rund 2.500 Quadratmeter neue Teppichböden verlegt und einzelne Glasscheiben in den Bereichen der Bars und Restaurants erneuert.

Nach dem Werftaufenthalt bei der Lloyd Werft stehen für die AIDAvita in der Sommersaison 2017 insgesamt 26 Reisen auf dem Programm. Zunächst geht es am 5. April 2017 von Hamburg auf eine 4-tägige Kurzreise nach Großbritannien und Holland. Am 9. April startet die erste 13-tägigen Reise „Nordische Inseln & Norwegen”. Ab Mai kann man auf 14-tägigen Reisen „Großbritannien & Irland” entdecken.

Ganz besonders sind auch die 14-tägigen Reisen der AIDAvita ab Kiel ins Land der Polarlichter bis hoch zum Nordkap und zu den Lofoten oder die Reisen zu den nordischen Inseln und Island im Juni und im Juli 2017. Verschiedene Kurzreisen nach Norwegen oder Schweden runden das vielseitige Programm in Nordeuropa ab. Ab Ende Oktober 2017 nimmt die AIDAvita von Hamburg Kurs auf die Inseln des ewigen Frühlings, die Azoren und Kanaren.

Das neue Programm AIDA Selection steht für außergewöhnliche Reisen auf faszinierenden Routen zu neuen Regionen oder exklusiven Häfen mit den Schiffen der ersten und kleineren AIDA Generation: AIDAaura, AIDAcara und AIDAvita. Auf ausgedehnten Landausflügen haben die Gäste die Möglichkeit, beeindruckende Landschaften und Kulturen von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. An Bord genießt der Gast die persönliche und entspannte Atmosphäre dieser AIDA Schiffsklasse. Das individuell gestaltete Entertainmentprogramm nimmt Bezug auf die landestypische Kultur der angesteuerten Destinationen. In den Restaurants erwartet die Gäste ein exquisites kulinarisches Angebot an regionalen Spezialitäten, die auf die Destinationen abgestimmt sind. www.aida.de · Christian Eckardt

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Die NORWEGIAN JOY liegt im Werthafen und ist bereit für ihre Überführung in die Nordsee.

Die NORWEGIAN JOY liegt im Werthafen und ist bereit für ihre Überführung in die Nordsee. Foto + Karte: Meyer Werft, Papenburg

 

Ems-Überführung der NORWEGIAN JOY startet am Sonntagabend

Das neue Kreuzfahrtschiff der amerikanischen Reederei Norwegian Cruise Line, die NORWEGIAN JOY, wird voraussichtlich am Sonntagabend, den 26. März 2017 die Meyer Werft in Papenburg verlassen und auf der Ems nach Eemshaven (Niederlande) überführt.  

Wie die Werft jetzt mitteilte, ist die Ankunft in Eemshaven am Montagabend geplant. Anschließend wird das Schiff zu einer kurzen Einstellungsfahrt auf der Außenems starten. Später wird das Schiff für mehrere Tage die technische und nautische Erprobung auf der Nordsee absolvieren. Die Passage der NORWEGIAN JOY über die Ems wird mit Unterstützung des Emssperrwerkes erfolgen. Die Dauer der Passage wird möglichst kurz gehalten.  

Für die Emspassage gilt folgender Zeitplan, der sich entsprechend der Wetter- und Tidebedingungen kurzfristig verschieben kann: Sonntag, 26. März 2017 etwa 20:30 Uhr Schiff in Warteposition (Papenburg) etwa 21:00 Uhr Passieren der Dockschleuse (Papenburg). Montag, 27. März 2017 etwa 01:45 Uhr Passieren der Weener Brücke (Weener), etwa 04:00 Uhr Passieren der Jann-Berghaus-Brücke (Leer), etwa 08.30 Uhr Ankunft Emssperrwerk (Gandersum), etwa 12:45 Uhr Passieren Emssperrwerk. 

Alle Angaben sind vorbehaltlich der Wind- und Wetterlage, der Wasserstände und somit ohne Gewähr. Zeitverschiebungen sind kurzfristig möglich!

Die Überführung des Schiffes wird erneut vom Team der Lotsenbrüderschaft Emden durchgeführt. Die Emslotsen haben auch in den Vorjahren die Schiffe der Meyer Werft überführt. Das gesamte Überführungsteam trainierte dieses Manöver am computergesteuerten Simulator in Wageningen (Niederlande), um so noch besser vorbereitet zu sein. Die NORWEGIAN JOY wird die Emsfahrt in Richtung Nordsee wieder rückwärts zurücklegen. Diese Art der Überführung hat sich aufgrund der besseren Manövrierfähigkeit bewährt. Die Überführung bewältigt das Schiff mit Unterstützung zweier Schlepper.    

Das mit einer Bruttoraumzahl von 168.750 BRZ vermessene Kreuzfahrtschiff gehört zu den größten in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffen und wird etwa 4.200 Passagiere aufnehmen. Nachdem die technische und nautische See-Erprobung auf der Nordsee erfolgt ist, wird das Schiff am 27. April in Bremerhaven an die Reederei übergeben und nach Asien überführt, wo es für den wachsenden Chinesischen Kreuzfahrtmarkt eingesetzt wird.    

Auf der Meyer Werft geht die Arbeit an weiteren Schiffen unterdessen mit Hochdruck weiter: Im Baudock II der Werft wird bereits an der WORLD DREAM für die asiatische Reederei Dream Cruises (Hong Kong) gearbeitet, dass im Herbst 2017 fertig gestellt wird. www.meyerwerft.de · Christian Eckardt

Überführungsplan der NORWEGIAN JOY
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Bei einer Länge von 278 Metern und 38 Metern Breite finden an Bord der künftigen Virgin-Schiffe bis zu 2.400 Passagiere in 1.400 Kabinen Platz.

Bei einer Länge von 278 Metern und 38 Metern Breite finden an Bord der künftigen Virgin-Schiffe bis zu 2.400 Passagiere in 1.400 Kabinen Platz.

Zeichnung: Fincantieri Werft in Sestri Ponente

 

Stahlschnitt bei Fincantieri für ersten Virgin Voyages-Neubau

Auf der Fincantieri Werft in Sestri Ponente (Genua) erfolgte jetzt der Stahlzuschnitt für den ersten, noch namenlosen Kreuzfahrtneubau der neuen Kreuzfahrtmarke Virgin Voyages mit der Baunummer 6287. Erst im Dezember 2016 hatte der britische Milliardär und Unternehmer Sir Richard Branson mitgeteilt, dass man mit der italienischen Werftengruppe einen verbindlichen Vertrag für insgesamt drei Kreuzfahrtschiffe für sein neues Unternehmen Virging Voyages im Gesamtwert von cirka 2 Milliarden Euro unterzeichnet hat. Die Finanzierung der Neubauten erfolgt durch ein Konsortium, an dem das Private-Equity-Unternehmen Bain Capital und die Virgin Group beteiligt sind.

Die drei jeweils mit 110.000 BRZ vermessenen Kreuzfahrtschiffe sollen zwischen 2020 und 2022 abgeliefert werden. Bei einer Länge von 278 Metern und 38 Meter Breite finden an Bord bis zu 2.400 Passagiere in 1.400 Kabinen Platz.

Zusätzlich bis zu 1.100 Besatzungsmitglieder. Das erste der drei neuen Virgin-Schiffe wird von seinem Basishafen in Miami in die Karibik verkehren. Viel weitere Details über die Neubauten, die über eine besondere Umwelttechnik, ein einzigartiges Design und innovative Ideen verfügen sollen, liegen bislang noch nicht vor. Mit dem schwedischen Unternehmen Climeon AB wurde inzwischen ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Climeon AB wird für die neuen Schiffe ein System zuliefern, dass in einem umweltfreundlichen Verfahren Warmwasser in Strom umwandelt. „Die Umwandlung von Warmwasser in Strom wird eine bedeutende Quelle für die Energieproduktion auf Kreuzfahrtschiffen sein”, erklärte Thomas Öström, Gründer und CEO von Climeon AB. So soll das neue Climeon Ocean System dabei helfen, den jährlichen CO2-Ausstoß pro Schiff um 5.400 Tonnen zu reduzieren. Christian Eckardt

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Die 4 Schiffe werden erstmalig im Kreuzfahrtsegment die patentierte Bugform, den so genannten Ulstein X-Bow, erhalten.

Die 4 Schiffe werden erstmalig im Kreuzfahrtsegment die patentierte Bugform, den so genannten Ulstein X-Bow, erhalten.

Animation: SunStone Ships, Miami

 

Vier neue Expeditions-Schiffe für SunStone mit auffälliger Bugform

Der Bauboom im Kreuzfahrtsektor hält weiter an, nicht nur im Massenmarkt mit Schiffsgrößen für mehr als 5.000 Passagieren, sondern aktuell auch im Bereich der so genannten Expeditionskreuzfahrten, wo in den kommenden vier Jahren mindestens 21 neue Einheiten in Fahrt kommen werden.

So teilte der in Miami ansässige Anbieter von Kreuzfahrtschiffen SunStone Ships jetzt mit, dass bei der China Merchants Industry vier neue Expeditions-Kreuzfahrtschiffe bestellt wurden, für sechs weitere Einheiten besteht eine Option.

Das Design für die Neubauten kommt aus Norwegen von Ulstein Design & Solutions, die auch die Bauaufsicht übernehmen, und entspricht dem Projekt-Design CX103. Die 104 Meter langen und 18,20 Meter breiten Neubauten werden für Einsätze in arktischen Gewässern über die Eisklasse 1A beziehungsweise PC 6 verfügen und sollen in den 80 bis 95 Kabinen je nach Konfiguration 160 bis 200 Passagiere unterbringen. Für die Fertigung der Innenausstattung wurde das finnische Unternehmen Mäkinen beauftragt, das dann auf dem chinesischen Werftgelände in Shanghai die Kabinenfertigung durchführen wird.

Das Innendesign entwirft das schwedische Designbüro Tillberg. Die Schiffe werden erstmalig im Kreuzfahrtsegment die patentierte Bugform, den so genannten Ulstein X-Bow, erhalten, wodurch ein geringerer Strömungswiderstand und höhere Geschwindigkeiten bei schweren Seebedingungen erreicht werden. Ulstein hat bereits rund 100 solcher X-Bow-Schiffe gebaut, davon 45 in China, wobei es sich meist um Spezialschiffe für die Offshore-Industrie handelt, aber bislang noch nicht um Kreuzfahrtschiffe.

Die vom Bureau Veritas klassifizierten und bis zu 15 Knoten schnellen Expeditionsschiffe werden nach der Ablieferung an Kunden im weltweiten Einsatz verchartert. Der erste Neubau soll bereits im August 2019 in Fahrt kommen, die nachfolgenden Einheiten in Abständen von sechs Monaten.  

SunStone Ships verwaltet Kreuzfahrtschiffe für vornehmlich skandinavische Investoren und verfügt nach eigenen Angaben über die größte Flotte an Expeditions-Schiffen mit derzeit zehn kleineren Einheiten, die an Kreuzfahrt-Veranstalter, aber auch als Hotelschiffe in der Offshore-Industrie verchartert werden. Christian Eckardt

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Die Fotomontage zeigt die AIDAperla vor Palma de Mallorca.

Die Fotomontage zeigt die AIDAperla vor Palma de Mallorca. Fotomontage: AIDA Cruises, Rostock

 

AIDAperla wird früher abgeliefert

Drei zusätzliche Kennlernkreuzfahrten geplant

Das mit Spannung erwartete neue Kreuzfahrtschiff AIDAperla wird am 30. Juni 2017 auf Mallorca feierlich getauft. Kreuzfahrtfans brauchen sich jedoch nicht bis zur offiziellen Taufreise vom 24. Juni bis 1. Juli 2017 gedulden. Da das neue Flottenmitglied von AIDA Cruises früher von der japanischen Mitsubishi-Werft ausgeliefert wird als erwartet, werden bereits ab 10. Juni erste Kreuzfahrten auf dem neuen 300 Meter langen Flaggschiff, dem Schwesterschiff der AIDAprima, angeboten. Akutell liegt die AIDAperla noch im Werfthafen im japanischen Nagasaki.

Auf drei zusätzlichen Reisen können Gäste die AIDAperla somit schon im Vorfeld einmal kennenlernen.

Zwei Reisen führen auf der Route „Perlen am Mittelmeer 1” von Palma de Mallorca zu den Metropolen Rom, Florenz und Barcelona sowie zur Insel Korsika. Die Reise „Perlen am Mittemeer 2” wird vom 16. bis 23. Juni mit dem Start- und Zielhafen Barcelona angeboten. Anschließend geht es ab 24. Juni auf die einzigartige Taufreise mit der spektakulären Taufe am 30. Juni 2017 in Palma de Mallorca. Die Taufe erleben die Gäste der Taufreise an Bord.

Buchungsstart für die Reisen vom 10. bis 17. Juni und 17. bis 24. Juni 2017 sowie die Reise vom 16. bis 23. Juni 2017 war am 15. März.2017. www.aida.de

Christian Eckardt

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Der Pool-Bereich der CELEBRITY EDGE mit dem „Magic Carpet” (orange).

Der Pool-Bereich der CELEBRITY EDGE mit dem „Magic Carpet” (orange). Animationen: Celebrity Cruises, Miami

 

Celebrity Cruises gibt Einblicke in die neue Schiffsklasse CELEBRITY EDGE

Auf der weltgrößten Kreuzfahrtmesse, der Seatrade in Fort Lauderdale/Florida präsentierte die amerikanische Kreuzfahrtreederei Celebrity Cruises einen ersten Einblick in die neue Celebrity Edge-Klasse. Mit atemberaubenden Suiten und zahlreichen neuen innovativen Ideen wie beispielsweise dem „Magic Carpet” möchte die Reederei neue Standards im Schiffsdesign setzen.

Das erste Schiff dieser 300 Meter langen Schiffsklasse wird den Namen CELEBRITY EDGE tragen und mit maximal 2.918 Gäste ab Dezember 2018 zu Karibikkreuzfahrten starten. „Die CELEBRITY EDGE ist eines der aufregendsten, innovativsten und verwandlungsfähigsten Schiffe, an deren Realisierung ich jemals beteiligt war”, sagte Richard D. Fain, Chairman und CEO von Royal Caribbean Cruises Ltd., zu der Celebrity Cruises gehört.

Eines der Highlights ist der so genannte „Magic Carpet”, der von der Reederei auch als „erster Zauberteppich der Welt” bezeichnet wird. Dieser seitlich angebrachte gläserne Tennisplatzgroße XXL-Fahrstuhl hat je nach Decksbereich eine andere Funktion. So wird der „Magic Carpet” auf Deck 16 als Spezialitätenrestaurant mit einem besonderen „Dinner on the Edge” für 90 Gäste genutzt, auf Deck 14 wird der „Magic Carpet” zum Open-Air-Ausbau des Haupt-Poolbereichs zur Verfügung stehen. Auf Deck 5 erfüllt dieser Außenplatz als Sitzplatzerweiterung der dort untergebrachten Restaurants. Bei Landgängen wird der magische Teppich ganz unten auf Deck 2 als Einschiffungsstation umfunktioniert.

Für das Design dieser neuen Schiffsklasse verpflichtete Celebrity Architekten aus der ganzen Welt, darunter auch der renommierte Innenarchitekt Kelly Hoppen und Architekt Tom Wright. Der amerikanische Designer Nate Berkus dient als Design-Botschafter der CELEBRITY EDGE. Gemeinsam mit anderen Designern entwickelte 

das Team Entwürfe, die frisch, aufregend, aktuell und komfortabel sind, passend zum Unternehmensmotto „Celebrity’s Modern Luxury Style”. Die Kabinen der CELEBRITY EDGE sollen sich deutlich von allen bisherigen, traditionellen Schiffskabinen abheben, so sollen deren Verandas eine noch nähere Verbindung zum Ozean aufbauen. Dies ist möglich durch bewegliche gläserne Trennwände, so dass die Veranda in den Wohnraum integriert wird. Dieser so genannte Infinity-Balkon ist horizontal zweigeteilt, der obere Teil lässt sich zu einer vollflächigen Glasfront schließen oder zu einer Balkonbrüstung absenken. Zudem werden die Bäder rund 10 Prozent größer im Vergleich zur bestehenden Celebrity’s Solstice-Klasse, die seinerzeit auf der Meyer Werft in Papenburg erbaut wurden.

Bei der CELEBRITY EDGE wurde die Anzahl der verfügbaren Suiten mehr als verdoppelt und dabei wurden zwei ganz besondere neue Kategorien hinzugefügt. Direkt oberhalb der Schiffsbrücke befinden sich die beiden neuen Iconic Suiten mit einer Fläche von 241 Quadratmetern sowie einer 65 Quadratmeter großen Veranda. Diese verfügen jeweils über zwei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Aufgrund dieser Lage hat man durch die Panoramafenster einen fantastischen Ausblick. Die neue Suite-Kategorie besteht aus sechs sogenannten Edge Villas die sich auf zwei Decks erstreckt. Diese bieten ebenfalls eine einmalige Aussicht und sind sogar mit einem privatem Tauchbecken ausgestattet. Ferner haben diese Suiten einen direkten Zugang zum The Retreat Sundeck, dem exklusiven Suiten-Bereich an Bord des Schiffes. Eine Neuheit wird der Rooftop Garden auf der CELEBRITY EDGE sein, der Gäste zum Verweilen einlädt. Tagsüber können sich hier Paare beim Picknick und unter freiem Himmel Filme anschauen und am Abend wird hier Musik gespielt. Der Garten wurde vom berühmten Architekten Tom Wright entwickelt und soll täglich von einem ansässigen Gartenbauer gepflegt werden. Christian Eckardt

Eine EDGE-KabineEine EDGE-Kabine. Animation: Celebrity Cruises, Miami

 

Ein Penthouse.

Ein Penthouse. Animation: Celebrity Cruises, Miami

Der Rooftop Garden.

Der Rooftop Garden. Animation: Celebrity Cruises, Miami

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Terragon Environmental Technologies gewinnt GreenTec Award 2017

Dr. Panayotis Tsantrizos (2. von links) ist aus Kanada angereist, um die Urkunde für sein Unternehmen entgegenzunehmen. Den Award überreicht hat Jurymitglied und Präsident des DRV Deutscher ReiseVerband, Norbert Fiebig (Bildmitte).

Dr. Panayotis Tsantrizos (2. von links) ist aus Kanada angereist, um die Urkunde für sein Unternehmen entgegenzunehmen. Den Award überreicht hat Jurymitglied und Präsident des DRV Deutscher ReiseVerband, Norbert Fiebig (Bildmitte).
Foto: DRV Deutscher ReiseVerband, Berlin

Energiegewinnung aus Schiffsabfällen

Was geschieht mit den großen Mengen Abfall, die auf Kreuzfahrtschiffen produziert werden? Das kanadische Unternehmen Terragon Environmental Technologies Inc. hat eine Lösung entwickelt, mit der aus Schiffsabfällen Energie entsteht und hat damit den GreenTec Award 2017 in der Kategorie Reise gewonnen, wobei sich die GreenTec Awards in 10 Jahren zu einem der wichtigsten Umweltpreise der Welt entwickelt haben. Alle Nominierten der Kategorie wurden von einer 70-köpfigen Jury diskutiert und auf ihren Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz überprüft. Ausgezeichnet wurde das Gewinnerprojekt am 10. März auf der ITB.

 

Das Gewinnerprojekt

Das MAGS (Micro Auto Gasification System) der kanadischen Terragon Environmental Technologies Inc. verwandelt täglich bis zu einer Tonne Schiffsabfälle in Energie und sorgt damit, neben der Kostenreduktion durch Volumenreduzierung bei der Abfallentsorgung, für einen effizienteren und umweltfreundlicheren Betrieb der Schiffe. Die Technologie dieser sehr kompakten Anlage wird bereits auf zwei Kreuzfahrtschiffen (Crystal Cruises und Lindblad Cruises), die speziell in sensiblen Ökosystemen, zum Beispiel in Alaska, unterwegs sind.

Als führende Interessenvertretung der deutschen Reisebranche ist der Deutsche ReiseVerband Pate der Kategorie Reise. Präsident des DRV und Jurymitglied der Awards, Norbert Fiebig, überreichte die Trophäe: „Es ist jedes Jahr erfreulich zu sehen, wie viele kreative Lösungen unsere Branche entwickelt, um den Tourismus zukunftsfähig zu gestalten. Dass die GreenTec Awards diese Entwicklung unterstützen und mit der Kategorie Reise dazu beitragen, die Aufmerksamkeit für Umweltschutz im Tourismus weiter zu erhöhen, ist ein wichtiges Signal.”

Der größte Umwelt- und Wirtschaftspreis der Welt, die GreenTec Awards, feierte am 12. Mai 2017 in Berlin 10- jähriges Jubiläum. Mit der Unterstützung der Hauptmedienpartner ProSieben, WirtschaftsWoche, FAZ und NewsGreen wurden innovative Projekte und Produkte ausgezeichnet, die Maßstäbe in Sachen Umwelttechnologie und -schutz setzen, sowie einen ökologischen Lebensstil fördern.

Christian Eckardt

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Die LEGEND OF THE SEAS am 10. August 2014 in Hamburg.

Die LEGEND OF THE SEAS am 10. August 2014 in Hamburg.Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

 

Letzte Reise der LEGEND OF THE SEAS für Royal Caribbean International

In Dubai startete nun die letzte Reise für das Kreuzfahrtschiff LEGEND OF THE SEAS für den bisherigen Eigner Royal Caribbean International mit Kurs auf Barcelona. Dort wird es am 26. März erwartet und wechselt anschließend in die Flotte der britischen Reederei Thomson Cruises. Nach einer Werftliegezeit kommt das Schiff ab Mai 2017 als TUI DISCOVERY 2 in Fahrt und ist zunächst im westlichen Mittelmeer unterwegs.

Die 1995 bei der Chantiliers de l’Atlantique (heutige Werft STX France) erbaute, 265 Meter lange LEGEND OF THE SEAS ist das älteste und kleinste Schiff aus der so genannten Vision-Klasse von Royal Caribbean International. Dabei handelt es sich um ein Schwesterschiff der SPLENDOR OF THE SEAS, die bereits seit Juni 2016 bei Thomson Cruises als TUI DISCOVERY verkehrt.   

Im Sommer 2014 hatte die LEGEND OF THE SEAS, die mittlerweile rund 600 Reisen für Royal Caribbean durchgeführt hat, sogar für mehrere Monate ihren Basishafen in Hamburg. Das Schiff mit einer Vermessung on 69.130 BRZ verfügt auf den 11 Passagierdecks über eine Kapazität für 1.832 Passagiere in über 915 Kabinen, von

denen nahezu 40 Prozent mit einem Balkon ausgestattet sind. Den Passagieren stehen vielfältige Einrichtungen sowie All-Inclusive-Restaurants und -Unterhaltungsangebote zur Verfügung.

TUI Group betreibt aktuell eine Flotte von 13 Kreuzfahrtschiffen über die Tochtergesellschaften TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Thomson Cruises, wobei Thomson Cruises Teil der britischen Tochtergesellschaft TUI UK & Ireland ist und aktuell sechs Schiffe betreibt.  

Um noch schneller am Markt zu wachsen, erweitert die TUI Group sein Portfolio für Thomson Cruises durch den Erwerb weiterer Schiffe: Neben der Übernahme der SPLENDOR OF THE SEAS im letzten Jahr sowie den Erwerb der LEGEND OF THE SEAS in diesem Jahr folgen mit der Übernahme der MEIN SCHIFF 1 und MEIN SCHIFF 2 von TUI Cruises in den Jahren 2018 und 2019 zwei weitere größere Schiffseinheiten, so dass Kreuzfahrtpassagieren in Großbritannien innerhalb von vier Jahren vier neue Schiffe zur Verfügung stehen. Christian Eckardt

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NABU: Alarmierende Werte bei Abgasmessungen an Bord der AIDAprima

Berlin, 8. März 2017 – Verdeckte Abgasmessungen des ARD-Verbrauchermagazins „Plusminus” entlarven das „Vorzeigeschiff” der Kreuzfahrtflotte von AIDA Cruises demnach als Dreckschleuder. Die AIDAprima ist keineswegs so sauber, wie das Unternehmen behauptet. Im Gegenteil: Aus dem Schornstein raucht es gewaltig. An Deck des Ozeanriesen wurde eine alarmierende Konzentration der als besonders gesundheitsgefährdend geltenden ultrafeinen Partikel gemessen: Bis zu 500.000 Partikel je Kubikzentimeter zeigte das Messgerät an der gut besuchten Kunsteislaufbahn an. Im Durchschnitt der halbstündigen Messung lagen die Werte dort mit 68.000 Partikeln je Kubikzentimeter rund 50mal höher als bei sauberer Seeluft zu erwarten wäre.   

„Die Abgaswerte auf der AIDAprima sind erschreckend hoch. Die Crew und die Passagiere an Bord werden Konzentrationen gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe ausgesetzt, die weit über dem Niveau stark befahrender Straßen liegen. Die dokumentierten Messwerte sind zudem ein eindeutiger Hinweis darauf, dass der von AIDA angekündigte Partikelfilter auch fast ein Jahr nach der Jungfernfahrt immer noch nicht in Betrieb ist. Hier werden Kunden und Öffentlichkeit bewusst mit falschen Versprechungen über die tatsächlichen Umweltauswirkungen des AIDA-Flaggschiffs getäuscht”, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Dass nun bereits auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff die hohe Abgasbelastung an Deck belegt werden kann, weise klar darauf hin, dass es sich hier nicht um Einzelfälle, sondern ein grundsätzliches Problem der Kreuzfahrtbranche handele. „Erst im Januar veröffentlichte das französische TV-Magazin „Thalassa” erstmals Ergebnisse verdeckter Abgasmessungen auf einem Kreuzfahrtschiff während einer Mittelmeerreise. Auch der NABU hatte zuvor bereits mehrfach die extreme Abgasbelastung in Hafenstädten und an Kreuzfahrtterminals nachgewiesen und die Reeder auf die gesundheitsgefährdende Wirkung hoher Feinstaubkonzentrationen

aufmerksam gemacht. Bereits im vergangenen Jahr konnte der Umweltverband zudem aufdecken, dass das vollmundig angepriesene Filtersystem der AIDAprima nicht in Betrieb war, was das Unternehmen darauf hin auch eingestand.

„Leider lehnen die Reeder nach wie vor das Angebot ab, mit dem NABU und unabhängigen Gutachtern offizielle Messungen auf ihren Schiffen durchzuführen und die Ergebnisse zu veröffentlichen”, sagte NABU-Leiter Verkehrspolitik Dietmar Oeliger. Die Branche weiß um das Problem, weigert sich aber aus Kostengründen, auf das giftige Schweröl zu verzichten und die nötigen Filter einzusetzen.

2013 hatte AIDA angekündigt, die gesamte Flotte bis zum Ende des Jahres 2016 mit Rußpartikelfiltern und Stickoxidkatalysatoren ausrüsten zu wollen. Dieses öffentliche Statement des deutschen Branchenführers wurde von Umweltverbänden wie dem NABU als wichtiges und überfälliges Zeichen gewertet, die niedrigen Umweltstandards auf See durch freiwillige Maßnahmen anzuheben.

Auch auf die Verwendung von Schweröl wollte das Unternehmen auf seinen neuen Schiffen verzichten, Doch bis heute wurde keine dieser Ankündigungen realisiert.

Derweil raten sowohl die Deutsche Lungenstiftung wie auch der Pneumologenverband Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, sich aufgrund der Abgasbelastung nur in bestimmten Bereichen an Deck von Kreuzfahrtschiffen aufzuhalten und das Einatmen von Schiffsabgasen zu vermeiden.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Dieselabgase unlängst als ebenso krebserregend ein wie den Gefahrenstoff Asbest.

www.youtube.com/watch?v=z_xol99dGSQ&feature=youtu.be

ARD-„Plusminus” am 8.3.2017: www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/schadstoffe-kreuzfahrschiffe-100.html

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Die MINERVA wird etwa bis 27. März bei der Lloyd Werft in Bremerhaven verbleiben.

Die MINERVA wird etwa bis 27. März bei der Lloyd Werft in Bremerhaven verbleiben.

Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

 

Kreuzfahrtschiff MINERVA wird erneut bei Lloyd Werft überholt

Am vergangen Montag (6.3.) traf bei der Bremerhavener Lloyd Werft das Kreuzfahrtschiff MINERVA aus Marseille kommend ein. Wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte, bleibt das Schiff voraussichtlich drei Wochen im Rahmen von allgemeinen Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie der 5-Jahre-Klasse im Dock der Lloyd Werft.

Dabei handelt es sich um den ersten Reparaturauftrag der Werft im Kreuzfahrtsegment seit mehr als einem Jahr. Zuletzt lag dort mit der BOUDICCA der Reederei Fred Olsen im November 2015 ein Kreuzfahrtschiff im Trockendock der Werft. Erst in der letzten Woche, im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Sozialplans für den Abbau von 117 Stellen bei dem traditionsreichen Werftunternehmen, hatte Lloyd Werft Geschäftsführer Rüdiger Pallentin mitgeteilt, „dass man mit voller Konzentration an den vorhandenen Aufträgen arbeitet und neue akquiriert.” So hat die Werft neben dem aktuellen Yacht-Neubauprojekt unter dem Projektnamen SOLARIS zwischenzeitlich auch weitere Aufträge über Werftliegezeiten von Passagierschiffen erhalten, so Pallentin.

Die MINERVA lag in den vergangen Wochen im französischen Mittelmeerhafen Marseille auf, nachdem Anfang des Jahres der bisherige Eigentümer Insolvenz

angemeldet hatte und der britische Charterer Swan Hellenic die geplanten Kreuzfahrten absagen musste. Für welchen Kreuzfahrtveranstalter die 135,10 Meter lange MINERVA nach Abschluss der Werftliegezeit verkehren wird, ist derzeit noch nicht bekannt.  

Das Kreuzfahrtschiff wurde 1996, nach einem Umbau auf der Mariotti Werft im italienischen Genua in Dienst gestellt. Vorgesehen war das Schiff ursprünglich als Forschungsschiff für die russische Marine, der Bau wurde aber nie fertiggestellt, so dass es Mitte der 90er Jahre zum Ausbau als Kreuzfahrtschiff zur Mariotti Werft geschleppt wurde. Das Schiff verfügt heute über Platz für 350 Passagiere in 198 Kabinen auf sechs Decks.

In den folgenden Jahren war die MINERVA mehrfach verchartert, unter anderem auch mit dem Namen ALEXANDER VON HUMBOLDT für Phoenix Reisen, als EXPLORER II, für Saga Cruises als SAGA PEARL und zuletzt für All Leisures unter dem Namen MINERVA. Vor fünf Jahren erfolgte zuletzt ein umfangreicher Umbau auf der Bremerhavener Lloyd Werft. Dabei wurde zur Treibstoffeinsparung unter anderem eine von Rolls Royce konzipierte Promas-Anlage eingebaut, die den Strömungsfluss unter Wasser optimiert. Christian Eckardt

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Das weltweit erste Expeditionsschiff mit Hybrid-Antrieb – die ROALD AMUNDSEN – soll im Juli 2018 abgeliefert werden, das Schwesterschiff FRIDTJOF NANSEN im Sommer 2019.

Das weltweit erste Expeditionsschiff mit Hybrid-Antrieb – die ROALD AMUNDSEN – soll im Juli 2018 abgeliefert werden, das Schwesterschiff FRIDTJOF NANSEN im Sommer 2019. Animation: Rolls-Royce-Illustration
 

Baustart des weltweit ersten Hybrid-Expeditionsschiffes für Hurtigruten

Auf der norwegischen Kleven-Werft in Ulsteinvik wurde jetzt mit dem traditionellen Stahlschnitt der Baubeginn für das neueste Expeditionsschiff für Hurtigruten, der ROALD AMUNDSEN mit der Baunummer 400 eingeläutet. Das weltweit erste Expeditionsschiff mit Hybrid-Antrieb soll im Juli nächsten Jahres abgeliefert werden, das Schwesterschiff FRIDTJOF NANSEN im Sommer 2019.

„Wir feiern den Baubeginn des ersten Schiffes einer neuen Schiffsgeneration, die Expeditionsreisen verändern wird”, erklärte Hurtigruten CEO Daniel Skjeldam während der Zeremonie auf der Kleven Werft. Die ROALD AMUNDSEN mit der Eiskalsse 1 A Super wird das erste Expeditionsschiff weltweit sein, das mit Hybrid-Technologie ausgestattet und angetrieben wird. Aus dem ersten zugeschnittenen Stahlsegment wird einer der Hauptmaschinenräume entstehen, in dem sich die innovativen Hybrid-Motoren befinden werden.

„Nachhaltigkeit steht im Fokus jedes Schiffsdetails und aller späteren Abläufe und Prozesse an Bord. Die Hybrid-Motoren werden den Kraftstoffverbrauch erheblich reduzieren und Phasen des komplett emissionsfreien Betriebs erlauben. Diese und weitere wegweisende technische Lösungen auf dem ganzen Schiff werden die ROALD AMUNDSEN zu dem modernsten und umweltfreundlichsten Expeditionsschiff machen, das bisher gebaut wurde”, so Skjeldam.

Die norwegische Reederei Hurtigruten lässt die neuen Expeditionsschiffe mit umweltverträglicher Hybrid-Technologie bauen. Zum ersten Mal wird vollelektrischer Antrieb auf einem Passagierschiff möglich sein. Hierdurch kann der Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent reduziert werden.

Die Investition in eine Hybrid-Lösung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Hurtigruten, die Arktis und Antarktis mit vollelektrischen Expeditionsschiffen zu bereisen. „Die Zukunft der Schifffahrt ist ohne Zweifel leise und emissionsfrei. Unsere neuen Expeditionsschiffe sollen den Weg für diese neue Technologie ebnen und der Welt zeigen, dass Hybridantrieb auf großen Schiffen bereits heute möglich ist”, sagt Hurtigruten CEO Daniel Skjeldam. Die Verringerung des Schadstoffausstoßes beläuft sich auf mehr als 3000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die Hybrid-Lösung wurde von Rolls-Royce entwickelt, wobei die Hybrid-Schiffe in zwei Phasen gebaut werden: Die ROALD AMUNDSEN wird mit einem elektrischen Hilfsmotor ausgestattet, der den Elektroantrieb für bis zu 30 Minuten Fahrt gewährleistet. Schiff Nummer Zwei, die FRIDTJOF NANSEN wird mit einem vollwertigen Hybridmotor ausgestattet, der das gesamte Schiff für längere Distanzen und Zeiträume mit Strom versorgen, und die emissionsfreie Fahrt in sensiblen Gebieten, wie Arktis und Antarktis, sowie Fjorden ermöglichen wird.

„Die Möglichkeit mit elektrischem Antrieb zu fahren, trägt nicht nur zur Schonung der Umwelt bei, sondern bietet unseren Gästen ein noch intensiveres Naturerlebnis, wenn die Schiffe ohne jede Form von Emissionen in einen Fjord gleiten”, sagt Skjeldam. Die Kosten für die Investition in die neue Technologie belaufen sich auf 124 Millionen norwegische Kronen (NOK). Das norwegische Regierungsunternehmen Enova, verantwortlich für die Förderung von umweltfreundlicher Produktion und Verbrauch von Energie, engagiert sich mit 45,1 Millionen NOK in dem Projekt.  

Neben umfangreicher und maßgeschneiderter Expeditionsausrüstung wird die 140 Meter lange und 23,6 Meter breite ROALD AMUNDSEN mit einer Vermessung von 20.889 BRZ mit weitläufigen Decks, drei Restaurants, einem Fitness- und Wellnessbereich sowie einer Bar auf dem Oberdeck mit Jacuzzis und Infinity-Pool ausgestattet sein. Das Schiff wird ausschließlich über 265 Außenkabinen für maximal 530 Gäste verfügen, davon die Hälfte mit Balkonen.

Einige Suiten werden mit privaten Außen-Jacuzzis versehen sein. „Hurtigruten ist die perfekte Antwort auf die schnell wachsende globale Nachfrage hinsichtlich nachhaltiger Abenteuerreisen. Mit MS ROALD AMUNDSEN kombinieren wir unsere Expertise mit innovativer Technik, modernem Luxus, skandinavischem Design und norwegischer Entdeckerlust, um den Abenteuer-Reisenden von heute das zu bieten, was sie sich wünschen: Entdeckungsreisen”, sagt Skjeldam.  

In der ersten Saison wird die unter norwegischer Flagge verkehrende ROALD AMUNDSEN in der Antarktis und den chilenischen Fjorden unterwegs sein.

https://www.hurtigruten.de · Christian Eckardt

Die ROALD AMUNDSEN wird im Juli 2018 an Hurtigruten abgeliefert.Die ROALD AMUNDSEN wird im Juli 2018 an Hurtigruten abgeliefert.

Animation: Rolls-Royce-Illustration

 

Eine Balkon-Kabine auf der ROALD AMUNDSEN.Eine Balkon-Kabine auf der ROALD AMUNDSEN.

Animation: Rolls-Royce-Illustration

hr
 

Das maritime Ambiente an der Meyer Werft ist wie gemacht für ein Konzert von Udo Lindenberg.

Das maritime Ambiente an der Meyer Werft ist wie gemacht für ein Konzert von Udo Lindenberg.

Foto: Hannover Concerts GmbH & Co. KG Betriebsgesellschaft

 

Udo-Open-Air mit maritimen Ambiente 

Udo Lindenberg gibt einziges Konzert in Norddeutschland bei der Meyer Werft

Zuvor startet der Rockliner 5 von TUI Cruises mit Udo in die Ostsee

„Alles klar auf der Andrea Doria”, heißt einer der bekanntesten Hits von Udo Lindenberg, doch bei der Meyer Werft in Papenburg überlegt man, den Song umzutaufen. „Alles klar auf der WORLD DREAM könnte das Motto in diesem Jahr lauten, wenn der deutsche Superstar Udo Lindenberg mit seinem Panik Orchester am Freitag, 8. September, auf dem Gelände der Meyer Werft in Papenburg gastiert. Der Vorverkauf für das Konzert mit der prächtigen Kulisse des neuen Kreuzfahrtschiffes WORLD DREAM beginnt am Mittwoch, 1. März, um 10 Uhr.  

Das maritime Ambiente an der Meyer Werft ist wie gemacht für ein Konzert von Udo Lindenberg. Schließlich sagt man dem Künstler einen besonderen Hang zur Seefahrt nach, den er immer wieder in seinen Werken und Projekten symbolisiert; Sei es mit seinem Hit „Alles klar auf der Andrea Doria” oder nicht zuletzt mit seinen Konzertreisen auf dem Rock-Liner. Jetzt kommt am Freitag, 8. September, ein weiteres Kapitel dazu. Gleich im Anschluss an die nächste Rockliner-Odysee legen die Panikpiraten und -nixen für das Konzert vor dem neuesten Luxusliner WORLD DREAM an der Meyer Werft in Papenburg an.

Udo Lindenberg ist seit mehreren Jahrzehnten einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Künstler überhaupt. Seit 2011 erlebt der sozial und politisch engagierte Musiker, Schriftsteller und Kunstmaler, der am 17. Mai 1946 in Gronau / Westfalen geboren wurde, seinen dritten Frühling. Nach Veröffentlichung des Albums „MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic” tourte Udo Lindenberg im Laufe der letzten Jahre mit einer spektakulären Show durch die größten Arenen und Stadien Deutschlands. Im Sommer 2017 wird der „Panikpräsident” mit seinem Orchester in Papenburg eine weitere Show im Rahmen der aktuellen „Stärker als die Zeit”-Tour nachlegen – es ist das einzige Udo-Open Air dieses Jahres in Norddeutschland.  

Der Künstler selbst ist in seiner unnachahmlichen Art voller Vorfreude: „Hallo Leute, wir kommen direkt vom Rockliner 5 auf das Action-Rock-Dock der Meyer-Zauber-Werft Papenburg. Die Panik-Sailor freuen sich unbeschreiblich. Das geht ab.”

 

Rockliner 5 im September auf der Mein Schiff 3

Die Konzerte von Udo Lindenberg auf dem so genannten Rockliner 5 unter dem Motto „Stark, Stärker, Udo” finden auf der MEIN SCHIFF 3 von TUI Cruises in der Zeit vom 1. bis 5. September 2017 statt. Die Reise führt ab Kiel über Aarhus und Göteborg nach Kopenhagen und wieder zurück nach Kiel. 

Während dieser Eventreise werden Udo Lindenberg und sein Panikorchester den Passagieren einmalige Bühnenshows bieten.

Auch das Rahmenprogramm wird voll und ganz auf Panik-Rock abgestimmt sein: Vorträge von Rock-Experten, die Panik-Talk-Show „Rockys Blaue Stunde” und Jam-Sessions sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Gäste an Bord des Rockliner 5 erwartet. Weitere Informationen zur Reise gibt es unter www.tuicruises.com/rockliner5

 

Die Region freut sich auf Udo Lindenberg

Der Vorverkauf für das Open-Air-Konzert von Udo Lindenberg bei der Meyer Werft, auf dem tags darauf am 9. September auch das beliebte NDR 2 Papenburg-Festival stattfindet, beginnt am Mittwoch, 1. März, um 10 Uhr. Karten kosten € 49,55 inklusive Gebühren. Sie sind erhältlich bei cts eventim, Dein Ticket sowie Nordwest Ticket.

„Wir freuen uns sehr, dass zusätzlich zum Papenburg Festival am Samstag jetzt noch ein weiteres musikalisches Highlight am Freitag auf der Bühne an der Werft stattfindet. Ein Konzert von Udo Lindenberg, der ja nicht zum ersten Mal auf oder vor einem Kreuzfahrtschiff auftritt, ist für Papenburg und die Region ein Riesenereignis”, erklärt Peter Hackmann, Pressesprecher der Meyer Werft.

„Die Seefahrertradition unserer Stadt und der Schiffbau der größten Ozeanriesen passen perfekt zu einem Auftritt von Udo Lindenberg. Wir sind froh, dass die Sponsoren und Organisatoren für unsere Stadt nicht nur ein hochwertiges Festival auf die Beine stellen, sondern nun auch noch einen weiteren Weltklasse-Künstler nach Papenburg geholt haben. Da schlägt bestimmt nicht nur mein Panikherz höher”, freut sich auch Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft.

„Seit Jahren schon haben wir versucht, Udo Lindenberg für ein Konzert in Papenburg zu gewinnen. Jetzt hat es endlich geklappt. Zwar war es terminlich nicht möglich, ihn in das Festival einzubinden, doch in dieser Konstellation dürfen sich die Fans auf einen zusätzlichen außergewöhnlichen Konzertabend freuen. Wir danken der Stadt Papenburg, der Meyer Werft und allen, die helfen, diese zwei tollen Tage organisatorisch zu stemmen, für die großartige Unterstützung”, fügte Nico Röger, geschäftsführender Gesellschafter von Hannover Concerts hinzu. Das Konzert wird von der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und NDR 2 präsentiert.

www.hannover-concerts.de · Christian Eckardt

hr
 

Bremerhavener Lloyd Werft streicht 117 Jobs

Auch Blohm + Voss wird vermutlich 300 Mitarbeiter entlassen

Die traditionsreiche Lloyd Werft in Bremerhaven, die in den letzten 40 Jahren mehrfach durch spektakuläre Schiffsumbauten oder auch Schiffsverlängerungen im Bereich der Fähr- und Kreuzschifffahrt auf sich aufmerksam machte, wird 117 der rund 400 Mitarbeiter entlassen. Darauf haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat geeinigt und dies der Belegschaft am Montagmorgen im Rahmen einer Betriebsversammlung mitgeteilt. So sollen bei der Stammbelegschaft mehr als 100 Stellen gestrichen werden, der Rest in der Verwaltung. Zum April soll nun eine Transfergesellschaft gebildet werden für die Mitarbeiter, die nach Hause gehen müssen. Zunächst wollte die Geschäftsleitung der Werft bis zu 150 Jobs streichen, doch konnte dies der Betriebsrat abwenden.

Die seit über einem Jahr zur malaysischen Genting-Gruppe gehörende Lloyd Werft wird nach den derzeitigen Informationen keine Aufträge aus dem großen Kreuzfahrtschiffe-Bauprogramm erhalten, was die ebenfalls zur Genting-Gruppe gehörenden MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern ab dem nächsten Jahr produzieren. Aus dem Reparaturgeschäft hat sich die Lloyd Werft inzwischen ganz zurückgezogen und man möchte am Standort in Bremerhaven vornehmlich Yachten bauen oder Kreuzfahrtschiffe umbauen. Doch gerade im Umbaubereich gibt es derzeit keine Projekte, so dass die meisten Docks der Werft derzeit leer stehen oder an andere Werften vermietet sind.

Wie Doreen Arnold von der Gewerkschaft IG Metall erklärte, sind im Handeln der Geschäftsführung der Lloyd Werft und des Mutterkonzerns Genting keine klaren Linien erkennbar. Auch der Betriebsrat sieht die Perspektive der verbliebenen Beschäftigten der Lloyd Werft mit Sorge, da es von der Genting-Gruppe keine Signale gibt, wie es mit der Lloyd Werft weitergehen soll.

Derzeit verfügt das Unternehmen nur über ein großes Yachtprojekt mit dem Namen SOLARIS.

Auch bei der zweiten deutschen Großwerft, die im Umbaugeschäft bei Kreuzfahrtschiffen und im Yachtbau zu den ganz Großen gehört, droht ein gewaltiger Stellenabbau. So werden auch bei der Hamburger Werft Blohm + Voss harte Einschnitte erwartet, in Medienberichten ist der Abbau von 300 Stellen bei derzeit rund 1000 Mitarbeitern die Rede.

Auch bei Blohm + Voss, die seit dem letzten Jahr zur Lürssen Werft gehört, ist in dieser Woche eine Betriebsversammlung geplant, wo die Beschäftigten über den zukünftigen Kurs informiert werden, da es offenbar nicht mehr genug Arbeit für alle Beschäftigten gibt. So sollen mehrere sicher geglaubte Aufträge für die Reparatur und Wartung von Kreuzfahrtschiffen verloren gegangen sein. Zudem ist fraglich, ob die Restaurierung des historischen Frachtseglers PEKING oder Aufträge der Marine an die Hamburger Werft gehen. Somit sollen bereits rund 70 Mitarbeiter aus der Konstruktionsabteilung seit Mitte vergangenen Monats in Kurzarbeit sein.

Im letzten Jahr hatte Lürssen Blohm + Voss vom britischen Private-Equity-Investor Star Capital Partners erworben, der die Werft im Dezember 2011 für einen Preis von 150 Millionen € von ThyssenKrupp gekauft hatte. Seit der Übernahme von Blohm + Voss vereint die Unternehmensgruppe Lürssen sechs Werften mit rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen norddeutschen Küstenländern.

Die 1875 gegründete Lürssen-Gruppe mit Sitz in Bremen-Vegesack ist spezialisiert auf die Konstruktion und Fertigung von Yachten ab 60 Meter Länge, Marineschiffen sowie Küstenwachbooten. Christian Eckardt

hr